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Endometriose: immer chronisch?

Mrinax4


Hallo

Bei mir fing es mit der Endometriose mit ca. 20 Jahren an. Starke Regelschmerzen, Unterleibsschmerzen etc. Mit 24 waren dann das erste Mal meine Eileiter verklebt. Mein damaliger FA behandelte mich aber nicht auf Endometriose, so dass ich ein knappes Jahr später wieder im Krankenhaus lag. Ich wurde insgesamt 5 x operiert. Vor der letzten Operation unterzog ich mich einer Hormonspritzentherapie, bei der ich in die Wechseljahre geschickt wurde. Danach wurden meine Eileiter operativ rekonstruiert und ich nahm ein Jahr lang eine spezielle Pille. Eine Schwangerschaft ist bei mir nur per IVF möglich. In diesem Zeitraum (ca. 6 Jahre) hatte ich aufgrund dieser Erkrankung eine Schwerbehinderung von 50%! Viele wissen das nicht, dass eine starke Endometriose eine Behinderung ist. In diesem Zeitraum hat man einen speziellen Kündigungsschutz, Steuervergünstigungen etc.

Seit 5 Jahren nehme ich keine Pille mehr und bin weitgehend beschwerdefrei! Ich hoffe sehr, dass das auch so bleibt!

Ich habe mich sehr mit dieser Krankheit auseinandergesetzt. Es gibt beispielsweise von Rüdiger Dahlke Bücher die auch den seelischen Aspekt dieser Krankheit beleuchten. Ich habe mich, mein Leben, meine Einstellung zum Frausein und zu Beziehungen grundlegend geändert. Auch dadurch habe ich viel zu meiner Genesung beigetragen! Ich kann diese Bücher nur empfehlen.

LG

Mina

S0arinax6302


Hallo Mina,

vielen Dank für deinen Beitrag.

Ich bin zum Glück noch im "Anfangsstadium", mein Schwerbehindertenantrag wurde auch abgelehnt. Irgendwie deprimiert mich das schon, wenn ich hier teilweise die Leidensgeschichten lese... Aber ich sag mir immer, lieber so als irgendwas Bösartiges!!!

Was mich doch etwas wundert, ist, dass die meisten Patientinnen vor der Feststellung der Krankheit schon Beschwerden hatten (Menstruationsschmerzen usw.). Ich hatte überhaupt keine Beschwerden!! Bis dann plötzlich meine Tage unregelmäßig kamen und am Schluss gar nicht mehr aufhören wollten - aber da war meine Endo-Zyste schon auf 15 cm gewachsen. ??? Schon seltsam.

SaarfinaW630x2


P.S.

Gut, also Schmerzen während meiner Tage hatte ich immer schon, aber denen konnte ich mit Schmerztabletten immer ganz gut beikommen.

Jetzt ist die Endo fürs Erste wegoperiert, und die Schmerzen sind immer noch da. Da gibts wohl keinen Zusammenhang.

S6uessPe24


Hallo,

hab jetzt schon so viel über Endometriose gelesen und bin mir unsicher ob ich es nicht auch haben könnte.

Schmerzen während der Periode habe ich eigentlich nur am 1. Tag und die sind auch auszuhalten, also eher so ein ziehen, ich halte das für normal, da ich das schon immer hatte. Vor 2 Jahren ca. gab es mal eine Phase da hatte ich echt arge Schmerzen, allerdings auch nur am 1. Tag, da war dann nix anzufangen mit mir. Aber mit Wärmeflasche und Tabletten ging es. Dann fing ich wieder mit der Pille an und die Schmerzen waren weg. Jetzt nehme ich die Pille seit August nicht mehr, aber so schlimm wie damals sind die SChmerzen auf keinen Fall.

Allerdings hatte ich letzten Monat ziemlich argen Mittelschmerz und wenn ich jetzt so über dem Schambein und zwei cm rechts reindrücke dann tut das manchmal weh. Wenn ich dann meine Bauchdecke abtaste, dann spüre ich so einen kleinen Knoten an dieser Stelle unter der Haut. Kann das Endometriose sein?

lg

STarinab630x2


Das glaube ich eher nicht.

Wie ich oben schon geschrieben habe: Die Schmerzen während der Tage hatte ich immer schon, ob mit oder ohne Endo, außer in den Zeiten mit Pille.

Was das an deinem Schambein sein kann... keine Ahnung, aber wenn du Schmerzen hast, solltest du das mit deinem FA abklären. Klingt mir aber eher nicht nach Endo, also keine Panik!!!!

lg, Sarina *:)

S^uuessex24


@ Sabrina

Bei meiner FA war ich vor einem Monat und die konnte nichts feststellen, bis auf das, dass meine Zyste am rechten Eierstock weg war. Darüber bin ich natürlich froh, dachte mir ja zuerst die is noch da, da ich beim reindrücken manchmal Schmerzen hatte. Die Schmerzen waren auch mal kurz weg und jetzt am ZT 8 sind sie wieder manchmal da, aber sie sind auszuhalten, also nur wenn ich reindrücke ein kurzer Schmerz. Deswegen will ich nicht unbedingt noch mal zu meiner Ärztin. Sie wußte ja auch das letzte Mal, dass ich noch Schmerzen habe, hat das aber irgendwie nicht so ernst genommen. Eine Woche später rief ich nochmal an und erklärte der Sprechstundenhilfe, dass die Schmerzen richtig schlimm geworden sind und mein Hausarzt mich zum FA schicken würde, ja die hat dann nur gemeint, dass bei mir ja alles in Ordnung ist. Dieser Schmerz kam denk ich mir vom ES, einen Tag später war er so gut wie weg.

Bin aber schon mal beruhigt wegen der Endometriose. Hab nur in diesem Thread irgendwo gelesen, dass eine so kleine Knoten unter der Haut gespürt hat und deswegen dachte ich mir....

pErinces3s142x4


Hallo,

auch bei mir wurde vor 3 Wochen Endo diagnostiziert. Nach drei Jahren regelmäßig auftredender Schmerzem im Unterleib.

Im Oktober 1999 kam meine Tochter per Kaiserschnitt zur Welt. Nach der Geburt habe ich mit der Pille verhütet und 2002 habe ich diese abgesetzt, da wir uns noch ein 2. Kind wünschten. Ab diesem Zeitpunkt ging es los. Immer um den Eisprung und während meiner Periode traten die Schmerzen auf. Von meinem Frauenarzt wurde ich mit Antibiotika behandelt. Im Juni 2003 kam mein Sohn ebenfalls per Kaiserschnitt zur Welt. Ich habe bei diesem Kaiserschnitt eine Unterbindung machen lassen, da wir keine weitern Kinder mehr wollen.

Während der Schwangerschaft hatte ich Ruhe, aber danach waren die Schmerzen noch heftiger da als vorher. Nach eingehenden Untersuchungen und Gesprächen mit meiner jetzigen Frauenärztin hat diese Endo diagnostiziert und mir eine Pille namens Cerazette verschrieben.

Und das, wo ich doch eigentlich keine Pille mehr schlucken wollte.

S$ariAna63x02


@Princess

Auch ich wollte eigentlich nie wieder eine Pille schlucken, da ich auf die Diane 35 ganze 20 Kilo zugenommen hatte.

Jetzt nehme ich die Yasmin, vertrage sie bisher sehr gut, und meine Haut ist auch schöner geworden dadurch.

Und durch zwei größere Krankheiten im Lauf des letzten Jahres habe ich mittlerweile von den 20 Kilo 11 wieder abgenommen und bin jetzt Gott sei Dank wieder bei meinem Idealgewicht.

lg, Sarina

C#oldfplaxy


Hallo an alle!

Ich habe nun schon öfters über Endimetriose gelesen.

Seit meiner Blinddarmoperation vor 5 Jahren habe ich regelmäßig wiederkehrende Schmerzen im Unterbauch.

Vor ca. 4 jahren wurde dann eine Bauchspiegelung vorgenommen, ohne Ergebnis, dann folgten Darmspiegelungen, etc.

Seit 3 Jahren lebe ich nun mit den Schmerzen ohne meinen Arzt weiter zu nerven. Da nie etwas festgestellt worden ist, vermutet er immer, dass es psychische Ursachen hat. Kurzzeitig meinte er ich hätte einen Reizdarm.

Jedenfalls überlege ich schon seit einiger Zeit ihn auf Endimetriose anzusprechen, naja, andererseits denke ich mir, dass sie das bei der Bauchspiegelung und so hätten sehen müssen.

Wie stark waren eure Schmerzen? An schlechten Tagen wird mir oft schwarz vor Augen, kann nicht mal die Hausarbeit verrichten.

