» »

Privat versichern lassen für Anfänger

nVieHmanfd00


Ja und im Laufe der Versicherungszeit steigen dann die Beiträge immer schneller. Den sehr gesunden wird dann der Wechsel in einen neuen Tarif angeboten, damit sie bleiben und nicht zur anderen Kasse mit guten Einstiegstarifen wechseln. Denen die aber in der Zwischenzeit chronisch krank geworden sind bleibt nur der Verbleib in ihrem Tarif. Da ber das Verhältnis von gesunden und kranken Mitgliedern in dem Tarif immer schlechter wird steigt ihr Tarif immer schneller. Somit ist man dann wenn man in Rente kommt das Einkommen niedriger und die Versicherung imens teuer, so dass so mancher es nicht mehr schafft die Beiträge zu bezahlen.

Oft wird dann in den letzten Jahren vor der Rente beschissen, in dem bei manchen entgegen kommenden Firmen die Mitarbeiter in Teilzeit wechseln um zurück in die GKV zu kommen. das Gehalt, das für die trotzdem voll geleistete Arbeit zu zahlen ist wird dann im nächsten Jahr als Prämie gezahlt.

Und wir freiwillig gesetzlich Versicherten müssen dann für solche Leute mit aufkommen. Die PKV gehört endlich abgeschafft! Die Versicherungen können ja gerne Zusatzversicherungen anbieten für die, die sich das leisten wollen. Wir müssen endlich zu einer echten Solidarität kommen, wo jeder von jedem Einkommen seinen Beitrag bezahlt.

Sdc hok2oladehn:süchtige


Im Alter sind die Möglichkeiten, zurückzukehren, sehr begrenzt. Ich glaube, ab 55 hat es sich mit der Rückkehr.

Und auch vorher ist es schwierig, es sei denn, man läßt sich eben darauf ein, längere Zeit weniger zu verdienen.

Aber ich kenne auch Ältere (60+), die in der PKV sind und auch bleiben. Wenn man ein Leben lang gut verdient hat, sind die PKV-Beiträge im Alter meist nicht das Problem. Zumal es ja noch Optionen gibt, ihn zu drücken und jede PKV einen Tarif anbieten muß, in dem der Beitrag nicht höher als in der GKV ist.

S{cho(koladensücfhtigxe


Es gibt ja mittlerweile auch Altersrücklagen, die die PKV bilden muß. Und außerdem spielt hier eben eine wichtige Rolle, wie die PKV arbeitet. Wenn die die Tarife wirklich schließt, ist es eben problematisch.

Bei meiner war/ist das nicht so. Die Tarife sind offen.

Und ja, PKV gehört abgeschafft und das gesamte System gehört reformiert. Aber da sind zu viele Lobbyisten am Werk. Das wird nie passieren.

L)ilaL?ina


Für die Elternzeit habe ich mich von der Versicherungspflicht befreien lassen (das geht).

Was heißt das? Beiträge musst du doch trotzdem in der Zeit zahlen?

So oder so nicht. aber die GKV-Beiträge steigen ja auch kontinierlich, wenn man über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, die wird ja üblicherweise auch jährlich angehoben.

Die steigen auch für Leute, die unter der Grenze liegen ;-)

Ich seh den Vorteil dadrin, dass es immer prozentual vom Gehalt ist. Verdien ich weniger, zahl ich auch weniger. Eigentlich ist immer gewährleistet, dass ich die Beiträge zahlen kann.

Ich seh einfach zu viele in der PKV, die sich im Alter dumm und dämlich zahlen. Wenn eben kein Schlupfloch mit dem Arbeitgeber gefunden wird und man eben nicht auf Kosten derjenigen, die immer in der GKV geblieben sind, zurückkehrt, sind die Beiträge wirklich immens

Meine GKV erhebt jetzt zum ersten Mal einen Zusatzbeitrag, daher bin ich jetzt gerade wieder am Rechnen und Umgucken. Bin aber weiterhin unsicher ???

Sqcho]kola0densücThtigxe


LilaLina, ja Beiträge an die PKV muß man immer zahlen. Das ist richtig.

