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Wie oft sollte Frau zum Frauenarzt gehen? ?

L*iekntjxe


Eine Arbeitskollegin erzählte mir, in anderen Ländern (in welchen, sagte sie aber nicht) würde zur Krebsvorsorge der (bessere aber teurere) HPV-Test bezahlt, dann sei es auch nicht nötig, öfter als alle 3 Jahre zur Krebsvorsorge zu gehen. Aber in D gäbe es halt nur den billigen und unsicheren PAP-Abstrich.

Sie würde die 50 Euro für den HPV-Abstrich zahlen und auch nur alle 3 Jahre zum Gyn gehen.

Kann jemand dazu was sagen? Ich frage mich ob die Kollegin recht hat...

Naja, das ist ein zweischneidiges Schwert... Es stimmt schon, da es um so gefährlicher wird, je länger das Virus persistiert. Allerdings sagt ein positiver HPV-Test nicht wirklich was aus - denn dort bekommt man nur die Info ob low risk (kann Feigwarzen verursachen) oder high risk (kann Gebärmutterhalskrebs verursachen). Das KANN ist dabei das entscheidende: Fast jede Frau infiziert sich in ihrem Leben damit, aber nur etwa 1% der infizierten bekommt auch Symptome. Dazu kommt, dass es verschiedene Versionen des HPV-Tests gibt: Manche sind sensitiver als andere und brauchen für den Virusnachweis wesentlich weniger Virusmaterial als andere Tests (genauere Infos ganz unten im Leitfaden HPV im entsprechenden Forum). Hat man das Virus, heißt das noch lange nicht, dass man auch Symptome bekommt. Erhält man aber ein HPV-positives Ergebnis, kann das die Psyche extrem belasten. Außerdem folgendes Szenario: HPV-Test ist negativ, danach erfolgt ein sexueller Kontakt, bei dem man sich mit high risk HPV ansteckt. Daraufhin gehört man zu den unglücklichen, die Zellveränderungen entwickeln. Weiterhin angenommen, sie bilden sich nicht zurück: Dann läuft man bis zum Ende der 3 Jahre (also bis zum nächsten HPV-Test) damit rum. Mir wär das ehrlich gesagt zu riskant.... (auch wenn es meist mehrere Jahre dauert, bis sich echter Krebs entwickelt).

Der Pap-Test, der einmal jährlich durchgeführt wird, teilt den Grad der Zellveränderungen ein. Hat man einen Pap 1 oder 2 ist alles im Lot - und ein HPV-Test überflüssig. Liegt der Wert jedoch höher, wird meistens ein HPV-Test gemacht und engmaschiger kontrolliert (meist alle 3 Monate). Bessert sich der Wert wieder - alles ok. Bessert er sich nicht, muss konisiert werden.

Ich hoffe, ich konnte das verständlich rüberbringen ;-)

K3ita*na2x2


Die Frage ist evtl. blöd, aber: mein konkreter Fall: Ich lebe seit 4 Jahren in einer festen Beziehung, HPV-Test negativ, HPV-Impfung durchgeführt, Pap 1-2. Könnte ich demnach überhaupt einen schlechten Pap-Wert haben, wenn ich theoretisch nie wieder einen anderen Partner hätte und dieser auch treu wäre?

Lfien~tSjxe


Wenn dieser auch treu ist, ist das sehr unwahrscheinlich. Allerdings besteht ein sehr sehr geringes Restrisiko: Die Impfung wirkt nur gegen 2 hig risk Virenstämme: HPV 16 und 18. Diese sind in etwa 70% der diagnostizierten Gebärmutterhalskrebsfälle vorhanden. Es gibt jedoch noch andere Stämme - die sind für die letzten 30% verantwortlich. Hast du diese Viren (trotz negativem HPV-Test möglich, wenn die Konzentration zu niedrig war), kann sich daraus bei schlechtem Immunsystem etwas entwickeln - mit einer Wahrscheinlichkeit von 1%.

Ich halte es daher eher für eher unwahrscheinlich, dass du durch HPV einen schlechten Pap bekommen könntest. Allerdings kann der auch durch bakterielle Infektionen und Entzündungen schlecht werden - das müsste dann genau abgeklärt werden.

(Ich hoffe, ich hab dich mit dem unwahrscheinlichen Szenario nicht verunsichert).

Kxit9anma22


Nein, du hast mich gar nicht verunsichert, ich war nur neugierig @:)

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