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Was tun bei starkem Untergewicht?

LmauAnebbeer hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle interessierten, betroffenen und deren Angehörige.

Ich bin 49 Jahre alt, seit ca.eineinhalb Jahren an Darmkrebs erkrankt und habe zusätzlich noch eine ausgewachsene Pankreatitis. Ich wurde bisher zweimal Operiert. Zum einen den Dickdarm bis kurz hinter der rechten flexur entfernt.

Zum anderen musste ein teil des rechten oberen Lungenlappens entfernt werden, weil sich Methastasen gebildet haben.

Ich war schon immer ein Schmalhans,meine damit schon immer sehr schlank. Ich bin 176cm.groß,wiege jetzt aber nur noch 46kg, also locker 30 kg Untergewicht. Mein Onkologe hat mir jetzt Friesubin verordnet (Nahrungsergänzung ),um wieder ein paar zusätzliche Kalorien zuzuführen. Ausserdem hat er Kreon 25000 verordnet, da er der Meinung ist das ich derzeit keine fette verdauen kann.

Meine Frage an alle die sich beteiligen werden ist,welche Möglichkeiten der Gewichtszunahme seht ihr, wie kann mein Gewicht stabilisiert werden, oder sogar erhöht werden.

Ich mach mir langsam sorgen wegen des Gewichtes.

Ich bin für alle Tipps und Anregungen dankbar.

Antworten
pLeHlzftier8x6


Also bei der Konstellation glaube ich nicht, dass Fresubin alleine genügt. Verstehe auch nicht, warum nicht gleich nach der Diagnosestellung der Pankreatitis Kreon gegeben wurde, ist eigentlich Standard.

Sicher, dass du bei dem Onkologen gut aufgehoben bist?

Bei einem solchen UG müsste man eigentlich an zumindest zeitweilig zusätzliche Ernährung denken - entweder in Form einer enteralen Ernährung über eine PEG, oder aber in dem Fall vermutlich noch besser (damit der Magen/Darm nicht überbelastet wird und du sonst deine übliche Kalorienmenge zu dir nehmen kannst) eine passagere künstliche Ernährung (über einen dauerhaften Katheter in der jugularis).

Hast du denn keinen Port für eine Chemo, oder musstest du keine machen? Wenn ein Port noch bestünde, könnte man die parenterale Ernährung darüber laufen lassen.

L.a&uneCbeer


@ pelztier86

Port habe ich keinen, hatte auch noch keinen. Meine erste Chemo war in Tabletten Form.

ppelzgtierx86


Naja, dann müsste man halt einen neuen Katheter legen lassen. Auch nicht schlimm. Jedenfalls bezweifle ich es stark, dass Fresubin alleine hier helfen wird. Wieviel kcal nimmst du denn jetzt zu dir auf? Sprich:

Ist es vor allem ein Problem der reduzierten Nahrungsaufnahme oder des erhöhten Verbrauchs oder beides?

Wie lange besteht dieses stark UG schon?

Und ein Onkologe sollte das eigentlich wissen, dass so ein Gewicht nicht gerade förderlich ist für die Krankheitsbewältigung.

Im Übrigen laufen dann auch die Stoffwechselprozesse im Gehirn anders, was zu deinem Depressionsproblem beitragen kann.

Lnauunebeer


Kleiner Nachtrag, in Tabletten Form weil ich von Anfang an Untergewichtig bin, seit der Erkrankung. Jetzt ist das Problem, dass Gewicht erstmal wieder hoch zugekommen, sonnst ist eine neue Chemo nur schwer möglich.

LqauneZbeexr


Im Moment nehme ich keine 1000 Kalorien zu mir, weil ich nur schlecht Nahrung bei mir behalte.

pKelztcier846


Also du läufst sein 1,5 Jahren mit diesem UG herum, ohne dass interveniert wurde, und erst jetzt kommt dein Onkologe mit Fresubin und Kreon? Sorry, das verstehe ich nicht.

pPelztixer86


Im Moment nehme ich keine 1000 Kalorien zu mir, weil ich nur schlecht Nahrung bei mir behalte.

Und seit wann ist das so? Sprich: Ist der starke Gewichtsrückgang vor allem auf ungenügende Nahrungsaufnahme zurückzuführen?

LHauneeb\eer


Im Moment ja, es fehlt einfach an Kalorien,in Form von Nahrung. Und ich hatte früher nie mehr als 63kg auf der wage.

p]elzt0ier86


1000kcal ist für einen Mann sehr wenig. Wenn das schon länger so geht, wirst du auch starke Mängel bzgl. der Mikronährstoffe haben, die aber sehr wichtig für den Heilungsprozess sind.

Fresubin (gerade das mit viel Milcheiweiß) ist zum Teil sehr sättigend; es bringt dir nichts, wenn du dann dafür weniger normale Nahrung zu dir nehmen kannst.

Eigentlich ist die Sachlage hier klar: hier muss eine zeitlang parenterale Ernährung gegeben werden, das könnte sich auch positiv auf die Pankreatitis auswirken. Wenn dein Magen/Darmsystem bzw die BSPD jetzt so enorm gefordert werden, kann es sein, dass diese Organe überfordert werden. Zudem weiß man nicht einmal, wieviel von der enteralen Ernährung absorbiert wird. Alles Argumente für eine parenterale Ernährung in deinem Fall.

Und wie gesagt: ein derartiges UG und eine solche Kalorienzufuhr sind allein schon ein Risikofaktor für die Entwicklung von Depressionen.

L`agu&newbeexr


Wem sagst du das? Man achte auf den Sarkasmus!

L'aun#e{bexer


Für heute mache ich erstmal schluss, muss mich mal etwas hinlegen. Die letzte Nacht war einfach zu kurz.

pDelztqierx86


Hast du denn deinen Onkologen nie auf eine Ernährungsunterstützung angesprochen? Normalerweise gobt es gerade für onkologische Patienten spezielle Ernährungsfachärzte, die dann auch bei Bedarf eine parenterale Ernährung anordnen können. So war's jedenfalls bei mir (kein onkologischer, aber gastroenterologischer Fall). Das lief nur indirekt über den behandelten Gastro. Der hat mich zur der Ernährungsfachärztin überwiesen, und die hat nach der Analyse der Situation alles für die Einleitung der parenteralen Ernährung geplant. Also Katheterlegung in der Chirurgie (ambulante Op, ein Klacks), individuelle Zusammenstellung der Nahrung mit der speziell für die Herstellung von parenteraler Ernährung befugten Apotheke etc pp.

Das war allerdings eine Uniklinik. Weiß nicht, wie es bei niedergelassenen Ärzten läuft.

pVelz=tieEr8x6


...den behandelnden Gastro...

LTaun4ebxeer


@ peltier86

Erstenmal danke für deine Beteiligung an meinem Faden,deine Ratschläge werde ich mir zu Herzen nehmen und mit meinem behandelnden Onkologen sprechen.

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