» »

Schwangerschaftsanzeichen wegen einer Zyste?

Pmrenxada hat die Diskussion gestartet


Hi!

Vor einigen Monaten habe ich eine Bekannte getroffen die mir erzählt hat, das sie Schwanger wäre u es wohl abteiben lassen will. Vorgestern traf ich sie wieder zufällig in einem Cafe u hab sie natürlich gefragt, wie es ihr geht wie die abtreibung verlief u sie meinte das man wohl nach der abtreibung bemerkt hätte das es nur ein Zyste war.

Nun meine Frage an euch? ist sowas möglich, das man glaubt man wäre schwanger u auch der frauenarzt es bestätigt u erst nach der abtreibung wird klar das es eine Zyste war?? Denn irgendwie kauf ich ihr die geschichte nicht ganz ab u würd gern wissen ob ich veräppelt worden bin..?

Würd mich wirklich über antworten freuen!

Liebe Grüße,

Antworten
b.udd(leia


Hallo Prenada,

nein, ist zumindest hier in Deutschland nicht denkbar.

Zur eindeutigen Feststellung der Schwangerschaft vor der Abtreibung gehört normalerweise eine Ultraschalluntersuchung, es muß ja auch sicher bestätigt werden, dass die Schwangerschaft wirklich in der Gebärmutter sitzt und nicht außerhalb (z.B. im Eileiter).

Außerdem muß das Schwangerschaftsalter sicher festgelegt sein.

Vielleicht hat deine Freundin aber folgendes falsch verstanden:

Kommt es zur Einnistung der befruchteten Eizelle, bleibt der Gelbkörper am Eierstock erhalten und sorgt durch Hormonproduktion in den ersten Schwangerschaftswochen für den Erhalt der Gebärmutterschleimhaut und damit der Schwangerschaft.

Dieser Gelbkörper kann auch zystisch aussehen, dies sieht man dann im Ultraschall.

So kann deine Freundin also in der Frühschwangerschaft eine Zyste haben.

Smierva WAng6eliina


Hallo,

als ich 17 war hat mir mein Frauenarzt die berühmte Frage nach den Röteln, nach Röntgen usw. gestellt. Außerdem war der Tonfall so besorgt dass sofort klar war, er dachte ich sei schwanger. Es war Freitag und ich bin das ganze Wochenende wie betäubt herumgelaufen.

Am Montag bin ich wieder hingegangen und der sagte mir, ich habe eine Zyste an den Eierstöcken, und er habe zuerst gedacht es sei eine Schwangerschaft...

Also, es mag zwar nicht so sein können, das eine Schwangerschaft direkt bestätigt wird. Aber der Arzt hat mir den Eindruck vermittelt, ich sei es ohne das zu sagen. Das war schlimm genug...

Zumal ich damals schon einen großen Kinderwunsch hatte, zugleich so vernünftig war zu sehen das es Wahnsinn war da schon ein Baby zu bekommen.

Am Wochenende war ich also eher verzweifelt weil ich dachte, ich sei wahrscheinlich schwanger - alles was der Arzt gefragt hatte, gesagt hatte, deutete daraufhin - und dann am Montag bin ich zusammengebrochen weil ich es *nicht* war.

Es fühlte sich an als hätte ich ein ungeborenes Kind verloren das es ja aber nie gegeben hatte.

Zur eindeutigen Feststellung der Schwangerschaft vor der Abtreibung gehört normalerweise eine Ultraschalluntersuchung, es muß ja auch sicher bestätigt werden, dass die Schwangerschaft wirklich in der Gebärmutter sitzt und nicht außerhalb (z.B. im Eileiter).

Das ist wunderbar wissenschaftlich und medizinisch korrekt, nur bringt das nicht viel wenn man mit einbezieht das auch Patienten denken können und nicht ganz ungebildet sind.

Aber bis dahin kann ein Arzt schon längst einfach durch die üblichen Fragestellungen alles verraten haben denn jeder weiß ja wohl, *wann* die berühmte Frage nach den Röteln gestellt wird... und so weiter.

Insofern kann es natürlich sein, dass die Frau erst dachte, auch auf Grund der Äußerungen ihres Gynäkologen, dass sie schwanger sei.

Und das ganz ohne dass einmal das Wort "schwanger" gefallen ist.

bluddlbeia


Das ist wunderbar wissenschaftlich und medizinisch korrekt, nur bringt das nicht viel wenn man mit einbezieht das auch Patienten denken können und nicht ganz ungebildet sind.

???

Die Abtreibung ist durchgeführt worden, Frage der TE war, ob es möglich ist, dass eine Abtreibung durchgeführt wird, obwohl keine Schwangerschaft besteht.

Erklärst du mir bitte, warum meine Formulierung bei dir so aufstößt?

Shierva )Angelxina


Ich bin mir auch nicht sicher, inwiefern es Zysten nur an den Eierstöcken geben kann?

Es stimmt natürlich, dass man da von keiner Abtreibung sprechen kann. Es ist mir auch ein Rätsel wie es soweit kommen konnte...

Nur, dass es nicht korrekt abgelaufen sein *muss*.

Auf der anderen Seite passieren auch Ärzten Fehler - oder eben der Verwaltung dazwischen.

Was, wenn die besagte Ultraschalldiagnostik aus irgendwelchen Gründen unterblieben und das Unterbleiben auch noch untergegangen ist - Verwechslung, Fälschung?

Warum ich jetzt sehr empfindlich reagiere ist: Ich bin vorsichtig einen anderen Menschen Lügen zu bezichtigen nur weil ich das, was er mir erzählt nicht vorstellen kann oder weil es nicht der korrekten Vorgehensweise entspricht die gesetzlich vorgeschrieben wäre. Leider passiert eben viel auch nicht korrekt...

Und eine meiner Kolleginnen strebt gerade einen Kunstfehlerprozess an weil sie seit einer Op chronische Schmerzen hat.

Es mag wahrscheinlicher erscheinen dass da Blödsinn erzählt wurde.

Aber ich würde auf keinen Fall einfach davon ausgehen.

bDu$ddlxeia


Ich bin mir auch nicht sicher, inwiefern es Zysten nur an den Eierstöcken geben kann?

Doch, sogar sehr häufig.

Im natürlichen Zyklus einmal monatlich (Eisprungszyste), sonst häufig in der Frühschwangerschaft,wie oben beschreiben.

Als "Verschlucken" im natürlichen Zyklus, wenn sich der Gelbkörper nicht zurückbildet, außerdem natürlich auch als Nebenwirkung hormoneller Verhütung... (ist unvollständig).

Eine Zyste ist nichts weiter als ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, der Begriff sagt nichts über die Ursache , sondern ist lediglich beschreibend.

Ich gehe an keiner Stelle davon aus, dass die Kollegin "Blödsinn" erzählt hat.

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass ein Arzt einen operativen Eingriff (Abtreibung) vornimmt, wenn die Schwangerschaft nicht eindeutig bestätigt wurde.

(kann natürlich sein, dass es auch da schwarze Schafe gibt).

Deswegen war aber meine Interpretation dahingehend, dass die betreffende Kollegin einfach etwas mißverstanden hat.

S8ie8rva VAngQexlina


Hallo buddleia *:)

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass ein Arzt einen operativen Eingriff (Abtreibung) vornimmt, wenn die Schwangerschaft nicht eindeutig bestätigt wurde.

(kann natürlich sein, dass es auch da schwarze Schafe gibt).

Das verstehe ich gut und fühle ähnlich - aber das es uns nicht vorstellbar erscheint bedeutet leider nicht, dass es auch so ist... :-)

Es ist eventuell unwahrscheinlich, allerdings auch wieder keineswegs völllig unmöglich, dass da eine Abtreibung ohne gründliche Diagnostik stattfinden sollte

Mir war nur wichtig: Der *Grund* warum das hier gefragt worden ist, war, dass die Ausgangsposterin ihrer Bekannten misstraut hat - und vermutet, dass da Blödsinn von ihrer Freundin - bei der die Abtreibung vorgenommen werden sollte - erzählt worden war.

Und ich bin vorsichtig damit, Leuten zu bestätigen "Ja, Deine Bekannte lügt Dich an".

Vielleicht tut dass die Bekannte eben *nicht* sondern ist an besagtes "schwarzes Schaf" geraten?

Ich habe einen Bekannten dessen zwölfjähriger Sohn nach einer einfachen Blinddarm-Op gestorben ist - und der Sohn war ansonsten kerngesund.

Was ich damit sagen will - *nichts* ist unmöglich.

Und es *ist* möglich, auch wenn es uns nicht wahrscheinlich erscheint, dass die Bekannte die Wahrheit gesagt hat.

Daher: Ich würde nicht gleich davon ausgehen, dass sie herumgelogen hat...

Ganz einfach, weil Fehler passieren. Sowohl in der Diagnostik selbst als auch in der *Weiterleitung* von Ergebnissen. Meiner Mutter haben sie in der Kinderklinik zum Beispiel mal einfach das falsche Baby gebracht, statt meiner Schwester. Fehler passieren, auch Pflegepersonal, Verwaltungsangestellten und Ärzten selbst. Und ab und zu wirken sich diese Fehler nicht so harmlos aus, gerade wenn es eine Verkettung dieser an sich völlig normalen, da menschlichen (!) Fehler gibt.

Auch Ärzten - und die leiden darunter, dass sie das so vertuschen müssen, weil sie sonst Ärger mit ihren Kliniken, den Versicherungen etc. bekommen, meistens am Allermeisten, denn kein Mensch möchte einen Fehler machen, der Gesundheit und Leben eines anderen gefährdet.

Ich möchte mich aber bei Dir entschuldigen - mein Ton war etwas zu rau, weil gerade das Thema "Zyste an den Eierstöcken" mich sehr an die Sache damals erinnert hat.

Ansonsten bin ich vorsichtig mit dem Beantworten solcher Fragen weil ich der Meinung bin: Ob die Bekannte lügt müsste sie per Nachfragen, nachhaken über das genaue Prozedere erfahren können...

Zum Beispiel treiben gar nicht so viele Ärzte ab. Und derselbe Arzt, der die Diagnose "schwanger" gestellt hat, darf die Abtreibung dann gar nicht vornehmen - wenn sich die Gesetze nicht in den vergangenen 12 Jahren entscheidend geändert haben (meine beste Freundin hat damals abtreiben lassen und ich habe ihr in dieser Zeit beigestanden, war mit zu Beratungsgesprächen usw. als ihr Freund sie im Stich ließ)

Wenn die besagte Patientin behaupten würde, dass wäre so gewesen - beim selben Arzt - das wäre für mich dann ziemlich misstrauenerweckender als die Beschreibung einer "Abtreibung" bei einer Zyste...

LG

Angelina

b@uddBlexia


Hallo Angelina,

wir wissen ja nun auch nicht, wie eng der Kontakt zwischen den beiden ist.

Vielleicht kam diese Antwort auch nur, weil die Kollegin ihre Abtreibung nicht oder zumindest nicht in einem Lokal diskutieren wollte, wäre auch möglich.

Ob nun wirklich nachgebohrt werden sollte, muss die TE entscheiden.

Ich möchte mich aber bei Dir entschuldigen - mein Ton war etwas zu rau

Keine Entschuldigung nötig.... mir war nur nicht klar, welchen Nerv ich getroffen hatte, deswegen die Nachfrage. @:)

Pgrenaxda


So nachdem hier schon eifrig unter euch diskutiert wurde geb ich nochma meinen senf dazu :-)

Ich habe zusammen mit ihr Abitur gemacht aber danach hat sich der kontakt etwas verlaufen u wir treffen uns nur noch gelegentlich u quatschen.

Ich wollte ja auch nicht hören ja die lügt oder so, ich wollte mich nur mal erkundigen, bevor ich da weiter bei ihr nachhacke u da n empfindliches thema anspreche! immerhin ist es ja wirklich kein angenehmes thema, aber ich weiss nun mal das sie ne ziemliche labertasche ist u gern im mittelpunkt steht, was mich natürlich noch skeptischer macht!

also ich bedanke mich bei euch für die antworten!! werde mich eventuelll bald mal bei ihr melden u das nochma bequatschen, vllt hab ich ja auch was missverstanden.

also vielen dank!

Liebe Grüße,

KXit0anxa22


Um nochmal zu der Zyste zurückzukommen: manche Zysten können hcg, also das Schwangerschaftshormon, ausschütten. Dann kann auch der Test positiv sein. Allerdings kann man das durch einen Ultraschall ausschließen und wird natürlich keine Zyste "abtreiben", wenn nicht gerade ein wirklich schwarzes Schaf am Werk war.

b,uddpleixa


Eher unwahrscheinlich...

manche Zysten können hcg, also das Schwangerschaftshormon, ausschütten

Dies sind absolute Exoten, meist dann auch bösartige Tumoren mit zystischen Anteilen, die HCG produzieren.

Khita>nxa22


Hier gabs mal so einen Fall, daher kannte ich das, kannst du dich erinnern? Ich hab gerade ihren Namen vergessen...

bkuddlReia


@Kitana

Nein, kann ich nicht.

Ich weiß nur, dass wir diese Diskussion schon einmal hatten, war aber dann eine Zyste in der Frühschwangerschaft, bei der zum Zeitpunkt des Ultraschalls nur die Zyste am Eierstock, aber nicht die Schwangerschaft gesehen wurde.

HCG in diesem Fall natürlich nachweisbar.

Aber wenn du es findest, ich lasse mich gern schlauer machen... @:)

Koitan}a22


Jamiegirl! Sie hatte einen positiven SS-Test unter dem Nuvaring. und das HCG kam von einer Zyste bei ihr - endlich wieder eingefallen *:).

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gynäkologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Kinderwunsch · Schwangerschaft · Sternenkinder · Verhütung · Wechseljahre · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH