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Abrechnungsknatsch mit dem Krankenhaus

A[leon7or hat die Diskussion gestartet


Vielleicht hat jemand einen Tipp für uns:

Mein Opa (Baujahr 23) ist geistig nicht mehr so ganz auf der Höhe. Nicht wirklich dement, aber das Alter hinterlässt halt seine Spuren.

Er musste vor einer Weile wegen eines blutenden Magengeschwüres ins Krankenhaus. Meine Eltern sind mit, haben den ganzen Papierkram erledigt, haben für Rückfragen die Telefonnummer dagelassen ... und als sie weg waren hat wohl irgendwer meinem Opa einen Wisch hingehalten bzgl. Sonderleistungen (privat zu zahlen) den er dann natürlich unterschrieben hat. Meine Eltern hatten dies vorher ausdrücklich abgelehnt. Inzwischen ist dann die erste Rechnung gekommen, es haben sich wohl lt. meiner Mutter inzwischen schon gut 3.000€ angeläppert.

Gibt es irgendeine Möglichkeit aus der Nummer rauszukommen? Kann die Krankenkasse (KVB) da weiterhelfen oder gibt es an anderer Stelle irgendwen, an den wir uns da wenden können?

Antworten
A5nka510E1


Hallo Aleonor,

ich bin mir ganz sicher, dass man dagegen was tun kann. Ich persönlich würde zu einem Rechtsanwalt

gehen. Aber wenn man keine Rechtsschutzversicherung hat, ist dies natürlich der teuerste Weg.

Es gibt eine Organisation für Patientenrechte. Weiss leider nicht wie sie heisst.

Du kannst durchaus mal bei der KVB um Rat fragen. Die werden wahrscheinlich nicht selbst

was unternehmen. Aber sie wissen bestimmt, an wen Du Dich wenden kannst.

Die Vorgehensweise des Krankenhauses ist unverschämt (gelinde ausgedrückt) und rechtlich

gesehen äusserst zweifelhaft.

Gruss

Anka

PdAspo>rktxs


Wenn Nachweisbar ist dass dein Opa sich dessen nicht darüber in klaren war was er da überhaupt Unterschreibt und er auch keinerlei Aufklärung bekommen hat kommt ihr da raus.

Das zu Beweisen ist aber schwierig sofern er keinen offiziell festgelegten Betreuuer hat oder er für Geschäftsunfähig erklärt wurde.

Würde an deiner Stelle die Krankenkasse mal anrufen, den Fall schildern und hören was sie sagen. Zur Not musst du zu einem Fachanwalt gehen, allerdings müsstet ihr da sofern keine Rechtschutzversicherung besteht in Vorleistung treten und wenn der Fall blöd ausgehen würde könntest du da plötzlich fast das doppelte an Kosten berappen.

Zdyxda


Kann mir schwer vorstellen dass man einfach mit "Entschuldigung aber Opa meinte das nicht so und kennt sich bei diesen Dingen nicht aus" abtun kann, immerhin wurden seitens des KH offenbar Leistungen erbracht.

Wenn jemand nicht mehr Herr seiner Sinne und nicht mehr geschäftsfähig ist hat man in den betreffenden Dingen eine Sachwalterschaft zu veranlassen, eben zB bei Demenz etc.

Da gilt dann nicht mehr was auch immer die betreffende Person an Verträgen geschlossen hat.

Wenn dem allerdings nicht so ist wäre das KH durchaus im Recht die Beträge einzufordern, sonst könnte ja jeder nur schlampig drüber lesen und dann relamieren...

Z_yda


ein k in reklamieren bitte dazudenken

M<iMDaMjauxs


Gibt es eine Vorsorgevollmacht? Und was um Himmels Willen waren das für Sonderleistungen? :-o ...

AJleon7or


Es gibt keine Vollmachten und auch keine Patientenverfügung.

Meine Eltern haben sich halt drauf verlassen das sie beim Papierkram dabei sind

A3leoxnor


Mein Opa wird sich da auch nicht mehr zu äußern können. Er ist seit der OP nicht wieder wach geworden und die Prognose ist schlecht

Fyizzly.puz]zlxy


Meine Eltern sind mit, haben den ganzen Papierkram erledigt, haben für Rückfragen die Telefonnummer dagelassen

Haben deine Eltern denn für deinen Opa auch etwas unterschrieben? Ich denke an eine Einwilligung nach Vorgespräch für eine evtl. Operation. Dann wäre zumindest vom Datum her erkennbar, dass deine Eltern sich kümmern. Haben deine Eltern oder hat dein Opa einen Nachweis (Durchschlag) mit seiner Unterschrift incl. Datum? Wenn nicht, sollte hier erst mal der Nachweis über die von deinem Opa genehmigten Sonderleistungen erfolgen. Da die KH nicht selbst abrechnen, könnte es sich auch um einen Abrechnungsfehler handeln. Möglich wäre auch, dass die Zuordnung der Rechnung falsch gelaufen ist durch Namensgleichheit. Hier würde ich raten, auch die Abrechnungsstelle zu kontaktieren. Mein Mann erhielt im letzten Jahr eine komplette Privatabrechnung, obwohl er immer nur Kassenpatient war und ist. Ein Gespräch mit der Sachbearbeiterin und die Angelegenheit war für uns erledigt.

Ansonsten würde ich die Station aufsuchen und nachfragen, wer deinem Opa den Wisch vorgelegt hat und auf wessen Anweisung.

Mein Opa (Baujahr 23) ist geistig nicht mehr so ganz auf der Höhe. Nicht wirklich dement, aber das Alter hinterlässt halt seine Spuren.

Genau so ist es. Deshalb ist der Umgang mit Hochbetagten ohne Rücksprache mit deinen Eltern ein Unding. Ich finde den bereits gegeben Rat, sich an eine Organisation für Patientenrechte zu wenden, sehr gut. Wie auch schon erwähnt, der Rechtsweg ohne Versicherungsschutz könnte sehr teuer werden.

M7i(MaMxaus


Das tut mir leid!

Ich würde dann wohl zunächst mal das Gespräch mit dem Krankenhaus suchen und versuchen, dort etwas bzgl. dieser Sonderleistungen in Erfahrung zu bringen.

Vielleicht lassen die irgendwie mit sich reden...

Ansonsten scheint mir ein Anruf bei der KVB sinnvoll.

FQizzlyZp)uzzxly


Sorry, ich habe deinen letzten Beitrag nicht gelesen, da ich sehr viel Zeit für meine brauche.

Ich wünsche Dir und deinen Angehörigen ganz viel Kraft.

a)kaf


gibt es in der Klinik einen Ombudsmann für die Oatuenten? ist zumindest bei uns in größeren Kliniken üblich, den würde ich aufsuchen. und auch rausfinden, wer und auf wessen Veranlassung die Unterschrift eingeholt hat.

a1k}axf


Oatuenten = Patienten

kNa;linax24


Es gibt für solche Fälle eine Schiedstelle, die würden zwischen den Parteien vermitteln. Ist wesentlich billiger als ein Rechtsanwalt. :)z :)*

A%leo3nor


Die Krankenkasse konnte weiterhelfen. Die meinten nämlich eiskalt wenn der Opa das unterschrieben hat, dann übernehmen die das auch.

Ärch %:|

Aber ein bißchen das Krankenhaus anknatschen würde ich schon gerne. Bin in Stimmung

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