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Verbeamtung in Bayern- Krankheit verschweigen mit Privatrezept?

iXwpdshxe hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich komme in 1 Jahr ins Referendariat und leide an Schilddrüsenunterfunktion und nehme täglich Thyronajod 75. Ich weiß, dass ich damit verbeamtet werde, muss aber höchstwahrscheinlich höhere Beiträge zahlen (oder?).

Kann ich das umgehen und mir ab sofort ein Privatrezept ausstellen lassen? Sehen das die Amtsärzte? Muss ich alle Operationen angeben ? Auch die, welche mehr als 5 Jahre zurückliegen?

Im Blut ist die Schilddrüsentablette ja nicht nachweisbar, da es sich um das exakte körpereigene Hormon handelt. Ich habe keine Beschwerden und befinde mich seit 2 Jahren im Normalbereich, nehme die Tabletten aber weiterhin, da sonst mein Wert steigt.

Zu meiner Frage wieder: Im Moment (seit 3 Jahren) hole ich mir alle 3 Monate ein Rezept (GKV), wenn ich mich jetzt aber entschließen würde, selbst zu zahlen und mir ein Privatrezept ausstellen zu lassen, kann ich es dann auch später verschweigen? %:| :-/

Antworten
L)ucxi32


Nein, so funktioniert es nicht. Es werden ärztliche Befunde angefordert. Bist du gut eingestellt - kein Problem.

Schilddrüsenerkrankungen sind nicht ein Problem. Problematisch sind Krebs, Rücken- und psychische Erkrankungen. Hohe Ausfallwahrscheinlichkeit.

S`unfl)ower_7x3


Zum einen musst Du wahrheitsgetreue Angaben machen. Denn sonst ist durchaus der Rauswurf drin.

Was konkret gefragt wird, kann keiner sagen - auch nicht, auf welchen Zeitraum man sich bezieht bei den Fragen. Ich erlebe da immer wieder Unterschiede.

Und: Ein Privatrezept ist auch kein Schutz. Die Erkrankung ist ja aktenkundig und beim Arzt dokumentiert. Somit bei Nachfrage jederzeit erkennbar, auch mit Privatrezept.

Und ganz grundsätzlich: Wir reden hier nur von Schilddrüse...

iswdsxhe


Ich habe die Tabletten bisher immer ein bisschen angesammelt. Somit hätte ich bis in einem Jahr ca Tabletten für einen Monat "übrig".

Kann ich dann kurz vor der Amtsuntersuchung kein Rezept holen und so tun als hätte ich sie abgesetzt? Und wenn ich dann verbeamtet bin, wieder anfangen? Bzw. in der Zwischenzeit mit Alternativmedizin (Procain-Spritzen) ? ":/

m#aripoxsa


Ich weiß, dass ich damit verbeamtet werde, muss aber höchstwahrscheinlich höhere Beiträge zahlen (oder?).

Du wirfst da zwei Sachen durcheinander - einmal die Verbeamtung, für die man keine Beiträge zahlen muss ;-D, zum anderen die Krankenversicherung. Mit höheren Beiträgen meinst Du vermutlich den Risikozuschlag für die private Krankenversicherung wg. Vorerkrankung.

Ich kann Dir nur raten, keinerlei Tricks anzuwenden und nichts zu verschweigen. Das kann für Dich gravierende Folgen haben: Verbeamtung futsch, Krankenversicherung futsch.

Kann ich dann kurz vor der Amtsuntersuchung kein Rezept holen und so tun als hätte ich sie abgesetzt? Und wenn ich dann verbeamtet bin, wieder anfangen? Bzw. in der Zwischenzeit mit Alternativmedizin (Procain-Spritzen) ? ":/

Ich habe Zweifel, ob Du für eine Verbeamtung geeignet bist.

NDannxi77


Das bringt dir gar nichts.

