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Peride häufig-Anämie-Gebärmutter entfernen?

AAzucexna1 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Bestimmt ist das Problem hier schon öfters angesprochen worden.

Ich bin 39, habe zu häufige und stake Regelblutungen, das schon seit Jahren. Meistens im Abstand von 14-20 Tagen. (Früher habe ich deswegen die Pille genommen) Manchmal nur 10 Tage.

Ein organisches Problem ist es nicht. Beim Ultraschall wurde nichts entdeckt. Dadurch habe ich fast immer Eisenmangel/Anämie.

Fühle mich immer müde und habe oft Atemprobleme.

Nehme auch häufig Präparate. Jetzt habe ich vielleicht seit 3 Monaten kein Eisen mehr genommen und mein Hämoglobin ist im Keller. Eine Ärztin meinte vor ein paar Tagen, ich sollte mir die Gebärmutter entfernen lassen ???

Bei einer Bekannten wurde das auch gemacht :-/

Ist das normal ???

Bei so etwas die Gebärmutter entfernen zu lassen ???

Möchte das eigentlich nicht unbedingt :-

Ich lebe in Spanien, wenn ich hier zum Gynäkologen über die KK möchte, dauert das bis ich einen Termin bekomme, oftmals länger als 1 Jahr. Deshalb bin ich oft privat gegangen.

Antworten
A=nne0lie49


Hallo Azucena

ich habe eben erst deinen Faden entdeckt. Ich habe aus demselben Grund meine Gebärmutter entfernen lassen. Habe aber nachdem mir mein Hausarzt wegen starker Anämie, die Gm-entfernung empfohlen hatte, noch über 1 Jahr gebraucht mich dazu durchzuringen. Ich hatte viel ausprobiert. Ausschabung, Hormone - aber zum Schluß hatte ich regelrechte Dauerblutungen. 15 Tage, 18 Tage, 21 Tage - 4 Tage Ruhe und das Ganze wieder von vorn. Ich konnte einfach nicht mehr. Bin wegend er Anämie oft umgekippt. Leider mußte bei mir ein Bauchschnitt gemacht werden. Ich fand die OP und die ersten 3 Wochen danach waren ein harter Brocken. War insgesamt 8 1/2 Wochen krank. Aber jetzt geht es mir richtig gut (OP war am 5.12.07). Habe schon viel mehr Energie als vorher und fühle mich sehr gut. Mit dem Heben muß ich allerdings noch sehr aufpassen. Wenn du noch Fragen hast, nur her damit.

Falls du magst, findest du auch viele Informationen im Faden "Gebärmutterentfernung vaginal"

Liebe Grüße

Abzuc|ena1


Danke Annelie :-)

Werde mir den Faden "Gebärmutterentfernung vaginal"

durchlesen.

Efrdb3eerex23


Huhu *:)

hatte das pille-nehmen denn geholfen? ich mein, es gibt viele präparate, die hormonell die blutung unterdrücken. ich würde mir in keinem fall gleich die gebärmutter entfernen lassen!!!!!!!!!

ich nehm ja z.B. auch wegen meiner endometriose eine pille, die die regel vollständig unterdrückt, und das klappt ganz gut. wegen der endo war die regel auch sehr stark.

bevor ich mir ein wichtiges organ entfernen lasse, würd ich erstmal andere wege ausprobieren, oder gegebenenfalls mal den hormonspiegel bestimmen lassen o.a.....gut beraten ist man in keinem fall, wenn gleich eine op angekündigt wird ;-)

AOzucexna1


Ich werde wohl mit einem Gynäkologen darüber reden ???

Gerade habe ich mit einer Bekannten darüber gesprochen, sie wird auch operiert deswegen, sie steht schon auf der Warteliste

b-isarxi


Habe wegen eines großen und eingewachsenen Myoms, 8,5 cm, und extremer Dauerblutung, eine vag. Hysterektomie gehabt.

Ich hatte tagelang sturzartige Blutungen und dann noch einen Hb-Wert von 3,4. Habe auch 2 Blutkonserven bekommen.

Eine Ausschabung brachte die Blutung auch nicht ganz zum Stoppen und man sagte mir, ich kann immer wieder so extreme Blutungen haben.

Ich hatte gar keine Zeit, um großartig zu überlegen, hatte den Kanal gestrichen voll damals.

Da es mir, obwohl die OP ohne Probleme war und ich auch danach nicht mal Schmerzen hatte, nach einem halben Jahr immer noch Probleme und hoffe, die geben sich mal von alleine.

Wenn du keine Sturzblutungen hast, wie ich damals, würde ich mir das überlegen. Wenn der grund der starken Blutungen beseitigt werden kann ohne OP, würde ich da alles versuchen.

mUaries-jaxna


Azucena1

Wenn sonst "nichts" ist kann ich Dir zur Minimierung der Blutungen die Mirena-Spirale entfernen. Mir wurde die GM entfernt, allerdings aus anderen Gründen. Ich hatte auch immer ziemlich starke Regelblutungen, hatte schlechte Eisenwerte und war schlapp. Mit der Mirena hatte sich das nach ca. 3 Monaten so eingepegelt, dass ich praktisch überhaupt keine Blutungen mehr hatte. Mal 1-2 Tage Schmierblutungen, wobei eine Slipeinlage voll ausgereicht hat. Manchen Monat war gar nichts. Die Mirena ist eine Hormonspirale, wirkt aber durch die direkte Lage IN der GM viel schonender. Die Hormone sind niedriger dosiert als bei der Pille, da ja nichts durch den ganzen Körper geschleust werden muss. Ich war sehr zufrieden.

Auf keinen Fall würde ich Dir empfehlen allein wegen starker Blutungen die GM entfernen zu lassen !!! Ich finde es nach wie vor unverantwortlich, wie leichtfertig und schnell Gynäkologen zu einer GM-Entfernung raten.

A"nvnehlie*49


es kommt auch immer darauf an, was man unter starker Blutung versteht. Ich hatte seit 20 Jahren einen Zyklus von 21-23 Tagen, Jeweils 7 Tage lang (bis es später Dauerblutungen waren, siehe oben) 2 Tage konnte ich kaum aus dem Haus gehen. 2 Nächte davon sahen so aus. Versorgt mit einem Tampon super plus + starke Binde für die Nacht, bin ich alle 20-40 Minuten aufgestanden, um zu wechseln. Gott sei Dank bin ich fast immer aufgewacht um völlig durchgeweichte Betten zu verhindern. Eisenmangel war ein Dauerzustand. Bei leichter Anstrengung (z.B. eine Treppe hochgehen) habe ich nach Luft gejapst. Vergeblich. Der Sauerstoffmangel kam nicht von der Lunge, sondern mein Blut wurde nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Obwohl ich regelmäßig Sport treibe (im Sommer jeden Tag 1/2 Stunde schwimmen und 4-5 mal die Woche je 25 km Rad fahren) bin ich bei Anstrengungen umgekippt. Ich konnte daher meine Leistung über die Jahre nicht steigern. (was natürlich weder schlimm noch tragisch ist) Im Gegenteil. Ich wurde immer schlapper und ich war nicht mehr ich selbst. Das habe ich etliche Jahre ausgehalten. Alle möglichen Hormongaben brachten nichts. Ich habe mir die Entscheidung überhaupt nicht leichtgemacht. Es ist eine große OP gewesen und ich fand die Zeit nach der OP sehr hart. Aber jetzt

lebe ich wieder!!! Und dafür bin ich sehr dankbar. Wachsende Myome hatte ich auch, aber sie waren noch nicht sehr groß.

Im Nachhinein habe ich noch von der Möglichkeit einer Ablation (ich weiß nicht, ob das richtig geschrieben ist) gehört. Hätte ich das eher gewußt, hätte ich diese Möglichkeit wohl auch noch in Betracht gezogen.

mtariDe-jxana


Fehlerteufel

Uups - hab noch mal drübergelesen, sollte natürlich heißen ".... die Mirena-Spirale EMPFEHLEN ..." nicht ENTFERNEN.

A=zuXcen^a1


Eisenmangel war ein Dauerzustand. Bei leichter Anstrengung (z.B. eine Treppe hochgehen) habe ich nach Luft gejapst. Vergeblich. Der Sauerstoffmangel kam nicht von der Lunge, sondern mein Blut wurde nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt

Das kommt mir so bekannt vor. Ich habe immer geglaubt etwas mit der Lunge zu haben, habe auch die Ärzte gefragt, kann das am Eisenmangel liegen.

Alle meinten nein, das ist psychologisch :-/

Axnn!elxie49


mein Arzt hat mir Folgendes erklärt: "Sie japsen nach Luft, weil ihr Blut nicht genügend Sauerstoff hat - das könnten Sie eigentlich auch lassen, weil es keinen Effekt hat - aber es ist mehr eine reflexartige Reaktion. Ihr Blut hat zu wenige rote Blutkörperchen, die zudem auch noch zu wenig Sauerstoff speichern und vor allem transportieren können, deshalb fehlt dem Blut kontinuerlich Sauerstoff. Der Körper kann nicht so schnell wieder Blut bilden, wie er es durch die ständigen Blutungen verliert. Eisentabletten sind zwar notwendig, beheben den Mangel aber nur bedingt."

Ich konnte es dir nur so wiedergeben, wie ich es behalten habe. Ich bin halt ein Laie. Ich möchte aber nicht den Eindruck erwecken, dass ich mir mal so eben, die Gm habe rausnehmen lassen. Es war eine große Operation. Heute war mir beim Schwimmen mal wieder schlecht. Allerdings habe ich mich auch sehr angestrengt. So schnell ist nun auch noch nicht alles behoben, aber besser ist es schon auf jeden Fall.

Viele Grüße

Viele liebe Grüße

ANzucexna1


Danke, das ist echt lieb, dass du mir geantwortet hast. Ich werde wohl wieder zum Gynäkologen gehen und hoffen, dass er mir helfen kann.

@:)

A[nnelxie49


Alles alles Gute für dich !

J~eKan aDow


kein organisches Problem?

Ein organisches Problem ist es nicht. Beim Ultraschall wurde nichts entdeckt

Den Spruch kenne ich! Das bittere daran ist, dass man sich zuerst freut ... organisch ist alles in Ordnung....

Meine Gyn hatte einfach Tomaten auf den Augen. Der nächste Gyn hat die zwei Myome ohne Probleme entdeckt. Auch die folgenden Ärzte.

Du schilderst allerdings, dass es in Spanien ein Problem ist, überhaupt einen Termin zu bekommen.

Aber wahrscheinlich kommst du günstig an die Pille "Cerazette" (von der spricht Erdbeere) ran. Lass sie dir geben. Man nimmt sie durch. Du solltest dann keine Blutungen mehr haben.

Diese Pille ist auch als Test verwendet um rauszufinden, ob die Hormonspirale vertragen wird.

g!4yxou


Ich bin 39, habe zu häufige und stake Regelblutungen....

Ein organisches Problem ist es nicht. Beim Ultraschall wurde

nichts entdeckt. Dadurch habe ich fast immer Eisenmangel/Anämie.

....und mein Hämoglobin ist im Keller. ...Eine Ärztin meinte vor ein paar Tagen, ich sollte mir die Gebärmutter entfernen lassen ...

Möchte das eigentlich nicht unbedingt ....

Eine Gebärmutterentfernung ist zumindest eine der in Frage kommenden Optionen und nicht von vornherein und generell

abzulehnen - sofern kein Kinderwunsch mehr besteht.

Alternativ wurde hier in der Diskussion eine Ablatio erwähnt, bei bestehenden Myomen. Die ist aber nur ohne Myome in Betracht zu ziehen. Eine "Endometrium-Ablation" ist sowas wie eine verschärfte Ausschabung. Es wird dabei nicht nur die Gebärmutterschleimhaut, sondern auch der darunter liegende "Mutterboden" entfernt, sodaß nichts neues mehr nachwachsen kann, ähnlich wie bei einer Verkarstung. Dies wird mit Hitze/Strom erreicht. Aber nicht immer mit vollem Erfolg. Der Eingriff wird oft auch schlechter toleriert, als eine schlichte Abrasio=Ausschabung.

Zur Mirena: das ist eine "Spirale" mit einem Kunststoffzylinder, aus dem über 5 Jahre ein Gestagen freigesetzt wird. Dies führt zu einem geringeren Wachstum der Schleimhaut und oft zu sehr schwachen oder ganz ausbleibenden Blutungen. Mirena ist ein Kontrazeptivum und wie die Pille selbst zu bezahlen - nicht ganz billig.

Auch eine Dreimonatsspritze, z.B. mit MPA, ebenfalls einem Gestagen, kann einen ähnlichen Effekt haben.

Sollte nicht grundsätzlich was gegen eine normale Pille sprechen, könnte auch sie Abhilfe schaffen. Besonders in dem "Langcyclus" ist eine Chance: Das ist ein "Off-Label-Use", also nicht im Beipackzettel erwähnte oder empfohlene Einnahme. Die Pille wird dabei nicht 21, sondern 42, 63 oder mehr Tage genommen - ohne die üblichen Pausen. Wenns klappt, reduzieren sich die Blutungen und der damit verbundene Aderlaß schon mal. Tritt aber während der Einnahme eine Blutung ein, wird eine Pause von 7 Tagen eingelegt.

Solltest du eine Gebärmutterentfernung vermeiden wollen, würde ich folgendes Schema empfehlen:

1. Langcyclus, bei Erfolg beibehalten, bei Mißerfolg

2. 3-Mon.Spritze, falls erfolgreich, nach 3 Jahren Auslaßversuch, sonst nach spätestens 6 Monaten

3. Gespräch mir deinem/r Gyn über Endometriumablation oder Gebärmutterentfernung.

Ich verstehe schon, wie wichtig vielen der Erhalt der Gebärmutter ist, kenne aber auch ungezählte Frauen, denen es nach einer solchen OP und einer Rekonvaleszenzzeit von rund 8 Wochen - damit ist eben zu rechnen - sehr viel besser ging. Wie sagte hier jemand: Ich lebe wieder!

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