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Hysterektomie: Schwerbehindertenausweis beantragen?

bKöhset&anxte


sarah,

meine gm wurde vor 4 monaten mittels bauchschnitt entfernt.

carola.

Rke"tbzij310x7


@Sarah

Ich denke, dass hier keiner was dagegen gesagt hat oder sagt, dass man sich - wie du es getan hat - um Alternativen bemüht und für sich selbst dann diese Alternative wählt. Ich denke mal, dass viele Frauen sich vor der endgültigen Entscheidung, die GM entfernen zu lassen, auch Informationen geholt haben, ob und inwieweit es evtl. Alternativen gibt.

Wieso es nun hier zu dieser Diskussion geführt hat, ist doch letztendlich die Tatsache, dass eingangs die Frage nach einem Schwerbehindertenausweis gestellt wurde. An und für sich eine doch legitime Frage. Doch statt diese vernünftig zu beantworten, wurde man plötzlich "angegriffen", wie man nur auf die Idee eines GdB kommen könne, wo sich doch angeblich die Frauen ohne GM so wohl fühlen würden!

DAS nenne ich keine Antwort, sondern eher eine Art Provokation! Und ich gestehe, dass ich mich da mit "angegriffen" fühle, obwohl ich persönlich keinerlei Interesse an einem Schwerbehindertenausweis habe und auch keinen Antrag gestellt habe.

WIESO dürfen die Frauen, die sich aufgrund jahrelanger Qualen (und wer keinerlei Probleme mit seiner GM hat, kann hier überhaupt nicht mitreden), nach einer Hysterektomie nicht wohl fühlen, nicht glücklich sein?

Auch wenn wir schreiben "nie wieder Tampons, nie wieder Blutungen, keine Gedanken mehr wegen Verhütung etc." so sind das doch für uns nur nebensächliche Dinge, die wir positiv sehen. Wir haben uns die GM doch nicht aus DEN Gründen entfernen lassen!

Ich gebe den Zweiflern ja insoweit recht, als es hier in Deutschland sowie in anderen Ländern auch, vielleicht in manchen Fällen zu schnell geht mit der Aussage, die GM muß entfernt werden. Das ist aber nicht nur bei solchen OP der Fall.

Übrigens stimmt es nicht, dass eine Hysterektomie bei Myomen "definitiv nicht mehr notwendig ist". Es kommt dabei darauf an, wie die Myome gewachsen sind. Es gibt Fälle, da kommt weder eine Entfernung der Myome durch OP allein noch die Embolisation in Frage.

Übrigens ist die Embolisation auch nicht ungefährlich und in manchen Fällen muß nach der Embolisation trotzdem nach Wochen eine Hysterektomie gemacht werden. Die Schmerzen nach der Embolisation sind in den ersten Tagen bei weitem stärker als bei der Hysterektomie. Die Patientin ist zwar durchschnittlich nach 14 Tagen wieder "fit" in Form von belastbar, kann aber noch für einen längeren Zeitraum Schmerzen haben.

Die Embolisation dauert ca. 1-2 Std., eine vaginale Hysterektomie ist kürzer. Während der Embolisation werden starke Schmerzmittel gegeben, von denen ein Teil der Patientinnen noch ein paar Tage unangenehme Nebenwirkungen haben.

Der KH-Aufenthalt nach Embolisation dauert zwar nur 3-4 Tage, aber fit bist du danach nicht, sondern es dauert hier auch mindestens 14 Tage, bis man wieder belastbar ist. Wie es danach aussieht ist von Frau zu Frau unterschiedlich, genau wie bei einer Hysterektomie. Zwar sollte ich mich die ersten Wochen sehr schonen (also nicht schwer heben, den Haushalt mal Haushalt sein lassen etc. pp.), aber "fit" war ich schon 2 Tage nach der OP. Da Hysterektomien bereits seit vielen Jahren gemacht werden, hat man hier natürlich auch bereits Statistiken über sog. Spätfolgen. Die Embolisation hingegen wird erst seit wenigen Jahren praktiziert, bislang geht man davon aus, dass es hierbei zu keinen oder nur geringen Spätfolgen kommen kann. Die Radiologen selbst sagen aber diesbezüglich, dass hierzu noch gar keine relevanten Aussagen gemacht werden können.

Übrigens hatte mein FA mich diesbezüglich sehr gut aufgeklärt. Hätte ich nur ein Myom gehabt, hätte er mir entweder zur Entfernung des Myoms per OP (mit Erhalt der GM) oder Embolisation geraten. Bei mir waren noch andere Faktoren, die zur Entscheidung GM-Entfernung führten.

Du schreibst, dass du mit einigen gesprochen hast, die nach einer Hysterektomie Probleme hatten und deine Tante sich schon zum zweiten Mal die Blase anheben lassen mußte. Wie sah es bei ihr denn mit GM aus? So ist es ja auch so, dass wenn man z.B. eine GM-Senkung hat (wo dann ja auch oft eine Hysterektomie gemacht wird), die GM schon länger auf die Blase gedrückt hat, wodurch es später zu einer Blasensenkung führen kann. So wurde damals bei meiner Mutter nämlich direkt bei der Hysterektomie auch eine Blasenanhebung gemacht, weil sie zu lange gewartet hatte und die GM zu lange auf die Blase gedrückt hat.

