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Climen - Vor- und Nachteile gegenüber der Pille?

N&ilcoxle


*:)

Die Pille wird auch von gesetzlichen Kassen bezahlt, wenn sie für andere Therapiezwecke benutzt wird. Die Diane35 z. B. darf ja auch nur noch in solchen Fällen, gar nicht mehr zur Verhütung verwendet werden.

LG

Birittxi


Hallo Zusammen

Ich habe alle beide schon ausprobiert Climen Und Diane 35.

Die Diane 35 hab ich damals bekommen weil ich zu viele Männliche Hormone habe und wegen Abzessen, Climen hab ich bekommen weil ich in die Wechseljahre gekommen bin. Alles beide wird von der Krankenkasse bezahlt. Sie haben beide ungefähr die selben Wirkstoffe ,obwohl Diane etwas stärker ist.

Grüße von Britti

K;at{hiCbaby


Der wichtigste Unterschied in den Inhaltsstoffen ist, dass man in der Climen Estradiolvalerat verwendet und in der Diane Ethinylestradiol. Das Estradiol ist das natürliche Östrogen und wird teilweise schon bevor es im großen Kreislauf angekommen ist durch zahlreiche enzymatische Schritte inaktiviert. Deshalb verwendet man heutzutage mit einigen wenigen Ausnahmen bei älteren Präparaten zur Kontrazeption Ethinylestradiol, weil es eben eine hohe orale Wirksamkeit hat. Leider hat es auch ein paar mehr (Neben)wirkungen. Deshalb ist es sicherlich sinnvoller zur Hormonsubstitution das natürliche Östrogen zu verwenden. Jedoch habe ich auch schon mal zu Climen geschrieben, dass die Hormone oft nicht ausreichen, um eine sichere Zykluskontrolle bei Frauen vor dem Klimakterium zu gewährleisten. Da ich andauernd Schmierblutungen hatte, bin ich dann nach 2 Monaten auf die Diane35 umgestiegen, die ich dann für 2,5 Monate genommen habe. Habe sie dann abgesetzt, da sie mir echt nicht bekommen ist und ich echt Angst vor den Langzeitnebenwirkungen hatte. Also ich würde es wirklich nicht empfehlen, aber das hab ich Dir (Löckchen) ja auch schon woanders geschrieben.

LG

L+öckcHhen


@Kathibaby

Oh, du bist diesselbe? Ich dachte das wäre eine zufällige NickName-Gleichheit. Obwohl, meiner ist ja auch gleich...

Danke für die Info, jetzt habe ich den Unterschied auch endlich richtig gepeilt. Aber sag mal, wenn Climen nicht ausreicht, tut es dann nicht eigentlich auch jede andere, am besten androgene, Pille? Weil mit der Valette bin ich immer prima klar gekommen, da würde ich die lieber selbst bezahlen und habe dafür keine Nebenwirkungen.

Liebe Grüße

t,iffxie


Man könnte ausprobieren, ob die Antiandrogene Wirkung der Valette ausreicht gegen das PCO, aber es kann halt sein, dass sie da auch nicht stark genug wirkt. Allerdings halte ich die Pille als Mittel gegen PCO nicht für wirklich sinnvoll, denn sie überlagert das Problem nur und die mögliche Besserung des PCO hält auch nur so lange an, wie man sich die Pille einpfeifft. Setzt Du die Pille irgendwann ab, stolperst Du definitiv wieder in das PCO-Problem. Das wird dann doof, wenn Du die Pille absetzt (bzw. dazu dann noch die Gynefix entfernen lässt), um schwanger zu werden, denn mit PCO kann es schonmal schwierig werden, schwanger zu werden....

LGöcRkchxen


@tiffie

Nee, ist schon klar, ich wollte die Pille auch vor evt. Schwangerschaften nicht mehr nehmen. Aber danach habe ich ja auch noch so ca. 20 Jahre, die ich überbrücken muss. Im Grunde kriegt man doch mit keinem Medikament PCO weg. Egal was ich nehme, ob jetzt Climen, Pille oder Metformin, nach dem Absetzen ist es ja doch wieder da. Da würde ich natürlich am liebsten das Medikament mit den wenigsten Nebenwirkungen haben.

Eine Hormontherapie um meine Eierstöcke in Schwung zu kriegen bleibt mir bei Kinderwunsch dann ja eh nicht erspart. Zumindest nicht so wie es jetzt aussieht, denn ich kriege ja gar keine Periode mehr.

Liebe Grüße

dFaynyca


Valette ist die zweitstärkste antiandrogene Pille (vom antiandrogenen Potential des Gestagens her) und kann auch bei PCO helfen, aber schwächer als Diane. Das enthaltene Östrogen ist aber wie in Diane Ethinylestradiol. Wenn es Dir um das Östrogen geht, mußt du bei Climen bleiben. Wenn dich das Cyproteronacetat stört, dann könntest Du es mit Valette probieren. Ob Valette oder Climen stärker ist, weiß ich nicht. Climen verwendet Cyp. nur den halben Zyklus und ist deshalb vom antiandrogenen Potential her schwächer als Diane, die tägl.2mg enthält. Hattest Du es mal mit der Diane probiert, oder wolltest Du prinzipiell keine Pille mehr?

Ich persönlich nehme zur Diane noch Androcur (pures Cyproteronacetat) dazu, weil die Diane alleine nicht gereicht hat. Angst vor Langzeitnebenwirkungen habe ich nicht. Meine Blutwerte sind nach Jahren noch vollkommen in Ordnung. Vielleicht solltest Du es ansonsten einfach mit der Diane mal probieren, falls Du mit Climen nicht klar kommst. Ich bin mit der Valette überhaupt nicht klargekommen (massive Blutungen und Bauchschmerzen). Der eine verträgt's, der andere nicht. Da hilft leider nur testen. Ich bin in der Pharmazie und kannte halt auch die Geschichten über Cyp. und wollte deshalb nicht unbedingt...aber es ist nichts bewiesen worden...und mir geht es gut. Die Amerikaner übertreiben mit ihren Maßnahmen sowieso maßlos.

Naja, jedenfalls würde ich Dir empfehlen, wenn Du Dich sowieso mit Hormonen vollstopfen mußt, es auch gleich als Verhütung zu machen, zwei Dinge au einen Schlag.

L!öckchxen


@danyca

Im Moment weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr was ich will. Ich muss auch erst mal schauen, was die in Essen sagen. Denn bisher habe ich zwei unterschiedliche Diagnosen wegen PCO. Mein Endokrinologe meint ja, dass das alles nur Pillennachwirkungen sind und meine Hormonwerte okay sind. Aber irgendwie passt das einfach nicht zusammen, denn wenn meine Hormonwerte in Ordnung wären, dann müsste ich ja auch mal wenigstens zwischendurch meine Tage kriegen. Ich stehe also im Moment ziemlich auf dem Schlauch. Der Termin an der Uni Essen ist leider auch erst Ende Juni. Soooo lange warten, das ist gar nix für mich.

Ich verstehe aber auch echt nicht, wie das sein kann, dass bei ein und denselben Hormonwerten der eine Arzt sagt, das ist viel zu hoch und da müssen wir was tun und der andere Arzt sagt, dass alles in Ordnung wäre. Da muss man ja verunsichert sein.

Liebe Grüße

dUagnyJcYa


PCO sieht man normalerweise an den Eierstöcken. Hormonanalysen sind kompliziert. Die Hormonwerte schwanken im Tagesverlauf und es ist nicht so einfach die zu beurteilen (ich bekam damals extra um 7 Uhr Blut abgenommen, wegen irgendwelcher Vergleichtabellen). Im Zweifel würde ich mich eher auf einen Endokrinologen verlassen; is halt doch sein Spezialgebiet. Allerdings würde ich mich auch nicht abspeisen lassen mit, es ist alles in Ordnung... . Ende Juni...da würde ich auch wahnsinnig werden. Geh doch mal zu nem zweiten Gyn, der sich die Eierstöcke mal genauer unter die Lupe nehmen soll. Unter diesen Umständen würde ich glaube ich erst mal nix mehr nehmen. Die Sachen haben ja doch alle einen Einfluß und wenns wirklich "nur" Chaos ist, bringt Climen sicher nicht mehr Ordnung rein. Ich drücke dir die Daumen das jemand sich mal mit der Ursache sicher ist. Klär mal ab, wenn du in die Uni fährst, wie das ist, wenn du Hormone nimmst. Normalerweise sind die Werte nicht wirklich verwertbar, wenn da von außen Einfluß genommen wird. Nicht das du auf den Termin wartest und die dann sagen...kommen sie wieder...wenns abgesetzt ist. Lieber vorher fragen, ob das so in Ordnung geht. *Däumchen drück*

Ich blute und blute unds hat kein Ende (im Moment hätt ich lieber nix mehr, wie wärs mit nem Tausch). Mir sagt kein Schwein wieso des net aufhört. HIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlfe

L\öc$kcxhen


@danyca

Nee, im Moment nehme ich ja nix ein, seit Mai 2004 habe ich keine Hormone mehr angefasst. Die Blutwerte kann man dann ja echt vergessen, so von wegen Aussagekraft.

Das mit PCO ist eben so eine Sache, denn wenn man das PCO-Syndrom hat, dann geht das auch ohne diese Zysten am Eierstock. Da gibt es jetzt eine Definition, die sogenannten Rotterdam-Kriterien.

[[http://www.pcos-selbsthilfe.org/prod/custom/media/pcos_diagnose_leitfaden.pdf]]

Habe dir den Link mal kopiert, schau mal rein. Deswegen ist es nämlich so schwer, das überhaupt herauszufinden.

Hm, ich glaube ich behalte lieber meine Schmierblutungen als zu bluten wie ein Schwein. :-/

Tut mir ja leid für dich mit dem Bluten! :°(

Liebe Grüße

KQathiSbaxby


@ Löckchen:

Hab die Diagnose-Kriterien noch genauer mal im NFP-Forum aufgeschrieben, versuche sie mal zu finden und dann reinzustellen, bitte:

Primärkriterien:

1. Oligo/Amenorrhoe (also seltene oder gar keine Mens)

2. Hyperandrogenämie oder Hyperandrogenismus: Erhöhung der Androgene oberhalb des Referenzwertes in der frühen Follikelphase (Tag1-14) bzw. Zeichen der Hyperandrogenämie (Androgene im Referenzbereich durch ehöhte Aktivität der 5-alpha-Reduktase oder Testosteronx3,41x100 / SHBG in nmol/l >=3,5)

Sekundärkriterien:

1. Polycystische Ovarien: Darstellbarkeit von 12 oder mehr Follikeln pro Ovar oder erhöhtes ovarielles Volumen >10ml.

2. Verschobener LH/FSH Quotient >2 in der frühen Follikelphase

3. Übergewicht/Adipositas

4. Glucoseverwertungsstörung:

Diabetes mellitus TypII

Gestörte Glukosetoleranz

gestörte Nüchternglucose

Insulinresistenz (nuchtern Glukose/Insulin Quotient<4,5)

5. Unerfüllter Kinderwunsch

Und hier noch die Therapileitlinie:

1. bei kosmetischen Problemen:

- orales Kontrazeptivum mit antiandrogen wirksamer Komponente

- bei Patientinnen mit Insulinresistenz/Hyperinsulinämie bzw. ädipösen Patientinnen zusätzliche Kombination mit Metformin (Steigerung auf 2x850mg bzw. bis 2000mg/d bei BMI>35kg/qm)

-ggf. zusätzliche antizyklisch (Tag 1 bis 15) Cyproteronacetat (5-10 mg/d)

2. bei unerfülltem Kinderwunsch

- Clomifen als first-line Therapie, jedoch weniger vielversprechend bei Adipositas, Amenorrhoe und Hyperinsulinämie

- im Falle einer nachgewiesenen oder zu erwartenden non-response auf Clomifen sowie bei Adipositas °1 sollte Metformin als first-line Therapie gewählt werden (Absetzen bei SS oder Weiterführung nach Aufklärung über die Kontrindikation und Abortneigung)

-Dexamethason bei deutlicher adrenaler Komponente

(-Gonadotropine las second-line nach Ausschöpfung von Clomifen und Metformin/ ggf. laparoscopic ovarian drilling mit Diathermy oder Laser)

Aber Löckchen, ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum Dein Arzt jetzt so scharf auf die Pille bei dir ist und meint Met wäre Quatsch (na gut, ich kann es mir denken, er weiß es halt nicht besser). Bei Dir wäre mit Deinen OGTT Werten tatsächlich Metformin angesagt. Desweiteren würde ich an der Diagnose jetzt auch nicht zweifeln, habe mir Deine Werte nochmal angeschaut. Du erfüllst beide Hauptkriterien und mindestens ein Sekundärkriterium. Wenn Du magst, kannst Du tatsächlich Climen nehmen, aber wie oben schon ausgeführt, große Hoffnungen solltest Du darauf nicht setzen, es hilft vielleicht beim "äußerlichen Problem", ES wirst du dadurch aber nicht bekommen und das ist ja schließlich das entscheidende. Habe auch gerade einen anovulatorischen Zyklus hinter mir, trotz Metformin etc., aber dafür nehme ich die Diane35 nicht mehr und fühle mich viel besser.

