» »

"Weiblichkeit ist keine Krankheit"

GVretcxhen


Kadda, die hatte ich früher auch und ganz ehrlich ich hab bisher immer einen Ultraschall bekommen, wenn ich bei einem neuen Arzt/Ärztin war. Meine FA macht das eh standardmäßig bei jeder Untersuchung ( obwohl ich die Bläschen schon seit Jahren nicht mehr habe ).

KVaddDa21


Normalerweise müssen Kassenpatienten den Ultraschall selbst bezahlen. Dann hast du Glück.

Verstehe aber noch immer nicht, was der Frauenarzt mit Sex zu tun haben soll.

CdorvolZlXa


Nichts desto trotz kann ich mich dem Eingangs-Posting nur anschließen und stelle auch hier immer wieder fest, dass Frauen extremst verunsichert sind, wenn die "gesellschaftlich vorgeschriebenen" Untersuchungen versäumt wurden.

Es gibt da einfach einen allgemein gültigen Konsens, der die Richtigkeit solcher teilweise wirklich fragwürdigen Untersuchungen beschwört.

Wenn eine Frau das als Chance für sich sieht, ist das ja auch durchaus in Ordnung, wenn aber dadurch der Eindruck erweckt wird, die Frau wäre ein wandelnder Krankheitsherd, der ständig überwacht gehört, dann nervt mich das ebenso.

Aufklärung kann hier nur die Nerven beruhigen.

Die Links von MonaLisa habe ich mir allerdings nicht durchgelesen. Polemik jeder Art nervt mich ebenso.

Ein Denkanstoß kann es aber durchaus sein.

LG

V[agabu(ndiyn


Jede Frau muss sich mit dem Bereich Gesundheitsvorsorge intensiv auseinandersetzen und ganz für sich allein entscheiden, was sie für richtig und wichtig hält. Nur weil da mal wieder ein paar Gurus ein Buch geschrieben haben, werde ICH nicht mein "System" und meine Meinung über den Haufen werden.

Ich finde die Krebsvorsorge (gerade beim Gynäkologen) absolut wichtig. Und was bitte schön, hat diese Vorsorgeuntersuchung mit unnötigen OP's zu tun? Da muss sich frau schon selber informieren und für sich entscheiden, ob sie sich operieren lässt oder nicht. Ich möchte aber zeitnah wissen, wenn etwas bei mir nicht in Ordnung und sollte etwas nicht in Ordnung sein, dann werde ich für ich entscheiden welchem Arzt ich vertraue.

Gruß

die Vagabundin

MvondInB\lauemWnasser


Also

ich finde auch,dass wir unnötig zu Patientinnen gemacht werden..Oder geht etwa einer eurer Kerle jedes Jahr mal zum Urologen um sich auf Prostatakrebs etc. untersuchen zu lassen ??

m4eml80x0


@ MondInBlauemWasser

Ganz sicher nicht.

@Vagabundin

Dann stell Dir mal folgendes vor. Eine Frau aus meinem Heimatort (Mutter von drei Kindern) ging jedes Jahr regelmäßig zur Vorsorge. Dazu gehört ja auch das Abtasten der Brust. Nun hatte sie mit einem Mal Schmerzen in der Brust und ist weider zum Arzt, der nach dem Abtasten nichts finden konnte (Ich nenne das nur Grabbelei :(v). Sie bekam Mönchspfeffer verschrieben und sollte in einem halben Jahr wieder kommen. Das seien prämentruelle Spannungen und sie würde in die Wechseljahre kommmen.

Irgendwann hat der Mann sie dann ins Krankenhaus gebracht, weil die Schmerzen zu schlimm waren. Da kam in der Mamographie raus, dass sie ganz im Inneren der Brust einen bösartigen Knoten hatte, den man durch boßes Abtatsten gar nicht erkennen konnte. Chemo und Bestrahlung waren die Folge. Sie hat sich hinterher auch gefragt, warum sie immer zur Vorsorge gegangen ist und dann auch noch so behandelt wurde. Man hätte das mit Ultraschall schnell herausfinden können, woher die Schmerzen kommen ...

NmikXkie10x0


Also ich fühle mich dann nicht unbedingt als Patientin nur weil ich einen Abstrich machen lasse. Beim ZA laß ich ja auch einmal im Jahr kontollieren ob alles in Ordnung ist. Oder zum Hautarzt oder sonstwem. Das Argument wegen Prostatakrebs ist ja nicht vergleichbar. Wenn es in unserem Alter sinnvoll wäre, würde mein Freund das mit Sicherheit machen. Aber ich glaub das gibts erst ab 40 oder so. Mein Vater macht das auch jedes Jahr. Wo ist das Problem? Mein Freund geht freiwillig circa einmal im Jahr zum Hautarzt, Zahnarzt, Hausarzt. Ist nicht unbedingt notwendig, aber man weiß ja nie. Die Krbesvorsorge gibt es bei Frauen nunmal schon ab dem 20.LJ. Ich meine selbst wenn man sich dann als Patientin fühlt, was ist daran so schlimm. Man weiß doch weswegen man da ist. So viele Krebsvorsorge-Maßnahmen werden nicht genutz, wie z.B. die Darmspiegelung. Gut das gilt noch nicht für unser Alter, aber ich kenn kaum Leute die das machen. Schade...da regen sich manche Leute immer übers Gesundheitssystem auf, aber die kostenlose Vorsorge nehmen sie dann oft nicht in Anspruch...

Ghretgchexn


@ MondInBlauemWasser,

jep, das tut mein Mann, mein Vater übrigens auch und sogar für meinen Opa ist's eine Selbstverständlichkeit.....

Mal abgesehen davon, dass es auch ursprünglich nur um den Gyn-besuch für die Pille ging....

KTad7da2x1


Ich finde, hier wurden 2 Dinge durcheinandergebracht. Einige von euch finden die Vorsorge deswegen nicht sinnvoll, weil sie nicht umfassend genug ist (wie bei dem Beispiel eben von mel).

Allerdings bedeutet das ja nicht, dass die Vorsoge an sich schlecht ist, sondern ,dass sie nicht gut genug ist! Und das ist leider wirklich ein Problem, das immer mehr gespart wird und immer weniger gemacht wird. Schlechte Ärzte gibt es leider auch wie Sand am Meer. Um ein persönliches Beispiel zu nennen: ich bin immer regelmäßig zur Zahnkontrolle gegangen und muss mir jetzt mit 21 Jahren ein Implantat einsetzen lassen, weil mehrere (!) Zahnärzte rumgepfuscht haben. Deswegen kann man aber nicht sagen, dass die Vorsorge schlecht ist, sondern diese Ärzte.

Und da die Pille nicht gerade ein Bonbon ist, bin ich auf jeden Fall dafür, dass man sie eben nicht ohne Untersuchung bekommt. Dann aber eine umfassendere Untersuchung. Es geht doch nicht, dass man nicht mal gefragt wird, ob man raucht oder der Blutdruck nicht gemessen wird.

Allerdings finde ich nicht, dass man unter 20 schon zum Gyn muss, wenn man keine Beschwerden hat und keine Hormone nehmen will. Das sagen die meisten Gyns selbst auch.

Ich selbst gehe 1mal pro Jahr zum Gyn (mit Ultraschall, das ist mir wichtig) und 1mal im Jahr zum Zahnarzt. Das sollte reichen.

Aikashra767


Mal abgesehen davon, dass es auch ursprünglich nur um den Gyn-besuch für die Pille ging...

Stimmt, das ist in dieser Diskussion mittlerweile in Vergessenheit geraten.

M{on7aLisxa35


Untersuchung wegen Pille

"Mal abgesehen davon, dass es auch ursprünglich nur um den Gyn-besuch für die Pille ging..."

@Akasha 767:

"Stimmt, das ist in dieser Diskussion mittlerweile in Vergessenheit geraten."

... finde ich auch!

Man/frau sollte klar unterscheiden zwischen Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen (fälschlich "Vorsorge" genannt) und Untersuchungen wegen Pillenrezept. Die beiden haben nämlich überhaupt nichts miteinander zu tun.

"Vorsorge"untersuchungen sollten freiwillig sein und Untersuchungen zwecks Pillenrezept sind bei gesunden Frauen laut WHO und pro familia überflüssig.

So einfach ist das!

Und ob die Frauen sich gesund fühlen oder nicht, sollten sie selbst entscheiden. Das müssen sie sich nicht - vorsichtshalber - von einem Arzt sagen lassen. So mündig sollten sie schon sein!

MpondIn2Blaue6mWasxser


Ich

bin auch mit 15 nicht gern zur Gyn gegangen (hatte die Pille verschrieben bekommen NUR wegen der Haut-Diane35 ohne irgend eine Familienanamnese..-wie ich später erfuhr besteht in meiner Familie ein erhöhtes Risiko für Thrombosen und Embolien..Depressionsneigung hab ich eh),weil ich mir da eben vorkam wie ein Stück Ware,das man mal eben abfertigt und so kam ich mir auch später vor. Ein Stück irgendwas,das keine Rechte hat und schonmal gar keine Meinung. Darum mag ich Gyns nicht und würde am Liebsten nie mehr hingehen. Und was die Untersuchung wegen der Pille angeht,die meisten Nebenwirkungen kann der Arzt mit seinen Untersuchungen ja sowieso nicht feststellen (oder sieht er Libidoverlust,Depressionen etc. pp aufm Ultraschall oder beim Abtasten ? Und wenn mans denen sagt-oft gelesen und miterlebt-dann leugnen die eh,dass es von den Hormonen kommen könnte)

K]addxa21


Das Problem bei der Untersuchung für die Pille ist ja, dass es praktisch nichts gibt, was gegen die Verschreibung der Pille spricht, zumindest nichts körperliches. Höchstens zu hoher Blutdruck, der wird meistens aber nicht diagnostiziert.

o=rshixld


Ich denke auch, wer sich nicht zum Arzt traut, der ist noch gar nicht reif, Sex zu haben und sollte noch ein paar Jahre auf die Weide gehen

...das ist ja unerhört :-( So? Hast du auch eine Magenspiegelung bekommen, bevor du nach der Geburt begannst, Nahrung zu dir zu nehmen? Nein? Wie gefährlich? Und wenn du nun einen Verschluss gehabt hättest? Eine Zyste? Ein Geschwür?

Ich finde das hier angesprochene Thema höchst interessant und habe die Hinweise mit großem Interesse gelesen.

Da ist einiges an Ärger bei mir aufgekomme...

Was nämlich wirklich wichtig während der Pilleneinnahme wäre ist, die Leberwerte ab und zu zu überprüfen. Statt dessen gibt es sinnlose Gespräche (sinnlos, wenn ich die Pille ohne weiteres vertrage - wenn nicht, würde ich mir sowieso einen Termin geben lassen) und unsinnige Untersuchungen.

Es gäbe so viel zu kontrollieren - warum muss ausgerechnet Weiblichkeit in feste med. Hände?

Also auch ich vermute dahinter ein Konzept, das nicht gerade unseren Vorstellungen von Selbstbestimmung gerecht wird. :-/ :°( >:(

o8r{shi^lxd


ich finde auch, dass wir unnötig zu Patientinnen gemacht werden.. Oder geht etwa einer eurer Kerle jedes Jahr mal zum Urologen um sich auf Prostatakrebs etc. untersuchen zu lassen ??

...und wenn, dann geht er freiwillig. Er musste sich noch nie etwaige Kondome beim Arzt abholen, weil er ansonsten ja nicht reif für Sex sein könnte.

Oder weil er selber vielleicht gar nicht beurteilen kann, ob seine Nülle das Gummi auch verträgt. :-D

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Gynäkologie oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

Kinderwunsch · Schwangerschaft · Sternenkinder · Verhütung · Wechseljahre · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH