Gebärmutterentfernung vaginal

sxweenWy42


Hallo Mädels wo seid ihr denn alle,

mein Husten hat sich schon gebessert, Hals leicht gerötet. Lutsche schön fleißig Bonbons. Bleibe nächste Woche zu Hause, will nicht das der OP Termin verschoben werden muss. Mir bleiben noch 9 Tage bis dahin, sollte doch reichen um wieder gesund zu werden. Glaubt ihr, dass sie mich ( sollte es doch nicht ganz weg sein) aus diesem Grund nicht operieren würden?

Fieber habe ich nicht. Gegen den trockenen Husten nehme ich ein Kortison Spray, hilft mir gut. Für den Hals lutsche ich Dobendan Strepsils. Bin ja eigentlich der Naturmedizin Typ, dieses Mal ist es mir egal, Hauptsache es verschwindet schnell wieder.

Wie geht es euch?

s7ilbe"rb`raut


nella, danke für Deine Anteilnahme @:)

Warum wurde dein Katheter denn schon so früh entfernt? Hat man den nicht zwangsläufig?

Ich war nicht die Einzige, die ohne Katheter wieder aufgewacht ist. Das wird in "meinem" KH bei Frauen mit einfacher, komplikationsloser vaginaler HEund entsprechend guter Kondition oft so gemacht (hab bei meinen Klinikaufenthalten mehrere Frauen mit HE erlebt). Und die HE selbst war ja komplikationslos bei mir.

Als ich im vorgespräch nach dem Katheter fragte, wurde mir das auch so erklärt. Zudem wäre mir das vermutlich auch mit Katheter passiert, denn die Blutung setzte erst ein als die Blase mit dem Einmalkatheter entleert worden war. Vorher war offenbar das Blutgefäß offenbar durch die volle Blase abgeklemmt.

Blizza

Ja, tatsächlich, es war Zauber-Maus. Naja, ist schon laaaaange her.

Wir leiden doch alle an ND ;-)

Mit Spinalanästhesie hab ich wirklich keine Erfahrungen. Möchte die auch ehrlich gesagt nicht unbedingt machen.

sweeny

Sorry Blizza, das hab ich verwechselt. Nicht böse sein

Die ND (Narkosedemenz) ;-D wirft ihre Schatten voraus ;-)

Vielleicht solltest Du in den nächsten Tagen mal in der Klinik anrufen und fragen, wie die das handhaben. Ich hab jetzt grad nicht im Kopf, ob Dein Narkosegespräch schon erfolgt ist. Meins war damals schon etwa 14 Tage vor der OP.

Adedi, ein OP-Bericht wäre sicher für die wartenden Mädels nicht schlecht. Ich kann zwar nur für mich sprechen, aber ich hab die vor meiner OP verschlungen.

sTwee1ny4x2


Schön, dass ihr wieder da seid :)=

mein Gespräch ist am Montag 20.4. also 1 Tag vor der OP. Will auf jeden Fall ne VN alles andere kann ich mir nicht vorstellen.

Ja Adedi auf deinen OP Bericht bin ich schon wirklich gespannt. Ich verschlinge sie auch, obwohl es ja bei mir ganz anders sein kann. Irgendwie geht's mir dann besser. Sitzen/saßen ja alle im selben Boot. Ist für mich sehr tröstlich nicht die Einzige zu sein.

Nella, bald gehören wir auch endlich zu den GM losen. Ich hoffe auch, dass wir das gut hinter uns bringen. Heute ist so ein Tag, da wird mir bewusst wie schnell die Zeit vergeht. Ruck Zuck liegen wir im OP und haben dann endlich (fast) alles überstanden.

mYar2tiHnachXen


Hallo an alle die mich noch kennen und ein Hallo auch an die neuen hier. :-)

Ich möchte mich auch mal wieder melden,lese zwar immer fleissig mit aber bin nicht so der große Schreiber.Meine vaginale Hysterektomie war im September 2014 und ich fühle mich pudelwohl welch ein geniales Leben ohne Blutungen einfach herrlich.Ich wünsche allen die es noch vor sich viel Glück und glaubt mir es ist nicht so schlimm wie man immer denkt.Die Zeit auf das warten der Op ist wohl das schlimmste und man macht sich so viele Gedanken die einfach nicht nötig sind.Ich möchte mich nochmal bei allen hier bedanken die mir in der Zeit beigestanden hatten denn ich war ein grosser Schisser vor der Op.Silberbraut mit ihrem tollen Wissen hat mir immer geholfen und tut es noch weiterhin für alle hier.Blizza Penny und wie sie alle hiesen man merkt sich das garnicht waren immer für einen da. Ein klasse Forum jeder der sich hier her verierrt kann Fragen stellen und man bekommt immer eine Antwort.Vieleicht schreib ich doch öfters mal wieder hier.

