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Behandlungfehler. Ich bin mental am Ende. Erfahrungen bitte (:

o#riengtieruxng hat die Diskussion gestartet


Liebe med1-Gemeinde,

ich komme mal direkt zu meiner Situation: Vor fast 6 Wochen hatte ich eine Ohrenoperation, ich wollte sie mir anlegen lassen und zugleich die Ohrläppchen verkleinern. Nach langer Suche bin ich auf einen Arzt gestoßen, der in seiner Privatpraxis arbeitet und zugleich in einem Krankenhaus beschäftigt ist.

Das Ergebnis der OP ist mehr als schlecht für mich ausgefallen, ich leide psychisch sehr darunter. Er sollte dazu beitragen, dass meine Komplexe aufhören, stattdessen trug er zu Verschlimmerung bei. 2 Wochen nach der OP sollten die Fäden gezogen werden (Fadenmethode) und am Abend standen die Ohren wieder in der Ausgangsposition und bin heulend zusammengebrochen. Später stellte ich schockiert fest dass an beiden Ohrläppchen hässliche Narben enstanden sind. Mein Umfeld spricht mich auf diese an und ich weiß nicht mehr weiter. Bei einem Telefonat zeigte sich der Arzt sich nicht einsichtig und morgen gehe ich zu einem Gespräch (auf den ich seit 3 Wochen warten müsste.)

Es kommen so viele Dinge hinzu, dass ich vermute, dass ein Behandlungsfehler vorliegt.

1.) Der Arzt hat mich über das Risiko eines Wiedererstehens der Ohren nicht informiert. (Wichtig ist: bei der Voruntersuchung im Krankenhaus hat eine andere Ärztin mich auf dieses Risiko hingewiesen und ich war baff. Der behandelnde Arzt meinte, da kann nichts passieren. In einer Mail am selben Abend schrieb er nur "Sie werden im Rahmen der Voruntersuchung über alle Risiken aufgeklärt) ABER nicht von ihm!

2.) Habe ich zwei Narben an den Ohrläppchen, die sehr dominant sind und direkt ins Auge fallen. Über ein solchen Ausgang hat er mich nicht informiert und es muss ein Fehler gewesen sein. Bei der Nachuntersuchung erwähnte er noch "das mit den Ohrläppchen machen wir ja nicht oft". Auch das klang wie Hohn.

Wenn es um die Bezahlung ging, war dieser Arzt immer sehr schnell und wollte es so schnell wie möglich auf seinem Konto haben und hat mich deshalb mehrfach angerufen. Ich fühle mich betrogen und leide sehr.

Ich werde morgen zu dem Gespräch hingehen, aber ich weiß, dass er keine Fehler eingestehen wird.

Liebe Gemeinde, wie schätzt ihr diese Situation ein? Ich möchte gegen diesen Arzt vorgehen, aber fühle mich so machtlos. Bei einem Behandlungsfehler muss ich nachweisen, dass es einer war. Und es wird auf Aktengrundlage entschieden und wie sollen da meine Narben gesehen werden?

Wenn mir jemand von seinen Erfahrungen berichtet, wäre ich dankbar.

Antworten
aQgnxes


Wie soll man ein Ohrläppchen ohne Narbe verkleinern?

oUrient#ierung


aber doch hinter dem Ohrläppchen und nicht in der Frontansicht?

Außerdem ist nur das eine sehr stark und bei dem anderen kaum was sichtbar, was vermuten lässt, dass er es nur bei einem versucht hat. Die Sache ist auch, dass da auch kaum was gemacht wurde.

K)le9ineH"exex21


Man setzt die Narbe so, dass sie nicht direkt ins Auge springt

Ovra\ngeCajnRyon


Dir muss doch im Aufklärungsgespräch gesagt worden sein, was wie weggeschnippelt wird....

Dass sich Ohrläppchen nur verkleinern lassen, in dem man etwas wegschneidet, sollte aber sogar ohne Gespräch klar sein. Und das dabei Narben entstehen ebenfalls.

Abgesehen davon, kann man nach 6 Wochen sowieso noch nichts sagen, wart mal ein paar Monate ab.

K.lei9ne;Hexe21


Kannst du mal Bilder einstellen?

C#londMyke


Geh zu einem anderen (plastischer Chirurg ?) Arzt, der Dich untersucht und der dann Kontakt zum MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkasse) aufnimmt und ein entsprechendes ärztliches Gutachten erstellt. Wenn er den Pfusch gutachterlich bestätigt wird der MDK u.U. die Zweit-OP zur Korrektur bewilligen.

R|H@W


Hallo,

ggf. mit der Landesärztekammer des betreffenden Bundeslandes Kontakt aufnehmen (wenn es eine Privatbehandlung war):

[[http://www.bundesaerztekammer.de/patienten/gutachterkommissionen-schlichtungsstellen/]]

Am besten jetzt möglichst schnell ein Gedächtnisprotokoll aufschreiben und unterschreiben:

- wer hat wann welche Infos bzw. Antworten gegeben?

- Kontaktart?

- Zeugen?

Manchmal findet man bei bestimmten Behandlern sehr gehäuft negative Anmerkungen.

Gruß

RHW

SKeveqn.of.NLinxe


Dir muss doch im Aufklärungsgespräch gesagt worden sein, was wie weggeschnippelt wird....

Bei Aufklärungsgesprächen vor einer OP wird niemals nur etwas gesagt, sondern der Patient muß es auch unterschreiben (und bekommt eine Kopie davn)

@ orientierung,

schau' bitte in Deine Unterlagen.

Muaja2x7


Erstmal tut es mir sehr leid! Ich kann gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Mir wurden als Kind operativ die Ohren angelegt (noch die alte sehr blutige Methode). Nach der Abnahme des Verbandes stand ein Ohr wieder genauso ab wie vorher. Und das nach 2 Wochen starken Schmerzen:(

Vor 10 Jahren hab ich mir die Ohren dann mit der Fadenmethode nach Dr. Merck anlegen lassen, was dann endlich funktioniert hat.

Mit welcher Fadenmethode wurden bei dir die Ohren angelegt?

Mich irritiert, dass die Ohren wieder abgestanden haben nach dem Fädenziehen. Denn die inneren Fäden, die das Ohr in Form halten, bleiben ja drin.

Die Narben am Ohrläppchen sollten eigentlich unauffällig sein. Das ist nicht ganz einfach und sollte nur von einem erfahrenen Arzt gemacht werden. Aber gut, nach 6 Wochen kann man das noch nicht richtig beurteilen. Narben brauchen oft viele Monate bis sie unauffällig werden.

Eventuell könntest du ja mal ein Foto einstellen, dann kann man das besser beurteilen.

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