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Verhalten bei einer Ovarialzyste

N9ightxer hat die Diskussion gestartet


Bei meiner Partnerin wurde vor ein paar Wochen eine Ovarialzyste diagnostiziert, nach dem sie mit Unterleibsschmerzen zum FA ging. Das Ding hatte zu dem Zeitpunkt ca. 6cm Durchmesser.

Anscheinend hat eine Hormonbehandlung wegen einer Schilddrüsen fehlfunktion die entwicklung der Zyste "positiv" beeinflusst.

Sie wurde heim geschickt .. das Ding müsse beobachtet werden. Sie solle sich auf jeden Fall keinerlei Belastung des Unterleibs (Sport, Sex etc.) aussetzten um eine Stieldrehung oder ein platzen zu vermeiden.

Die Hormondosierung wegen der Schilddrüse wurde in Übereinstimmung mit dem Arzt der diese behandelt halbiert.

Die Schmerzen wurde schlimmer und am Wochenende kam der Umstand dazu, dass sie sich bei einem sexuell motiviertem Überfall heftig wehren musste und auch Tritte und Schläge in den Unterleib bekam, weswegen sie sofort wieder zum FAging, wegen etwaiger komplikationen und heftigster Schmerzen (sie kann zeitweise kaum aufrecht stehen deswegen).

Soweit scheint dabei alles den Umständen entsprechend in Ordnung zu sein .. aber es wurde festgestellt, dass die Zyste auf 13 cm (!) angewachsen ist, ein spontanes Verschwinden von selbst nicht mehr möglich scheint.

Das Ding ist so groß, das man es bequem von Außen mit der hand erfühlen kann.

Eine Operation ist kaum mehr zu vermeiden.

Ihr wurde nun die Pille verschrieben um eventuell doch noch auf hormonell bedingtes ein Schrumpfen zu hoffen .. und solle in 2 Monaten(!!!) wieder kommen! (ich konnte es kaum glauben).

Sie ging sofort zu einem zweiten Arzt, der prinzipiell alles bestätigte, den möglichen OPZeitpunkt allerdings gerne vorziehen würde.

So weit, so schlecht.

Das Problem dabei ist, dass sie durch eine ähnliche Zyste vor einigen jahren bei der OP einen Eierstock verloren hat.

Vor einem halben Jahr etwa hatte sie bereit schon mal wieder eine Zyste, die sich aber tatsächlich wieder zurück bildete.

Dieser Brummer nun scheint ziemlich hartnäckig (u.U. auch aufgrund der Behandlung wegen der Schilddrüse).

Sie ist 33 Jahre alt und hat einen sehr starken, noch unerfüllten Kinderwunsch.

Nich zuletzt deswegen hat sie natürlich eine riesige Angst vor der OP, die ihren stärksten Wunsch für die Zukunft seit ihrer Kindheit mit einem Schlag vernichten könnte. (Beide Ärzte geben dem Eierstock eine fifty-fifty-Chance). Da sie aufgrund anderer Ereignise iher Vergangenheit psychisch stark angeknackst ist, wäre dies quasi eine Art persönlicher Super-Gau!

Nun habe ich gelesen dass nicht zwangsläufig der gesamte Eierstock entfernt werden muss (es also nicht zwingend eine Hopp-oder-Topp-Entscheidung geben muss).

Wer hat Erfahrung mit sowas, sprich was die Op anbelangt und weiß jemand wie man das Schrumpfen eines solchen Zysten (Schokoladenzyste) selbst weiter anregen könnte.

Kann man überhaupt selbst etwas tun?

Ich würde ihr gerne im Rahmen meiner eingeschränkten Möglichkeit gerne helfen .. außer Mutmachen.

Antworten
ESrZdbeexre2x3


Hallo,

13 cm ist schon riesig - meine gyn sagt, dass zysten über 8 cm sich kaum selber zurückbilden und entfernt werden müssen. würde man aber die zyste in dieser größe entfernen, hat der eierstock vermutlich - es kommt ja auf die lage der zyste an - wenig chancen. wenn es eine schokozyste ist, hat deine freundin endometriose? war sie mal bei einem spezialisten? das ist total wichtig in solchen fällen.

um den eierstock zu erhalten, kann ich schon verstehen, dass angeraten wurde, die zyste erst hormonell zu verkleinern, und das dauert einige wochen. operiert man so eine große zyste, wobei der eierstock ja nur mandelgroß ist, und diese zyste ist da irgendwie mit verwachsen, was bei schokozysten ja oft so ist leider, dann ist das verdammt schwer mit dem eierstock.

ich würde da wirklich einen spezialisten dran lassen, der sich auch mit endometriose auskennt (liste der spezialisten auf www.endometriose.de, da kann man auch einen expertenrat einholen).

dieser spezialist kann dann am ehesten sagen, wie man die hormone dosiert und welche man überhaupt gibt, um die zyste so zu verkleinern, dass bei einer Op die chancen für dein eierstock besser stehen und der kinderwunsch nicht weichen muss.

dazu würde ich raten, gerade bei solchen dingen und weil es deiner freundin ja schlecht geht, jetzt auch noch ein überfall usw, zusätzlich psychologische hilfe in anspruch zu nehmen - egal was jetzt kommt. das kann zumindest ihre emotionen wieder etwas stärken und sie für den weiteren weg kräftigen.

liebe grüße an deine freundin!

NhiHght;er


Aktueller status ist, dass sich nach drei Wochen Einnahme der Pille und Aussetzten der Schilddrüsenhormone, die Zyste sich auf eine Größe von 9x6cm zurück gebildet hat.

Das ist zunächst mal positiv, aber die Zyste ist für ihre Größe bereits viel zu lange drin.

Eine Operation wäre weiterhin verheerend, da die Zysten den Eierstock komplett umschlossen hat.

Noch dazu muss sie nun mit den Schildrüsenhormonen wieder weiter machen.

Die latenten Schmerzen sind leicht zurück gegangen, auch wenn sie bei blöden Drehbewegungen immer noch massiv stechende Schmerzen bekommt, die dann auch über Tage anhalten.

N@igSh_ter


Aktueller Status:

die Zyste ist nun mehr auf Walnussgröße geschrumpft.

Das ist wohl in erster Linie der einnahme der Pille zu verdanken, die die Schilddrüsenhormone im Griff hält.

Dei Pille soll nun morgen offensichtlich abgestezt werden und dann beobachtet, ob die Zyste nicht wieder zu wachsen anfängt.

Was ich Wahnsinn finde ist die Dauer, die das Ding nun in ihr drin ist.

Fdusselxbiene


Hallo Nighter,

ich hatte bereits zwei mal eine derartige Zyste, beide Male nicht so groß, wie bei deiner Frau zu Beginn, jedoch

auch mit stolzen 6, 8 cm.

Beide Male wurde versucht mit dementsprechenden Hormonen gegenzusteuern, was überhaupt nicht funktioniert hat,

sobald ich damit aufhörte, wurde sie größer.

Im Endeffekt ist sie beide Male mittels Bauchspiegelung entfernt worden. Der rechte Eierstock, an dem sie beide Male

"klebte" ist seitdem viel kleiner geworden und hat sich auch in seiner "Struktur" verändert.

Man kann ja nie sagen, was man am besten machen sollte, weil jeder Fall unterschiedlich ist...aber ich habe mich beim

zweiten Mal schneller für die Entfernung entschieden, weil das doch sehr schmerzhaft war und ich das Ding bei jeder Bewegung

gemerkt hab...

Wünsche deiner Frau alles Gute @:)

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