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Abtreibung aber wie?

hgehxa


diekruemi

finde es auch voll schlimm dass nur aufgrund einer dämlichen gesetztesgebung, worin steht dass ein kind mit 3 monaten nur ein zellklumpen ist, so viele leute ihr schlechtes gewissen bereinigen wollen...

war bei der ausstellung körperwelten wo auch kinder gezeigt wurden dich noch legal abgetrieben werden durften und selbst beim allerkleinsten "zellklumpen" den es da gab konnte man schon sehn dass das mal ein mensch wird!

und dieses kind war erst wenige wochen alt...

L(ilab0lassblxau


DieKruemi

Was von diesen Abbildungen zu halten ist, kannst du weiter oben im Faden mehrfach nachlesen. Habe 4 Kinder zur Welt gebracht und ausreichend Ultraschallfotos zum Vergleich zur Verfügung. Ich könnte dir beweisen, dass sämtliche Bilder auf diesen obskuren Websites gefaket bzw. mit falscher SSW-Angabe versehen sind.

DyieKzruexmi


@ Lilablassblau

habe zwar keine Kinder geboren, arbeite aber in einer Uni-Frauenklinik und weiß, was unsere OP-Schwestern per Pinzelle nach einer Abtreibung aus dem Sieb fischen müssen, um eine erfolgreiche Abtreibung zu dokumentieren......

DLieKJrue=mi


nur mal so zum Nachdenken.....

aus beruflichen Gründen beschäftige ich mich mit der Thematik, insbesondere mit den ethischen Problemstellungen im Zuge der Pränataldiagnostik.

als ich grad eine Publikation zu dem Thema las, sagte eine gute Bekannte von mir, die an einer erblich bedingten Krankheit leidet, an der sie sterben wird: "was hab ich für ein Glück, daß ich in den 60ger Jahren geboren bin. Unter den heutigen Maßstäben wäre ich wohl nicht gebärenswert"

h{ehxa


das war endlich mal ein schöner beitrag zu dem thema und zeigt endlich mal wie "unglücklich" die menschen mit ihrer behinderung sind....

DlieKruxemi


@ Lilablassblau

die unterschiedlichen Darstellungen, wann ein Embryo wie weit entwickelt ist, resultieren auch oft daraus, daß Ärzte rechnerisch den Beginn der Schwangerschaft mit dem letzten Tag der Periode gleichsetzen, die Befruchtung jedoch meist 14 Tg. später stattfindet. d.h. eine Frau in der 10. Schwangerschaftswoche hat einen 8 Wochen alten Embryo im Leib.

L:ilaIblas(s2blaxu


Die Berechnung der SSW war mir durchaus bekannt, und ich kenne den weiblichen Zyklus als NFP-Anwenderin ganz gut. Trotzdem weichen meine US-Bilder zeitlich erheblich (im Einzelfall 10 Wochen)von den auf vielen Abtreibungs-Websites dargestellten ab, obwohl meine Kinder alle gut im Zeitrahmen lagen.

Ich finde durchaus, dass sich jede Frau sehr gut informieren und überlegen sollte, ob sie abtreibt, und zwar egal aus welchem Grund. Nur die eigentliche Entscheidung darf ihr keíner abnehmen. Und ob eine Frau/Familie mit einem behinderten Kind leben kann oder nicht, ist individuell sehr verschieden; daher muss die Entscheidung auch individuell getroffen werden, natürlich auch abhängig von der Art und Schwere der zu erwartenden Behinderungen. Und das muss jede/r mit seinem/ihrem Gewissen ausmachen.

DKieKr`uemxi


@ Lilablassblau

da hast du völlig Recht, bei uns in der Klinik reden wir bei Behinderung des Kindes der Frau auch nicht rein. Wir schicken allerdings die Frauen nach Hause, die abtreiben wollen, weil ihnen eine Schwangerschaft grad nicht in die Lebensplanung paßt. Denn unsere Ärzte lassen sich nicht instrumentalisieren.

Hatte mal eine Frau vor mir, die hatte eine Zwillingsschwangerschaft und wollte, daß wir eines im Mutterleib töten, weil sie nur ein Kind wollte - bei sowas platzt mir die Hutschnur. natürlich haben wir auch sie weggeschickt. Oder die Frau, die abtreiben wollte, weil dem Kind ein Finger fehlte- sie wollte halt nur ein Kind, und das sollte dann bitte perfekt sein...

Was mich schlichtweg besorgt, ist die Tatsache, daß sich die Wahrnehmung und das Wertesystem verschoben hat. Vor 20 Jahren haben Frauen, die behinderte Kinder pflegten, von ihrer Umwelt Anerkennung und Unterstützung erfahren, heute muß man sich rechtfertigen, wenn man nicht abtreibt und ich frage mich, wann die Krankenkassen entsprechend reagieren und im Falle des Nicht- Abtreibens das behinderte Kind aus der Krankenversicherungs-Leistung nehmen. In den USA ist hierfür die Basis schon geschaffen...

l)ady _mango


DieKruemi

und weiß, was unsere OP-Schwestern per Pinzelle nach einer Abtreibung aus dem Sieb fischen müssen, um eine erfolgreiche Abtreibung zu dokumentieren...

Also: Ich habe ein 6-wöchiges Praktikum bei einer Pathologin gemacht; jeden Tag kamen ca. 5 Abtreibungen. Im Schnitt um die 9 SS-Woche rum. Ich habe assistiert, und man sah' nichts und wieder nichts. Es war ein Gemisch aus Blut und Gewebeklumpen ( exakt wie nach einer normalen Abrasio, also eine Ausschabung die prophylaktisch auch bei nicht-schwangeren Frauen gemacht wird), das wurde so festgehalten, und nicht mit der Pinzette nach Beinen gefischt. %-| Nur um mal wieder zu den Fakten zurück zu kommen.

lhaPdy lmangxo


DieKruemi

heute muß man sich rechtfertigen, wenn man nicht abtreibt

Vor wem? Hast Du im Bekanntenkreis soetwas schon mal erlebt? Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen. Es ist schließlich die Entscheidung der Frau, und von niemandem sonst. Diese Entscheidung gehört nicht diskutiert, wer das tut ist wohl geistig minder bemittelt, gelinde ausgedrückt.

In den USA ist hierfür die Basis schon geschaffen...

Ehrlich? Hast Du da evtl. Quellen, das würde mich ja schwer interessieren. Ausgerechnet die USA, wo womöglich bald ein Geburtenzwang herrscht (d.h. Abtreibung verbietet :-o ) und Abtreibungsärtze regelmäßig von Gegnern abgeschlachtet werden... :-/

E~scadxa


Ich habe assistiert, und man sah' nichts und wieder nichts. Es war ein Gemisch aus Blut und Gewebeklumpen (exakt wie nach einer normalen Abrasio, also eine Ausschabung die prophylaktisch auch bei nicht-schwangeren Frauen gemacht wird), das wurde so festgehalten, und nicht mit der Pinzette nach Beinen gefischt. Nur um mal wieder zu den Fakten zurück zu kommen.

genau. und ich war bei abtreinungen dabei (praktikum) und diese ganze verblödeten internetpages sind völliger mist, kann man da nur sagen. völlig übertriebener quatsch.

bolubxba


Meine güte...

es ist kein Zellklumpen es ist ein lebendes wesen

natürlich ist es ein Zellklumpen... bis zu einer bestimmten woche (in diesem fall der 12.) ist es nichts anderes als ein zellklumpen und diese dummen HPs sind doch wie schon so oft bestätigt nur fakes, um junge mädchen davon abzuschrecken abzutreiben und weil es vielleicht irgendwelche perversen anmacht tote föten anzuschaun. es regt mich echt auf, dass immer wieder diese irgendwo aus dem internet gefischten seiten als wahr abgestempelt werden, wo doch so UNENDLICH viel mist im internet herumschwirrt.

Eine Abtreibung ist eine persönliche entscheidung genau wie die, dass man ein kind behalten möchte oder dass man sich überhaupt entscheidet ein kind haben zu wollen. warum sollte einem diese entscheidung aufgedrängt werden?

Wenn man sich nicht bereit fühlt ein Kind zu haben dann ist es das gute recht jeder Frau, denn schließlich hat die Frau auch ein Mutterrecht.

