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Frust in der Warteschlange...Facharzt Termine bekommen. ...

t@heU-c!avexr


Gibt viele Menschen die zig Ärzte wegen der gleiche Sache behelligen weil sie hypochondrisch veranlagt sind und glauben dass der nächste Arzt zu nem anderen Urteil kommt.

Die gibt es in Massen. Und das liegt nicht nur an Ängsten, sondern auch an überzogenen Erwartungshaltungen ans Gesundheitssystem, die sich oft genug auch hier im Forum finden. Letzten Endes wird es wahrscheinlich nur einen wirklich wirksamen Weg geben, das Facharzthopping einzudämmen, nämlich Überweisungsvorbehalt (kein Facharztbesuch mehr ohne Überweisung). Ist halt im Moment politisch nicht durchsetzbar, weil ja jeder überzeugt ist, seine Beschwerden selber viel besser beurteilen zu können als der Hausarzt...

d!ana-e8x7


Und vielleicht auch weil die Hausärzte es total nervig finden ihre Zeit und ihr Budget damit zu verbummeln Leute überweisen zu müssen die sicherlich nichts bei ihnen verloren haben?

BRenitapB.


Ich versuchte seit 4.1. einen Termin bei meiner Diabetologin sowie beim Endokrinologen zu bekommen. Ständig besetzt oder niemand ging ran.

Gestern war ich bei beiden in der Nähe und bin in die Praxen gegangen. Termin bei der Diabetestante 9. Mai, im Endokrinologikum

schon

Ende April.

Tolle Wurscht.

_ePa<rvxati_


@ the-caver

An dieser Stelle mal wieder der Hinweis: Wer dringend eine Psychotherapie benötigt und keinen Therapeuten mit Kassenzulassung findet, kann im Wege des sogenannten Erstattungsverfahrens auch einen ohne Kassenzulassung nehmen.

Ich weiß, dass es das gibt, aber das hätte in meiner Gegend nur wenig geholfen, weil es hier nur Psychotherapeuten mit Kassenzulassung gibt und keine privaten.

S0unfHlow:er_73


@ the-caver:

Den Sitzaufkauf hatte ich ja auch schon thematisiert... aber freie Sitze nicht nur in der Uckermark. Für best. Fachbereiche fängt das schon in Niedersachsen und auch in Westfalen-Lippe an. Oder es gibt so Situationen, dass seit über einem Jahr drei Sitze für Psychotherapeuten NEU geschaffen werden sollen in einer extrem schelcht versorgten Region, diese aber beschränkt werden auf ärztliche Psychotherapeuten - und somit lieber unbesetzt bleiben, statt nichtärztliche Therapeuten drauf zu setzen. Während in anderen Regionen Sitze für ALLE Therapeuten geöffnet werden.

Wobei es aber auch bei den Psychotherapeuten das Problem der (zumindest zeitweiligen) Phantom-Kassensitze gibt: Der Frauenanteil ist relativ hoch, da sind natürlich viele dabei, die wegen Kindern Pause machen oder nur noch halb arbeiten. Die geben aber in aller Regel ihren Sitz nicht zurück, denn wenn er weg ist, ist er weg. Wenn es da mal flexiblere Regeln gäbe, wäre auch schon wieder etwas Druck weg.

Komplette Pause ist doch gr nicht möglich, da Mindestleistungen erbracht werden müssen pro Quartal. Da läuft doch auch viel über Sicherstellungs-/Entlastungsassistenzen oder zunehmend Abgabe von halben Sitzen. Weil selbst mit halbem Sitz noch ordentlich behandelt werden kann. Problem ist aber, dass da oft die Perspektive fehlt (weil nach 10 Jahren Jobsharing ja ein eigener Sitz fällig wird, was die KV'en nicht so gerne haben). Oder die Bedingungen sind mies. Wenn einem so Konstellationen begegnen wie "mind. 20 Patienten pro Woche" für 1800€ brutto mit Verbot sämtlicher Nebentätigkeit. Sorry, dafr habe ich nicht studiert und eine teure Weiterbildung gemacht.

Naja, das Vergabeverhalten der KV'en ist eh undurchsichtig und andererseits sind ausgeschriebene Sitze oft auch schon vergeben. Und jede KV handhabt es anders. Nur bezahlen lassen sich die meisten verdammt gut. 100e pro Bewerbung, z.T. auch schon bevor man erfährt, ob der Abgebende nicht eh schon einen Nachfolger ausgekungelt hat und den der KV um jeden Preis unterschieben will... Teures Spielchen.

Bzgl. Psychotherapie und Kostenerstattung: Definitiv immer einen Versuch wert, aber eine Kasse lehnt es bspw. grundsätzlich ab. Keine Chance. Und einige andere erschweren es zunehmend.

L"ive+rpo2oxl


Die gibt es in Massen. Und das liegt nicht nur an Ängsten, sondern auch an überzogenen Erwartungshaltungen ans Gesundheitssystem, die sich oft genug auch hier im Forum finden.

Ich habe im Sommer 4 Wochen bei Hausarzt Praktikum machen müssen und bin fast vom Glauben abgefallen, für was die Leute alles zum Facharzt wollen. Da wurdert mich auch nicht, dass die Wartezimmer völlig überlaufen sind. Und ich als Hausarzt wäre wohl auch nicht mehr so entspannt, die die Ärzte meiner Pratikumspraxis, wenn mir ständig die Kompentenz für die simpelsten Dingen abgesprochen werden würde und die Patienten einem ständig sagen, dass sie einen nach 6 Jahren Medizinstudium, 6 Jahren Facharztausbildung und noch mehr Jahren Berufserfahrung nicht für fähig halten, die kleinsten medizinischen Problem zu lösen oder Diagnosen zu stellen. Da muss aber absolut bitte alles nochmal vom Facharzt beguckt werden.

Ich selbst gehe selten zum Facharzt, habe aber im Falle eines Falles eigentlich nie große Probleme gehabt.

Zahnarzt hab ich gerade angerufen war ich nämlich schon sehr lange nicht mehr, wie mir gerade aufgefallen ist,, da habe ich für eine simple Kontrolle einen Termin in 6 Wochen bekommen. Allerdings hatte ich da auch Mitte/Ende Februar als Wunschzeitraum angegeben, wäre auch schon etwas früher möglich gewesen. In Akutfällen kann man da gewöhnlich am selben oder nächsten Tag noch kommen.

Augenarzt dauert schon 2-3 Monate, aber das mache ich für Kontrolltermine eben immer schon beim Arztbesuch den Termin für in 6 Monaten aus und rufe nicht nach 6 Monaten und sagen, ich will zur Kontrolle, um mich dann zu ärgern, dass das erst in 2-3 Monaten möglich ist. Mit akuten Problemen kann man dann aber auch immer kurzfristig kommen.

Bei einem sehr beliebten Orthopäden in einer Großstadt habe ich innerhalb von 4 Wochen einen Termin bekommen, das Problem war allerdings auch nur "subakut", bei akuteren Sachen haben Freunde von mir auch innerhalbs von 2-3 Wochen einen Termin bekommen. Den dazugehörigen MRT Termin gabs dann innerhalb von 14 Tagen.

Der Onkologe/Hämatologe, bei dem meine Mutter und meine Großmutter in Behandlung sind, nimmt eigentlich immer kurzfristig Patienten auf. Als meine Mutter ihm von der Erkrankung meiner Großmutter erzählt hat, konnte sie sich innerhalb der nächsten Woche auch zu ihm kommen. Die sind extrem gut organisiert und arbeiten eng mit einer radiologischen Praxis zusammen, da kommt es eigentlich nie zu irgendwelchen Wartezeiten.

Bei meinem Hausarzt kann ich eigentlich immer direkt auf der Matte stehen, wenn man unangekündig kommt, muss man halt mit Wartezeiten rechnen. Ich rufe dann auch meistens kurz vorher an und fragen, wann es zeitlich günstig ist. Für geplante Sachen (Impfung, Blutentnahme etc.) bekommt man aber auch innerhalb weniger Tage einen Termin.

Der Hausarzt, bei dem ich Praktikum gemacht habe, vergibt vormittags gar keine Termine. Wer kommt, ist da. Wer zuerst da war, kommt zuerst dran. Funktioniert überraschenderweise extrem gut. Für Sachen, die ausfürlich besprochen werden müssen, werden am Nachmittag Termine vergeben. Da kann man aber auch spontan kommen, hilfreich ist es aber wenn man vorher anruft.

EkheRmalhigerS Nutzerm (#57266x1)


Seit wann haben die Patienten Schuld, wenn es keine Termin gibt?

Habe ich erläutert. Einfach lesen... Wer ist deiner Meinung nach Schuld? Der Arzt, weil er sich nicht zweiteilen kann?

t(he-icavexr


Und vielleicht auch weil die Hausärzte es total nervig finden ihre Zeit und ihr Budget damit zu verbummeln Leute überweisen zu müssen die sicherlich nichts bei ihnen verloren haben?

Wohl kaum - denn die Selbsteinschätzung der Patienten weicht in dieser Frage von der Realität sehr häufig stark ab - siehe das Posting von Liverpool...

reie Sitze nicht nur in der Uckermark. Für best. Fachbereiche fängt das schon in Niedersachsen und auch in Westfalen-Lippe an.

Was aus hiesiger Sicht keinen großen Unterschied macht... ;-D ]:D

Bzgl. Psychotherapie und Kostenerstattung: Definitiv immer einen Versuch wert, aber eine Kasse lehnt es bspw. grundsätzlich ab. Keine Chance.

Dann kann man nur auf klagefreudige Patienten hoffen - das ist ja schließlich keine freiweillige Leistung der Kassen, sondern der Anspruch ist durch BSG-Rechtsprechung ganz klar gegeben. Und ich hab grundsätzlich was dagegen, diejenigen Kassen, die ihren Versicherten systematisch Leistungen vorenthalten, dafür auch noch zu belohnen. Dummerweise sind sowohl Angst- als auch Depressionspatienten nicht sonderlich gut im Streiten mit der Versicherung - was möglicherweise anders aussehen würde, wenn da z.B. die Bundespsychotherapeutenkammer aktiver wäre. Wie wäre es mit einem Fonds für Prozesskosten und/oder Honorarausfälle?

djanaWeZ8N7


Dummerweise sind sowohl Angst- als auch Depressionspatienten nicht sonderlich gut im Streiten mit der Versicherung - was möglicherweise anders aussehen würde, wenn da z.B. die Bundespsychotherapeutenkammer aktiver wäre. Wie wäre es mit einem Fonds für Prozesskosten und/oder Honorarausfälle?

Man geht keinen Rechtsstreit ein wenn man morgens darum kämpft aufzustehen. Da hat man einfach keine Kraft für, selbst wenn man Geld hätte.

S\unfloaweri_7a3


@ the-caver:

Die meisten Patienten resignieren halt und denken, es dauert so lange und wird so mühsam/teuer, dass in der Zeit auch ein normaler Therapieplatz gefunden wird... Die BPTK könnte sich da aber sicherlich auch mehr einfallen lassen als das Statement von 2015: [[http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/psychotherap-88.html]]

Aber leider geht es ja selten um Versorgung, sondern nur Vorwürfe, welche Berufssparte sich wo was sichern will aus Eigeninteresse.

Aufschlussreich ist auch, dass die Kasse, die Kostenerstattung pauschal ablehnt, mit am penetrantesten ist bei Anfragen bzgl. freien Therapieplätzen.

M0Xonxe


@ danae87

Die sind dann aber auch krank, selbst wenn sie körperlich nichts haben. Vielleicht ließe sich das aber auch ein Stückweit eindämmen wenn Ärzte nicht nur x Minuten pro Patient erlaubt bekämen (hat die Kasse ja genau geregelt) sondern ein wenig Spielraum hätten so das sie da eher das Gefühl vermitteln könnten sich ganz einem zu widmen.

Dagegen will ich auch nichts sagen, klar sind diese Leute auch Krank. Aber man müsste ein Weg finden diese Leute dann eher eine gerechte Behandlung (Therapie) zukommen zulassen.

Dann würd es auch bzgl. Terminen beim Facharzt besser vorran gehen .. Aber bitte nicht falsch verstehen, ist jetzt nicht so dass ich behaupten will diese Leute wären die Buh-Männer .. Sie tragen nur nen großen Teil dazu bei ..

Wobei ich das letztere bzgl. der X Minuten Pauschale das erste mal höre .. Also hier nehmen sich die Ärzte schon Zeit, jedenfalls kann ich nichts anderes behaupten. Liegt vielleicht daran dass ich nur in einer kleinen Großstadt leb?

Die gibt es in Massen. Und das liegt nicht nur an Ängsten, sondern auch an überzogenen Erwartungshaltungen ans Gesundheitssystem, die sich oft genug auch hier im Forum finden. Letzten Endes wird es wahrscheinlich nur einen wirklich wirksamen Weg geben, das Facharzthopping einzudämmen, nämlich Überweisungsvorbehalt (kein Facharztbesuch mehr ohne Überweisung).

Absolute Zustimmung, wobei sich da wirklich etwas tun muss ich glaube Jahrzehnte hält das bisherige System nicht mehr durch.

Ist natürlich auch ne Gradwanderung die Patienten zu differenzieren ob sie jetzt Ängste / überzogene Erwartungshaltung haben oder wirklich körperlich etwas haben. Wobei wie du schon sagtest, viel basiert auch einfach dadurch dass die Leute meinen es besser als die Ärzte zu wissen.

Begriffe wie Morbus Google gibt es ja nicht umsonst, die Leute lesen im Internet sämtlichen Mist, fühlen sich gut informiert obwohl sie keine Ahnung von der Materie haben und meinen das Internet sei weiser als der Arzt der lange Medizin studiert hat .. Irgendwie ein Teufelskreis.

Ewhemaliager NIutzer (#h5<72661)


Und vielleicht auch weil die Hausärzte es total nervig finden ihre Zeit und ihr Budget damit zu verbummeln Leute überweisen zu müssen die sicherlich nichts bei ihnen verloren haben?

Falsch. Hausärzte finden das sogar verdammt praktisch. Daher versuchen viele auch ihre Patienten vom Hausarztprogramm zu überzeugen. Weißt du denn, was eine überweisung für den Arzt bedeutet? Wird jemand überwiesen, ist der nachbehandelnde arzt verpflichtet, einen bericht zurück an den Hausarzt zu schreiben. So auch der Sinn des Hausarztprogrammes: Wenn ein Notfall eintritt, dann sind alle Infos an einer stelle, die man eventuell braucht! Gehst du einfach nur zum Facharzt, dann bekommt dein Hausarzt davon nix mit. Mache ich jetzt bei regelmäßigen Sachen wie Augenarzt und Zahnarzt auch, aber alles andere mache ich mit überweisung. Und meiner Hausärztin ist das so sogar lieber! Und hier reicht schon ein Anruf, dass die Überweisung ausgestellt wird, da muss man nicht ins arztzimmer rein ("Hi, ich bin XXXXXX und bräuchte eine überweisung zum XXXXXXX Arzt. Ich würds nacher abholen, danke!").

dvanaex87


Meine Hausärzte waren reichlich genervt als sie noch für jeden Frauenarztbesuch eine Überweisung schreiben mussten damit Frau dann da ihr Rezept für die Pille rausholen konnte. Und wenn ich will das mein Hausarzt den Arztbrief bekommt dann bekommt der den auch.

Weißt, ich ahb zur Zeit Schmerzen, Beine, Arme, überall Rheuma ähnlich. Ich war bei verschiedenen Ärzten, auf Absprache mit meinem Hausarzt, aber da kamen dann Kommentare wie "Sie sind zu jung, sie haben solche Beschwerden nicht." Da muss man sich dann auch nicht wundern wenn man dann ein paar mehr Ärzte absucht. Und mein Partner braucht in der Tat eine AU ab dem ersten Fehltag. Also muss der für jeden Mist zum Arzt. :-|

S$unf!lo!wer_x73


Meine Hausärztin hat das mit den Überweisungen eh sehr locker gesehen. Sie hat sich null geschert und man konnte vorne an der Rezeption einfordern, was man haben wollte. Ob Berichte eingingen hat sie kontrolliert, wenn es relevant wurde, d.h. in den Fällen, wo sie aktiv von den Patienten involviert wurde. Aber der restliche Kram wie Kontrolle beim Augenarzt oder Gyn ließ sie kalt. Entweder berichtete ich ja eh oder es war unwichtig.

Wenn Überweisungspflicht so gehandhanbt wird, bringt es auch nix. Ich bin froh, dass die Pflicht weg ist, erleichtert vielen die Arbeit ungemein. Und in wichtigen Fällen funktioniert der Austausch ja auch bzw. der Arzt fordert dann halt explizit einen Bericht an. Oder telefoniert einfach mal eben mit dem Facharzt.

Das mit der AU ab dem ersten Tag finde ich ätzend; habe einen Job deswegen auch abgesagt. Wenn ich Migräne habe, dann bringt ein Arztbesuch bestenfalls Verschlimmerung. Mein Freund hatte bislang auch so einen Vertrag - dafür aber einen Hausarzt, wo Anruf genügt hat und die AU auch so kam. Tja...

d.ana'ex87


Und ich fand nicht das meinen Hausarzt alles anging was mein Psychiater oder Therapeut so macht und schreibt. Das nicht sein Bier, zu dem komm ich bei anderen Beschwerden.

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