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Überweisung zum Psychiater

Byorlxag hat die Diskussion gestartet


Die sollte ich doch ohne Probleme von einem Hausarzt bekommen können, wie jede andere Überweisung auch, richtig?

Und wenn der Psychiater zeitgleich eine Psychotherapie bieten kann, es aber vor dem Besuch nicht klar ist, ob das auch passieren wird, frage ich dann einfach nach einer Überweisung zum Psychiater, oder auch zur Psychotherapie?

Weil es da soviele Optionen gibt bin ich gerade etwas verunsichert.

Antworten
B)enitasB.


Man braucht doch nicht zwingend eine Überweisung.

Und Psychiater sind Psychotherapeuten würde ich trennen.

Sgohromaxn


Die sollte ich doch ohne Probleme von einem Hausarzt bekommen können, wie jede andere Überweisung auch, richtig?

Ja, bekommst du problemlos. Auch wenn ja das Hausarzt Facharzt Modell inzwischen ja wieder verändert wurde. Du kannst also auch wieder direkt zum Facharzt gehen.

Und wenn der Psychiater zeitgleich eine Psychotherapie bieten kann, es aber vor dem Besuch nicht klar ist, ob das auch passieren wird, frage ich dann einfach nach einer Überweisung zum Psychiater, oder auch zur Psychotherapie?

Weil es da soviele Optionen gibt bin ich gerade etwas verunsichert.

Eins nach dem anderen. Lass die Überweisungen sein, geh direkt zum Psychiater zu einer Sprechstundenzeit.

Und Psychiater sind Psychotherapeuten würde ich trennen.

Diesen Rat hätte ich auch an dich, Borlag. Auch wenn das doppelt gemoppelt vorkommt (alles 2x erzählen), die Ansätze scheinen auch mir sehr unterschiedlich. Psychiater behandeln in der Regel mit Medikamenten mit großem Wissen im neurologischen Bereich aber sehr kurzen Terminen (ca. 10-15 min) alle paar Wochen, Psychotherapeut mit Gesprächssitzungen von 50 min 1x die Woche über mehrere Wochen (z.B. 10 bis 20 Wochen).

Entsprechend sind die Wartezeiten beim Psychiater eher kurz und man kommt schnell dran, aber muss sich auf das wesentliche medizinische konzentrieren ohne halbe Lebensgeschichte. Nach dem Termin hat man in der Regel ein Rezept in der Hand. Es ist ein guter erster Anlaufpunkt, weil man nämlich wirklich mal drankommt.

Auf den Psychotherapeut wirst du länger warten müssen. Erst einige Wochen bis zum Erstgespräch und dann vergehen typisch 1-6 Monate bis eine Therapie beginnt, weil früher keine Termine da sind. Beide können sich konsultieren, wenn du dein Einverständnis gibst.

Ich finde, es lohnt sich, die Einschätzungen von 2 Personen (Psychiater, Psychotherapeut) einzubeziehen. Aber wenn es bei dir mit dem Psychiater schon gut passen sollte von der Kommunikation und er/sie beide Ausbildungen hat, kannst du dort natürlich weitermachen.

BAorHlag


Eure Beiträge haben sich thematisch ja zum Teil überschnitten, deswegen beantworte ich die entsprechenden Stellen für beide gleichzeitig:

Man braucht doch nicht zwingend eine Überweisung.

Ja, bekommst du problemlos. Auch wenn ja das Hausarzt Facharzt Modell inzwischen ja wieder verändert wurde. Du kannst also auch wieder direkt zum Facharzt gehen.

Eins nach dem anderen. Lass die Überweisungen sein, geh direkt zum Psychiater zu einer Sprechstundenzeit.

Dass das theoretisch nicht nötig ist weiß ich.

Es wurde bei der Terminvergabe aber extra nach einer Überweisung gefragt und am Ende des Gesprächs erneut darauf hingewiesen die Überweisung bitte mitzubringen. Ich möchte auf keinen Fall zum Termin kommen und dann weggeschickt werden. Dafür habe ich zu lange darauf gewartet.

Und Psychiater sind Psychotherapeuten würde ich trennen.

Diesen Rat hätte ich auch an dich, Borlag. Auch wenn das doppelt gemoppelt vorkommt (alles 2x erzählen), die Ansätze scheinen auch mir sehr unterschiedlich. Psychiater behandeln in der Regel mit Medikamenten mit großem Wissen im neurologischen Bereich aber sehr kurzen Terminen (ca. 10-15 min) alle paar Wochen, Psychotherapeut mit Gesprächssitzungen von 50 min 1x die Woche über mehrere Wochen (z.B. 10 bis 20 Wochen).