[Äußerungen zur Frage, ob behinderte Kinder "lebenswert" seien, durch die Moderation gelöscht] Natürlich sollten wir diese menschen nicht sterben lassen oder so'n scheiß, schließlich ist es auch unsere Natur Mitgefühl und Menschenliebe zu empfinden, aber warum sollte man etwas auf die Welt bringen, wenn es von der Natur ungewollt ist?

NluXfxf


Man darf Abtreibungen auf keinen Fall unterschätzen, ich meine damit auch die psychischen Folgen. Meine Mum arbeitet ab und zu als Heimhilfe für alte Menschen, da war mal eine verwirrte Neunzigjährige, die sich immer mit einer Puppe gespielt hat und eines Nachts hat sie sich die Puppe eingeführt und ist an den Verletzungen gestorben. Natürlich hat man dann nachrecherchiert und ist daraufgekommen, dass sie so mit 24 eine Abtreibung machen musste, weil eine Frau, die damals ein uneheliches Kind bekommen hat, ja nichts mehr wert war. Im Unterbewußtsein hat sie dass wohl nie verkraftet und wenn man alt ist kommt alles irgendwie raus. Ich find das total gruselig.

Ich persönlich bin der Meinung, dass jede Frau selbst entscheiden soll und wenn es gesundheitliche Risiken darstellt, dann kann man das auch moralisch vertreten. Ich kenn halt ein paar Exemplare, die zu faul zum Verhüten sind und mit der Einstellung leben, "ich kann ja eh noch immer abtreiben", da werd ich schon böse.

Persönlich möcht ich eigentlich keine Kinder haben und spiel mich mit dem Gedanken, vielleicht mal eine Unterbindung zu machen, nur bei 20-Jährigen machen die das nicht (ist eigentlich eh gut), muss halt bei Pille und Gummi bleiben. Aber sollte ich ungewollt schwanger werden, würde ich das Kind austragen, hab nämlich eine tolle Familie, die hinter mir steht und genug Geschwister zum Babysitten ;-)

NFuff


@Blubba

Da mit der Natur hast du nicht unrecht, auch wenn man das heute nicht mehr so gelten lassen kann. Vorallem denk ich mir, dass es heute viel mehr genetische Defekte gibt, früher haben solche Krankheiten zum Abortus geführt, da konnte man nichts machen. Heute versucht man freilich, dass jeder Fötus überlebt. Dabei kann man mit der PCR-Methode an den Chromosomen sehen, ob was nicht stimmt (Trisomie 21, Turnersyndrom, Katzenschreisyndrom....), dann obligt es bei den Eltern. Da muss ich wiederum zugeben, dass ich nicht gleich wüßte, was ich tun sollte. Ich meine, es kann ja auch gut ausgehen, zB bei meiner Cousine. Die hat das Turnersyndrom - ist also relativ klein (1m53 - allerdings hat sie über 15 Jahre jeden Tag Wachstumsspritzen bekommen), anatomisch nicht ganz korrekt und unfruchtbar, aber geistig vollkommen normal, vielleicht eine kleine Lernschwäche. Aber es kann auch viel schlimmer ausgehen, und ich wüsste nicht, ob ich mit so einer Bürde im Leben zurechtkäme...

lHady mPangxo


Nuff

It´s me (glaube ich) sagte es recht, behinderte kinder sind Biologisch gesehen nicht lebenswert und was sind wir anderes als Teil unserer NAtur.

Das ist eine sehr...ich will mal sagen suspekte Betrachtungsweise. Denn wenn man danach geht, ist alles lebensunwertes Leben, das menschlicher Hilfe bedarf. Somit "dürfte" kein Kind überleben, das mit Kaiserschnitt, Saugglocke u.Ä. auf die welt gekommen ist, denn die Natur wollte, dass es (und die Mutter!) stirbt.

Jetzt nicht gleich angegriffen fühlen; aber genau diesen Sozialdarwinismus ("Survival of the fittest") nahm schon ein gewisser Adolf Schicklgruber für seine Vorstellung des perfekten Menschen und Menschenzucht als Leitbild. Wir alle wissen wozu das geführt hat.

Also bitte vorsicht mit solchen Argumenten. Sie kann man nicht so verwenden wie es grade passt, demnach wäre nämlich ebenso lebensunwert, was Blutkonserven/ Insulinspritzen/ eine simple Blinddarm-Op u.ä. zum Überleben braucht, und das sind VIELE, sehr viele....

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