Wünsche allen noch einen schönen Sonntagabend. *:)

s}weenyM42


Guten Morgen alle zusammen,

Hallo Martinachen, freue mich sehr für dich, dass es dir so gut geht. Ich bin doch immer wieder erstaunt, wie viele " alte Hasen" hier immer noch zu Gange sind, vielen lieben Dank dafür!

Habe mich gestern durch viele OP Berichte gelesen. Ein bisschen Angst habe ich schon vor dem " Danach". Das hatte ich bis jetzt eher weniger. Meine Nacht war die komplette Katastrophe, meine Gedanken haben sich nur im Kreis gedreht. So viele Fragen sind mir durch den Kopf gegangen und ließen sich nicht stoppen, bin total nervös und angespannt. OK, angespannt trifft es nicht annährend, ich hab die totale Panik :°(

Fragen die mich quälen:

werden sie in der Nacht nach der OP wieder vergessen meinen Schmerztropf zu erneuern. ( bin in Panik, wenn ich mir das vorstelle. Konnte damals nicht mal mehr die Hand heben zum klingeln, Gott sei Dank hat meine Nachbarin reagiert!)

brauche ich dieses Mal auch wieder eine Bluttransfusion ( war 1,5 Tage fast nicht bei mir. Lag es an der VN oder an der Transfusion?)

kann man die GM tatsächlich rein vaginal entfernen oder muss man doch wieder einen Bauchschnitt machen

werden sie mich operieren, auch wenn mein Husten noch etwas vorhanden sein sollte, oder muss der OP Termin verschoben werden und ich bin dazu verdammt nochmal wochenlang auf einen neuen zu warten.

Sorry, dass ich euch am frühen Morgen schon so volljammere. Eigentlich bin ich immer die Starke. Wenn's bei mir um das Thema KH geht mutiere ich zum Jammerlappen :-( ( ist ein Kindheitstrauma)

n"ellxa26


Sweeny, sag das gleich den Ärtzen und auch Schwestern. Mit deinen Ängsten. Kennst du denn den Operateur? Sprich es jedenfalls gleich an. Man kann natürlich nie vorraus sehen wie es sich entwickelt, aber du darfst dich jetzt nicht in deine Angst reinsteigern. :)_

Dein Husten verschwindet sicher bis nächste Woche noch, Husten allein ist ja keine Krankheit.

Ich hab grad gar keine Zeit zum Nachdenken. Sind ja umgezogen u meine Tochter kam gestern. Mit Veränderungen tut sie sich ja generell schwer. Sie wollte dann nicht ins Bett, hat geweint und Angst gehabt. Um halb zehn ist sie dann endlich eingeschlafen, mit Biene Maya im Radio, sanfter Beleuchtung, ihrem Teddy im Arm und offener Türe von ihr und uns.

Heute Morgen war sie dann sichtlich froh das sie gut geschlafen hat. Und ich erst ;-D

s.weSenxy42


Hallo Nella,

danke für deinen Zuspruch. Habe heute morgen im Krankenhaus angerufen, wegen diesem Husten und der Angst wegen Terminverschiebung. Sie musste dann doch lachen, als ich ihr sagte, dass ich das nicht erleben würde nochmal ewig auf einen neuen Termin warten zu müssen. Momentan sieht sie keinerlei Probleme das die OP nicht stattfinden könnte. Sollte es wider erwarten doch so sein, würde der neue Termin innerhalb ein paar Tagen sein.( Für krank kann man ja nicht's, hat sie gesagt). Da war ich dann doch wirklich erleichtert. Sie hat gemeint doch auch zu schauen, dass ich bis zur OP ohne Kortison Spray auskommen könnte. Hab dann gesagt, dass ich eh noch zu meinem Heilpraktiker will, dass fand sie auch gut. Also habe ich gleich beim HP angerufen und hatte da noch kurz vor 12 einen Termin. Der hat festgestellt, dass ich eine Tracheobronchitis hab. Da sitzt die Bronchitis im Kehlkopf. Jetzt ist mir auch klar warum das Kortison nicht wirklich geholfen hat. Das ist ja für die Bronchien selber. Er hat mir dann was aufgeschrieben, bekomme ich aber erst heute Abend, da muss noch was bestellt werden ( werden mehrere Sachen gemischt). Also flitz ich um 17 Uhr nochmal schnell los, dass ich das dann anfangen kann. Laut ihm muss es in 3 - 4 Tagen dann besser bzw. weg sein. Habe ihn auch auf Arnica angesprochen, hast du hier sicherlich auch schon gelesen. Er hat mir Arnica C 30 empfohlen. Habe ich auch gleich mitgenommen.

Das du so sehr im Stress bist, kann ich verstehen. Wie alt ist denn deine Tochter? Mit Veränderungen kommen viele Kinder nicht klar, war bei meinen auch so. Da ist es doch schön, wenn man sich schön zusammen kuscheln kann. Ich wünsche euch, dass sich das schnell gibt und sie sich gut einlebt. Hoffentlich übersteht sie die Zeit gut, in der sie bei der Oma ist.

Seit ihr von eurer alten Heimat weit weggezogen?

Du hast Recht, werde dass mit den Schmerzmittel auf jeden Fall ansprechen. Auch das es mir nach der OP nicht so gut ging. Da weis ich natürlich auch nicht w i e gut da normal ist.

Bin jetzt schon wieder etwas entspannter . Du hast ja durch den ganzen Umzugsstress gar keine Zeit zum Grübeln, ist auch nicht so schlecht :)^

LG

snweeniy4x2


Noch vergessen

den operierenden Arzt kenne ich ( noch ) nicht. Habe ja erst einen Tag vor OP die ganze Untersuchungen, weis aber nicht ob das dann der gleich ist bei der OP. War damals nicht so. Die Sekretärin hat mir gesagt, dass ich auf jeden Fall morgens dran komme. Wann genau, wusste sie noch nicht, wird am Montag dann erst festgelegt nach Dringlichkeit und Dauer.

Andedxi


Halo Mädels !

Mein Bericht kommt in 2 Teilen, war auf einmal zu lang!

Der Tag vor der OP

Termin 9 Uhr auf der Station, Warten. die Sekretärin schickt mich wieder nach unten, ich muss erst aufgenommen werden, Formulare ausfüllen, dann wieder nach oben.

Warten! Noch einmal Formulare ausfüllen, unter anderem eines, in dem ich zustimme, dass nach beendeter OP mein Mann benachrichtigt wird. ( Das ist für mich sehr beruhigend, er ist immer so hibbelig, nach der Schilddrüsen-OP hat er vor dem Aufwachraum die Leute verrückt gemacht ;-) ). Im Wartezimmer eine Frau, die auf eine OP wartet und von ihrem Mann bequatscht wird. (Wärst Du öfter in die Kirche gegangen, wärst du jetzt nicht hier! Nationalität östlich) Sie tut mir leid! Und ein älteres Ehepaar, das die gleichen Bögen ausfüllt wie ich, hoffentlich ist das nicht meine morgige Zimmernachbarin. 

Eine nette Assistenzärztin bittet mich in das Untersuchungszimmer, Aufklärungsgespräch, aber eingeschränkt, da ich ja bereits im Januar zur Untersuchung da war und das bereits erledigt ist, Untersuchung fällt deswegen auch weg, Blutabnahme.

Weiter zur Narkosebesprechung, eine nette Ärztin erklärt mir den Ablauf und bittet mich mal den Mund zu öffnen, alles prima, da reicht ein normaler Tubus.  Wie schön für mich!!

Wieder auf Station bekomme ich den Termin: Bitte morgen früh um 8 Uhr auf Station sein und einen schönen Tag noch. ;-) Ich gehe mit gemischten Gefühlen. Der Tag geht irgendwie rum! Ab 24 Uhr darf ich nichts mehr essen, ab 5 Uhr morgens nichts mehr trinken.

