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Frauen in Narkose ohne Einwilligung gynäkol. untersucht

l+ampe}ter


@Vincinette

Es scheint diese Narkoseuntersuchungen wirklich zu geben.

Ich habe im Gyn-OP grarbeitet-da gab es sowas nicht!

Andere Schwestern und Ärzte in anderen Foren haben diese Praktiken(leider) bestätigt.

@Thomasia

Das scheint,dem Namen nach,wieder ein Bericht aus den USA zu sein.

Ich finde es auch sehr schwer,wenn man unvorbereitet in so eine Situation gerät,sich zu wehren.

Meist wird einem hinterher erst klar,was da abgegangen ist.

Ich hatte auch in den letzten Monaten mit diversen dummen Bemerkungen von FÄ zu kämpfen.Für den Moment war ich auch wie vor den Kopf geschlagen.Hinterher wurde mir erst richtig bewusst,WIE unverschämt die Fragen waren und mir sind 1000 Sachen eingefallen,die ich hätte antworten können.

TEhomaxsia


@lampeter

Der obige Bericht stammt nicht aus den USA, sondern vom 'British Medical Journal' (bmj), einer renommierten Ärztezeitschrift in Großbritannien.

Interessant ist auch folgender Report zu diesem Thema:

[[http://www.cbdsm.org/index.php?page=news&headlineid=11]]

Sinngemäße Übersetzung:

"Medizinstudenten wurden dazu befragt, inwieweit sie es erforderlich hielten, die Zustimmung der betreffenden Frauen einzuholen, bevor diese unter Narkose zu Lehrzwecken von praktizierenden Studenten gynäkologisch untersucht werden.

Das paradoxe Ergebnis war:

Mit zunehmender Semesterzahl haben die praktizierenden Gynäkologenanwärter die Zustimmung der betreffenden Patientinnen für immer weniger erforderlich gehalten."

Schlussfolgerung:

Je weiter ein Gynäkologe in seinem Ausbildung fortgeschritten ist, desto eher ist er - statistisch gesehen - bereit, sich über grundlegende Menschenrechte hinwegzusetzen.

l(ampexter


@Thomasia

MICH brauchst Du nicht zu überzeugen,dass es diese Untersuchungen gibt!

Verwunderlich ist nur,dass Berichte immer aus dem Ausland kommen,aber nie aus D.

Ich muss ehrlich sagen in USA +GB wundert mich sowieso nichts.Ich habe eine Freundin in Wales.Dort werden die PAP -Abstriche von den Schwestern gemacht.

Und ich frage mich zum 100.Mal:Warum geht sowas nicht hier durch die Presse ???

Wenn ich es selber so erlebt hätte im OP würde ich versuchen mit irgendeiner renomierten Zeitung Kontakt aufzunehmen.

Aber in Öffentlichkeit gibt das sowieso keiner zu.Ich habe auch schon einen FA direkt drauf angesprochen.Seine Antwort:So können Sie das nun aber nicht darstellen.

THho~masxia


@lampeter

Zur unterschiedlichen Beachtung von Menschenrechten -

Vergleich zwischen England und Deutschland:

In seinen Richtlinien legt das "Royal College of Obstetricians and Gynaecologists" folgendes fest:

[[http://www.rcog.org.uk/index.asp?PageID=478]]

"Obtaining valid consent"

Clinical Governance Advice No.6, October 2004:

(dort die pdf-Datei hochladen):

Seite 4 unten:

"Bei Durchführung vaginaler Untersuchungen an Patientinnen unter Narkose durch Studenten ist zuvor eine schriftliche (!) Zustimmung der betreffenden Patientin einzuholen" (‚...written consent must (!) be obtained for pelvic examination of anaesthetisised women‘)

Im Gegensatz hierzu die Äußerungen eines deutschen Arztes zu diesem Thema:

[[http://www.gyn.de/forum/topic.php3?action=show&ID=537023&beg=50&CountB=5]]

Gustav am 11.4.06:

"Wenn man in einem akademischen Lehrkrankenhaus behandelt wird, steht einem die ganze medizinische Kompetenz einer solchen Einrichtung zur Verfügung. Als Gegenleistung ist man einverstanden, dass Studenten und Assistenzärzte am eigenen Fall lernen dürfen, sei es durch das Studium der Krankengeschichte, durch das Betrachten von Röntgenbildern, eine Untersuchung bei Bewußtsein oder in Narkose oder durch Assistenz bei der Operation."

"Leider ist in unserer ach so aufgeklärten Welt die Prüderie wieder auf dem Vormarsch. Ich kann wirklich nicht verstehen, wie manche Frauen glauben, dass sich an ihren Genitalien jemand aufgeile, noch dazu in der Stresssituation eines Krankenhauses und der erbarmungslosen Hierarchie. Der Student oder Assistent hat mehr Angst vor seinen Chefs als dass er nur den Gedanken an Erotik haben könnte. Eine Vagina und ein paar Schamlippen sind auch nur Muskeln und Bindegewebe, nur aus Tradition mit Scham behaftet. "

Das Einverständnis gibt man zu solchen Untersuchungen, wenn man sich in ein akademisches Lehrkrankenhaus legt. Mein alter Chef hat Patienten, die nicht von Studenten oder jungen Ärzten untersucht oder befragt werden wollten, sofort nahegelegt, das Haus zu verlassen."

Hierzu schreibt Kathy2 am 11.4.06:

"..ich habe nie davon gehört, dass Frauen darüber aufgeklärt werden, dass sie u.U. in narkotisiertem Zustand von einem angehenden Arzt (oder gleich mehreren) zu Übungszwecken untersucht werden. Da könnte ein bisschen mehr Aufklärung nicht schaden, denn woher soll man das wissen, wenn man nicht selber im Krankenhaus arbeitet? Und dann kann man sich als Patient entscheiden, ob man damit einverstanden ist oder nicht und sich gegebenenfalls eine andere Klinik suchen.

Irgendwo hat hier eine Frau geschrieben, dass sie sich missbraucht fühlen würde, wenn ihr so etwas ohne ihre Einwilligung passiert wäre. Ich finde dieses Wort trifft es ziemlich gut.

Vielleicht kannst du das als Mann nicht so ganz nachvollziehen - aber mit Prüderie hat das bestimmt nichts zu tun."

Gesamter Faden zu diesem Thema:

[[http://www.gyn.de/forum/topic.php3?action=show&ID=537023]]

lua;mpetexr


@Thomasia

Ich habe den ganzen Faden auf [[http://Gyn.de]] mitdiskutiert(anderer Nickname ;-D)

Wie gesagt,MICH musst Du nicht(mehr)überzeugen!

Da war ja sogar ein (angeblicher)Arzt ,der in einer unglaublich arroganten und selbstherrlichen Art seine Meinung zu diesem Thema geäußert hat.Ich glaube,Du hast ihn oben sogar zitiert.

TIhomawsia


@ Lampeter

Die rotzige Art und Weise, wie dieser Arzt die Bedenken der betreffenden weiblichen Diskussionsteilnehmerinnen niedergebügelt hat, fand ich bemerkenswert (meines Erachtens durchaus authentisch - kein Fake!). Bemerkenswert auch die hier wieder bestätigte Bereitwilligkeit von Frauen, ihre intimsten Körperteile jeglichem Medizinstudenten ‚alleruntertänigst - zu Lehrzwecken‘ zur Verfügung zu stellen.

lyamp)etxer


@Thomasia

Frauen müssen eben (wieder) lernen Nein zu sagen.

Es fängt doch damit an,dass heute in den Schulen Flyer verteilt werden,die Mädchen auffordern ab einem bestimmten Alter zum FA zu gehen,um zu gucken "ob da unten alles in Ordnung ist".Was soll da nicht in Ordnung sein?Jungen werden zu solchen fragwürdigen Untersuchungen nicht gebeten.

Einem Mädchen wird also jedes Gefühl für seinen Körper abgesprochen und das sezt sich dann so fort

Es ist wohl ab einem bestimmten Alter so,das man nicht "dazu gehört",wenn man noch nicht beim FA war.

Ich sehe das bei Freundinnen,die Töchter,die so alt sind,wie mein Sohn (15)

TYhomaxsia


@ Lampeter

... auch wenn das jetzt ein wenig vom eigentlichen Thema abschweift:

In der von Petra Kolip herausgegebenen Zusammenstellung "Weiblichkeit ist keine Krankheit" äußert sich Bettina Schmidt sehr kritisch zu diesem Thema:

"Die gründliche Betrachtung mädchengynäkologischer Fachliteratur legt teilweise den Verdacht nahe, dass die Etablierung der Mädchengynäkologie weniger medizinischen Erwägungen geschuldet ist, sondern vielmehr ein Versuch der Rekrutierung einer zusätzlichen "behandlungsbedürftigen" Zielgruppe ist." (Seite 55)

Schon in frühen Jahren werden also die Frauen in-doc-triniert, sich ihr Leben lang von Gynäkologen "be-hand-eln" zu lassen, auch wenn sie überhaupt nicht krank sind.

T6ho'masixa


Weiterführung dieser Diskussion

Diese Diskussion wird derzeit auch auf dem Frauenarztforum von [[http://brigitte.de]] - Gesund & fit - geführt - mit vielen interessanten Beiträgen:

[[http://www.brigitte.de/forum/showflat.php?Cat=0&Board=frauenarzt&Number=1977107&page=0&view=collapsed&sb=5&;o=&fpart=5]]

MvonnaLxisa35


Menschenrechtsverletzungen

Diese unsäglichen Skandale werden wohl erst dann aufhören, wenn die dafür verantwortlichen Gynäkologen-"Halbgötter" endlich von ihren Podesten heruntergestoßen und durch weibliche Gynäkologie-Professorinnen ersetzt werden; diese sind hier leider immer noch in einer verschwindenden Minderzahl, weil die betreffenden Herren ihre Macht über das weibliche Geschlecht mit Zähnen und Klauen verteidigen.

s=ailor~womaxn


MonaLisa,

ich bin vor Jahren einmal in der Uni-Klinik in Lübeck von einer Frauenärztin untersucht worden. Sie war grob und sehr unfreundlich - hätte mehr zur Bundeswehr gepasst -. Ich kann nur sagen, das mir dies bei einem Mann noch nie passiert ist. Dabei ging es nur darum, dass sie feststellen sollte, ob aufgrund vorhandener Myome eine Schwangerschaft ohne weiteres möglich war. Aber ihr war mein Alter schon zuviel - ich war damals 35 - und das hat sie mir auch deutlich gesagt. Frauen sollen nicht erst so spät schwanger werden sondern dann, wenn noch alles in Ordnung ist. Ist fast wortwörtlich so gesagt worden. Ich war so perplex, dass ich gar nichts sagen konnte. Beim nächsten Mal hatte ich dann noch einmal eine Ärztin, die jünger und sehr nett war. Ich bin seit Ewigkeiten bei einem FA in Behandlung und habe nur gute Erfahrungen gemacht. Ich mag diese Pauschalurteile über Ärzte nicht. Es gibt von jeder Sorte gute und schlechte. Ich glaube nicht, dass man das vom Geschlecht abhängig machen kann. Meine Tochter hat auch gerade zum ersten Mal ihre Tage bekommen. Ich würde im Leben nicht auf die Idee kommen, mit ihr zum FA zu gehen um nachgucken zu lassen, ob alles in Ordnung ist. Es liegt doch an uns Frauen, wie wir mit unserem Körper umgehen. Aber gleich zu unterstellen, dass die - hier ja besonders die männlichen - Ärzte unsere Menschenrechte verletzen, halte ich doch für ziemlich übertrieben. Mir haben Ärzte jedenfalls schon sehr geholfen und dafür bin ich mehr als dankbar.

Petra

M<onadLisxa35


"Menschenrechtsverletzung"

@sailorwoman:

"..Aber gleich zu unterstellen, dass die - hier ja besonders die männlichen - Ärzte unsere Menschenrechte verletzen, halte ich doch für ziemlich übertrieben. Mir haben Ärzte jedenfalls schon sehr geholfen und dafür bin ich mehr als dankbar."

Zur Klarstellung:

Mit dem Wort "Menschenrechtsverletzung" habe ich mich ausschließlich darauf bezogen, dass weibliche Patientinnen unter Narkose von Medizinstudenten zu Lehrzwecken gynäkolgisch untersucht werden, ohne dass sie diesbezüglich gefragt oder informiert wurden/werden.

Ich wäre Dir hier schon sehr dankbar, wenn Du mich nicht falsch zitierst, so als hätte ich geschrieben, jede sinnvolle medizinische Hilfe durch einen männlichen Gynäkologen sei eine Menschenrechtsverletzung.

sLaCilorvwomxan


MonaLisa, dass du Probleme mit Frauenärzten hast, ist ja wohl eindeutig (siehe deinen neuesten Faden). Ich habe dich so zitiert, wie ich deinen Beitrag verstanden habe und stehe dazu. Ich habe dein Posting schon sehr genau gelesen. Grausig, was es für verquere Einstellungen gibt.

MVojnaLi|sa35


Menschenrechtsverletzungen

@sailorwoman:

"...Grausig, was es für verquere Einstellungen gibt."

Hallo sailorwoman,

ich kann nicht nachvollziehen, was an meiner Einstellung "verquer" sein soll, wenn ich es mit den Menschenrechten von Frauen etwas genauer nehme als Du dies anscheinend tust.

Und ich bin überzeugt davon, dass diese Entwürdigungen von Frauen unverzüglich aufhören werden, sobald qualifizierte Frauen wieder das Ruder in die Hand nehmen im Hinblick auf Geburtshilfe und Frauenkrankheiten.

sWailo rwoman


MonaLisa, hoffen wir mal im Sinne der Frauen, dass du nicht eine dieser "Retterin" sein wirst. Ich bin sehr dafür, die Würde der Menschen, also der Frauen und Männer, zu achten. Du disqualifizierst dich durch deine Äußerungen selbst. Ich höre mir gerne die unterschiedlichsten Meinungen von Leuten an, aber dann bitte sachlich und freundlich vorgetragen. Schade, dass du nur angreifen kannst. Und unterstell du mir bitte nicht, ich würde die Menschenrechte der Frauen nicht ernst nehmen. Wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner: Du hast deine Sicht der Dinge und ich die meine. Ich will das hier nicht weiter ausführen, denn sonst wird dieser Beitrag am Ende doch noch unfreundlich. Und das wollen wir im Sinne der Menschenwürde doch beide nicht.

In diesem Sinne, behalte deine Toleranz ;-)

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