Kurz habe ich wirklich dran gedacht, dass es von der Psyche herrührt, aber ich habe keine Probleme und an den schlimmen Tagen hasse ich meinen Arzt dafür, dass er mir nicht glaubt, meine Beschwerden nicht ernst nimmt.

Ich lebe in der Pampa und Arztwechsel scheint hier überflüssig zu sein, außerdem behandelt er mich schon seit ich ein Baby war und kennt alle Details von mir.

Müsste der Frauenarzt Endimetriose erkennen oder sind dazu spezielle Untersuchen notwendig?

S`ari]na630x2


Hallo Coldplay,

es kommt ganz darauf an, wo die Endo-Herde sitzen. Ist das an Gebärmutter oder Eierstöcken der Fall, sieht der FA das bei der Untersuchung.

Wären Herde an anderen Stellen, hätte man das aber normalerweise bei der Bauchspiegelung sehen müssen.

lg, Sarina

PVipPpi10


Eine ganz blöde Frage

Hallo!

Ich habe in letzter Zeit sehr viel über Endometriose gelesen. Seit meinem 13. Lebensjahr habe ich Regelschmerzen, da ich einen sehr kurzen Zyklus habe, habe ich diese Schmerzen 15 bis 17 mal im Jahr für ca. 3-4 Tage. Da ich vor 3 Jahren ein Kind auf die Welt gebracht habe, kann ich jetzt sehr gut beurteilen, daß diese Schmerzen genauso wie die Wehen sind. Ich kriege also jedes Jahr 15 bis 17 mal ein Kind. Dazu brauche ich dann zirka 10 Tabletten pro Tag. Und das seit meinem 13. Lebensjahr (Unterbrechung nur durch die Schwangerschaft). Über Endometriose bin ich eigentlich erst vor einem Jahr "drübergefallen". In diesem Jahr habe ich bereits drei Frauenärzte verbraucht, und keiner wollte auf meine Beschwerden eingehen. Neben den Schmerzen sieht meine Regel auch noch wie folgt aus: Dauer der Blutung zwischen 7 und 10 Tagen und die ersten Tage (3-4 Tage) eigentlich einen Blutsturz. Ich habe das den Ärzten so geschieldert, dann habe ich zur Antwort bekommen: Hier haben Sie ein Rezept, dann bessern sich die Beschwerden. Auf Nachfrage hieß es dann immer: das sind nur Hormone. Aber keiner hat jemals auch nur andeutungsweise auf Endometriose untersucht. Mein Frage, ist sicher blöd, wie kriegt man einen Arzt dazu, diese Krankheit in seine Diagnosestellung einzubeziehen. Das einzige was immer festgestellt wurde: Zysten! Zwei Ärzte wollten diese immer operieren. Das wollte ich dann aber nicht. Ich möchte zuerst wissen, ob ich Endometriose habe oder nicht, da ich nicht mehrmals operiert werden möchte. Ich weiß schon auch bei der Endometriose kann es passieren, daß merhmals operiert werden muß. Da ja auch diese Krankheit immer wiederkehren kann. Ich muß noch dazu sagen ich bin jetzt 37 Jahre alt.

LG

Pippi10

S3ariHna7630x2


Hallo Pippi,

wenn du einen Endo-Verdacht hast, dann wende dich am besten an einen Spezialisten (es gibt nämlich Gynäkologen, die auf Endo spezialisiert sind).

Im Web gibt es einige Selbsthilfegruppen, je nachdem, aus welcher Region du kommst.

Einfach mal durch-googlen, dort gibt es mit Sicherheit ein paar Adressen von Endo-Spezialisten in deiner Nähe. Denn deine Schilderung klingt schon ziemlich typisch, vor allem die Schmerzen, die starken Blutungen und die Zysten (denn die können ja auch aus Gebärmutterschleimhäuten bestehen).

Mich ärgert das wirklich, hier zu lesen, wie leichtfertig und desinteressiert manche Frauenärzte mit den Beschwerden ihrer Patientinnen umgehen! >:(

PqipRpix10


Vielen Dank Sabrina!

Ich glaube, daß bei mir das Problem besteht, daß ich die Schmerzen bereits seit meinem 13. Lebensjahr habe. Und damals war es einfach so: Mädchen in der Pubertät haben Schmerzen, weil sie noch nicht voll ausgereift sind. Und damit war das Thema abgeschlossen. Dann später hat es geheißen, wenn Sie ein Kind haben erledigt sich das sowieso von selbst. Nur habe ich leider festgestellt, nach der Geburt meiner Tochter am 25. Juni 2002 hat sich das alles noch verschlimmert. Die Zyklusabstände sind noch unberechenbarer geworden, die Blutungen noch stärker (ich hatte immer schon sehr starke Blutungen, mit der Pille ist es dann zwar etwas besser geworden, aber nicht wirklich wesentlich!), die Schmerzen noch mehr! - Wie gesagt, ich bin ca. vor einem Jahr in der Praxis einer Frauenärztin über einen Folder, der dieses Thema behandelt, gestolpert. Und ich war der Meinung, wenn diese Ärztin so einen Folde auflegt, dann wird sie das zumindest ernst nehmen. Wenn sie auch keine Spezialistin ist, aber dem war leider nicht so. Ich muß aber auch sagen, bei der ersten Konsultation, als ich den Folder gesehen habe, habe ich das zwar gelesen, aber irgendwie gar nicht auf mich bezogen. Ich habe auch eine Bruder, der Medizin studiert, und der hat mich dann gut drei Monate später kurz besucht und zu diesem Zeitpunkt habe ich meine Regel bekommen. Ich war dann natürlich sichtbar in schlechten Zustand. Und mein Bruder hat mich dann auch darauf angesprochen, daß es eine Krankheit gebe, die die Gebärmutterschleimhaut betrifft. Dann habe ich begonnen vorsichtig im Internet zu suchen. Und das Internet ist ja nicht so übersichtlich, deswegen dauert es dann immer etwas länger bis ich an die richtigen Stellen komme und dann habe ich die Frauenärztin wieder besucht und sie mit meinem Verdacht konfroniert. Ich habe ein Rezept mit irgendwelchen Hormonen bekommen, welche ich aber nicht nehmen will, solange ich nicht weiß was los ist. Also wieder weiter gesucht, dann hat mir eine Nachbarin einen Frauenarzt empfohlen, bei dem habe ich es dann auch versucht. Der hat überhaupt abgewunken, ich hätte ein Kind, also kann ich an dieser Krankheit gar nicht leiden. Dann wieder Internetrecherche und einen neuer Frauenarzt. Wieder ein Rezept mit Hormonen und die Bemerkung, wenn ich diese bis zu meinem 60. Lebensjahr einnehme wird sich alles bessern. Wollte ich aber nicht. Totale Frustration, wieder Internetrechreche und jetzt dieses Forum gefunden. Und jetzt wieder einen Anlauf! Aber jetzt werde ich einmal einen Spezialisten in meiner Umgebung ausforschen versuchen.

Vielen Dank!

S}ar2ina6x302


@Pippi

Die Aussage, das Frauen, die ein Kind geboren haben, nicht an Endo leiden können, ist totaler Quatsch, und das müsste dieser FA eigentlich auch wissen. Leider kann die Endo auch nach einer Schwangerschaft wiederkommen (nur während der Schwangerschaft können die Herde nicht weiterwachsen, da du ja deine Tage nicht bekommst). Hat mir mein FA so erklärt, der zwar kein Spezialist ist, zu dem ich aber 100% Vertrauen habe, denn er nimmt meine Beschwerden und meine Fragen ernst und ist sehr gründlich und wimmelt mich nicht mit einem Rezept ab!

Ich denke, ein FA, der dir zuhört und sich mit deinem Problem beschäftigt, ist schon die halbe Miete sozusagen.

lOina6x9


IVF-Ärzte haben Ahnung!

Hallo,

habe seit 2000 Endometriose und war ziemlich verzweifelt, weil niemand sich recht damit auskannte und ich große Schmerzen hatte. Mein FA riet mir nach einer Zystenoperation am linken Eierstock zu einer künstlichen Befruchtung (IVF) weil während einer Schwangerschaft gute Chancen auf Heilung bestünden. Während der erfolglosen (im Hinblick auf die erwartete Schwangerschaft!) dreijährigen Behandlung stellte ich aber wenigstens fest, dass IVF-Ärzte sich mit diesem Thema gut auskennen und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten empfehlen können. Ich habe dann beschlossen, keine IVF mehr machen zu lassen und einfach mal zu warten was passiert (regelmäßige Kontrolle meiner Eierstöcke um neue Zysten gleich wieder behandeln zu können!). Das ist jetzt ein Jahr her und offensichtlich war die Behandlung erfolgreich: Ich bin ohne medizinische Behandlung im vierten Monat schwanger!

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