3.3. 2015, der OP-Tag

Ich habe trotzdem ganz gut geschlafen, zwar mit Unterbrechungen, trotzdem fühle mich einigermaßen fit. Mein Mann setzt mich um 7.15 Uhr am KH ab, die Sonne scheint, das dämpft ein bisschen mein mulmiges Gefühl. Auf der Station störe ich wohl die Morgenroutine, weil ich zu früh da bin. Etwas unfreundlich werde ich auf mein Zimmer geschickt. Zwei-Bett-Zimmer, die Sonne scheint auf mein Bett, da liegen 2 Eimalrasierer, ein OP-Hemd und eine Netzunterhose, im Nebenbett schauen schwarze Haare unter der Bettdecke hervor, die Nachbarin schläft wohl noch. Seufz, es ist nicht die "Dame" von gestern. Der "Stationsbesen" kommt hereingeschossen: Ziehen sie sich das OP- Hemd an und rasieren sie sich, ich komme gleich und guck mir das an! Das Rasieren habe ich schon erledigt, gebe ich zur Antwort, daraufhin muss ich die Hosen herunterlassen, in Winterjacke mit nackten Hintern stehe ich da und werde begutachtet, meine Rasur wird für gut befunden, DANKE! Ich habe die Hose noch nicht oben, da soll ich noch meine Hosenbeine hochkrempeln, damit sie sich die Waden anschauen kann, schließlich sollen die schicken Kompressionsstrümpfe ja auch passen! ;-)

Auspacken, ausziehen, Strümpfe anziehen, ins Bett legen und hören, dass ich um 8.30 Uhr drankomme, na das ist ja fast gleich. ;-) Meine Nachbarin ist eine 30 jährige Chinesin, die ganz gut deutsch spricht, 28. Woche vorzeitige Wehen, erstes Kind, Termin am 4.5.! Mein 2. Sohn ist an diesem Tag geboren, wir kommen ins Gespräch, das rettet mir den Vormittag. 

Ich warte und warte, Uhr und Handy habe ich nicht dabei, soll mir mein Mann erst am Abend mitbringen. Wir schwatzen, Ming fragt mich über Geburt und Babys aus. Zwischendurch kommt eine Schwester und legt meine Unterlagen und ein Fläschchen mit einem Antibiotikum auf mein Fußende. Ich bin neugierig, es ist nicht viel eingetragen, aber das bis zu 7.3., vielleicht darf ich ja Samstag wieder nach Hause.  Eine GRÜNE DAME erscheint, ich frage nach der Uhrzeit: 11 Uhr, die Zeit vergeht in netter Gesellschaft ja doch ziemlich schnell. Ich kriege Kopfschmerzen, weil ich schon ewig nichts mehr getrunken habe. Dann geht alles schnell. Rasante Fahrt über den Gang, nur eine Schwester am "Ruder", das Bett eiert, sie beschwert sich, Frage: warum habt ihr keine Jungs dafür? Antwort: Haben alle die Grippe, Personalengpass! Am Aufzug erkämpft sie sich die Vorfahrt, wir haben es eilig. Sie fährt durch die Schleuse und dann in den nächsten Raum, eine "nette" Kollegin raunzt sie an, was sie hier wollte, Antwort, die haben mich hierher geschickt. Kann ja wohl nicht sein. Weswegen sind sie denn hier ??? Dass die Frage an mich gerichtet ist, habe ich nicht gleich verstanden, sie fragt nochmal mit Nachdruck und ich antworte: Gebärmutterentfernung!? Da sind sie hier völlig falsch!!! Also das eiernde Bett im Rückwärtsgang wieder durch die Schleuse, gar nicht so einfach, erst muss die vordere Tür geschlossen sein, bevor die hintere aufgeht, Schwesterlein saust hin und her, der Techniker, der in der Schleuse irgendein Gerät überprüft, sollte ihr eigentlich Beifall klatschen. ;-) Wir biegen ab und werden schon erwartet, wo bleiben sie denn, wir haben schon um 11 auf der Station angerufen, jetzt ist es 11.30 Uhr. Das gibt es doch nicht, die haben mich glatt vergessen und mich um meine LMAA-Tablette gebracht. ;-)

Das Bett wird an ein Gitter herangefahren, ich darf auf die OP-Pritsche klettern, wenigstens muss ich nicht gleich die Beine "grätschen". Haube aufsetzen, noch ein bisschen rutschen, damit ich gut liege, meine Beine werden fixiert und ich werde mit warmen Tüchern zugedeckt. Weiter in den Raum für die Narkose, eine Schwester legt mir am linken Arm einen Zugang und hängt eine Flasche dran, die Narkoseärztin kommt, ist wohl schwanger, weil sich die 2 amüsieren, dass sie bald nicht mehr durch den schmalen Gang zwischen Schrank und Bett passt. Ich bekomme erklärt, dass ich mich jetzt gleich fühlen würde als hätte ich ein paar Glas zu viel getrunken, ich soll Bescheid sagen, wenn ich das merke. Ob ich Privatpatient wäre? Nö, bin ich nicht, kann mir die Frage nicht verkneifen, ob ich dann ein Schlaflied gesungen bekäme? Nein, dann hätte der Chefarzt halt noch einmal reingeschaut! ;-) Das Narkosemittel wird gespritzt, ich bekomme die Sauerstoffmaske vor die Nase gehalten, bitte tief einatmen. Ich sage JETZT und soll die Augen schließen, damit sich nichts dreht und weg bin ich.

Ich komme langsam zu mir und habe das Gefühl, gut geschlafen zu haben. Im Aufwachraum ist Trubel, aber ich dämmere immer wieder weg. An die Fahrt auf das Zimmer kann ich mich nicht erinnern, ich weiß nur, dass ich zur Bettnachbarin gesagt habe, da bin ich wieder, es ist mittlerweile 15.30 Uhr. Später habe ich gehört, dass die eigentliche OP 60 Minuten gedauert hat und etwas umfangreicher war wie geplant, alles normal verlaufen, keine Blutungen und auch keine Bluttransfusion.

Mir ist kalt, mein Bauch tut weh, ich frage nach einer Wärmflasche, nee gibt es nicht, da könnte man sich dran verbrühen, bloß eine 2. Bettdecke, das lehne ich dankend ab, eine Wärmflasche ist bei mir auch so eine Art Seelentröster, hilft gegen so manches. Jetzt muss es ohne gehen! 

Meine Hand geht unter die Bettdecke, Netzunterhose, keine Vorlage, nach links geht der Schlauch vom Blasenkatheter Richtung Beutel, ich hänge nicht am Tropf, aber der Zugang ist noch da. Ich schlafe immer wieder ein, eine Schwester stellt mir eine Tasse Tee hin. Ich habe kein Zeitgefühl. Irgendwann kommt mein Mann, ich habe Schmerzen und bekomme einen Tropf mit Paracetamol. Ich winde mich im Bett, mein GöGa ist entsetzt (er leidet immer fürchterlich mit). Ich soll Bescheid sagen, ob es hilft, tut es niiiiiiicht! Beim nächsten Fläschchen läuft nichts mehr in meine Vene, es muss ein neuer Zugang gelegt werden, dafür ist im Moment niemand da, ich bekomme eine IBUPROFEN 600, mein Magen freut sich nicht, mir wird schlecht, wohl auch von den Schmerzen, mich würgt es, aber ich schlucke und schlucke und der Brechreiz verschwindet wieder. Mein Mann geht, meine jüngste Schwester kommt und auch jemand, der mir einen neuen Zugang rechts legt und ein Fläschchen NOVALGIN dranhängt. Wir schauen gleich noch einmal, ob das hilft! Meine Schwester rennt nach einer Spuckschale, die ich dann aber doch nicht brauche, ich hasse es mich zu übergeben. Es hilft nichts, ich bettele weiter, ein hübscher junger Pfleger (So benebelt bin ich doch nicht, dass mir das nicht auffällt!) verspricht mir einen Cocktail, ich bestehe auf Schirmchen und Strohhalm, er verspricht mir etwas mit Kokosgeschmack ( mein Humor ist trotz allem immer noch vorhanden), das rettet meinen restlichen Abend und auch die halbe Nacht!! Mein Schwesterlein verschwindet mit einem besorgten Gesichtsausdruck ( erzählt mir später einmal, wie fertig ich ausgesehen habe), ich habe das Mitgefühl meiner benachbarten Chinesin und döse vor mich hin, ich kann mich trotz Katheter auf beide Seiten drehen und die Beine anziehen, das bringt ein bisschen Erleichterung. Am späten Abend darf ich mit Begleitung ins Bad zum Zähneputzen und mal Hände und Gesicht waschen, ich fühl mich ganz gut. Eine neue Netzunterhose wird mir zugestanden, begeleitet von den Worten, was haben die ihnen den da angezogen?? Sogar mein Bett ist gemacht, als ich wieder reinsteige. (Betten machen ist wohl aus Kostengründen eingespart worden, in den nächsten Tagen macht das mein Besuch) Ich bekomme eine Kanne Tee hingestellt und 2 Päckchen mit Zwieback, ich schaffe gerade einen einzigen davon, aber immerhin, hab ja seit 24 Stunden nichts mehr im Magen.

Die Nacht vergeht wie im Flug, schlafe zwar in Etappen und werde immer wieder wach, kann aber immer wieder einschlafen, Schmerztropf brauch ich keinen mehr. Die Nachtschwester schaut regelmäßig nach mir.

AVdedxi


Fortsetzung!!

Erster Tag nach der OP

Es ist noch dunkel, ich freu mich über die zwitschernden Vögel und warte auf den Sonnenaufgang!!

Die Schmerzen sind erträglich, bekomme eine IBUPROFEN als Tablette, keinen Tropf. Morgenroutine: Blutdruck, Fieber, Puls, alles ok. Um 8 Uhr gibt es Frühstück, eine Scheibe Brot, Butter, Marmelade und ein Heißgetränk, das frau nicht Kaffee nennen kann. Sitze auf der Bettkannte und genieße meine Mahlzeit und die Sonne.

Visite: es ist alles ok, Tamponade und Katheter werden heute entfernt. Ich soll viel trinken, mach ich sowieso, ich hab ja dauernd Durst. (Mittags war mein Urinbeutel kurz vor dem Platzen und musste entleert werden) Nehme zwischendurch Arnikaglobuli C 30 und schwatze mit der werdenden Mutter im Nebenbett. Mein Darm motzt und ich habe Blähungen! Mittagessen: Hähnchenkeule, Karottengemüse, Kartoffeln, Joghurt, ich esse von den Karotten und Kartoffel, das Fleisch ist zäh, ich bin satt. Mittagsruhe!!

14 Uhr: Der " Stationsbesen" kommt mit Schwesternschülerinnen im Anhang: Jetzt ziehen wir mal den Blasenkatheter und entfernen die Tamponade, schlagen sie mal die Bettdecke zurück. ??? ?? Katheter ziehen tut nicht weh, das Tamponade ziehen auch nicht! Erstaunlich, wie viel Mullbinde in mich passt, gefühlte 2m ;-), es wollte gar kein Ende nehmen! Dann die Empfehlung, gehen sie mal zur Toilette und schauen, ob das geht. Versuche ich gleich, die Blase krampft zwar, aber es geht. Toilettenpapier ist blutig, ich taste Fadenenden und Knoten am Scheidenausgang Richtung Damm, kenne ich von meiner ersten Entbindung, da war ich gerissen. Bediene mich am umfangreichen Sortiment an unterschiedlichen Vorlagen, ab ins Bett, das war schon ein langer Ausflug. ;-) Der Zugang am rechten Arm wird entfernt, wieder ein Fortschritt.

Besuch, Abendessen, Nachtruhe, zwischendurch immer wieder trinken, Blase ist gut gespült, pupsen geht automatisch, zwischendurch mal geheult, jaja die Hormone meint die kleine rundliche Schwester. Immer mal eine IBU, es geht mir nicht wirklich schlecht.

Zweiter Tag nach der OP

Zum Frühstück einen Saft zum Abführen, ist Routine am 2. Post-OP-Tag im KH, hätte ich lieber weglassen sollen, ich habe noch nie Probleme mit meiner Verdauung gehabt. Also zum Frühstück den Saft genommen, am Nachmittag normaler Stuhlgang, hat ohne Probleme funktioniert und das vermutlich ich auch ohne Abführmittel. 2 Stunden später hat dann aber der Saft gewirkt, Stuhlgang war nicht aufzuhalten, habe es 2 mal kaum auf die Toilette geschafft, danach Krämpfe und Durchfall. Ich habe mich beschwert, dass ich das nach so einer OP nun wahrhaftig nicht brauche, aber: am 2. Post-OP-Tag ist nun mal das Abführmittel und die "Meldung" von Stuhlgang angesagt. Also Vorsicht!!

Nach dem Frühstück habe ich geduscht und Haare gewaschen!! LUXUS!!!!!!!

Chefarzt-Visite, "geschätzt 100" Leute marschieren durch unser Zimmer und sind gleich wieder verschwunden.

Schleiche als Schnecke sogar über den Gang auf den Stationsbalkon, setze mich in die Sonne und heule vor Erleichterung, hat gut getan. ;-)

Mittagessen, der Kaiserschmarren hat die Konsistenz von Pappe, während dieses kulinarischen Höchstgenusses bekomme ich die Einladung zur Untersuchung, soll vorher aber noch auf die Toilette, ich bin eh satt. Die Ärztin macht einen Ultraschall von der Blase, Restharn 30ml, sie ist zufrieden, ich auch, ich erwähne, das ich eine taube Stelle an der linken Pobacke neben dem After habe. Ja, dass könnte schon sein, das ginge wahrscheinlich wieder weg, wenn es bliebe, würde frau sich daran gewöhnen, vielen Dank für die genaue Auskunft!! Nun ab ins Bett, ich bin k. o., vielleicht lassen sie mich morgen nach der Abschlussuntersuchung schon heim ???

Ich habe das Gefühl, dass mein Blutdruck spinnt, 160: 90, nein, da machen wir nichts, nachher haben sie viel zu niedrigen Blutdruck (und wir den Ärger! Haben sie zwar nicht gesagt, aber sicher gedacht.)

Viel Besuch, fast schon zu viel, ich bin froh, dass es Abend wird, hatte nur wenig Zeit zum Lesen, dabei ist das Buch gut. Blähungen und die Nachwirkungen des Abführmittels ärgern mich! Die IBUS sind immer noch notwendig, aber ich kann mir den Tee schon wieder alleine aus der Küche holen. :-) Um 20 Uhr bin ich hundemüde, Nachtruhe, ich kann nicht schlafen, bin aber zu faul, mir jetzt noch eine Schlaftablette zu holen. Schlafe immer nur kurz, ich weiß jetzt aber zumindest, dass 30 jährige schwangere Chinesinnen auch schnarchen. ;-)

Dritter Tag nach der OP

Frühstück, Blutabnahme durch einen Studenten im Praktikum, wir kommen ins Gespräch, er fragt nach meiner OP, ich antworte, Gebärmutter entfernt und Beckenbodenplastik, und er teilt mir mit, ach bei ihrer OP war ich dabei. Na super! Werde jetzt keine Autogramme verteilen!! ;-)

Seit dem Frühstück warte ich auf die Abschlussuntersuchung, die dann doch erst um 14 Uhr stattfindet. Passiert nicht viel, vorsichtige vaginale Untersuchung, alles ok, die Fadenenden pieksen mich, die Ärztin kürzt sie ein bisschen, raus dürfen sie noch nicht, alles zu frisch! Heute gehe ich nicht mehr nach Hause, mein Mann ist erleichtert, nicht auszudenken, wenn mir dann was wäre und er nicht wüsste, was er tun sollte, " Hasenfuß"!!!! Egal, dann eben morgen. :-) Heute möchte ich eine Schlaftablette und die Schwester verspricht mir, etwas für besonders schöne Träume herauszusuchen.

Geträumt habe ich nicht, aber sehr gut geschlafen, also ich kann euch nur empfehlen, das Angebot anzunehmen.

Vierter Tag nach der OP

Frühstück, Visite, die Blutwerte sind ok, ich kann zu Hause anrufen und um meine "Abholung" bitten.

Ich bin so froh!!! Packe meine Sachen, gaaaanz langsam! Mein Chauffeur ist da, begrüßt sich mit einem vorsichtigen Kuss und nimmt mir mein Gepäck ab. Wusste gar nicht mehr, dass der Weg zum Ausgang so weit ist! Ich muss noch meine 10 € pro Tag bezahlen, 5 Tage und natürlich 50 Euronen, dabei habe ich doch den sensationellen Service einschließlich 5-Sterne-Küche gar nicht mehr voll in Anspruch nehmen müssen, Gott sei Dank. Es dauert ein bisschen länger, weil ich auch noch die Bescheinigungen für meinen Arbeitgeber brauche! Muss leider einen Toilettengang dazwischen schieben, der viele Tee möchte nicht mit nach Hause!;-) Vor dem Eingang wartet mein GöGa mit dem Auto, ich brauch nur noch einsteigen!! Ich bin glücklich und vergieße heimlich ein paar Tränchen.

Ich habe alles bis hierher gut überstanden! Die Sonne scheint, ich freu mich auf mein Bett, meine Couch und ein bisschen Normalität!!!:-)

Das alles ist genau 6 Wochen her, ich bin diese Woche noch krankgeschrieben, aber die Zeit ist doch schnell vergangen. Ich habe mir im Vorfeld nicht so viel Gedanken um die OP an sich gemacht, daran war nichts zu ändern, also "Augen zu und durch". Meine größten Bedenken galten meiner Langeweile. Ich hatte mir ganz viel vorgenommen, unter anderem mal alle alten Fotos in Alben einzusortieren (das ist noch nicht erledigt :-(), aber ich habe lernen müssen, dass alles nicht so zügig geht und mein Körper mir sehr schnell mitteilt, dass ich zu viel von ihm verlange.

Ich habe hier oft im Forum gelesen, auch schon vor der OP, irgendwann habe ich mich dann doch angemeldet, einmal um meinen Frust los zu werden, denn danach gab es bei mir auch Probleme, und natürlich auch, damit ich meine Erfahrungen weitergeben kann.

Danke für Eure Unterstützung!! Und alles Gute den Mädels, die das ganze noch vor sich haben!

Sonnige Grüße!

Asdedxi


Ist ja doch ganz schön lang geworden!! ;-)

sTweenyx42


Liebe Adedi,

vielen lieben Dank für deinen Bericht. Ich hoffe du verzeihst mit, musste ich doch stellenweise herzhaft lachen. Das bei dir das Schmerzmittel nicht gewirkt hat ist wirklich übel. Eigentlich warst du dann aber doch schnell soweit, um auf Tabletten umzusteigen. Das es dich gefreut hat dann mal endlich eine Dusche von innen zu sehn kann ich nachvollziehen. Man fühlt sich dann doch gleich etwas besser. Nach so einer VN dauert es doch wohl immer noch recht lange bis man wieder so einigermaßen Herr seiner Sinne ist. Bin eigentlich davon ausgegangen, dass das in den letzten Jahren doch etwas besser geworden ist.

Ich bin sehr froh, dass es dir heute doch so gut geht, hattest du doch eine große OP auszuhalten. Ich wünsche dir und natürlich allen anderen weiterhin gute Besserung.

LG und noch ein paar :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

AVdXedi


Hallo sweeny42,

Lachen tut gut, hab Gott sei Dank selten meinen Humor verloren, das Leben ist schon ernst genug! :)z

Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht zu sehr wuschig gemacht!

Übrigens: Der junge Pfleger, ca. Mitte 20, hieß Cornelius und war die Ruhe selbst. Er hat den neuen Zugang gelegt und weil mein Mann noch im Zimmer war, habe ich darum gebeten, damit zu warten bis der GöGa draußen ist, nicht dass er uns noch umfällt!! :|N Netterweise hat der Krankenbruder dann so lange gewartet bis wir allein waren x:) , um mir dann zu erklären, dass er beim Stechen eigentlich auch nicht hingucken kann, weil ihm da komisch würde. Folglich hat er den Zugang dann wohl blind gelegt, da kann frau nur staunen. :-o

LG *:) und gute Besserung!

s(weenxy42


Hallo Adedi,

nein, du hast mich nicht wuschig gemacht. Bin schon den halben Mittag am heulen. Die Angst sitzt mir im Nacken.

Habe mir schon überlegt den Termin abzusagen, was natürlich totaler Blödsinn ist. So heul ich mir die Augen aus, mein Mann findet mich total hysterisch, ist laut ihm doch alles halb so wild :-( Gut, kann ja auch sein, aber e r muss da ja nicht hin ]:D

Gerade eben habe ich festgestellt, das meine Schmierblutungen wieder losgehen, kein Wunder bin ich so neben der Spur :)z

Meine letzte " Regel" werde ich zelebrieren, danach bin ich sie endlich los. Mein Rücken schmerzt, mein Busen steht kurz vorm platzen.....was braucht Frau mehr :(v

Dein Pfleger war ja auch der Knaller. Da weis ich nicht ob man sich den wünschen soll oder nicht ;-)

LG

n5ellax26


Adedi

Toller OP Bericht, super ausführlich und super geschrieben. Auch ich musste des Öfteren schmunzeln ;-)

Ich habe jetzt mal nach dieser Vaginalen Tamponade gegoogelt u überall liest man nur, wie unangenehm die ist u wie schrecklich das entfernen sein soll %:|

Du schreibst es ist nicht schlimm, wie fühlt es sich denn an?

Silberbraut hatte ja glaub sogar eine vaginale Drainage?

Schön das es bei dir langsam Bergauf geht :)_

sweeny meine Tochter ist 9 Jahre alt, durch ihre behinderung tut sie sich doppelt schwer, das alles zu begreifen und zu verarbeiten. Ich hoffe auf einen besseren Abend, noch liegt sie friedlich im Bett. Ich hoffe das sie bald einschläft.

Habe übrigens auch schon dran gedacht abzusagen. Was wenn der Arzt der mich untersucht mich heim schickt, weil alles nicht so schlimm u viel zu jung %:|

Oder wenn ich aufwache und die GM immer noch habe %:|

Frau neigt eben dazu sich zu viele Gedanken zu machen. Mein Liebster kann es glaub schon nicht mehr hören ]:D

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