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Symptome von der Pille/Absetzen der Pille? ? Hilfe!

fQe.h82 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

hoffe hier jemanden zu finden, der/die mir vllt. helfen kann. Kurz zu meiner Geschichte: Ich bin 24 J. alt und habe 10 Jahre lang die Pille genommen. Da ich sie nie lange vertrug, musste ich sie oft wechseln. Habe also daher fast alle durch (Valette, Belara, Leios, Monostep etc.). Vor ca. 6 Monaten bemerkte ich, dass meine Launen wirklich schlimm wurden, ich gar keine Lust mehr auf Sex hatte und meine Blutungen auch immer heftiger wurden (einhergehend mit Übelkeit und Schwindel). Daraufhin ging ich zum FA, der eine Eierstockzyste diagnostizierte und mir erzählte, dass meine Symptome auf gar keinen Fall von der Pille (Yasmin) kommen könnten. Die Antwort war mir zu blöd und ich wechselte zu einem anderen FA. Der schickte mich ins Krankenhaus zwecks Entfernung der Zyste. Zudem schlug er mir vor, die Pille als Verhütungsmethode aufzugeben. Ich hatte kurz nach dem Krankenhaus eine normale Blutung und begann nach der Woche mit dem Ring, mit dem ich aber nicht klar kam und ihn mir von FA wenige Tage später rausnehmen ließ. Am selben Tag begann ich mit der Einnahme der Cerazette (reines Gestagen-Präperat). Schon an dem Tag, als der Ring rauskam, ging es mir nicht gut. Mir war etwas schwindlich und übel. Ich nahm das aber nicht so ernst. Drei Tage später ging es zusehendst schlechter. Der Schwindel verstärkte sich,Übelkeit, Zittern am ganzen Körper, Depressionen, Ängste, Haarausfall, Akne, Herzrasen, Schlafprobleme und erneute Blutungen traten auf. Ich ging also wieder zum Gyn, der mir sagte, dass die Symptome nicht von der Pille bzw. von dem "Hormonchaos" kommen können und dass ich zur Sicherheit die Cerazette aber absetzen soll. Ich nahm sie bis zu dem Zeitpunkt 10 Tage. Jetzt nehme ich seit einer guten Woche gar keine Pille mehr ein. Die Blutungen haben in der Zwischenzeit aufgehört, ansonsten ist mein Zustand unverändert. Können die Symptome daran liegen, dass mein Körper kein Östrogen mehr bekommt (was er ja über 10 J. lang bekam und unter dem Verhütungsring wesentlich weniger)? Die Ärzte sagen zwar, dass es so etwas wie "Entzugserscheinungen" nicht gibt, aber die erzählen ja ohnehin alles mögliche.Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?? Was kann ich tun, um herauszufinden, ob es wirklich an den "Hormonen" liegt? Übrigends war ich schon beim Kardiologen (alles ok.), beim HNO (alles okay) und hab ein Blutbild machen lassen beim Hausarzt (alles okay).Mir geht es wirklich dreckig und ich wäre froh, wenn mir jemand antworten würde.

Vielen lieben Dank im Voraus!

Antworten
M<ishsyxO


Ich würde dir dringend anraten es erst mal mit den Hormonen sein zu lassen und deinem Körper ein wenig ruhe zu gönnen um sich davon zu erholen.

f6e)h8x2


ja, das tue ich ja jetzt auch. Nehme ja im moment gar keine Hormone ein. Finde aber meinen Zustand schon sehr beängstigend. So schlimm ging es mir noch nie.

f$eh8)2


Ach noch etwas: Kennt jemand vielleicht irgendwas aus der Naturheilkunde, mit dem bewirken kann, dass sich der Hormonhaushalt schneller wieder einpendelt?

MNo'niM


Dein Hormonhaushalt scheint ja recht gebeutelt!

Erst mal was zum Östrogen: das Östrogen der Pille ist eine umgewandelte Form des natürlichen Östrogens. Dieses künstliche Östrogen unterdrückt gleichtzeitig die Produktion des körpereigenen Östrogens.

Mir sind keine homöopathischen Mittel bekannt, mit denen man die Stabilisierung des Hormonhaushaltes beschleunigen kann. Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich halte auch gar nichts davon!

Der Körper schafft das sehr gut alleine, er braucht nur Zeit!

Du darfst nicht vergessen: Du hast deinen Körper 10 Jahre lang hormonell anscheinend ziemlich "vergewaltigt" (das scheint mir zumindest so, nachdem du kein Präparat vertragen hast und trotzdem weiter bei der Pille geblieben bist).

Wieso erwartest du, dass er schlagartig wieder funktioniert?

Das hormonelle Gefüge ist sehr komplex, es dauert ca 3-6 Monate, bis sich der Körper hormonell wieder zurechtfindet. Bis alles ganz ok ist, kann es schon mal ein Jahr dauern.

Lass deinem Körper jetzt bitte die Ruhe, es selbst hinzubekommen.

Dein Arzt ist übrigens ein echter Komiker: Sagt, du sollst weg von der Pille und gibt dir den NuvaRing %-|

Der ist nur dummerweise von Zusammensetzung, Wirkweise und Hormonmenge nicht anders als die Pille.

f*eh8x2


Da magst du vollkommen recht zu haben! Wenn ich jetzt zurück blicke, denke ich auch, dass es besser gewesen wäre, die Pille nie zu nehmen. Aber mit 14 ist man halt noch ein bißchen dumm und naiv. Das Problem ist nur, dass ich nicht mit Sicherheit sagen kann (und die Ärzte können/wollen es auch nicht), ob meine Beschwerden wirklich mit den Hormonen zusammen hängen oder ob eine andere organische Ursache vorliegt. Das verunsichert mich sehr. Zumal ich mich zur Zeit erheblich eingeschränkt fühle. Kann z.B. aufgrund des Schwindels und Zitterns kein Auto fahren bzw. traue es mir nicht zu wegen Unfallgefahr.

M]onixM


Leider gibt es nur eine einzige Möglichkeit um herauszufinden, ob es an den künstlichen Hormonen liegt:

Weiterhin keine Hormone nehmen und mindestens 6 Monate warten.

Wobei ich sagen muss: Von so krassen Reaktionen nach dem Absetzen habe ich auch noch nicht gehört, deswegen würde ich es aber nicht ausschließen.

Wenn es durch das Absetzen bedingt ist, müßte es aber in den nächsten paar Wochen besser werden, eben wenn der Körper anfängt, die eigene Hormonproduktion wieder in den Griff zu bekommen.

Was mir bei deinen Symptomen einfällt wäre:

a) Schilddrüse

b) Unterzucker

Warst du schon beim Internisten und hast alles organische abklären lassen?

fQeh82


Ich war bei meinem Hausarzt, der ein großes Blutbild machen ließ. Demnach seien alle Werte (auch Schilddrüse) in Ordnung. Beim Neurologen war ich auch, der ein EEG machen ließ. Das war auch in Ordnung.

M1onpdini


Am selben Tag begann ich mit der Einnahme der Cerazette (reines Gestagen-Präperat). Schon an dem Tag, als der Ring rauskam, ging es mir nicht gut. Mir war etwas schwindlich und übel. Ich nahm das aber nicht so ernst. Drei Tage später ging es zusehendst schlechter. Der Schwindel verstärkte sich,Übelkeit, Zittern am ganzen Körper, Depressionen, Ängste, Haarausfall, Akne, Herzrasen, Schlafprobleme und erneute Blutungen traten auf.

Dein Gyn scheint mir ja ne echte Kompetenz zu sein..auf dem Gebiet der Komik-> Packungsbeilage Cerazette:

Psychiatrische Störungen

Häufig: Stimmungsschwankungen, verminderte Libido.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: Übelkeit.

Haut und Unterhautgewebe

Häufig: Akne.

Reproduktionssystem und Brust

Sehr häufig: Unregelmässige Blutungen (40–50%).

Allgemeine Störungen

Gelegentlich: Müdigkeit.

Nicht dasselbe wie Schlafprobleme..

aber ich sag mal so,wie schon oft festgestellt wurde bei den Ladies im Hormonspirale-Forum,könnte man jedem Beipackzettel hormoneller Verhütungsmittel noch zig Nebenwirkungen beifügen.

Ich finds unverantwortlich,dass kein einziger Gyn dir mal geraten hat es mit den Hormonen zu lassen..aber da sieht man mal,die denken nicht an die Gesundheit des Patienten,nur an ihren eigenen Geldbeutel

Mcondxini


Hm ja

die Packungsbeilage...bei netdoktor steht auch Haarausfall als Nebenwirkung ([[http://www.netdoktor.de/medikamente/100009132.htm]])

Also ich würd sagen,das was du hattest kam entweder von der Cerazette oder vom Hormonchaos oder von beidem

f4eh82


Vielen Dank, dass ihr so lieb zurück geschrieben habt!!

f#exh82


Hallo nochmal,

wollte euch nochmals zu oben stehendem Problem um Rat bitten. Also...ich bin nach wie vor "pillenfrei". Die oben beschriebenen Symptome bestehen aber immer noch. Das Merkwürdige ist, dass ich sowohl im ersten "pillenfreien" Zyklus, als auch jetzt im zweiten eine Besserung zumindest hinsichtlich der Depressionen verspüre und zwar immer ca. 2 Wochen vor meiner Periode ??? Ich war während des letzten Zyklus wieder bei meinem Gyn gewesen, der bei mir einen Hormonstatus machen ließ. Blut wurde mir am 44. Zyklustag abgenommen, als es mir gut ging. Am Tag darauf bekam ich meine Periode für 2 Tage. Als meine Periode endete fing das ganze Spiel wieder von vorn an. Der Hormonstatus war laut meinem Gyn in Ordnung. Also ging ich am 15. Zyklus des zweiten "pillenfreien" Zyklus zu meinem Heilpraktiker, der mir Blut abnahm und Cortisol, DHEA-S, Östradiol und Testosteron bestimmen ließ (nur so wenige, weil es ja auch teuer ist). Der Testosteron-Wert war zu hoch (0,99, Referenzbereich des Labors bis 0,60). Cortisol und DHEA-S okay. Östradiol 190 pg/ml. Östradiol ist aber schwierig einzuordnen, da ich ja jetzt nicht weiß, wo ich im Moment im Zyklus stehe (oder sehe ich das jetzt falsch ??? ??)

Weiß im Moment nicht, was ich tun soll und habe furchtbare Angst, dass es sich um eine "richtige" Depressionen (also psychiatrisch) handeln könnte (obwohl ich nicht wüßte, wo die herkommen sollten). Überlege schon die Pille wieder zu nehmen.

Über jeden Beitrag von euch würde ich mich freuen @:)

M@onniM


Liebe feh82, ich würde noch nicht aufgeben. Der Körper braucht im Schnitt 6 Monate, um die Pillenhormone ganz zu "verarbeiten".

Was deine erhöhten Testosteronwerte angeht: Lass dich von einem Hormonspezialisten, einem Endokrinologen untersuchen.

Falls diese Erhöhung bei dir eine körperliche Ursache hat (und das ist meistens der Fall), wird er sie finden und kann sie behandeln.

Auch deine Zykluslänge und die depressionen könnten dadurch begründet sein.

Häufig pendelt sich der Körper aber noch von selbst ein.

Allerdings weisen viele Enodkrinologen darauf hin, dass eine Bestimmung der Sexualhormonspiegel erst 3 Monate nach dem Absetzen aussagekräftig ist.

Wie gesagt: Gib noch nicht auf, der Körper braucht einfach etwas Zeit, die eigene Hormonproduktion wieder in den Griff zu bekommen.

Vielleicht kann dein Heilpraktiker diesen Prozess ja auch unterstützen.

fweh82


Ja, ich weiß, dass ich noch nicht aufgeben sollte, aber es ist halt schwer, wenn es einem nicht so schlecht geht. Zum Endokrinologen zu gehen habe ich mir auch schon überlegt. Muss der Gyn einen dort hin überweisen oder kann man sich die Überweisung auch vom Hausarzt holen?

Weiß denn vielleicht jemand, was ein hoher Testosteronwert auslösen kann? Beim googeln habe ich nicht wirklich was gefunden außer, dass die Libido steigen soll und man aggressiv werden kann. Und beides trifft auf mich überhaupt nicht zu!

Dass ich den Östradiolwert nicht einordnen kann, nervt mich auch.

Wenn mein Zyklus länger ist als normal, heißt das auch gleichzeitig, dass die einzelnen Phasen auch länger sind? Kann ich dann also im nachhinein den Östradiolwert einordnen? Blut wurde mir am 15. Zyklustag entnommen und wenn ich zu dem Zeitpunkt noch in der Follikelphase war, dann ist mein Östradiolwert nämlich zu hoch. Kann man also zurückrechnen? Vielleicht ist das aber auch gerade eine "Milchmädchenrechnung", die ich mir hier denke..

M\oXniM


Du kannst das schon im Nachhinein zuordnen.

Allerdings ist bei überlangen Zyklen die Follikelphase einfach sehr, sehr lang, da der Körper sehr lange kein Ei heranreifen lassen kann.

Die Dauer der HL ist immer maximal 17 Tage, ab dem 18.Tag redet man von einer bestehenden Schwangerschaft.

Beobachtest du deinen Zyklus (Temperaturmethode, NFP oder ähnliches)?

Die Ursachen einer Testosteronüberproduktion sind sehr vielfältig, am häufigsten sind: Übergewicht, Schilddrüsenfunktionsstörungen und Insulinresistenz

Eine Testosteronüberproduktion muss auch nicht zwingend mit Libidosteigerung und Aggressivität einhergehen, häufig ist das Gegenteil der Fall. Der Körper ergreift bei einer ständigen Überproduktion nämlich Gegenmassnahmen und fängt freies Testosteron sehr effektiv ab. Leider reicht das aber in einigen Fällen nicht, um den Zyklus zu stabilisieren.

Eine Überweisung zum Endokrinologen bekommst du auch beim Hausarzt. Verweise einfach auf die gefundenen Hormonwerte und dass du dies genau klären lassen möchtest (meist wird ja eh nicht nach dem Überweisungsgrund gefragt)

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