Entsprechend sind die Wartezeiten beim Psychiater eher kurz und man kommt schnell dran, aber muss sich auf das wesentliche medizinische konzentrieren ohne halbe Lebensgeschichte. Nach dem Termin hat man in der Regel ein Rezept in der Hand. Es ist ein guter erster Anlaufpunkt, weil man nämlich wirklich mal drankommt.

Auf den Psychotherapeut wirst du länger warten müssen. Erst einige Wochen bis zum Erstgespräch und dann vergehen typisch 1-6 Monate bis eine Therapie beginnt, weil früher keine Termine da sind. Beide können sich konsultieren, wenn du dein Einverständnis gibst.

Ich finde, es lohnt sich, die Einschätzungen von 2 Personen (Psychiater, Psychotherapeut) einzubeziehen. Aber wenn es bei dir mit dem Psychiater schon gut passen sollte von der Kommunikation und er/sie beide Ausbildungen hat, kannst du dort natürlich weitermachen.

Man wartet hier mindestens ein halbes Jahr bis man überhaupt mal mit jemandem sprechen kann. Egal ob Psychiater oder Psychotherapeut. Deswegen wollte ich möglichst beides verbinden und der Arzt macht ja anscheinend auch Therapien. Wenn ich mit der Person selbst nicht klarkommen sollte kann ich ja mal schauen wie es weitergeht. Hätte ich jetzt schon jeweils einen Termin bei einem Psychiater und einem Psychotherapeuten sähe das aber auch nicht anders aus. Das Risiko, dass es mit dem Psychotherapeuten nicht passt wäre auch da vorhanden.

Sboiroman


Es wurde bei der Terminvergabe aber extra nach einer Überweisung gefragt und am Ende des Gesprächs erneut darauf hingewiesen die Überweisung bitte mitzubringen.

Ok, dann gilt das. Dann werden sie sich davon etwas versprechen. Zum Beispiel eine schnellere Einordnung.

Man wartet hier mindestens ein halbes Jahr bis man überhaupt mal mit jemandem sprechen kann. Egal ob Psychiater oder Psychotherapeut.

Das habe ich anders erlebt: der Termin beim Psychiater ging schnell, nur Psychotherapeut dauert.

Ich drück dir die Daumen, dass deine Bemühungen Erfolg haben, Borlag!

Bdorl8axg


Ok, danke dir!

Und was jetzt genau auf der Überweisung steht (Psychiater oder Psychotherapie) ist egal?

B%e.nitxaB.


Deshalb ist es schlau, sich jetzt oder vorgestern bei 10 Therapeuten anzumelden, sich auf eine Warteliste setzen lassen....

Absagen kann man immer noch. Und Du selbst kannst auch entscheiden, was die dann abieten, Verhaltenstherapie o. ä.

Und wenn eine Therapie bewilligt wird, ca. 30 STunden, stehste beim Psychiater mit seinen winzigen Therapiestunden dumm da.... Das sind in der Regel nicht wirklich die hochdramatisch tollsten Therapeuten.

Das ist der Fehler vieler Patienten, sie sehen die lange Wartezeit, melden sich nicht an und stehen dann im halben Jahr immer noch ohne Therapie da.... Selbst vertrödelt.

Sforomxan


Und was jetzt genau auf der Überweisung steht (Psychiater oder Psychotherapie) ist egal?

Kein Vertrauen zum Hausarzt?

Der macht doch da schon die quasi erste Voreinschätzung: schreibt er drauf "Psychiater" ist die Richtung eher organisch/medizinisch, schreibt er drauf "Psychotherapeut" wäre die Richtung eher seelisch.

Wenn deine Zielperson (Psychiater+Psychotherapeut) beides anbietet, kann er beides ausführen, hat aber durch die Überweisung schon eine grobe Voreinschätzung des behandelnden Hausarztes.

B6orloag


Deshalb ist es schlau, sich jetzt oder vorgestern bei 10 Therapeuten anzumelden, sich auf eine Warteliste setzen lassen....

Absagen kann man immer noch. Und Du selbst kannst auch entscheiden, was die dann abieten, Verhaltenstherapie o. ä.

Ich weiß ja nicht warum hier immer alle von irgendwelchen Wartelisten reden, aber hier ruft man zu Beginn des Quartals bei Psychologen oder Psychiatern an und bekommt dann entweder einen Termin in den nächsten Wochen, oder man ruft im nächsten Quartal wieder an. Die ersten paar Leute, die am Tag der Patientenaufnahme anrufen bekommen einen Termin, die anderen nicht. Da ist nix mit Wartelisten.

Und das was du beschreibst ist genau das, was in unserem System falsch läuft. 10 Termine gleichzeitig warm halten, damit auch ja kein anderer planen kann einen zu bekommen.

Und wenn eine Therapie bewilligt wird, ca. 30 STunden, stehste beim Psychiater mit seinen winzigen Therapiestunden dumm da.... Das sind in der Regel nicht wirklich die hochdramatisch tollsten Therapeuten.

Ok?! Ist das immer so? Warum bieten die dann überhaupt nutzlose Therapiestunden an?

Kein Vertrauen zum Hausarzt?

Der macht doch da schon die quasi erste Voreinschätzung: schreibt er drauf "Psychiater" ist die Richtung eher organisch/medizinisch, schreibt er drauf "Psychotherapeut" wäre die Richtung eher seelisch.

Wenn deine Zielperson (Psychiater+Psychotherapeut) beides anbietet, kann er beides ausführen, hat aber durch die Überweisung schon eine grobe Voreinschätzung des behandelnden Hausarztes.

Ich vertraue da niemandem einfach so. Wenn es etwas gibt auf das man achten sollte und ich es nicht tue dann wird es falsch laufen. Immer. Aber wenn man als Patient da nichts beachten muss, dann mache ich mir keine Sorgen. Danke :)^

NbanniK7x7


Hier werden ständig Dinge verwechselt.

Psychiater verschreibt Medikamente, Psychotherapeut macht Therapie, Psychologen sind eher beratend tätig.

Termine beim Psychotherapeuten sind eher schwer zu bekommen und da macht es Sinn sich auf Wartelisten setzen zu lassen, ja oft muss man das auch damit man irgendwann die Chance hat eine Therapie zu bekommen.

Bei einem Psychiater macht man das natürlich nicht, man bekommt aber auch dort manchmal erst einen Termin in sechs Monaten.

S7oroMman


Und wenn eine Therapie bewilligt wird, ca. 30 Stunden, stehste beim Psychiater mit seinen winzigen Therapiestunden dumm da.... Das sind in der Regel nicht wirklich die hochdramatisch tollsten Therapeuten.

Ok?! Ist das immer so? Warum bieten die dann überhaupt nutzlose Therapiestunden an?

Ich schätze, dieser Psychiater+Psychotherapeut in einer Person (also mit Doppelqualifikation) macht eben auch beides ganz klassisch. Einen festen oder variablen Teil seiner Wochenarbeitszeit wird er als Psychiater arbeiten und dort klassische 5-15 min Termine planen. So nach dem Schema: "Wie fühlen Sie sich? Was ist ihr Anliegen? Was nehmen sie schon für Medikamente? Welche Dosierung? Gab es Nebenwirkungen seit letztem Mal? Dann ein kleines Gespräch. Dann verschreib ich ihnen mal xyz, und das nehmen Sie bitte so und so ein. Haben Sie noch Fragen? Nein? Dann danke und tschüss, das Rezept gibt's vorne am Empfang. Der nächste Patient bitte!" Und dafür hat er bestimmte Patienten.

Und einen anderen Teil der Wochenarbeitszeit wird er als Psychotherapeut arbeiten, und da mit klassischen 50 min Terminen und 10 min Pause zwischen den Terminen. Und da geht's dann tiefer ums Gespräch, um Hintergründe, Verhalten, Fragen und Denkanstöße. Um wöchentliche Fortschritte. Und das für einen Teil seiner Patienten.

Nicht alle Patienten werden beides bei ihm machen.

Denn so passt das gut zusammen. Und wenn diese Person mit Doppelqualifikation beides wirklich gut macht, dann spart das eine Menge Doppelaufwand für Borlag. Ohne Einbußen, und ohne Risiko der Mangelkommunikation zwischen seinem Psychiater und Psychotherapeut. An sich ist das ja schon ein tolles und ganzheitliches Modell! Bestimmt auch für den Arzt+Therapeuten.

Aber halt: wenn es dann nicht passen sollte (von Borlags Seite oder von des Arztes+Therapeuten Seite), dann verliert er ggf. beide Funktionen in einer Person. Wobei er dann auch sagen kann: ok, als Psychiater (also für Medikamente und Rezepte) würde ich gern ihr Patient bleiben, aber für die Therapie (das Gespräch, oder Varianten davon) schaue ich nochmal nach jemand anderem. Und auch das wird vermutlich gehen.

Psychiater verschreibt Medikamente, Psychotherapeut macht Therapie, Psychologen sind eher beratend tätig.

Jepp, das Wort "Psychologe" sollte Borlag vermeiden.

Das ist nur am Anfang etwas verwirrend mit den ganzen Begriffen. Zumal hier einer mit Doppelqualifikation da ist. An sich macht es das aber vielleicht sogar einfacher für Borlag.

drie8 Toxrte


für den psychiater brauchst du eine überweisung.(chemieverschreiber) für den therapeuthen nicht.(dachentrümpler)

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