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Studenten bei Gyn-Untersuchung?

SJte4ffi x83


Für Ärzte ist vieles einfach normal, was für Patienten eben nicht normale ist. Ich hab z.B. Schiss vorm Blutabnehmen, weil ich schon an welche geraten bin, die 10 mal in jeden Arm gestochen haben. Mir ist dann vor lauter Aufregung der Kreislauf zusammen geklappt. Mal davon abgesehen, dass ich nachher beide Armbeugen blau hatte.

Ärzte sollten generell finde ich, einfach vorher ankündigen was sie tun und warum, auch wenn´s vielleicht mal überflüssig ist.

Und bei so Sachen, dass Studenten dabei sind, finde ich sollte man immer vorher fragen.

Wenn ich mir vorstelle ich lieg da und da kommt ein Arzt mit einem ganzen Pulk Studenten reinspaziert, da trauen sich vielleicht viele einfach nicht, den Mund aufzumachen.

Chamäleon

Für dich ist das alles normal. Für andere ist es schon eine Extremsituation überhaupt in einem Krankenhaus zu liegen und die sind durch viele Weißkittel eben allein schon eingeschüchtert.

Wirklich einfühlsame Ärzte hab ich noch selten erlebt.

M|adchxo


Wirklich einfühlsame Ärzte hab ich noch selten erlebt.

Die sind leider sehr dünn gesät.

M6ecdusa


Ja, das stimmt wohl leider.

K(eimschlexuder


blutabnehmen

war immer ein horror, bin mal zusammengebrochen ;-) und konnte generell 3 tage meinen arm nicht bewegen wegen der lila blauen schwellungen... hier habe ich ner neuen ärztin mal gesagt, dass ich sone erfahrungen gemacht habe, die hat der schwester gesagt, dass ich liegen soll und das war total toll!!! man konnte die einstichstelle nicht sehen!!! und freitag wurde mir dort wieder blut abgenommen und es war total ok. hatte vorher auch keine angst, weil die auf einen eingehen...

vorher in der praxix musste man auf einer liege sitzen (kein stuhl mit armlehnen und die füße freibaumelnd, deshalb null halt) und den arm nichtmal in sone schiene sondern frei hinhalten... und dann haben die immer schief rausgezogen... deshalb finde ich das in der praxis echt nett...

TRiggeHr123


Huhu!

Hab Euren Thread leider erst zu spät entdeckt!

Ich muss Chamäleon auch zustimmen! Ich studiere auch Medizin an der LMU in München und deswegen kommt wohl auch meine Einstellung! ;-)

Jeder Medizinstudent muss im Laufe seines Studiums einen Haufen lernen. Zum Beispiel:

Wie gehe ich mit kranken Menschen um?

Wie führe ich gute Gespräche?

Wie untersuche ich den Patienten und wie erkennen ich "krankes" von "gesundem"?

Wie operiere ich, worauf muss ich achten?

Wie nehme ich Blut ab?

und vieles mehr!

Und das alles kann man nicht von einem Tag auf den Anderen automatisch! Man muss es LERNEN! Wie jeder andere Mensch seinen Beruf lernt, müssen wir eben auch ran! Und das alles geht eben nur durch Übung! Das Medizinstudium dauert 6 Jahre und das hat auch seinen Grund, es gibt einfach extrem viel zu lernen!

Klar ist es doof, wenn bei einer gynäkologischen Untersuchung noch mehrere Stundenten zuschauen, klar ist es doof, wenn man beim Blutabnehmen nicht das erste Mal trifft! Genauso doof ist es, wenn man eine Untersuchung versemmelt oder einem beim Gespräch mit einem Patienten keine passende Worte findet,...

Aber Leute, wir haben später mal einen Beruf, der höchste Anforderungen an uns stellt! Wir dürfen uns keine Fehler erlauben! Wir haben eine riesige Verantwortung!

Und wenn man sich gegen uns stellt und uns in den Praktika rausschickt, dann lernen wir einfach nichts dazu! Und das geht so einfach nicht!

Ich kann jeden verstehen, dem es unangenehm ist! Wäre es mir wohl auch in der ersten Sekunde! Aber versucht ein wenig dranzudenken, dass wir es später mal können müssen! Und wenn wir es nie davor gesehen haben, wird das wohl nicht der Fall sein!

Und wenn es Euch wirklich nicht passt, dann schickt "uns" einfach raus! Das ist auch OK! Nur kann ich kann nicht in einer 8 Stunden Schicht bei x Patienten und vielen anderen Anforderungen ständig dran denken, dass ich fragen muss, ob ich bleiben darf!

Danke! *:)

Tigger

@ Chamäleon:

In welchem Semester bist Du denn? :-)

MAaschin_enkRanonxe


"Freunde im Internet treffen" ;-D

Oder besser: Kollegentreff.

Sag mal Tiger, mit der Rechtschreibung deines Namens haperts aber, oder? ;-)

T5iggerx123


Warum? :-/

Wegen den 2 "G"? Ist kein Tiger sonder ein Tigger (z.B. Winnie Pooh)! ;-D

MRas#chinOenkanxone


War doch bloß Käse! *:)

K1athvibaxby


Huhu Tigger *:)

noch ein Stex geplagte *G*.

d&anvyca


Schlaft aber noch nicht mit Kreuzchen auf den Augen!

Ich höre von allen Seiten, hilfe, ich muß noch soundsoviel kreuzen.

LG

CShamälxeon


Ähm, Tigger,...

Wir dürfen uns keine Fehler erlauben!

komm' mal wieder ein bisschen runter von Deinem Idealismus-Trip. So ziemlich das Erste, was sie uns beigebracht haben, ist: "Ihr werdet Fehler machen." Errare humanum est.

Natürlich soll das möglichst nicht vorkommen, natürlich bemüht man sich, Fehlerquellen & gerade Fehlerquellen mit gravierenderen Ausmaßen zu vermeiden, natürlich passt man auf & versucht & tut & macht. Aber 100%ig fehlerfrei wird keiner von uns je arbeiten.

Und, ja, natürlich können Fehler in der Medizin, wenn's ganz blöd läuft, zu wirklich schweren Schäden bis hin zum Tod führen. Gerade in der Geburtshilfe... Problem zu spät erkannt, mit dem Kaiserschnitt zu lang gezögert, Kind hat längere Zeit Sauerstoffmangel - und ist für sein Leben lang geistig behindert, wenn's nicht gar zur Totgeburt kommt. Und das ist keine Sience-Fiction, sowas passiert. In meiner eigenen Verwandtschaft, im Ort... ich hab' solche Kinder gesehen, 20 Jahre später, schwer verhaltensgestört & hormonabhängig, weil die eigene Hypophyse seinerzeit abgestorben ist. Das ist bitter. Du machst Dir ewig Vorwürfe. Sollst Du deswegen Deinen Beruf an den Nagel hängen? Soll sich deswegen keiner mehr trauen, was zu machen? Die Mütter- & Kindersterblichkeit in Deutschland ist deswegen so niedrig, weil die Medizin im Bedarfsfall was macht. Und nicht trotzdem. Also greif' ich ein, in der weit überwiegenden Mehrzahl der Fälle mit helfendem Ergebnis, aber auch mit dem Risiko, irgendwann einmal die falsche Entscheidung zu treffen. Und das wird jedem von uns passieren.

Die Frage ist nur, wie man damit umgeht. Und gerade Einstellungen wie diese "wir dürfen keine Fehler machen", führen dazu, dass man sich extrem schwer tut im Umgang mit Fehlern, die eben doch mal passieren. Dass sie totgeschwiegen werden. Dass sie unausgesprochen im Raum stehen. Und man von der Öffentlichkeit gleich mal eins auf den Deckel kriegt von wegen "Pfusch".

Mittwoch, etwa 9-12 Uhr, großer Hörsaal Maistraße. Krisenmanagement. Sind an 3 aufeinanderfolgenden Wochen 3 verschiedene Themen, wiederholen sich aber fortlaufend. Eins davon: Fehler in der Medizin. War allerdings letzte Woche grad. Wenn Du Zeit hast, setz' Dich da mal rein, das ist a) didaktisch 'ne saugute Vorlesung & b) ein Thema, mit dem man auch mal ganz undramatisch umzugehen lernen sollte.

Gehört zum L-Kurs von Modul III, zweimal darfst Du raten, in welchem Semester ich bin :-p!

d0an"yca


Ich finde es nicht schlecht, sich das zu überlegen, das man sich keine Fehler erlauben darf.

Es ist nur die Frage wie man Fehler definiert.

Es ist ein Unterschied, ob man etwas einfach nicht abschätzen konnte,es nicht wußte, ob das einfach ein Risiko ist, oder ob man nachlässig vorgegangen ist.

Nachlässig darf man in der Tat in dem Beruf nicht werden und sicherlich muß man auch versuchen in gewisser Weise nicht durch die Routine den Kopf auszuschalten.

Wer den beruf wählt braucht mit Sicherheit auch eine Portion Idealismus, natürlich nicht so, das man selbst dran kaputt geht.

Aber die ungemeine Verantwortung, um die ich Ärzte nicht beneide (da bleib ich doch gerne der Pharmazie treu), muß man sich schon bewußt machen.

Vom Prinzip her, denke ich, meinen wir schon das gleiche, aber Dein Unterton war mir ein wenig zu cool.

Klar, es sollte über reelle Risiken nicht geschwiegen werden und sie sollten auch nicht als Pfusch dargestellt werden. Wo Menschen arbeiten passieren Fehler. Aber man darf die Verantwortung auch nicht zu "schön" reden.

Zum Thema: Ich denke nicht, das man einer größeren Gefahr ausgesetzt ist, wenn Studenten Untersuchungen durchführen. Im Gegenteil, 4 augen sehen mehr, und der Arzt wird ein besonderes Auge darauf haben, was der Student treibt.

K/ath4ibxaby


Interessant Eure Module, da muss man wohl erstmal durchsteigen, also Modul III ist dann wohl erstes klinisches Jahr, ähm oder so :-D

TLiggerZ12x3


Guten Morgen! *:)

Gibt ja doch mehr Medizinstudenten hier!

Naja, um mich noch einmal kurz zu fassen (die MC Fragen warten):

Ich denke, man muss einfach versuchen, möglichst wenige Fehler zu machen! Aber um das so hinzubekommen, muss man eben viel lernen und auch praktisch machen dürfen. Wie soll ich denn sonst später einen Ultraschall bei einer Schwangeren machen und dann feststellen, ob bei íhr irgendwas nicht stimmt!

Klar kann ich im Lehrbuch vieles anschauen und auch in meinen Kopf reinpauken, aber ich muss eben alles auch mal "live" sehen!

Naja, ich werd jetzt bissl fürs zweite kreuzen. Hab zum Glück keine Kurse mehr! :-o

Grüße Tigger

KSacthQi`babxy


Ich auch nicht, nur noch Kreuzen *G*

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