Wie du sagst wirst du deshalb trotzdem verbeamtet. Wenn du dich nachher privat versicherst musst du die Vorerkrankung angeben, ansonsten könnte dich die Versicherung raus schmeißen. Und theoretisch kannst du auch freiwillig gesetzlich Versichert bleiben, da ist es dann sowieso egal.

iZwdmshe


Wie meinst du das mariposa? :-p

chlaiBret


Willst du wirklich wegen ein paar Euro deinen Versicherungsschutz oder deine Verbeamtung riskieren?

R?oger`Rabbixt


Ich weiß, dass ich damit verbeamtet werde,

Wozu dann das ganze Theater?

S,ilbelrmond8augxe


Vermutlich wegen der privaten Krankenversicherung. Aber da wurde ja auch schon geschrieben, lass den Blödsinn, irgendwann kommt es raus

R4HW


Hallo iwdshe,

es sind zwei verschiedene Bereiche zu unterscheiden:

- Verbeamtung: beim Amtsarzt sind alle Gesundheitsfragen korrekt zu beantworten. Sonst kann ggf. auch Jahre später die Verbeamtung widerrufen werden.

[[http://www.judicialis.de/Verwaltungsgerichtshof-Baden-W%C3%BCrttemberg_DL-17-S-15-02_Urteil_09.12.2002.html]]

- die Gesundheitsfragen der privaten Krankenversicherung sind ebenfalls wahrheitsgetreu zu beantworten. Je nach den Antworten kann die Versicherung den Antrag ablehnen oder einen Risikozuschlag erheben. Wenn man in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt, werden keine Gesundheitsfragen gestellt. Bei falschen bzw. unvollständigen Angaben im Versicherungsantrag kann das private Versicherungsunternehmen den Vertrag auch Jahre später noch beenden.

[[https://www.test.de/Formulare-der-Privaten-Krankenversicherer-Diagnose-unklar-1669604-1669713/]]

Wer die jeweiligen Leistungen bezahlt hat (Versicherung oder Patient selbst), spielt weder bei den Gesundheitsfragen beim Amtsarzt noch bei denen im Versicherungsantrag eine Rolle.

Gruß

RHW

t}he-%cavxer


Je nach den Antworten kann die Versicherung den Antrag ablehnen oder einen Risikozuschlag erheben.

Nein, kann sie in diesem Fall nicht: Für Beamtenanwärter besteht in den ersten 6 Monaten ein Kontrahierungszwang. Die PKV *muss* abschließen und darf maximal 30% Aufschlag für Vorerkrankungen nehmen.

Übrigens fragen die Versicherer Arztbesuche in der Regel über die letzten 5 Jahre ab - definitiv keine gute Idee, bei dem Fragebogen zu lügen!

RxHW


Hallo the-caver,

für Beamtenanwärter gilt der Kontrahierungszwang der Beamtenöffnung nicht:

Im Rahmen der Öffnungsaktionen werden die folgenden Personengruppen in die Private Krankenversicherung aufgenommen:

a) Beamtenanfänger

mit Anspruch auf Beihilfe nach den Beihilfevorschriften des

Bundes oder eines Landes, und zwar

• Beamte auf Probe sowie auf Zeit oder auf Lebenszeit

(ohne dass ein Dienstverhältnis auf Probe unmittelbar

vorangegangen ist), nicht jedoch Beamte auf Widerruf

(zum Beispiel Referendare, Beamtenanwärter);

Quelle:

[[https://www.pkv.de/service/broschueren/verbraucher/oeffnungsaktion-der-pkv-fuer-beamte-und-angehoerige/]]

Bei der Verbeamtung nach dem Referendariat gilt die Öffnungsklausel. Diese gilt aber nur bei bestimmten Unternehmen und für bestimmte Tarife. Die wichtigen Beihilfeergänzungstarife sind meist (immer?) von der Öffnungsaktion ausgenommen.

Gruß

RHW

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