Ich finde es gut, dass du dich persönlich um Alternativen für dich bemüht hast (schade, dass dein Arzt sich nicht so für dich eingesetzt hat) und ich finde es gut, dass du die für dich passende Alternative gefunden hast!

Was mich aber ärgert sind halt solche Äußerungen wie von Lampeter oder angeblich hilfreiche Links, in denen die Hysterektomie ja geradezu verteufelt wird (den Vergleich Hysterektomie mit einer Hodenentfernung beim Mann finde ich gelinde gesagt hahnebüchen, da wohl kaum eine Frau hergeht und nur aufgrund abgeschlossener Familienplanung zur GM-Entfernung greift und somit ein dementsprechender Hinweis, dass man einen Mann ja auch nicht zur Hodenentfernung raten würde nur weil die Familienplanung abgeschlossen sei absolut idiotisch ist), die mit der eigentlichen Fragestellung des Threads zudem überhaupt nichts zu tun haben :-/

Ich hoffe, du verstehst mich nicht falsch. Will dich hier keinesfalls angreifen @:)! Hätte ich "nur" Probleme mit einem Myom gehabt, hätte ich mich wahrscheinlich ebenfalls zur Embolisation oder eben zur "normalen" OP des Myoms entschieden. Meine Ausführungen zur Embolisation sollten nur zeigen, dass auch das kein "einfacher" Eingriff ist. Ich wünsche dir für deine bevorstehende Embolisation alles nur erdenklich Gute!

lg

Claudia

d3an@yca


Um arbeiten zu gehen muß ich erst einmal arbeitsfähgi werden. Das läßt jetzt seit zwei Jahren auf sich warten und momentan habe ich keine große Hoffnung. Stattdessen liege ich fast nonstop im Krankenhaus (schon seit monaten).

Der Pukt Job ist aber in der Tat wichtig. Ich denke, das einzige, wo es ein Vorteil ist, ist im Beamtentum, da die bevorzugt einstellen müssen.

snailobrwomdan


[fclaudia,[/b]

deinem Bericht ist abolut nichts mehr hinzuzufügen :)^ :)^. Sehr gut geschrieben. Auch ich finde es gut, dass Sarah und auch andere Frauen sich vor einer OP - welcher auch immer - informieren und nach Alternativen suchen. Ist ja auch legitim und hier in Deutschland dauert es ja immer etwas, bis sich neue Behandlungsmethoden durchsetzen. Nur so kann man sicher sein, das Richtige für sich zu tun. Und das haben bestimmt auch fast alle gemacht, die die GM-OP hinter sich haben. Natürlich gibt es immer OP's, die nicht optimal ablaufen. Aber das ist das Risiko bei jeder OP. Und ich gehe auch nicht freudestrahlend ins Krankenhaus und weiß schon, dass ich da eine große OP vor mir habe. Meine GM ist nach Aussage des FA kindskopfgroß, durchzogen von Myomen und Zysten. Die sitzt bis zum Bauchnabel hoch und macht dadurch natürlich große Probleme. Die Myome habe ich schon lange, nur waren sie bis vor ca. 2 Jahren immer "lieb" und haben keine Beschwerden verursacht. Ich hoffe sehr, dass nach der OP alles vorbei ist und bin da auch sehr zuversichtlich.

Ich persönlich finde auch die Beiträge von lampeter i.S. GM-Entfernung daneben. Sie schreibt leider sehr zynisch und das gefällt mir nicht :(v. Jede Frau entscheidet für sich und diese Entscheidung ist zu akzeptieren. Lampeter bringt hier einen Ton in die Diskussion, der nicht akzeptabel ist.

Sarah: Auch ich wünsche dir alles Gute :)* und würde mich freuen, wieder von dir zu lesen, wie es mit der Embolisation geklappt hat und wie es dir geht. Ich habe deinen Beiträgen schon entnommen, dass du nicht grundsätzlich gegen die GM-OP bist. Jeder Fall liegt auch anders. Sachliche Beiträge lese ich immer gerne

:-D.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende - hier im Norden regnet es; dann doch lieber Kälte und klarer Himmel -. Ich gehe jetzt noch einmal ins Bett und lese :)D - natürlich ohne den Kaffee ;-).

LG Petra

_ Saroaxh


@danyca

ich wollte Dir damit auch nicht den Mut nehmen. In anderen Firmen wird das vielleicht anders gehandhabt. Ich weiss nur, da wo ich mal arbeitete, wollte der damalig Chef nicht noch mehr mit Ausweis. Ganz einfach aus dem Grund, weil man die auch schwer wieder los wird.

Soweit ich das jetzt gelesen habe führt eine reine GM-Entfernung, also wenn man sonst nichts an "Behinderungen" hat, nicht dazu, dass man einen Ausweis bekommt.

Frag doch mal bei Deinem Arzt nach, die wissen sowas teilweise auch und ansonsten an das Versorgungsamt wenden.

LG

Sarah

d0any?ca


Ist ja ok. Ich habe meine GM noch - hoffentlich noch lange. Bei mir bestehen andere Beschwerden (eine Blasenlähmung und eine lähmung im linken Bein). Ich katheterisiere und habe ständig Infekte, ide auch die Nieren betreffen, was mich immer ins Krankenhaus bringt. Leider ist es nicht heilbar - die Spezialisten in Deutschland ahbe ich jetzt kennengelernt.

Was eine GM Entfernung mit ner Behinderung zu tun hat (es sei denn, es ist was grob schief gegangen, weshalb jemand ständig Schmerzen hat oder es ist ne Krebserkrankung) frag ich mich auch die ganze Zeit.

_"S\araEh


@rzi3107

Hallo,

und vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag. Du hast Recht, dass der Thread jetzt nichts mehr mit dem Ausgangsthema zu tun hat. Ich möchte Dir dennoch kurz antworten, auch wenn es jetzt o.T. ist.

Vielleicht war lampeters Aussage provokativ. Aber, nach allem, was ich bisher gelesen habe, ist es einfach keine Behinderung, genau aus dem Grund, man hat ja danach keine Behinderung. ABer da ich kein Fachmann bin, möchte ich da jetzt keine falschen Aussagen treffen. Am besten beim Versorgungsamt nachfragen, aber ich schätze, dass man keinen Ausweis bekommt.

Mein FA, bei dem ich mittlerweile nochmals war, wegen der Krankenhauseinweisung, hat mir gesagt, dass es sehr starke Schmerzen sein sollen. Ähnlich denen von Koliken. Aber das schreckt mich auch nicht ab. Die Aussicht, gleich wieder voll fit zu sein, ist mir einfach zu verlockend. Ich möchte ehrlich gesagt auch beruflich nicht solange ausfallen, das kommt hinzu. Aber vordergründig geht es um mich.

Als mir mein Gyn das kurz mitteilte, dass er mir, vor dem nächsten Einsetzen der Mirena, das empfehlen würde, war ich schon niedergeschmettert und dachte mir dann, naja, mit Verhütung und Periode hab ich dann wenigstens nichts mehr am Hut. Allerdings, als ich mir das dann alles so vorstellte hab ich mir gedacht, das muss doch auch noch anders gehen und hab mich halt im Netz informiert. (so bin ich übrigens auch auf diese Seite gestoßen)

Was genau bei meiner Tante war, das weiss ich nicht. So detailliert hab ich das nicht mehr in Erinnerung.

Ich weiß, dass die Embolisation nicht in allen Fällen gemacht werden kann. Aber das KH, mit dem ich ja schon einen Termin hatte, die meinten, dass das bei mir ginge. Und jetzt muss ich halt erstmal die Kostenfrage mit der Krankenkasse klären, danach einen Termin mit einem Krankenhaus vereinbaren. Dann werd ich sehen, was dabei rauskommt. Ich werde auf jedenfall davon berichten (dann aber ich richtigen, passenden Thread) wer weiss, vielleicht nützt das ja der einen oder anderen (zukünftig).

Bei mir geht es rein um Myome, sonst nichts. Von daher probiere ich das einfach aus.

LG

Sarah

_.Saxrah


@Perta

es gibt Krankheitsbilder, wo es nicht anders geht, dann würde ich es auch machen lassen. Zumal ich auch mit der Familienplanung durch bin. Aber ich bin davon überzeugt, dass bei mir die Embolisation funktioniert.

Mein Gyn versucht mir die Embolisation auszureden. Und führt u.a. auch dies als Grund an. Bei Frauen, die noch Kinder möchten, ginge es um den Erhalt der Gebärmutter. Außerdem hat er mich auf die starken Schmerzen hingewiesen. Gut, das ist seine Aufgabe. Er meinte noch, dass er glaubt, dass das bei mir nicht geht (Embolisation) aber das möchte ich dann wirklich von den Fachleuten im KH abchecken lassen. Die eine Klinik hat mir ja schon bestätigt, dass es geht, allerdings ohne Untersuchung, nur am Telefon mit den Fakten von mir.

Schließendlich birgt jede OP ein Risiko. Sicherlich auch die Embolisation. Diese Methode gibt es in DE scheinbar erst seit 6 Jahren, deshalb kann man darüber hinaus logischerweise keine Aussagen treffen. Ich habe nur gelesen, dass bei diesen Frauen in der Zeit keine Myome mehr nachwuchsen.

Aber ich werde auf jedenfall Bericht erstatten, was aus meinem Wunsch-OP-Ziel geworden ist. Kann ja auch sein, dass ich schon an der Krankenkasse mit der Kostenübernahme scheitere, obwohl, da würde ich drum kämpfen.

LG

Sarah

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