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Polyp oder Myom oder bösartig?

B5risgittex44 hat die Diskussion gestartet


Anfang des Monats wurde durch meine Gynäkologin beim Vaginalultraschall im Gebärmutterhals "aufgelockertes Gewebe" festgestellt. Vorausgegangen waren leichte Blutungen (helles Blut) direkt nach Geschlechtsverkehr.

Nach negativem PAP-Test hat sie mich zur Ausschabung ins Krankenhaus überwiesen. Dort konnte jedoch nur eine Spiegelung und Ausschabung des Gebärmutterhalses vorgenommen werden, da die Gebärmutterhöhle "nicht sondierbar war und hysteroskopisch durch ein submuköses Myom bzw. durch einen Polypen verlegt erschien". Einer von den vier Ärzten, mit denen ich während meines Krankenhausaufenthalts gesprochen habe, sagte "man sei nicht um die Kurve gekommen".

Hier noch ein paar Details: Bei Voruntersuchung im Krankenhaus wurde per Ultraschall ein "Polyp" im Gebärmutterhals (0,5 cm groß in 3 cm Tiefe) diagnostiziert, der Arzt, der den Eingriff vornahm, sprach sich nach dem Eingriff dahin aus, dass es "wohl eher ein Myom sei, das den Weg verlegt habe". Und wenn ich in den nächsten Jahren starke Blutungen bekäme oder Schmerzen, solle ich die Gebärmutter entfernen lassen. Der Arzt, der im Krankenhaus die Abschlussuntersuchung vornahm, hat mir dann wiederum auf einem Schaubild eingezeichnet, wo sich dieses Myom befinden soll (bei Draufsicht ganz links in der Gebärmutterhöhle) er sprach auch davon, dass es 3 cm groß sei.

Der Krankenhausbericht weist folgende Diagnose aus: "V.a. submuköses Leiomyom des Uterus (D25.0) DD das cavum uteri verlegenden Polypen".

Es stellen sich mir nun folgende Fragen, die mir bisher auch von meiner Gynäkologin nicht zufrieden stellend beantwortet wurden:

Wenn man nicht sicher ist, ob Myom oder Polyp, woher weiß man dann, dass es nicht irgendetwas anderes, sprich bösartiges ist?

Kann ich jetzt davon ausgehen, dass Polyp (im Gebärmutterhals) und Myom (in Gebärmutterhöhle) vorhanden sind?

Wie kann ein Myom in der Gebärmutterhöhle festgestellt werden, wenn man doch gar nicht "um die Kurve gekommen" ist? (Meine Gynäkologin hat bei der Nachuntersuchung auch nichts in der Gebärmutterhöhle gesehen)

Welche Möglichkeiten gibt es, um doch noch in die Gebärmutterhöhle zu gelangen?

Hat man etwa den Eingriff "blind" vorgenommen, d.h. ausschaben, ohne etwas zu sehen?

Wer kann mir hier weiterhelfen?

Bin mittlerweile völlig durcheinander und habe auch fürchterliche Angst. Nächste Woche bekomme ich erst den Befund der Gebärmutterhalsausschabung und muss dann wieder zu meiner Gynäkologin, die mir sagte (wenn der histologische Befund unauffällig ist), dass ich dann in drei Monaten erst wiederkommen soll, "so viel Zeit hat man dann noch". Damit hat sie mich auch völlig verwirrt.

Antworten
b#ubddlHeia


Hallo Brigitte,

zunächst einmal, ich kann dir ungefähr nachfühlen, wie du jetzt empfindest.

Wenn du dich mit dieser Situation so nicht sicher fühlst, dann kann der Polyp/das Myom auch entfernt werden, statt weitere drei Monate zu beobachten.

Im allgemeinen sind aber weder Polypen (dies sind einfach "Ausstülpungen" der regulären Schleimhaut) noch Myome (dies sind gutartige Geschwulste der Gebärmuttermuskulatur) bösartig.

Eine Ausschabung wird "blind" gemacht, die Hysteroskopie ist die Möglichkeit, das Innere der Gebärmutter mit einem optischen System anzuschauen.

Die Gebärmutter musst du dir wie eine Birne vorstellen, die mit dem Stiel in die Vagina hineinragt.

Dieser Stiel ist der Gebärmutterhals, der bei dir dort, wo es eigentlich in das Innere der Gebärmutter geht, verlegt ist.

Dort konnten weder die Instrumente für die Ausschabung hindurch noch die Optik für die Spiegelung.

Problematisch wird dies in dem Moment, in dem auch das Menstruationsblut nicht mehr abfließen kann.

Also, erstmal kein Grund zu großer Angst, sprich in Ruhe mit deiner Ärztin, ggf. auch über eine operative Entfernung des Polypen/Myoms.

Je nach Lage ist nicht zwingend sofort die Entfernung der gesamten Gebärmutter nötig, aber dies wird dir deine Ärztin sicher genauer erklären können, weil sie den Befund kennt.

Alles Gute,

Brrig7ittLe4x4


Danke für die schnelle Reaktion

Hallo buddleia,

vielen lieben Dank für Deine netten und auch informativen Worte. Merke doch, dass es mir hilft, mein Problem "in die Welt zu tragen" und dann auch noch Antwort zu bekommen.

Im Krankenhaus sagte man mir bereits, dass das Myom oder der Polyp nicht zu entfernen sei, weil dieses/dieser direkt auf dem Gewebe "aufliegt", also nicht gestielt ist.

Folgendes überlege ich gerade: Der Weg in die Gebärmutter führt ja durch den Gebärmutterhals. Wenn man nun eine Hysteroskopie vornehmen möchte, müsste man auf dem Weg durch den Gebärmutterhals doch Veränderungen an diesem erkennen können, oder? In meinem Falle doch zumindest bis zu der Stelle, an der sich die "Verlegung" befindt. Oder muss ich mir vorstellen, dass quasi "Lämpchen" erst in der Gebärmutter eingeschaltet wird?

Weißt Du hierzu näheres?

b[uddlxeia


Im Krankenhaus sagte man mir bereits, dass das Myom oder der Polyp nicht zu entfernen sei, weil dieses/dieser direkt auf dem Gewebe "aufliegt", also nicht gestielt ist.

Da würde ich, ggf. mit deiner Ärztin, nochmal nachhaken, Myome sind nämlich meist nicht gestielt.

Veränderungen im Gebärmutterhals bis zu der Verlegung sollten erkannt worden sein, dies ist ja auch der Zellbefund, auf den ihr wartet.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Blutung nach GV durch einen bösartigen Prozess ausgelöst wird, ist aber auch nicht sehr groß.

Die möglichen Ursachen sind da vielfältig.

Es spricht für deine Ärztin, dass sie dem Ganzen so gewissenhaft auf den Grund geht.

Beschwerden außer der einmaligen Blutung hast du nicht?

bYuddileia


Diese Seite finde ich ganz informativ...

...falls du in das Thema noch weiter einsteigen möchtest.

[[http://www.onmeda.de/krankheiten/myom.html]]

Bpr)igitxte44


Nein, weitere Beschwerden habe ich nicht. Wobei, bei meiner letzten Periode hatte ich bereits drei Tage vorher schon "dieses Ziehen" im Unterleib. Das hatte ich bisher nicht.

Es handelt sich allerdings nicht nur um eine einmalige Blutung nach GV; ich hatte diese in der letzten Zeit fast jedes Mal nach dem GV. Die Blutung sah für mich so aus, also ob es sich nur um "ein paar Tropfen" handelt, die vermischt mit Sekret langsam herausliefen (direkt nach dem GV (helles Blut) und dann noch in den nächsten Stunden (dunkler werdend)).

Entstehen Myome eigentlich auch im Gebärmutterhals oder nur in der Gebärmutterhöhle?

Nochmals danke für Deine Unterstützung.

bXuddle[ia


Entstehen Myome eigentlich auch im Gebärmutterhals oder nur in der Gebärmutterhöhle?

Sowohl als auch.

Auch an der Außenwand der Gebärmutter, schau mal in den Link, da ist eine Schemazeichnung.

Wenn ein Myom keine Beschwerden macht, kann man es auch an Ort und Stelle lassen.

Ich nehme an, 44 ist dein Alter?

In den Wechseljahren "trocknen" Myome meist ein, weil sie östrogenabhängig sind.

Eine Untersuchung auf Keime und damit eine Entzündung als Ursache der Blutung ist ja wahrscheinlich gemacht worden.

versuch, bis zur nächsten Woche nicht zu sehr panisch zu werden (ich weiß, ist schwer) und besprich alles in Ruhe mit deiner Ärztin.

:)*

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