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Tampon?

MRela{n2ie82 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich habe mal eine Frage und vieleicht kann sie mir einer beantworten. Mir wurde letzte woche der Blinddarm entfernt und ich hatte zur selben Zeit meine tage. Als das Pflepersonal mich für die OP vorbereitet hat habe ich ihnen das gesagt und sie haben wir einen tampon gegeben den ich während der OP tragen durfte,sonst trage ich immerminden aber die waren ja verboten. Als ich nach der OP aufwachte in meinem Zimmer merkte ich das ich im schambereich und oberschenkel Blut verschmiert war und auch keinen tampon mehr hatte. Mir konnte aber kaeiner sagen wo der tampon geblieben ist,stadessen wurde ich wegen der sauerei angemault. Meine frage deshalb,auch wenn sie blöd ist haben die mir den tampon entfernt?das Netzhöschen haben sie mir auch entfernt.

Antworten
Adkay


:-o

Das is ja krass! Mir steht ja grad mal der Mund offen! Naja sie müssen ihn dir wohl entfernt haben, sonst wär er ja noch da! Aber auch wenn man einen Tampon rauszieht, ist man nicht blutverschmiert....merkwürdig....

oarsBhixld


das klingt für mich nach Durcheinander und mangelndem Informationsfluss. Da wusste wohl einer von anderen nicht, was er tat?

Und: Netzhose im OP? habe ich das richtig verstanden? Wo bleibt da die Sterilität.

Und das Pflegepersonal hätte wissen müssen, dass du deine Tage hast.

Alleine, um auf Tamponwechsel zu achten, was man nach einer OP ja nicht unbedingt selber tut (daran zu denken)

Und allemal hätten sie wissen müssen, wo der Tampon abgeblieben ist - Respektive: Sie hätten dir im Aufwachraum Binden vorlegen müssen.

Was den verschwundenen Tampon angeht: Vielleicht hat der Anesthesist die Entfernung angeordnet.

Falls er unter der Narkose aus irgendeinem Grund eine verstärkte Blutung befürchtete (z.B. wegen Blutverdünnung) wollte er deine Monatsblutung möglicherweise im Auge behalten.

Immerhin wusste er über deine Periode bescheid, wenn es denn so war, und war somit informierter als deine Pflegekräfte.

H^ummel2fl&uxg


@ orshild:

Kein Anästhesist kontrolliert während der Narkose die Gerinnung über die Periode der Patientin. Also wenn es da Probleme geben sollte - was eigentlich nicht plötzlich der Fall sein kann, weil unter der Narkose bei einer Appendektomie keine Antikoagulanzien verabreicht werden und auch keine Stoffwechselprozesse oder ähnliches das auslösen können - würde der Chirurg an der OP-Wunde ziemlich schnell merken, wenn was mit der Blutung nicht stimmt. Zwischen die Beine wird da keinem geguckt.

k{r@oellCeborxa


Mal ganz abgesehen davon, dass die Regelblutung unabhängig vom Blutkreislauf läuft und Antikoagulantien keinerlei Einfluss darauf haben.

Austixona


Ist ja krass! Ich möchte niee ins Krankenhaus!! Warum MAULT einen das Pflegepersonal an?? Hirn!!:°(

Gxretcchen


Die Netzhose hast Du nur vor der OP an - während der Op wird sie dir ausgezogen - manchmal bekommt man sie nach der OP wieder an.

Der Tampon, vielleicht war er voll und wurde deswegen entfernt ??? Vielleicht ist die Binde beim Bettenwechsel verloren gegangen ??? Würde mir da keinen Kopf drum machen....

ojrshxild


Der Tampon, vielleicht war er voll und wurde deswegen entfernt Vielleicht ist die Binde beim Bettenwechsel verloren gegangen Würde mir da keinen Kopf drum machen...

...ich schon, wenn ich deswegen vom Personal, das über mich und meinen Zustand Bescheid wissen sollte, angemault werde.

Und was die Blutung unter der Narkose betrifft - ohne jetzt großartig fachsimpeln zu wollen, weil das hier sicher nicht so interessiert -:

Da können schon verstärkte Blutungen aus der Gebärmutter auftreten, weil sich die Muskulatur wegen der Narkotika nicht gut zusammenzieht.

In manchen Häusern wird deswegen, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, gar nicht operiert, solange die P. menstruiert.

Manche Anesthesisten sind derart penibel, dass sie einen äußersten Sicherheitsstandard verlangen, wo andere wiederum einfach nur abwinken.

Antikoagulantien - wen es interessiert: sind blutverdünnende Medikamente.

In manchen Häusern werden sie auch bei dem kleinsten Eingriff vorab gespritzt. Das beugt Thrombosen vor.

