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"Weiblichkeit ist keine Krankheit"

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Unnötige Untersuchungen

Hallo Akasha767, hallo Lampeter,

gerne mache ich mir die kleine Mühe, einige Sätze aus dem langen englischen Text - so gut ich eben kann - zu übersetzen - teiweise gekürzt und zusammengefasst:

"Many family planning programmes have included screening, treatment and follow-up procedures... but should not be seen als eligible requirements for specific contrceptive methods....

...they should not be seen as prerequisites for the acceptance and use of family planning methods when they are not necessary to establish eligibility for the use or continuation of a particular method"

Viele Familienplanungsprogramme beinhalten Untersuchungen und Tests..., die aber nicht als Voraussetzung für die Wahl oder Daueranwendung der jeweiligen Empfängnisverhütungsmethode anzusehen sind."

Question 20 (Frage 20 - von Akasha767 leider nicht zitiert):

"What examinations or tests should be done routinely before providing a method of contraception?"

Welche Untersuchungen oder Tests sollten routinemäßig durchgeführt werden vor Anwendung einer Empfängnisverhütungsmethode?"

The examinations or tests noted apply to persons who are presumed to be healthy."("bezieht sich auf Personen, bei denen davon ausgegangen wird (presumed), dass sie gesund sind")

Aus der beigegebenen Tabelle zu Frage 20 ist klar zu ersehen, dass die jeweilige folgende Untersuchung "does not contribute substantially to safe and effective use of the contraceptive method", also "keinen wesentlichen Beitrag zur sicheren und effektiven Nutzung der Pille ("Combined oral contraceptive- COC") leistet, d.h. also unnötig ist:

//- Untersuchung der Brust

- Untersuchung des Genitals

- Abstrich vom Gebärmuterhals

- routinemäßige Labortests

- Haemoglobin test

- Tests zu sexuell übertragenen Krankheiten (STI, sexually transmitted disease)

- HIV Test//

Empfohlen ("It is desirable") wird hingegen die Messung des Blutdrucks.

Question 32.

What follow-up is appropriate for combined oral contraceptive (COC), progestogen-only pill (POP), implant and IUD users?

COCs ("Pille")

* An annual follow-up visit is recommended.

* There are added benefits from a 3–month follow-up contact after initiation.

* Advise the woman to return at any time to discuss side-effects or other problems, or if she wants to change the method.

"Nachfolge-Arztbesuche"

"An annual follow-up visit - ein jährlicher Arzt"besuch" ("visit" heißt nicht "Untersuchung"!) wird empfohlen, bzw. bei Ersteinnahme schon nach drei Monaten, bzw. zur Abklärung von eventuell aufgetretenen Nebenwirkungen jederzeit.

Also:

Die in meinem Eingangspostig zitierte Zusammenfassung von pro familia stimmt überein mit den detaillierteren Empfehlungen des WHO.

Die "Vorsorge"untersuchungen aber, die damit überhaupt nichts zu tun haben, werden zwar empfohlen, sollten aber - wie auch sonst üblich - freiwillig sein. Die Mädchen und jungen Frauen sollten nicht - zwecks Pillenrezepts - dazu erpresst werden - zumal diese bei gesunden jungen Frauen unter 25 Jahren als unnötig zu erachten sind.

oHrshxild


So. Und da sind wir wieder beim springenden Punkt.

Warum wird Frauen die gynäkologische Untersuchung derart aufgedrängt?

Sie bringt so gut wie nichts!!!!!

Nichts von dem, was die Pille bedenklich macht, macht sich an der Scheide bemerkbar.

Du denkst: Ah, Pille - halb so wild. Wird ja regelmäßig gescheckt.

Und das stimmt eben nicht.

Uns wird eine Superversorgung vorgegaukelt. Warum?

warum wird der überflüssige Kram nicht zu Gunsten anderer wichtiger Sachen ersetzt?

Zum Beispiel wäre es mal an der Zeit, die Probleme, die Frauen an der Scheide haben (chron. Pilze, Juckreize mit ungekl. Ursache etc.) ernsthaft anzugehen. Aber nein, da wird untersucht und untersucht und dutzender Frauen laufen trotzdem mit ihren Beschwerden herum, weil keiner helfen kann!!!!

M6ond[InBplau?emWacsser


@orshild

Genauso wie kaum ein Gyn Ahnung von Vaginismus hat (aber wenn ein Gyn keine Ahnung davon hat,wer dann ??). Eine Freundin von mir,leidet darunter seit Jahren und als sie damit einmal zum Gyn ging,gab er ihr den "guten" Rat,es doch mal mit einem Vibrator zu versuchen :-o Danach hat sie sich zu keinem Gyn mehr getraut und auch sonst liest man häufig im Internet,dass die Gyns einer derart geplagten Frau nicht helfen können. Komisch,bei Männerleiden (Impotenz etc.) gibt es jede Menge Mittelchen..aber bei Frauen gibts nur jede Menge Verhütungsmittelchen,nur für unsere Krankheiten gibts nichts und es wird nicht geforscht.

Deie'Krruemi


Vorsorge

1. Fakt ist nunmal, dass mittlerweile jede 10te Frau im Laufe ihrs Lebens an Brustkrebs erkrankt, Tendenz steigend.

2. in unserer Klinik startet demnächst mit den niedergelassenen Gyn ein Projekt:

da es als bewiesen gilt, dass die Frauen, die den HPV-Virus haben (übertragbar durch Sex, i.d.R. erfolgt die Infektion symptomfrei) eine um vieles höhere Wahrscheinlichkeit haben, an einem Zervix-CA zu erkranken, wird nur noch den HPV-pos. Frauen empfohlen, jedes Jahr zur Vorsorge zu gehen, den HPV-neg. rauen reichen 5 Jahre.

also laßt doch einen HPV-Test machen!! Ist der positiv, wißt ihr, dass ihr ein erhöhtes Risiko habt-dann ist es sinnvoll, regelmäßige Vorsorge zu betreiben, ist er negativ, könnt ihr mit gutem Gewissen alle 4-5 Jahre nur hingehen. In manchen Regionen wird der Test von den Kassen bezahlt- aber sooo teuer ist der nicht!

o1rsh8ild


Genauso wie kaum ein Gyn Ahnung von Vaginismus hat (aber wenn ein Gyn keine Ahnung davon hat, wer dann??).

Neurologen!:)^

Ganz im ernst! Aber man muss natürlich ein bisschen suchen - wie immer und überall - bis man einen guten gefunden hat.

Neurologen sind Experten in Sachen Nervenbahnenverlauf, Sitz neuralgische Punkte....., und wie man welchen Nerv womit beruhigen oder aktivieren kann etc.....

Sie können die Ursache für einen Vaginismus herausbekommen und sich eine Therapie überlegen.

Ich würd's versuchen.

o\rsxhild


. Fakt ist nunmal, dass mittlerweile jede 10te Frau im Laufe ihrs Lebens an Brustkrebs erkrankt, Tendenz steigend.

....das ist zum Beispiel auch was, was ich nicht glaube.

Es gibt eine kanadische Studie die aufzeigt, dass in diesen engmaschigen Vorsorgenetzen häufig behandelt wird, wo gar nichts war. Gerade was Brustkrebs betrifft, hatten wir ja auch tatsächlich diverse Skandale.

Und ich finde auch - Wir werden da überwacht, wo nichts ist.

Aber so viele Krankheiten, unter denen die Frauen wirklich leiden finden keine Beachtung, so dass sie sich über Jahre und Jahrzehnte damit herumschlagen müssen.

Völlig alleingelassen - aber Krebsüberwacht :-|

otrkshixld


also laßt doch einen HPV-Test machen!! Ist der positiv, wißt ihr, dass ihr ein erhöhtes Risiko habt-dann ist es sinnvoll, regelmäßige Vorsorge zu betreiben, ist er negativ, könnt ihr mit gutem Gewissen alle 4-5 Jahre nur hingehen. In manchen Regionen wird der Test von den Kassen bezahlt- aber sooo teuer ist der nicht!

Ne, bestimmt nicht. Ich glaub diesen Quacks nämlich gar nichts mehr.

Und wieviele Frauen frisst die Angst, weil sie so einen Pap haben, der überwacht werden muss.....ne danke. Ich vertraue auf meinen Körper.

Und wenn er irgendwann aufgibt, habe ich bis dahin gelebt. Ohne Angst vor Wattestäbschen und Papwerten - die meistens eh nicht hinkommen.

Ich habe zuviele Patientinnen an Gebärmutterhalskrebs sterben sehen, die regelmäßig bevorsorgt waren.

Und ich weiß von vielen Dauerüberwachten, dass da nie Krebszellen entstanden sind.

D`ieK=ruemxi


@ orschill

ich glaube das schon....

ich arbeite in einer Gyn-Klinik mit Brustzentrum- aber nicht als Ärztin, sondern kaufm. Leitung.

Im Brustzentrum wird eine Tumorgenetische Sprechstunde abgehalten, wo Frauen mit famil. Neigung über Gentest ihr Risiko bestimmen lassen können.....

Wir hatten 20-jährige, die an Brustkrebs starben......

Fakt ist aber auch, dass ein Großteil der Knoten durch die Frau selbst oder den Partner entdeckt werden, und nicht beim Gyn in der Vorsorge.

es gibt eine Studie aus Jena, dass, wenn Frau sich einen vaginal-Abstrich zu Hause selbst macht, und nur den Abstrich zum Doc bringt, die Qualität nicht leidet, d.h. es mag wohl keine Gyn. Untersuchung bei der Krebsvorsorge nötig sein, jedoch aber schon der Abstrich.

Sicher gibt es genügend Krankheiten, mit denen Frau sich allein gelassen fühlt- aber das ist keine rationale Begründung, sich den Angeboten, die es gibt, zu verschließen.

Es wird ja keiner gezwungen, zum Doc zu gehen-und es gibt gute und schlechte Gyns- wie es gute und schlechte Frisöre gibt. Bist du mit deinem Frisör unzufrieden-wechselst du doch, oder läßt du die Haare dann boden-lang wachsen?

Die Leute können zum Urlaub um die halbe Welt fliegen, aber wenn es um gute gesundheitliche Versorgung geht, ist meißt die Fahrt in die nächste größere Stadt zu weit- dann geht man eben zu dem Doc, der in der Nähe ist und ist eben unzufrieden....

Es gibt gute Ärzte!- nur sind eben nicht alle Ärzte gut!

onrshxild


Ob die Frisur sitzt, kann ich mit eigenen Augen sehen.

Aber ob ein Befund stimmt kann ich nicht wissen.

Ich muss mich da auf die Medizin verlassen.

Es ist auch nicht unbedingt der Arzt der sich irrt, sondern das Auswertungsprogramm selbst, an dem der Arzt sich orientieren muss.

Und wie gesagt: Es sterben noch immer Frauen, die bevorsorgt werden. Und gerade im Brustkrebsbereich hat es ja auffallend viele Fälle gegeben, wo man gar nicht hätte operieren müssen - wie sich leider natürlich erst im Nachhinein herausgestell hat.

Das Geschäft mit der Angst - und es floriert.

oZrshilxd


Die Leute können zum Urlaub um die halbe Welt fliegen, aber wenn es um gute gesundheitliche Versorgung geht, ist meißt die Fahrt in die nächste größere Stadt zu weit- dann geht man eb

..und ich fliege lieber um die halbe Welt, als begreifen zu wollen, warum ich z.B. meine Brust regelmäßig (eingequetscht dass es schmerzt) röntgen lassen soll, um event. einen Krebs frühzuerkennen, wo es erwiesen ist, dass gerade das Quetschen und die Belastung durch Röntgenstrahlen das Entarten von Zellen fördert ???

Kein Wunder das die Rate der Erkrankungen steigt.

Was ist denn gute Vorsorge? Wenn sie über die Mediziner hinaus auch noch einen Verwaltungsapparat satt macht?

fulun8seHrxl


Ja, damals, so ganz ohne Vorsorgeuntersuchungen, ohne "Arztzwang", ohne dieses "Frauen Krankheiten einreden", da war noch alles in Ordnung...eine Lebenserwartung von knappen 50 jahren erspart einem einen Haufen Ärger...

;-)

Ne, mal im Ernst, ich kann einfach nicht nachvollziehen, was so schlimm dran ist zum Arzt zu gehen. Auch wenns sinnlos ist. Lieber einmal zu oft, als sich hinterher Ärgern

D;ieKrupexmi


Flunserl, da gebe ich dir völligRecht!!

bisher wird ja niemand zu Vorsorgeuntersuchungen mit vorgehaltener Waffe gezwungen, es bleibt jedem selbst überlassen, da hin zu gehen. Aber dass Vorsorgeverweigerer die ihre-aus welchen Motiven auch geborene- Gleichgültigkeit ihrem Körper gegenüber mit der vermeidlichen Sinnlosigkeit und Geldschneiderei der Vorsorge entschuldigen, finde ich seltsam.

Mammographien werden nicht ständig ohne Grund an Frauen gemacht- das wird schon alleine immer stärker durch die Krankenkassen reglementiert.

Cervix-CA hat bei frühzeitiger Erkennung eine sehr hohe Heilungschance, unentdeckt ist er tödlich. Ob man das Risiko für sich selbst tragen möchte, bleibt jedem selbst überlassen.

Das Argumentieren mit "es wurden auch schon Brüste ohre Grund abgenommen" finde ich allerdings albern. NATÜRLICH machen Menschen Fehler! Aber ist das ein grund, sich zu verweigern?

Hey, es kommt vor, das Kinder von Lehrern mißbraucht werden, sollte man deshalb seine Kinder nicht mehr in die Schule schicken?

Wieso sollte es gerade in der Berufsgruppe der Gyns im gegensatz zu allen anderen menschen nur fehlerfreie, nicht am persönlichen Profit interessierte Heilige geben?

D?ipe>Kruexmi


wie kann man nur....

...behaupten, die Pille und Krebsvorsorge häten nichts miteinander zu tun ??? Das ist nun wirklich realitätsfern.

Die Anti-Baby-Pille erhöht die Gefahr für einige Krebsarten, senkt aber das Risiko für andere.

"Die Internationalen Krebsforschungsagentur IARC hat eine Studie über den Zusammenhang von Hormonpräparaten und dem Krebsrisiko vorgelegt. Demnach begünstigt die regelmäßige Einnahme der Anti-Baby-Pille mit den kombinierten Hormonen Östrogen und Progesteron die Entstehung von Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Leberkrebs. Zugleich sinkt jedoch die Gefahr, an Eierstock- und Gebärmutterschleimhaut-Krebs zu erkranken, so die Wissenschaftler. Diese Erkenntnis ist neu. Die Forscher untersuchten auch die Hormonersatztherapie (HET) in den Wechseljahren mit Östrogen-Progesteron-Präparaten. Die HET müsse als Krebs erregend eingestuft werden."

Was ist also so verwerflich daran, wenn Ärzte krebsbegünstigende Medikamente nur mit regelmäßiger Untersuchung verschreiben??

Die Pille ist ein Medikament mit diversen Nebenwirklungen, und kein Popp-Freischein!

MHonaLHis\ax35


Hormone und Krebs

"Die Internationalen Krebsforschungsagentur IARC hat eine Studie über den Zusammenhang von Hormonpräparaten und dem Krebsrisiko vorgelegt. Demnach begünstigt die regelmäßige Einnahme der Anti-Baby-Pille mit den kombinierten Hormonen Östrogen und Progesteron die Entstehung von Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Leberkrebs. Zugleich sinkt jedoch die Gefahr, an Eierstock- und Gebärmutterschleimhaut-Krebs zu erkranken, so die Wissenschaftler. Diese Erkenntnis ist neu. Die Forscher untersuchten auch die Hormonersatztherapie (HET) in den Wechseljahren mit Östrogen-Progesteron-Präparaten. Die HET müsse als Krebs erregend eingestuft werden."

Hallo Kruemi,

das mag ja Alles sein und wird von mir gar nicht bestritten.

Nur hat das überhaupt nichts mit den unnötigen und in gewisser Weise auch entwürdigenden Untersuchungen ("rektal" bei Jungfrauen) zu tun, denen sich die unter 20-jährigen Frauen unterziehen müssen, nur weil sie eine brauchbare Verhütung wie z.B. die Pille wollen.

Ganz im Gegenteil: Die Gynäkologen sind doch gerade die Hormon-Fans, ohne dass sie die Frauen in irgendeiner Weise auf die schädlichen Nebenwirkungen dieser vielen von ihnen verschriebenen Hormone hinweisen! (Die Pharma-Sponsoren lassen grüßen!)

owrshwilxd


bisher wird ja niemand zu Vorsorgeuntersuchungen mit vorgehaltener Waffe gezwungen, es bleibt jedem selbst überlassen, da hin zu gehen. Aber dass Vorsorgeverweigerer die ihre-aus welchen Motiven auch geborene- Gleichgültigkeit ihrem Körper gegenüber mit der vermeidlichen Sinnlosigkeit und Geldschneiderei der Vorsorge entschuldigen, finde ich seltsam.

...nicht mit der Waffe, sondern mit Argumenten, die oftmals die Realität etwas verwischen und die im Besonderen unter Umständen mehr schaden als nützen. Was ein normaler Patient für sich nicht so abschätzen kann.

Mir persönlich macht das nichts, weil ich von berufswegen längst weiß, dass z.B. Mammographien Brustkrebs auslösen können und ich das also nur im dringenden Verdachtsfall machen würde.

Von Vorsorgeverweigerern zu reden finde ich seltsam. Ein Angebot kann man annehmen oder ablehnen aber niemals verweigern.

Und so wie unser medizinischer Apparat aufgebaut ist (da wird immens verdient) sind wohl eher die ihrem Körper gleichgültig, die jeden anempfohlenen Unsinn kritiklos über sich ergehen lassen, statt ihren Verstand einzusetzen und sich für sich nur auszusuchen,

was wirklich nützt.

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