KHathqibabxy


@ danyca:

M.E. wurde der Verdacht für das erhöhte Leberzellkarzinomrisiko unter CPA nie ausgeräumt und auch in-vitro nachgewiesen. Es finden sich auch Patientenfälle, wo höchstwahrscheinlich ein Zusammenhang besteht.Hier ein Bericht dazu:

[[http://www.arznei-telegramm.de/register/9503031.pdf]]

Ich denke deshalb nicht, dass man das verharmlosen sollte. Des weiteren ist es sowieso eigentlich usus, dass man die Diane (+CPA) nur noch ca. 3 Monate nach Abklingen der Beschwerden nimmt (Akne und Hirsutismus) und dann auf ein anderes Präparat zu Verhütung umsteigen sollte, falls dies weiterhin gewünscht ist. Auf keinen Fall sollte man die Diane über Jahre nehmen.

dCan4yxca


Kathibaby, versteh mich nicht falsch, ich will das bestimmt nicht verharmlosen. Bisher ist mir keine Studie bekannt, in der es bewiesen wurde (ich bin Pharmazeutin). Ich werd gleich mal in den Link schauen. Mir ist durchaus bewußt, das der Verdacht nicht ausgeräumt wurde.

Die Bermerkung bzg. der USA war auch darauf bezogen, das die aus versicherungstechnischen Gründen ohne Nachdenken alles aus dem Verkehr ziehen (Schadensersatz in USA ist teuer).

Ich hatte massiven Haarausfall und habe Valette gar nicht vertragen. Da ich noch mehr Medikamente nehme sind meine Blutwerte unter ständiger Kontrolle. Leberwerte reagieren sehr schnell auf kleinste Schädigungen. Daher habe ich da keine angst. Du mußt nur ein AB nehmen, etwas länger Paracetamol oder ne kleine Grippe haben, und schon reagieren die Leberwerte.

@Löckchen

Ich werd auch mal gleich in den Link schauen.

Dankeschön

liebe Grüße und alles Gute

K~atQhi7bAa1bxy


@ danyca

Prinzipiell ist es aber so, dass alle Ovulationshemmer die Entstehung von benignen Lebertumoren begünstigen und dass CPA-haltige dabei besonders hervorstechen und das eben nicht nur in Bezug auf die benignen Tumoren sondern auch auf die malignen. Wie schon geschrieben, gibt es diese in-vitro Studie und die bekannten Patientenfälle. Desweiteren ist auch das Thromboserisiko unter CPA-haltigen Antikonzeptiva nochmal erhöht im Vergleich zu anderen Ovulationshemmern. Es ist bekannt, dass in den USA potentiell schwere NW machende Medikamente relativ schnell vom Markt genommen werden (müssen). Bei der Diane halte ich dies jedoch für sehr berechtigt. Natürlich sind die Leberenzyme sehr sensibel und auch unter anderen Pillen sollte man sie kontrollieren lassen. Ich kann jedoch für mich sagen, dass meine Leberwerte nachdem ich mit Climen und dann der Diane begonnen habe rapide angestiegen sind und jetzt rückläufig sind. Dafür nehme ich jetzt zusätzlich zum Metformin auch Spironolacton als Antiandrogen und muss sagen, dass die Wirkung weder besser noch schlechter ist. Aber ja, ich weiß, wenn Du Pharmazeutin bist, weißt Du bestimmt auch, dass Spiro im Tierversuch kanzerogen war, trotzdem benutzen die es in den USA anstelle des CPA mit selbem Erfolg.

d]antycxa


wenn bei mir die Werte ansteigen würden, würde ich auch direkt absetzen. Lieber Vollklatze (übertrieben dargestellt) als "richtige"Organschäden. Ich bin bestimmt nicht dafür sich mit der Pille vollzustopfen und nehme sie letzlich nicht aus Verhütungsgründen. Ich will auch bestimmt keine Werbung für irgendein Präparat machen. Jeder Körper ist individuell, was natürlich die Behandlung erschwert. SChön wäre es wenns ein Patentrezept geben würde.

Du sprichst noch ein wichtiges Thema an. Leider werden die Blutwerte bei den meisten Leuten unter der Pille nicht kontrolliert!

Insgesamt ist das Thema Pille ein vielschichtiges Thema. Langfristig wird diskutiert, ob sie das Risiko von Gebärmutterkrebs reduziert, dafür aber einen (vorhandenen!) Brustkrebs im Wachstum fördert.... Welche Entscheidung man trifft, alles hat Vor-und Nachteile, die jeder für sich mit Hilfe des Arztes (letzendlich sind wir ja doch Laien) abwägen muß.

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