HIummelrfluxg


Hallo Kroellebora,

naja, so kann man das auch nicht sagen. Gerinnungshemmer haben auch einen Einfluss auf die Regelblutung. Darum ist z.B. Aspirin als Schmerzmittel bei Regelschmerzen kontraindiziert.

Grüßli

Hummelflug

kKroelSleboxra


Hallo Kroellebora,

naja, so kann man das auch nicht sagen. Gerinnungshemmer haben auch einen Einfluss auf die Regelblutung. Darum ist z.B. Aspirin als Schmerzmittel bei Regelschmerzen kontraindiziert.

Grüßli

Hummelflug

Zwischen Aspirin und Marcumar/Heparin ist aber auch noch ein himmelweiter Unterschied.

Siehe hier:

Marcumar ist ein Vitamin K-Gegenspieler. Vitamin K wird aber in der Gerinnung, die wie eine Kettenreaktion über mehrere Stufen abläuft, gleich an mehreren Stellen gebraucht. Daher bewirkt Marcumar eine tiefgreifende Veränderung der Gerinnung, die auch nach Absetzen des Medikamentes noch tagelang anhält. Das Gefährlichste an Marcumar ist aber die Tatsache, dass man die Wirkung, also die Gerinnungshemmung nicht ohne Weiteres aufheben kann. Falls es zu einer Blutung kommt, die man stillen will, kann man Vitamin K spritzen, aber es wird rund 4 Stunden dauern bis es wirkt. In der Zeit kann der Patient verblutet sein.

Ganz anders bei Heparin. Es verhindert die Gerinnselbildung in der Ader, aber eine Blutung kommt trotzdem zum Stillstand. Daher kann man nicht operieren, wenn einer Marcumar nimmt, aber jede Menge Heparin spritzen und trotzdem operieren, Zähne ziehen usw. Heparin wird beim operieren in verschiedene Infusion mit hinein gegeben, z.B um Katheterspitzen frei zu halten, an denen sich sonst Gerinnsel bilden würden. Heparin wird bei Gefäßoperationen direkt in die Ader gespritzt, damit sich dort im Gefäß keine Gerinnsel bilden, das alles ohne auch nur eine merkbare Butungsneigung auszulösen.

Und ASS ist wieder ganz anders. Es hemmt die Verklumpung der Blutplättchen, die für die Gerinnung gebraucht werden. Daher muss ASS etwa 8 Tage vor einer Operation abgesetzt werden, sonst kann es zu Problemen mit endlosen Blutungen kommen. Typisch ist dabei, dass es "aus allen Poren schweißt". Das muss man sich so vorstellen, dass es im OP-Gebiet tatsächlich aus jeder kleinen Lücke ganz hellrot zu bluten anfängt. Mengenmäßig ist das meist nicht viel, aber es will gar nicht wieder aufhören.

Marcumar, Heparin und ASS sind also grundverschieden. Die wichtigsten Anwendungsgebiete auf einen Blick:

Marcumar: tiefgreifende Langzeit-Gerinnungshemmung. Muss vor dem operieren abgesetzt werden bis der Quick über 50% ist.

Heparin: Verhindert die Entstehung von Gerinnseln in den Adern (Arterie und Vene). Macht keine Probleme beim operieren. Im Gegenteil: wird bei vielen Operationen für 3-8 Tage eingesetzt, damit es nicht zu Gerinnungs-Komplikationen kommt.

ASS: Wirkt hervorragend in den Schlagadern (Arterien), aber nicht in den Venen. Hat eine Menge von Wirkungsansätzen, z.B. zur Vermeidung eines Herzinfarktes, gegen Kopfschmerzen, bei Venenentzündung.

AUSTAUSCHBARKEIT

ASS kann null das bewirken, was mit Marcumar oder Heparin erreicht wird (andere Baustelle).

Heparin kann sehr wohl statt Marcumar gegeben werden und ist in entsprechender Dosierung eine vollwertige Alternative. Nachteile: Muss gespritzt werden, ist sehr teuer, hat vor allem auf Dauer unerwünschte Wirkungen. Daher ist Heparin ideal für die Kurzzeittherapie oder einige Tage der Vorbeugung.

Marcumar ist billig, gut verträglich und kann geschluckt werden. Nachteile: Der Quickwert muss oft kontrolliert werden, bei Unfällen besteht die Gefahr der (inneren) Verblutung, man muss sich mit dem Essen ein wenig umstellen.

Wurde von saba71 in einem anderen Thread gepostet.

Deshalb hat Aspirin einen Einfluss auf die Regel, aber Heparin und Marcumar noch lange nicht. Da müsste ja jede von uns Marcumarlern bei jeder Regelblutung verbluten ;-)

kXrcoellexbora


Antikoagulantien - wen es interessiert: sind blutverdünnende Medikamente.

In manchen Häusern werden sie auch bei dem kleinsten Eingriff vorab gespritzt. Das beugt Thrombosen vor.

Irrtum, Antikoagulantien sind nicht blutverdünnend, sondern gerinnungshemmend. Da ist ein Unterschied. Das Blut ist ja nicht blößlich eine dünne, wässrige Soße, sondern die Zeit der Gerinnung ist verlangsamt.

Vor OPs wird meistens Heparin gespritzt. Siehe dazu meinen oberen Beitrag.

k&roe$lleboxra


blößlich

= plötzlich

oHr!shixld


Irrtum, Antikoagulantien sind nicht blutverdünnend, sondern gerinnungshemmend

...unter Blurverdünnung - so asgt man auf deutsch zu den Leuten - versteht man eine Gerinnungshemmung.

Wo hast du das bloß her - dass das keine Blutungsgefahr besteht?

das ist nämlich quatsch. Und kommt auf die Dosis an.

Heparin in hohen Dosen kann bis hin zu Organblutung führen.

Die Dosis vor der OP zur Verhütung von Thrombosen allerdings führt nicht zu verstärkter Blutung der Wunde. Im Normalfall nicht.

Sollten dem Anästhesisten allerdings bedenken kommen - und das war hier die Frage - will er neben der OP - Wunde sicher auch die Monatsblutung beobachten.

Allerdings glaube ich nicht, dass das der Grund zur Tamponentfernung war.

Siehe auch meine Ansicht oben (verstärkte Blutungsgefahr allgemein unter Narkose - und dann kommt es auf die Gewissenhaftigkeit der Überwachung an)

k^roe/l$l{eboxra


Das hab ich daher, dass ich vor 14 Monaten mit mehrfacher Gehirnthrombose und Hirnblutung im Krankenhaus war und nach zwangsweisem Absetzen der Pille noch auf der Intensivstation eine Abbruchblutung bekommen habe.

Damals haben mir alle Ärzte gesagt, dass das Heparin keinen Einfluss darauf hat, weil es im Venen- und Arterienkreislauf wirkt und die Gebärmutter, aus der die Regelblutung ja kommt, nicht direkt angeschlossen ist.

Natürlich kommt es auf die Dosierung an, denn wenn Venen platzen, kann es natürlich auch zu inneren Blutungen kommen, aber das wär grob fahrlässig, bei einer Op eine derartige Dosis zu verabreichen!!!

Jetzt erklär du mir mal bitte, woher du den Mist mit der Kontrolle der Blutgrinnung über die Regelblutung hast ???

Und zum Thema Blutverdünnung: Der Begriff ist reine Leuteverdummung und macht Leuten, die die Zusammenhänge nicht verstehen, Angst!

Das Blut wird nun mal NICHT verdünnt, sondern nur die Gerinnung verlangsamt (und das kapiert jeder, der das in der 8. Klasse in Bio hatte!!!)

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema: Vielleicht war ja zwischendurch Schichtwechsel, so dass sie in der letzten Schicht den Tampon (hat wahrscheinlich schon das Netzhöschen eingesaut) entfernt haben (ist ein Dreck gegen einen Katheder oder derartiges)

und dann irgendwelche Unterlagen ins Bett gemacht haben. Binden sind schwieriger zu verpassen, wenn der Patient nicht mitarbeitet.

oGr(shtild


und die Gebärmutter, aus der die Regelblutung ja kommt, nicht direkt angeschlossen ist.

...nein, die Gebärmutter hat einen Extraanschluss. :-/ Sicher :-/

denn wenn Venen platzen, k

bitte ??? - von Heparin ;-D

etzt erklär du mir mal bitte, woher du den Mist mit der Kontrolle der Blutgrinnung über die Regelblutung hast

8 Jahre Gyn-Fachklinik. da wird öfter mal so'n Mist gebracht 8-)

Der Begriff ist reine Leuteverdummung und macht Leuten, die die Zusammenhänge nicht verstehen, Angst!

Das Blut wird nun mal NICHT verdünnt, sondern nur die Gerinnung verlangsamt (und das kapiert jeder, der das in der 8. Klasse in Bio hatte!!!)

...klar, sie fürchten sich zu Tode. Und sie wären begeistert, wenn mal einer so richtig fach-chinesisch mit ihnen reden würde.

Übrigens: Meistens erklärt der Arzt das mit der Gerinnung schon genau - der Patient bringt das dann für sich auf den Punkt und spricht einfachheitshalber weiter von Blutverdünnung.

Binden sind schwieriger zu verpassen, wenn der Patient nicht mitarbeitet.

Für dich vielleicht -da scheinen dir ein paar professionelle Griffe zu fehlen.

Ich verspreche dir, dir im Tiefschlaf und im handumdrehen eine Binde zu verpassen - jede Größe, jede Länge. Null Problem.

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