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"Weiblichkeit ist keine Krankheit"

M<onaBLisoa3}5 hat die Diskussion gestartet


... so heißt der Titel eines Buches von Petra Kolip, in dem sie sich kritisch auseinandersetzt mit den vielen unnötigen gynäkologischen Untersuchungen - gerade bei jungen Frauen und Mädchen.

Nach Veröffentlichungen der Weltgesundheitorganisation (WHO) und "pro familia" gibt es kein Erfordernis für eine gynäkologische Untersuchung, wenn Mädchen oder junge Frauen die Pille haben wollen:

[[http://www.sextra.de/main.html?page=2006]]

"Auf einen einfachen Nenner gebracht kommt die WHO-Studie zu dem Ergebnis, dass eine routinemäßige gynäkologische Untersuchung vor der Pillenverordnung nicht dazu beiträgt die Sicherheit zu erhöhen oder Erkrankungen festzustellen, die eine Kontraindikation für die Pille wären.... Die gynäkologische Untersuchung gibt keine Antwort auf die Frage, ob die Pille verordnet werden kann oder nicht, sie muss nicht mit der Pillenverordnung verknüpft werden. Vor der Verordnung ist eine gründliche Eigenanamnese und auch Familienanamnese und gegebenenfalls eine internistische Untersuchung (v.a. die Blutdruckmessung) wichtiger und sehr viel aussagekräftiger was Kontraindikationen betrifft. Cardiovaskuläre Erkrankungen wie Hochdruck und tiefe Venenthrombosen, Risikofaktoren wie Alter und Rauchen, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, cerebrale Durchblutungsstörungen, Migräne und Lebererkrankungen entscheiden v.a. darüber, ob eine Frau hormonell verhüten kann.

Nach der WHO muss hinterfragt werden, warum die gynäkologische Untersuchung vor der Pillenverordnung in einigen Ländern, auch in Deutschland, routinemäßig durchgeführt wird. Von der WHO wird sie als unnötig beurteilt.

Unserer Meinung nach würden sich v.a. junge Frauen wahrscheinlich rechtzeitig und auch regelmäßiger die Pille verschreiben lassen, wenn die Schwelle sie zu bekommen niedriger wäre.

Der Gang zum/zur Hausarzt/in oder Internisten ist für die meisten leichter und mit weniger Ängsten und Schamgefühlen behaftet, als der zum/zur Gynäkologen/in."

Antworten
lCuluxisa


Ja und ??? :-/

mYel80x0


Die gynäkologische Untersuchung gibt keine Antwort auf die Frage, ob die Pille verordnet werden kann oder nicht, sie muss nicht mit der Pillenverordnung verknüpft werden. Vor der Verordnung ist eine gründliche Eigenanamnese und auch Familienanamnese und gegebenenfalls eine internistische Untersuchung (v.a. die Blutdruckmessung)

Ich stimme die Ansichten in diesem Buch voll zu.

Nachdem ich in anderen Threats mein Problem mit den FÄ angesprochen habe, muss ich außerdem sagen, dass ich persönlich solche Untersuchungen (außer vielleicht den Ultraschall) eher sinnlos finde.

Gerade auch was die Abstriche betrifft, bezweifle ich dieses Ganze Getue bei den Gyns. Vor allem sehr junge Mädchen gehen hin, weil sie eben die Pille möchten. Ich denke, dass ein guter Internist oder auch Allgemeinmediziner, der die junge Patientin schon jahrelang kennt besser das Risiko/Nutzen - verhältnis abwägren kann, als ein Gyn, der das Mädchen zum ersten Mal sieht.

GMrestchexn


Unserer Meinung nach würden sich v.a. junge Frauen wahrscheinlich rechtzeitig und auch regelmäßiger die Pille verschreiben lassen, wenn die Schwelle sie zu bekommen niedriger wäre.

Der Gang zum/zur Hausarzt/in oder Internisten ist für die meisten leichter und mit weniger Ängsten und Schamgefühlen behaftet, als der zum/zur Gynäkologen/in."

??? ?? Wenn Frau/Mädchen sich schon vor einem Gynbesuch "fürchtet" sollte sie noch keinen Sex haben.... dann stimmt da was nicht.

Die gynäkologische Untersuchung gibt keine Antwort auf die Frage, ob die Pille verordnet werden kann oder nicht, sie muss nicht mit der Pillenverordnung verknüpft werden.

??? ? Also ist es egal ob Frau/Mädchen missgebildete Eierstöcke hat oder eine nicht intakte Flora oder Probleme mit der Gebärmutter oder oder oder ??? ? Sorry kapier ich nicht, bevor Frau/Mädchen anfängt zu verhüten sollte die Frage nach der organischen Gesundheit doch wohl gestellt werden....

Vor der Verordnung ist eine gründliche Eigenanamnese und auch Familienanamnese und gegebenenfalls eine internistische Untersuchung (v.a. die Blutdruckmessung.....

Ist doch Standart...kenn ich zumindest so.

Aykash1a767


Ich finde es auch sinnvoll, dass man bevor man mit der Pille anfängt erstmal zu FA muss. Gerade weil viele Mädels diese Angst und Schamgefühle haben. Das Verschreiben der Pille incl. Untersuchung ist ziemlich harmlos und bietet eine gute Gelegenheit zu erkennen, dass Angst und Scham vor FA unbegründet sind. So ist die Schwelle, wenn man mal wirklich krank ist, viel geringer.

Die Pille hat viele Riskien und NW. Deshalb finde ich es wichtig, dass man umfassend beraten wird (was leider bei den wenigsten FA der Fall ist) und auch regelmäßg kontrolliert wird, ob alles in Ordnung ist.

fIlunseyrl


Also ich bin auch der Meinung, dass man da vorher schon mal zu ner Untersuchung hinmüssen sollte. Sonst kann man die Pille ja gleich rezeptfrei hergeben.

MaondInBlaXuemWa1sxser


Äh

Vor der Verordnung ist eine gründliche Eigenanamnese und auch Familienanamnese und gegebenenfalls eine internistische Untersuchung (v.a. die Blutdruckmessung...

Ist doch Standart... kenn ich zumindest so

Schön wärs..Ich war bei insgesamt 6 verschiedenen Gyns und nur EIN EINZIGER (anhand eines Fragebogens,den jede Patientin vor ihrem ersten Besuch ausfüllen muss)Gyn hat mich nach familiären Vorkomnissen wie etwa Thrombosen etc. befragt..traurig aber wahr.

Ich wäre froh,wenn ich endlich mal einen verantwortungsbewussten Gyn treffen würde,der auf meine Wünsche eingeht und mir nicht dauernd Hormone auflabern will..aber den muss ich mir wohl backen.

MPondInBdlauemWasxser


Siehe auch hier

[[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/241456/]]

oder auch an den unzähligen Frauen,die im Internet fragen "wann werde ich endlich schwanger nach der 3-monats-spritze?"..Denen hat auch keiner ihrer tollen Gyns gesagt,dass es bis zu einem,manchmal sogar zwei Jahren dauern kann..Also ich trau diesen Leuten (Gyns) nicht mehr über den Weg

V^agpabunjdxin


@ Gretchen:

:)^ :)^ *:)

Ich denke auch, wer sich nicht zum Arzt traut, der ist noch gar nicht reif, Sex zu haben und sollte noch ein paar Jahre auf die Weide gehen ;-D

Gruß

die Vagabundin

MvonEaLisax35


"Frauenleben in Ärztehand"

Unter dieser Überschrift schreibt Prof. Petra Kolip:

"Es steht ausser Frage, dass körperliche Umbruchphasen von Frauen heute an vielen Punkten unnötig normiert, pathologisiert und reguliert werden. Frauen wird die Verantwortung für den eigenen Körper abgenommen - und sie geben die Verantwortung nur zu bereitwillig ab." ("Weiblichkeit ist keine Krankheit", Seite 30)

In demselben Buch schreibt Bettina Schmidt unter der Überschrift "Mädchen als neue Klientel":

"Schindele bezeichnet den ersten Besuch von Mädchen beim Frauenarzt als "Einführung in eine Kultur, in der ihre Weiblichkeit von Männern definiert und geprüft wird." (Seite 37)

"...Durchaus schlüssig kritisiert Kastendieck die Teenagersprechstunde deshalb auch als den "sanften Wegbereiter für die lebenslange Bindung der Frauen an eine medizinische Überwachung." (Seite 36)

Kdaddax21


um Sex zu haben brauch man weder Pille noch Arzt, das ist mein Kommentar dazu ;-)

f7lunvserxl


Genau, schaffen wir die Teenagersprechstunden ab, da schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Die MÄdchen werden nicht dauerhaft an die edizin gebunden und außerdem haben wir wieder mehr Kinder in Deutschland, weil die dann alle ungewollt schwanger werden, weil sie sich ihr Verhütungswissen nicht von Pofis holen sondern auf dem Schulhof.

Meoyn7aLisxa35


Pille ohne Untersuchung

In Holland und vielen anderen Ländern kann man/frau die Pille ganz einfach in der Apotheke kaufen. Aber bei uns muss ja alles bis zum Exzess reglementiert werden - weil die Frauen ja angeblich zu doof sind, sich um ihre Gesundheit, ihre Weiblichkeit und um die Verhütung selbst zu kümmern.

VMagqa&bundixn


Ich bin keine Medizinerin, kann demzufolge nicht beurteilen, ob eine gründliche Untersuchung wirklich wichtig ist oder nicht. Nur weil die Hollländer das so handhaben, muss es noch lange nicht gut und richtig sein.

Ich wollte auf etwas anderes hinaus. Wer zu verklemmt ist, zum Frauenarzt zu gehen, der sollte wirkich noch keinen Sex haben. Darum ging es mir primär.

Ich halte die Krebsvorsorge jedenfalls für richtig und wichtig. Und viele Frauen würden diese Vorsorgeuntersuchung gar nicht machen lassen, wenn sie nicht sowieso zum Gynäkologen müssten um sich ein neues Rezept für die Pille zu holen.

Gruß

die Vagabundin

Ksaddxa21


Ich wollte auf etwas anderes hinaus. Wer zu verklemmt ist, zum Frauenarzt zu gehen, der sollte wirkich noch keinen Sex haben. Darum ging es mir primär.

Sehe ich nicht im geringsten so. Was hat der Arzt mit Sex zu tun? Gar nichts! Und seine Erlaubnis oder Untersuchung dazu braucht man ebenso nicht. Man darf ja auch schon essen, bevor man beim Zahnarzt war ;-).

Was die Pille angeht: die Untersuchung finde ich schon wichtig. Ich finde aber die Ultraschalluntersuchung besonders wichtig, gerade, da ich auch schon Zysten hatte, die sonst nie entdeckt worden wären. Daher finde ich es nicht gut, dass gesetzliche Kassen sie nicht mehr übernehmen. Und ganz ganz wichtig finde ich die Familienanamnese, genaue Befragung etc. Ich wurde nie gefragt, ob ich rauche oder es Krebsfälle in meiner Familie gibt. Und das ist ein großes Versäumnis.

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