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Östrogencreme bei rissiger und trockener Scheide?

s>u;avexs hat die Diskussion gestartet


Hallo Frauen,

Hat jemand von euch auch unter Scheidentrockenheit mit Rissen gelitten und hat jemand dafür auch eine ÖSTROGENSALBE bekommen? Wenn ja, wie habt ihr diese benutzt? Durchgehend?

Oder mal eine zweiwöchige Kur und dann nicht mehr?

Ich leide darunter und weiss nicht, wie ich diese Creme brauchen soll, da ja von einem längerfristigen Gebrauch abgeraten wird...

Antworten
g^y2n34yoxu


In der 1. Woche allabendlich ca 3 cm Cremestrang mit dem Applikator tief einführen. Dann reduzieren auf Anwendung jeden zweiten Abend und schließlich auf ca 2 cm 2x pro Woche. Es sollte eine Creme mit Estriol (=Oestriol) sein. Gegen eine längerfristige lokale Anwendung von Estriol gibt es keine Bedenken. Die Ursache ist ja auch längerfristig bzw. bleibend. Daher ist eine 2-Wochenkur nicht von anhaltender Wirkung.

Voraussetzung ist natürlich immer, daß ein örtlicher Hormonmangel nachgewiesen ist. Das geschieht nicht mit der Bestimmung von Hormonspiegeln, sondern mit der mikroskopischen Beurteilung von Abstrichzellen aus der Scheide - einfach, schnell, zuverlässig und billig.

MLo4nxiM


Die Frage ist: Wodurch wird dieser lokale Hormonmangel ausgelöst?

Die Creme bietet meist Abhilfe, aber häufig nur, solange sie angewandt wird.

Da die hormonelle Verhütung ein häufiger Auslöser eines lokalen Östrogenmangels in der Scheide ist, sollte man hier über einen Präparatewechsel oder auch über nicht-homonelle Verhütungsmethoden nachdenken.

sZua"vexs


Dann wäre also eine Lösung, dass ich sie immer vor dem Sex auftragen würde, also z.B. auch einen Tag davor?

MYoniQM


Am besten trägt man Vaginalcremes vor dem Schlafengehen auf.

Durch die waagrechte Position kann sie sich gut verteilen und hat viel Zeit zum Einwirken. Vor dem Sex würde ich es eher nicht machen, erstens weil dein Partner dann auch eine kleine Portion abbekommt und zweitens, weil sie nicht einziehen kann.

M%owgl5y01


Also Östrogensalbe ist schon mal sehr gut und wird in solchen Fällen sehr oft angewand.

Ich habe schon mit 30 eine Total-Op gehabt (bin jetzt 38) und deshalb keine Östrogene mehr. Habe heute von meiner Frauenärztin auch eine Salbe bekommen, die Östrogene hat. Man sollte auch untersuchen warum die Scheide zu trocken ist. Das kann so viele Ursachen haben. Bei mir waren es meistens Pilzinfektionen... Wenn die Scheiden Flora nicht mehr in Ordnung ist, ist die Scheide auch sehr oft sehr trocken und tut weh.

Lieben Gruß

g$yn4yxou


Ich habe schon mit 30 eine Total-Op gehabt (bin jetzt 38) und deshalb keine Östrogene mehr.

Nur im Interesse der Korrektheit: Eine "Total-Op" (= Total-Exstirpation = TE) bedeutet, daß die Gebärmutter ganz und nicht teilweise entfernt wird. Die Total-Op ist daher nicht der Grund für die fehlenden Hormone, denn die Eierstöcke können dabei drin bleiben.

Weil der Begriff Total-Op mißverständlich ist und immer wieder falsch gebraucht oder verstanden wird, wäre es besser, er verschwände ganz aus dem Sprachschatz der Gyn bei der Aufklärung der Patientinnen. Die "Entfernung der Gebärmutter mit oder ohne Entfernung der Eierstöcke", medizinisch "Hysterektomie mit/ohne Adnektomie" wäre korrekt und unmißverständlich.

Bei dir wurden offenbar auch die Eierstöcke mit entfernt, dadurch erklärt sich der Mangel an Hormonen. Im Alter von 30 in die Menopause geschickt zu werden ist natürlich hart. Da reicht normalerweise die rein lokale Ostrogenisierung mit Estriol nicht aus. Es sollte eine systemische Therapie überdacht werden. Bei zu erprobender niedriger Dosis bringt ein reines Oestrogenpräparat mit 17-ß-Östradiol keine höheren Risiken, als hättest du die Eierstöcke behalten.

Swindxel


Re: Für mich keine dauerhafte Lösung

Ich habe eine Östrogensalbe.

Ich habs am Anfang 2-3 Wochen durchgezogen (manchmal war ich abends auch so müde das es zwischendurch ausgefallen ist).

Da ich generell einen viel zu schmalen Geschlechtseingang habe, ist das aber ein anderes Problem - trotzdem hat die Salbe nach 3 Wochen geholfen und der Verkehr ging besser. Zwischendurch hab ichs immer wieder aufgetragen, was schlimmes ist mir davon nicht passiert.

Ist nach meiner Meinung trotzdem keine dauerhafte Lösung, weil als ichs abgesetzt habe, gings mit der trockenen Scheide schon wieder los.

MBosnixM


@ suaves:

Eine Östrogencreme sollte keine dauerhafte Behandlung sein, sondern nur als Kur angewandt werden. Über die Schleimhäute gelangt der Wirkstoff nämlich nahezu verlustfrei in den Körper und stellt auf die Dauer eine nohe Hormonbelastung dar.

@ suaves & Sindel:

Verhütet ihr hormonell? Mir ging es nämlich jahrelang genauso, habe auch zig verschiedene Cremes probiert keine hat dauerhaft geholfen.

5 Jahre habe ich das mit mir machen lassen, da jeder Arzt mich für bescheuert erklärt hat, als ich die Pille als Auslöser in Betracht zog. Und ich dumme Kuh habe das 5 Jahre lang geglaubt!

Bis ich in diesem Forum eines besseren belehrt wurde.

Ich habe die hormonelle Verhütung vor einem Jahr abgesetzt, seitdem habe ich keine Probleme mehr mit Trockenheit und Engegefühl!

Aus diesem Grund kann ich euch nur empfehlen: Wenn ihr hormonell verhütet, lasst es auf einen Versuch ohne ankommen! Es gibt einige sehr sichere hormonfreie Alternativen!

sPuavxes


Ja ich verhüte hormonell und mit der Yasminelle.. das soll ja angeblich eine Hautpille sein.. seit ich diese nehme habe ich auch dieses Problem.. Nun hat mir mein Arzt empfohlen auf eine andere schwache zu wechseln die Gestoden entählt und nicht Drospirenon..

MDonixM


Die Yasminelle ist eine Hautpille, diese NW ist unter ihnen häufig, dass erleben wir auch hier im Forum.

Ob der Wechsel auf ein androgenhaltiges Präparat hilft kannst du ausprobieren, bei mir selber (und vielen Frauen, die ich kenne) brachte das leider kaum Verbesserung.

shuavxes


ach ja? hmm...das macht mich natürlich nicht sehr glücklich so etwas zu hören..

Ich nahm aber vorher eine androgene Pille und bei dieser hatte ich das Problem nicht.. meinst du nicht, ein Wechsel zur alten Pille könnte gut sein?

M0oniM


Ich weiß es nicht! Es kann gut sein, muss aber nicht. Du kannst es nur ausprobieren, leider.

Für mich war dieser Wechsel damals auch logische Konsequenz (von Valette auf Monostep) geholfen hat es leider gar nicht.

Aber auch das will nichts heißen, jede Frau ist anders.

Probiere es einfach mal, beobachte drei Monate und dann kannst du entscheiden!

Und wie gesagt: Es gibt genug Möglichkeiten, ohne Hormone sicher zu verhüten, die Welt geht nicht unter, wenn es nicht klappt ;-) @:)

Ich drücke aber fest die Daumen, dass diese Lösung bei dir hinhaut!

s2uavxes


Wie alt bist du denn wenn ich fragen darf?

Und seit wann leidest du unter diesem Problem?

M<onqixM


Ich bin 27 und litt ca 6 Jahre darunter, die ersten 3 Jahre war es auszuhalten, die letzten drei war es der blanke Horror. In den letzten drei Jahren habe ich von der Valette auf die Monostep und dann auf den Ring gewechselt (den bitte nicht verwenden, ist das schlimmste, was man bei diesem Problem machen kann!). Keine Tampons mehr, kein Sex mehr möglich, ständig Infektionen, ständig Blasenentzündungen, Juckreiz und zu guter Letzt durch die Trockenheit bedingte Veränderungen der Schleimhaut, bei denen meine FA dann einen "Lichen sclerosus" vemutete (Libidoverlust , Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen hatte ich nebenbei auch noch).

Diese Krankheit hat mich auch endgültig auf den Trichter gebracht, dass es die Hormone sein könnten/müssen (meine Frauenärzte haben diese Vermutung immer nur belächelt, ich hatte sie in den 6 Jahren bei verschiedenen Ärzten geäußert).

Wie gesagt: Seit einem Jahr hormonfreie Verhütung, seit einem Jahr keine einzige der oben genannten Beschwerden mehr!:)^ @:)

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