Aber ich wäre, nachdem ich in der Elternzeit 2 wieder in Teilzeit angefangen habe und leicht unter der Grenze lag, wieder GKV-versicherungspflichtig gewesen, sprich, ich hätte in die GKV zurück gemußt. Das konnte ich umgehen, indem ich mich für die Elternzeit (die eben insgesamt 3 Jahre lief und in der ich dann Teilzeit gearbeitet habe) von der GKV-Versicherungspflicht habe befreien lassen (da die Teilzeit-Vereinbarung erst mal nur zeitlich begrenzt auf die Elternzeit war). Ich hätte also nach Ablauf der Elternzeit in Vollzeit zurückkehren können (hätte mein Arbeitgeber nichts dagegen machen können - im Gegenteil, er hätte mich auch darauf drängen können, Vollzeit zu arbeiten - oder zu gehen) und wäre damit nicht mehr GKV-versicherungspflichtig gewesen.

Mit dem Abschluß einer "grundsätzlichen" Teilzeitvereinbarung nach Ablauf der Elternzeit war das dann hinfällig und ich war eben wieder GKV-versicherungspflichtig.

Ist schon alles kompliziert, damit muß man sich schon sehr genau auseinandersetzen.

Cvorkxi


Oh wow das klingt ja doch alles viel komplizierter als angenommen %:|

Ich habe eine feste Anstellung (ähnlich dem Beamtenstatus) und fast alle meine Kollegen sind privat versichert.

Aber jetzt muss ich ja schon fast drüber nachdenken, doch lieber in der GKV zu bleiben und Zusatzleistungen abzuschließen. Da würde ich aber massiv mehr Geld pro Monat gegebenüber einer PKV ausgeben

Siilb eGrtigxer


Ich hatte mich vor ein paar Jahren auch sehr intensiv mit den privaten KK auseinander gesetzt.

Wichtig ist die Wahl einer vernünftigen PKV, da spielen die Kriterien

- wie lange gibt es das Unternehmen schon am Markt,

- wie sieht die Tarifstruktur aus (legt die PKV z.B. häufig neue Tarife auf, um mit Billigstbeiträgen gesunde junge Menschen zu ködern, oder hat sie übersichtliche (ev. auch nur einen) Tarif, wo viele Versicherte UNTERSCHIEDLICHER ALTERSSTRUKTUR drin sind (junge Gesunde und ältere ev. nicht mehr ganz so fitte Mitglieder),

- gibt es ev. schon geschlossene Tarife (die sind tendenziell eher anfällig für saftige Erhöhungen)

und ggf. auch der Unternehmenszweck (z.B. ist die Versicherung eine AG, KG, Verein blablabla, daran hängen ja auch Verpflichtungen - Stichwort Gewinnmaximierung ;-)

Das System PKV funktioniert nämlich mit relativ moderaten Anpassungen auch nur, wenn a) viele Mitglieder drin sind und b) diese unterschiedlich alt sind - denn nur so wird gewährleistet, dass die Beiträge nicht durch die Decke schießen, weil alle Mitglieder alt und krank sind... schließlich ist eine PKV kein sozialer Dienst.

Und wenn man solche Kriterien als Maßstab anlegt, kristallisieren sich schon mal 3-5 Versicherungsanbieter raus, wo man dann noch nach Kriterien wie "was bieten die Tarife" etc. schauen kann und natürlich auch der Beitragssatz (der dürfte in dem Alter aber wohl noch deutlich günstiger sein als der Höchstsatz, den du in der GKV zahlen müsstest).

Für dich als Frau gibt es darüber hinaus auch immer wieder einen Weg zurück, nämlich wenn du schwanger wirst und dann 1 Jahr unter Beitragsbemessungsgrenze verdienst (wegen Elternzeit). Wenn du nicht schwanger werden willst, kannst du eh in (einer guten) PKV bleiben und bist dort dann auch mMn besser aufgehoben als in der GKV.

Syilber1tigexr


Hier in diesem älteren Faden hatte ich schon mal etwas dazu geschrieben (war damals gerade kurz nach meiner Recherchetätigkeit in Sachen PKV ;-D ): [[http://www.med1.de/Forum/Gesundheitswesen/564803/ gucksdu]]

Also nochmal zusammen gefasst: lass dich vernünftig und auch von mehreren Maklern beraten, es gibt nicht das perfekte Angebot für jedermann, aber es gibt das perfekte Angebot für DICH (egal ob dann PKV oder GKV ;-) )

S+chokol}adebnsüchRtige


Wenn Du in Elternzeit zu Hause bleibst gehst Du nicht automatisch zurück in die GKV.

Für die Zeit daheim mußt Du ganz normal Beiträge zahlen, das ist privates Risiko. Zurück kommst Du, wenn Du danach Teilzeit gehst und unter die Grenze fällst. Aber reines "in Elterzeit daheim bleiben" bewirkt nicht eine Rückkehr in die GKV.

S/choko(lad#engsücht/igxe


Und vor allem - Du zahlst dann den vollen Beitrag. Nix 1/2 Beitrag vom AG

(wobei ich nicht weiß, wie das bei Beamten ist... Alle Infos von mir beziehen sich auf normale Angestellten-Verhältnisse)

C,omraxn


Worauf muss ich bei der Wahl der KK genau achten? Macht es mehr Sinn, eine KK zu wählen, wo ich garantiert Geld am Ende eines Jahres wiederbekomme oder nur abhängig vom Erfolg? Wie hoch sollte die Eigenleistung sein und wie schnell bekommt man die Kosten erstattet?

Eine KK sollte als Unternehmen gesund sein und vor allem einen soliden Bestand haben. Es gibt einige Unternehmen, die eine recht junge PKV anbieten, einen kleinen Bestand haben und mit niedrigen Beiträgen locken wollen. Diese schlagen dann später stark auf, weil sie sich den Vorschuss zurückholen. Solche Tarife, die kurzzeitig ausgelegt sind, sind sehr gefährlich, weil sie dann entweder schnell teuer werden oder überaltern, wenn das Geschäft nicht gut läuft.

Wenn eine PKV schon länger als eine Generation einen soliden Versichertenbestand hat, taugt sie schon mal sehr viel und in der Regel sind die Tarife und Beiträge bei denen recht stabil. Es gibt hierfür verschiedene Tests.

Selbstbehalt bleibt dir überlassen.

Beitragsrückerstattung ist auf jeden Fall empfehlenswert. Ich bekomme z.B. 4 volle Monatsbeiträge (inkl. Arbeitgeberanteil) am Jahresende zurück, wenn ich nur geringe Arztkosten hatte, die ich nicht einreiche und selbst bezahle. Das macht sich vor allem bezahlt, wenn man bisher gesund ist und lediglich Routinechecks oder mal eine kleine Zahnbehandlung braucht.

Ebenfalls wichtig: ein offener Leistungskatalog. Tarife, die z.B. nur bestimmte aufgeführte Hilfsmittel bezahlen, koppeln sich vom medizinischen Fortschritt ab. Ein offener Leistungskatalog bezahlt auch in 30 Jahren medizinische Dinge, die es heute noch gar nicht gibt.

Im Alter oder bei späterer Arbeitslosigkeit sollte dir klar sein, dass du deine Beiträge (bis auf den geringen Rentenzuschuss) dann komplett selbst zahlen musst. Man unterstellt dabei, dass du außerhalb der Versicherungspflicht genügend Einkommen hast, um auch für dich selbst sorgen zu können (Ausnahme und Risiko: Selbständige). Dann sollte das auch im Alter klappen. Außerdem sparst du in der PKV enorm viel Geld (bessere Leistungen, über der Versicherungspflichtgrenze ein meist niedrigerer Beitrag als in der GKV), was du wiederum als Altersrückstellung in irgendeiner Form verwenden kannst. Ich habe z.B. einen Teil in einen Altersminderungsbeitrag investiert, d.h. ich zahle jetzt paar Euro mehr, aber in der Rente werden meine Beiträge dann um einen vereinbarten Euro-Betrag gesenkt.

Single bin ich nicht und in ein paar Jahren würde ich gerne eine Familie gründen. Ist das schlecht im Bezug auf eine PKV? Mein Freund wechselt auch in eine PKV...

Es ist egal, wer von euch wechselt - wenn ein Elternteil in der PKV ist, kommen die Kinder auch in die PKV. Insofern kannst du auch wechseln. Du bist sehr jung und dementsprechend niedrig ist dein Beitrag. Wie kannst du dir schon die PKV leisten? Seid ihr Beamte? Dann bekommt ihr ja eh noch Beihilfe und der Beitrag wird noch geringer.

Wehe du bist älter, wirst richtig krank, benötigst Rollstuhl oder richtig viel . Lege für den Fall immer genug Geld beiseite.

Wenn du dann in der PKV bist, ist es wurscht. Dein individueller Beitrag steigt in der PKV ja nicht, nur weil du krank wirst. Du könntest an die Dialyse, Krebs bekommen oder die Zähne verlieren - dein Beitrag ist dein Beitrag und steigt nur im üblichen Rahmen des Tarifs (für alle).

Aber wenn du schon krank bist, dann ist der Wechsel in die PKV schwierig.

Die Beiträge steigen doch für chronisch Kranke, Behinderte etc. doch verhältnismäßig stark an, oder?

Bei der Verbreitung solcher Horrorstories ist es kein Wunder, dass das Image der PKV in der Öffentlichkeit immer schlecht ist. Das ist aber totaler Unfug und betrifft nur die Neuaufnahme, wenn du schon krank bist. Dann gibt es Zuschläge. Aber man muss ja nicht wechseln. Aber wenn man drin ist, wird keine einzige Krankheit auf den Beitrag aufgerechnet. Das ist schlichtweg falsch.

Heißt aber nicht, dass es 30 Jahre später nicht ganz anders aussieht. Und wie genau die Anpassungen aussehen, wie hoch voraussichtlich der Beitrag dann sein wird, konnte mir niemand sagen.

Wie auch. Kann dir in der GKV auch niemand sagen, und die hat ja mal so richtig kräftig dieses Jahr erhöht. Ich bin jetzt ca. 15 Jahre in der PKV und die prozentualen Beitragssteigerungen lagen langfristig knapp unter den prozentualen GKV-Steigerungen. Das aber auf einem spürbar niedrigerem Beitragsniveau, also absolut gesehen spare ich 15 Jahre Geld. Dass ich von den 1800 Euro für eine Zahnkrone auch 1800 Euro bekomme und nicht nur eine doofe Zuzahlung ist nochmal gepartes Geld. Und wenn ich dann noch in vielen Jahren die Beitragsrückerstattung berücksichtige, war die PKV für mich eine goldrichtige Entscheidung (ich war Anfang 30, also schon etwas teurer).

Sichorkol)adensJücohtixge


Silbertiger, habe kurz in den alten Faden geschaut. Alte Oldenburger war und ist auch unsere.

Andere in der Wahl war die Hallsche (so heißt die glaube ich).

Bei HUK, Central und all die "bekannten" sollte man vorsichtig sein. Wir hatten auch einen Makler, der uns sehr gut beraten hat. Aber da muß man auch erst einen finden...

C[omrxan


Also nochmal zusammen gefasst: lass dich vernünftig und auch von mehreren Maklern beraten, es gibt nicht das perfekte Angebot für jedermann, aber es gibt das perfekte Angebot für DICH (egal ob dann PKV oder GKV ;-) )

Ich empfehle, sich ein eigenes Wissen durch Testberichte und Tarifvergleiche anzueignen. Makler picken sich vor allem die Unternehmen raus, die die meisten Provisionen zahlen ]:D

Noch ein Tipp: nimm als Gesellschaftsform bei Versicherungen immer eine VvaG (Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit). Diese arbeiten nach dem Genossenschaftsprinzip, sparsam und solidarisch. Es werden nicht wie bei einer AG irgendwelche Aktionäre befriedigt, sondern das Geld bestmöglich den Versicherungsleistungen zukommen gelassen.

Ein kleines Detail, welches leider die wenigsten kennen und beachten.

CKomrxan


Und vor allem - Du zahlst dann den vollen Beitrag. Nix 1/2 Beitrag vom AG

Das stimmt nicht. Im Angestelltenverhältnis ist der Arbeitgeber verpflichtet, bis zur Hälfte der Beitragsbemessungsgrenze den äquivalenten Arbeitgeberanteil auch für PKV-Versicherte zu zahlen. Das ist nicht immer ganz die Hälfte, aber immer noch ein spürbarer Anteil.

S+choko,lad@ensDüchtige


Comran, bitte richtig lesen, die Aussage bezieht sich auf Elternzeit, wenn man daheim ist.

Und da zahlt der AG mitnichten was dazu.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gesundheitswesen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH