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Myomembolisation

M9amahwenQne hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem: ich bin 46 Jahre alt (das ist noch nicht das Problem!) und leide seit einigen Jahren an Myomen in der Gebärmutter. Es sind mindestens drei und in der Mehrzahl liegen sie wohl in der Muskelwand. Meine Gebärmutter soll etwa so hoch wie zu Beginn des 5. Schwangerschaftsmonats stehen.

Meine ehemalige Gynäkologin riet mir schon seit geraumer Zeit dazu, meine Gebärmutter insgesamt entfernen zu lassen, zumal ich sterilisiert bin und keine Kinder mehr möchte (ich habe 3 Mädels).

Alternativen zur radikalen OP nannte sie mir nicht. Vor einem Jahr suchte ich einen anderen Gynäkologen auf. Mit ihm besprach mein Problem und er riet mir ebenfalls nur zur Gebärmutterentfernung oder zur Hormontherapie, von der er aber selbst meinte, dass sie nicht gut vertragen wird und auch nicht wirklich hilft. .

Ich machte mich dann auf die Suche nach Alternativen, da ich mich nicht einfach so radikal operieren lassen möchte und Hormone möchte ich vermeiden. Ich möchte meine Gebärmutter behalten. Ich bin nicht der Meinung, dass ich sie nun, da ich keine Kinder mehr möchte und die Menopause sicher auch nicht mehr so weit weg ist, eben nicht mehr brauche. Nach allem, was man weiß, gehört dieses Organ doch recht erheblich zur Sexualität der Frau.

Dazu kommt, dass nach man nach einer Entfernung wohl so 4 - 6 Wochen nicht arbeiten kann. Das geht bei mir gar nicht.

Hätte sich bei mir ein positiver PAP ergeben, läge die Sache schon anders. Aber dem ist nicht so. Abgesehen von den Myomen ist bei mir alles in Ordnung.

Nun habe ich erfahren, dass an der Charité hier in Berlin seit 2000 das Verfahren der Myomembolisation durchgeführt wird. Dazu werden von der Klinik natürlich umfangreiche Voruntersuchungen durchgeführt um festzustellen, ob man überhaupt für diesen Eingriff in Betracht kommt.

Bei der Embolisation wird die Hautparterie der Gebärmutter mittels Kunststoffküglechen verstopft. Dies soll dazu führen, dass die Myome von der Blutzufuhr abgeschnitten werden, die gebärmutter allerdings wird dabei nicht betroffen. Sie wird über kleine Gefäße weiterhin versorgt.

Ich hätte hier schon mal gerne gewusst, ob jemand hier im Forum diesen Eingriff schon mal hat machen lassen bzw. jemanden kennt, der dies hat machen lassen.

Mein Gynäkologe hat mich da gar nicht unterstützt. Er hat mir nicht einmal die notwendigen Unterlagen für die Klinik zur Verfügung gestellt. Dazu muss ich nun erneut eine weitere Gynäkologin aufsuchen, die mich und meine Vorgeschichte natürlich nicht kennt.

Mein Gynäkologe hat mir die reinsten Horrorgeschichten erzählt, hat aber - nach eigenen Angaben - noch nie eine Patientin mit diesem Eingriff gehabt.

Ich bin schon sehr enttäuscht, dass immer noch die Gebärmutterentfernung als einzige Alternative bei Beschwerden empfohlen wird.

In manchen Fällen mag dies ja auch sinnvoll sein, aber nicht in allen.

Ich möchte auf jeden Fall noch diese Alternative versuchen.

Es wäre schön, wenn sich jemand zu diesem Thema melden würde.

Liebe Grüße,

Susanna

Antworten
Cporolxla


Verursachen die Myome denn starke Beschwerden?

mRiss3marplxe9


myomembolisation

hallo susanna. ich bin eine leidensgenossin von dir, auch ich hatte myome. ( bin 35 ) allerdings wurden meine mittels bauchschnitt entfernt. von der embolisation habe ich schon gehört, soll auch recht wirksam sein, weil die myome dann schrumpfen. allerdings sollen die patientinnen unmittelbar nach dem eingriff grosse schmerzen haben. deshalb ist diese methode wohl nicht ganz so beliebt. auch erfordert sie ausreichende erfahrung seitens der ärtze. ich meine, wenn jemand so einen eingriff noch nicht so oft durchgeführt hat, sollte es lieber ein arzt mit erfahrung tun. es gibt auch frauenkliniken, die darauf spezialisiert sind. google doch einfach mal, aber ich denke bei dir in berlin wird so eine klinik nicht schwer zu finden sein. ich war nach meiner op ( sept.´06) noch fast 6 wochen krank geschrieben. schon alleine deswegen, weil ich nicht mal aufrecht gehen konnte, aber wie gesagt, bei mir war ein bauchschnitt. na ja mal sehen, was die anderen so dazu meinen, vielleicht meldet sich ja jemand der eine emolisation hat machen lassen. lg miss...

liampetxer


@Mamahenne

Hier im Forum war mal eine Userin, die den Eingriff hat machen lassen und zufrieden war. Sie berichtet, dass auch die Schmerzen zumutbar gewesen wären.

Embolisationen werden von Radiologen durchgführt, deshalb auch die schlechte Infos durch Gyns.

Wenn du in Berlin wohnst käme für dich evntl auch der Focussierte Ultraschall in Frage. In der Charite werden gerade Versuchsreihen durchgeführt-hört sich schrecklich an, ich weiß.

Ich schicke dir eine PN mit Telefon Nr.

M:amaahexnne


An corolla

Hallo corolla,

ich habe seit etlichen Jahren sehr starke Blutungen und die Regelschmerzen waren auch nicht ohne. Ich muss nachts den größten Tampon nehmen plus die stärkte Binde und trotzdem versaue ich mir mitunter noch die Laken. Berufliche Auswärtstermine kann ich während der Regel gar nicht wahrnehmen.

Bei der vorletzten Blutung hatte ich einen Blutsturz, obwohl die Regel eigentlich schon fast vorbei war. Zum Glück war ich im Büro, saß da aber, wegen der starken, wehenartigen Krämpfe, fast eine Stunde auf der Toilette, bis die Blutung mit lautem Getöse abging. Danach ging es mir wieder gut. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn ich unterwegs gewesen wäre.

Die nächste Regel dann kam bereits nach 18 Tagen, obwohl ich schon seit über einem Jahr Mönchspfeffer nehme, was bisher bei mir gut angeschlagen hatte.

Ich hatte ja gehofft, bald in die Menopause zu kommen, weil dann ja die Myome wieder schrumpfen und weniger Probleme machen. Aber da ich immer noch mehr oder weniger regelmäßig meine Regel habe, ist die Menopause wohl doch noch weit weg.

LG

Susanna

M)am^ahenxne


@missmarple

Hallo missmarple,

Die Charité hier in Berlin hat wohl das Verfahren entwickelt. Seit 2000 sind dort ca. 300 Eingriffe vorgenommen worden mit recht guten Ergebnissen.

Ich stehe mit der Klinik schon im Kontakt. Morgen bin ich erstmal noch bei einer anderen Gynäkologin, weil ja mein FA sich da total sperrt. Danach gehen die Unterlagen zur Klinik. Dort wird dann - nach ner MRT und weiteren Untersuchungen - entschieden, ob das bei mir überhaupt geht.

Habe ich Dich richtig verstanden, dass lediglich das Myom entfernt wurde und nicht die Gebärmutter?

Bei mir sind die Myome wohl leider nicht operabel, sonst würde ich das machen lassen.

Aber bei der Charité fühle ich mich in guten Händen. Ich denke nicht, dass die da so drauf sind, unbedingt Patienten "fangen" zu müssen.

Ich finde es nur höchst erschreckend und bedenklich, dass sogar weibliche Frauenärzte zur Gebärmutterentfernung raten, mir der Begründung, man brauche sie ja nicht mehr. Bei männlichen FÄ kann ich das noch irgendwie verstehen, weil sich Männer nicht immer in die Lage von Frauen hineinversetzen können. Vielleicht sollte ich meinen Gyn mal fragen, ob er sich die Prostata o.ä. entfernen lässt, wenn er keine Kinder mehr will.

Ist müßig, ich weiß.

Aber dass ein junger Arzt (jünger als ich) so dermaßen feindlich gegenüber neuen Methoden steht, kann ich nicht nachvollziehen.

LG

Susanna

C,oroxlla


Oh je, wenn du solche Beschwerden hast, dann solltest du echt was machen lassen.

Das mit der Embolisation hört sich für mich sehr gut an und ich würde da genau wie du drüber nachdenken.

Die Gebärmutter wird ja gerne eben mal so rausgenommen.

Mit einer hochstehenden Gebärmutter scheint das aber eher nicht angezeigt zu sein.

Nichts desto trotz wäre mir von allen Methoden diese am Sympatischsten. Du müsstest da nur noch die Kostenübernahme klären.

LG

M[amah2ennxe


@corolla

Ich hatte scon bei meiner KK angerufen. Die haben mir gesagt, dass bei entsprechender Indikation kein Problem mit der Kostenübernahme bestehen soll. Mal sehen, wie die reagieren, wenn sie den Antrag auf dem Tisch haben. Erst dann wird sich ja herausstellen, ob die das übernehmen. So neu ist das Verfahren ja nicht und sicherlich auch kostengünstiger als ne große OP.

Die Klinik sagte mir auch, dass sie da bisher keine Probleme hatten.

Schaun wir mal.

LG Susanna

M*amahCenne


@lampeter

Hallo lampeter,

danke nochmals für Deine Infos. Habe Dir auch ne PN zukomme lassen.

Mein Gyn hat ja auch gesagt, dass das Verfahren von Radiologen entwickelt wurde. Er sagte dies in einem etwas verächtlichen Tonfall (ich kenne das von Juristenkollegen). Nur muss doch der Patient im Mittelpunkt stehen und nicht die Befindlichkeit des Arztes. Das können anscheinend nicht alle differenzieren.

Zum Glück ist frau ja mündig und kann sich umfassend informieren. Dies hat mein Gyn dann allerdings auch wieder gerügt. "Internet!!!". Dabei hat er auch ne Homepage mit Infos für Patientinnen.

Mal sehen, wie die FÄ morgen so drauf ist. Dann gehe ich künftig auch weiter zu ihr.

Wichtig für mich ist, zusammen mit einem Arzt zu der geeigneten Therapie zu kommen.

LG

Susanna

msissmParpl|e9


@ susanna / mamahenne

hei!! nein, bei mir wurden nur die myome entfernt und nicht die ganze gebärmutter. ich war zuerst bei einer FÄ, diese wollte mich "ganz ausräumen" ( das waren ihre worte...) damit " ruhe" sei... ich hatte allerdings keine beschwerden, wusste nicht einmal das ich plötzlich myome hatte. war ja natürlich klar, das ich mich bei dieser frau nicht mehr blicken ließ. hilfe!!!! sind deine blutwerte noch ok?? wie lange dauert deine mens. ?? gruss

M)amahenxne


@missmarple

Hallo missmarple,

also wenn ich Glück habe, dauert meine Regel 5-7 Tage, oft sind es aber auch 10 Tage. Davon dann so 3-4 Tage heftig.

Ich hatte mich im Sommer mal durchchecken lassen, da war mein Eisenwert relativ niedrig. Ich bin auch oft müde zzz. Ich bekam ein Eisenpräparat, das ich aber nicht vertragen habe. Ich versuche meine Ernährung entsprechend anzupassen.

Ich habe ja auch die Hoffnung, dass die Regel ganz wegbleibt nach dem Eingriff. Soll so in ca. 8% der Fälle bei Frauen über 45 sein. Aber Hauptsache, es wird deutlich weniger.

LG

Susanna

Mjam.ahxenne


@corolla, missmarple u. lampeter

Hallo Ihr Leben,

ich will hier mal kurz berichten, wie es heute bei der neuen FÄ war.

Zunächst hatte ich den Eindruck, dass sie versuchte, mir erstmal ne Hormontherapie schmackhaft zu machen. Auch gab sie mir ein anderes Schmerzmittel, da Aspirin ja das Blut verdünnt und ggf. zu stärkeren Blutungen führen kann. Dies trifft auf mich allerdings nicht zu, da ich Aspirin nur selten nehme, wenn ich kein Paracetamol mehr hatte. Die Intensität der Blutungen hat sich unter der Einnahme von Aspirin nicht verändert.

Jedenfalls löcherte sie mich ziemlich mit Fragen und ich dachte schon, hier steht man dem Verfahren auch nicht positiv gegenüber.

Sie fragte mich auch, wie ich überhaupt auf das Verfahren gestoßen sei. Ich sagte ihr, dass ich im Internet gesucht hatte und dabei auf die Seite der Charité kam.

Erst da sagte sie mir, dass der Arzt, der hier in Deutschland an der Charité das Verfahren eingeführt hat, ihr Mann ist.

Sie sagte mir auch, dass die Patientinnen hierfür sehr sorgfältig ausgewählt werden, da man die Embolisation nicht bei allen machen kann.

Jetzt muss ich erstmal eine ambulante Ausschabung machen lassen um auszuschließen, dass sich keine krankhaften Veränderungen der Schleimhaut ergeben haben.

Ist das Ergebnis ok, kommt die MRT und noch weitere Untersuchungen. Geht das alles glatt, kann's losgehen.

Meine Krankenkassse sagte mir heute auch noch mal, dass bei einem stationären Eingriff die Kosten übernommen werden. Mal sehen, ob der Bescheid dann wirklich positiv ist.

Manche Kassen lehnen diesen schonenden und günstigeren Weg ab und zahlen lieber die teurere Hysteroktomie. Wahnsinn eigentlich!

Ich kann nur hoffen, dass meine Kasse da wirklich mitspielt. Ich will ja keine Schönheits-OP! Ansonsten kostet der Spaß wohl so 8.000 €.

Auf jeden Fall gibt es dazu aus diesem Jahr ein Urteil des Bundessozialgerichts. Der Fall lag zwar etwas anders, aber es wurde dennoch gesagt, dass die Kosten im Grunde übernommen werden müssen, da dies auch im Einklang mit den einschlägigen Gesetzen stehe.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

LG

Susanna

l?ampdetexr


@Mamahenne

Erst da sagte sie mir, dass der Arzt, der hier in Deutschland an der Charité das Verfahren eingeführt hat, ihr Mann ist.

Da hast du ja eigentlich richtig Glück gehabt.

Manche Kassen lehnen diesen schonenden und günstigeren Weg ab und zahlen lieber die teurere Hysteroktomie. Wahnsinn eigentlich!

Ich versteh's auch nicht!:-/

M ama)hexnne


@lampeter

Hallo lampeter,

ich denke, es liegt auch daran, dass Frauenärzte in ihrer Ausbildung eine bestimmte Anzahl von Hysterektomien gemacht haben müüsen. Ich hörte mal in einem Fernsehbericht von 40. Ob das immer noch zustrifft, weiß ich nicht, aber ich fand diese Zahl erschreckend hoch. Bei 1.000 auszubildenden FÄ pro Jahr macht das 40.000 operierte Frauen aus! Das stellt sich einem schon die Frage, ob wirklich jede dieser OP notwendig ist oder lediglich der Ausbildung dient.

Ich habe mal ne Zeitlang in Südafrika gelebt. Dort kam meine Zweitälteste 1984 zur Welt. Entbunden hat mich mein Hausarzt, mit Kaiserschnitt! Ich fagte ihn natürlich, ob er das üb erhaupt machen kann und darf, weil in Deutschland das Arztsystem doch etwas anders ist. Er lachte und sagte, dass er die Zusatzausbildung dafür habe, allerdings ohne diese vielen Hysterektomien.

Er operierte mich unter PDA und nach 3 Tagen war ich wieder zu Hause und fit wie ein Turnschuh! Bei den anderen beiden Geburten, auch Sectio, ging es mir tagelang schlecht und ich brauchte Wochen, um wieder richtig auf die Beine zu kommen.

Ich will damit ja nicht sagen, dass es in Deutschland nicht auch anders geht, aber die Befindlichkeiten mancher Fachärzte scheinen doch eher im Vordergrund zu stehen als die patientengerechte Behandlung. Auch die Ärzte untereinander - eher gegeneinander - sind sich ja mitunter alles andere als grün. Das eine Fachgebiet kann nicht mit dem anderen und wehe, ein Fachgebiet arbeitet übergreifend. Bei der Myomembolisation sind es die Radiologen, die das Verfahren entwickelt haben, gegen die Gynäkologen, wobei eher die Gyn gegen die anderen schießen. Aber denen geht es dabei nicht um die Patientin. Zum Glück sind nicht alle FÄ so.

Was die KK angeht warte ich mal ab, was die mir tatsächlich bewilligen. Auf mündliche Zusagen gebe ich naturgemäß nicht so furchtbar viel. Ich wollte erstmal vorab klären, ob da evtl. noch Stress auf mich zukommt. Sieht erstmal nicht so aus.

LG Susanna

muissma:rplex9


hallo susanna. wäre lieb, wenn du uns ein bisschen auf dem laufenden halten würdest. also ich versteh´es auch nicht... da wird von den KK lieber ne hysteroktomie bezahlt, als ne embolisation. auch das psychische befinden der patientin nach der GM entfernung sollte eine rolle spielen... aber so ist die bürokratie.* kopfschüttel* lg miss....

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