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Gebärmutterentfernung: Ja oder nein?

e4l `ka hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Leute!

Ich bin zieml. ratlos, habe eine Rektozele,eine immer größerwerdende Gb auf grund wachsender Myome (in der Vorderwand 4,3cm, seit Jänner um 2cm gewachsen!!!in der Hinterwand 7,3cm)

Die gb ist 8,7x4,5x4,2cm groß. Ist das sehr groß?

Kann es sein, dass der Uterus,bzw. das Hinterwandmyom so auf den Darm drückt, dass sich eine Rektozele gebildet hat, und ausserdem den Darm einengt ???

Soll ich mir die Gb entnehmen lassen?

Wird das dann besser mit dem darm?

Ein Arzt sagt,unbedingt entfernen lassen!

Ein anderer meint ,nicht notwendig.

Was soll ich tun ??? ???

Hat jemand ähnliche Beschwerden??

Freue mich auf jede Antwort!

LG el ka

Antworten
EhrdbeCerPe2x3


Hallo El-Ka,

bist du denn bei einem guten Arzt, dem du vertraust? Hast du mal eine 2. Meinung eingeholt? Wurde versucht, die Myome operativ zu entfernen?

Wie alt bist du denn? Wenn du jung bist und evtl nochmal ein Kinderwunsch kommt, dann niemals leichtfertig die GM entfernen lassen.

Ich bin z.B. 24 und meine ganze Gebärmutterwand sitzt voller Knoten (Adenomyose). Die sicherste Methode und einzig langfristige Lösung wäre eine GM-Entfernung, aber kein Arzt nimmt einer 24jährigen die GM raus und ich würde das auch NIE machen lassen und versuche somit, die Beschwerden anders in den Griff zu kriegen.

Das geht aber nur, wenn man bei einem guten, spezialisierten Gynäkologen ist....

L[isa5x721


Hallo el ka,

ich habe mein Myom erfolgreich embolisieren lassen. Da dies die Radiologen machen und abrechnen, wird Dein Frauenarzt dazu vermutlich nichts Gutes sagen. Bevor Du Dich zu schwierigen OP's, langem Leiden oder einer Gebärmutterentfernung entschließt, solltest Du aber auf alle Fälle die alternative Meinung eines Radiologen einholen, der sich mit der Embolisation auskennt.

Hallo Erdbeere,

Du solltest eine Embolisation auch mal alternativ abklären. Die Myome wachsen danach zwar möglicherweise wieder nach, aber Du kannst Dir damit eine Menge Beschwerden ersparen, die Myome so verursachen können.

L.G.

J/e2an jDoxw


@ El Ka:

Ich hatte ein 5-8 cm großes Myom in der Hinterwand. Da es teilweise über die Schleimhaut erreichbar war, konnte es bei mir hysteroskopisch entfernt werden (2 kleinere OPs). OP war für den Operateur nicht einfach - machen nur Spezialisten. Mein Myom war so groß, dass es angeblich nicht mehr wachsen konnte, da es die GM bereits ausgefüllt hat. Resultat: sau-starke Blutungen, die sich mit Pille nicht mehr regulieren ließen. Erfolglose und sinnlose Ausschabung. Ich hab dann ein Jahr die Cerazette genommen. Danach die OPs. Danach hatte ich kein Fremdkörpergefühl mehr. Die Gebärmutter konnte sich wieder zusammenziehen. Übrigens hab ich noch weitere kleinere Myome, die ich jetzt regelmäßig kontrollieren lasse.

Auch ich hatte leichte Schwierigkeiten mit dem Darm. Z.B. hatte ich zwei Tage nach einer Ausschabung eine Verstopfung. Ich hab dann die Verstopfung rausgedrückt und zwei Stunden danach hab ich geblutet. Mit der Cerazette waren es dann nur noch Schmierblutungen. Aber ich hatte ständig leichte Verstopfungen.

Außerdem sind ein paar Monate vor der OP meine Leukozyten-Werte nach oben. Ist immer noch ungeklärt, warum. Nach der OP ist der Wert schnell gefallen. Der Blutarzt meinte die Myome seien schuld. Der Frauenarzt meinte gar nichts. Der Hausarzt war ratlos. Ist aber schon komisch, wenn der Leukowert jeden Monat um einen halben Punkt steigt... über 6 Monate lang.

Nach der OP gingen die Leukos nach unten und ich hatte kein Problem mehr mit Verstopfungen bzw. werde diese wieder normal los.

Ob du dich operieren lassen solltest? Ja, ich würde auf jeden Fall versuchen, einen Arzt zu finden, der dir die Myome entfernt. Auf jeden Fall per Laparoskopie. Du musst dafür aber wirklich einen erfahrenen Arzt finden, denn bei einem Myom in der Hinterwand kann es zu Komplikationen kommen (man kommt schlechter hin bzw. Blutbahnen in der Nähe). Empfehlung: lass dich von einem Arzt im Krankenhaus untersuchen, der dich auch operieren würde. Ein niedergelassener Frauenarzt wird dir nicht weiterhelfen können, da er wahrscheinlich eine GM-Entfernung per Bauchschnitt machen wird ... nun, so war es bei mir.

Deine GM find ich nicht besonders groß. Sind die Messungen verlässlich? Ein Myom ist ja niemals rund. Wenn es tatsächlich 2 cm gewachsen ist find ich das doch groß. Und um das Myom per Laparoskopie entfernen zu lassen, solltest du es nicht mehr viel größer werden lassen.

Wie alt bist du denn? Dann kommen natürlich auch Embolisation in Frage.

ekl kxa


Danke euch für die Antworten!!@:)

@Jean dow:Vielen herzl. Dank für den sooo ausführlichen Bericht! Du hast mir schon geholfen.

Wegen Embolisation, ich glaube mein Hinterwandmyom ist dafür schon zu groß!

Auch bin ich bereits 50-ich weiss nicht, ob es nicht gescheiter wäre gleich per Bauchschnitt das Ding zu entfernen-da einfacher.

Wenn ich nur das Myom entfernen lasse, könnte es dann wiederwachsen??

Seit ein Paar monaten kommt der St..l |-o in anderer Form, fast bleistiftdünn raus und weniger als früher! Ob das auch mit dem Myom zusammenhängt? Und wird das besser,wenn ich es mir entfernen lasse oder ist das ganz was anderes??

Danke fürs lesen und vielleicht gibts noch Antworten ??? x:)

Ganz liebe Grüße!

Elka

Joean xDow


Hallo El Ka!

Also ich bin total gegen Bauchschnitt. Der würde bei dir zwar nur per Querschnitt (sogenannte Bikininaht - ca. 12 cm lang) gemacht werden. Ich hab grad über eine im Forum gelesen, die einen Langsschnitt wegen Krebs bekommen hat und sie hat riesige Probleme mit der Narbe!!! Ich hab ein bisserl ein größeren Leibesumfang und war froh als die kleine Laparoskopie-Narbe ordentlich zugewachsen ist. Ich schreib Dir noch eine PN diesbezüglich.

Du bist 50? In den Wechseljahren. Dann sollte ein Myom eigentlich nicht mehr wachsen, da es kein Östrogen bekommt. Nimmst du Zusatzhormone?

Ich glaub bei einem Wachstum wird dir tatsächlich einige FA zur Hysterektomie raten.

Aber überleg Dir das gut!

Und ein Bauchschnitt muss wirklich nicht sein. Denk alleine an die Verwachsungen. Wir haben 2008! Und den Gebärmutterhals lass drin. Denk an die schönste Nebensache der Welt. Auch wenn viele sagen, da verändert sich gar nix. Komischerweise sagen ein paar Frauen "wenn sie das gewußt hätten".

Ich bin mit 41 wirklich froh, dass ich die GM behalten konnte und wieder eine normale mens in normaler Stärke habe. Meine GM zieht sich auch beim GV/Vorspiel |-o brav zusammen. Das konnte sie mit Myom nicht mehr richtig. :=o Vor einem Jahr hab ich noch Eisentabletten genommen.

LG

Jean Dow

e{l ka


Danke nochmal!

Im Wechsel bin ich noch nicht. Habe manchmal ganz schöne Dauerblutungen bis zu 3, 4 Wochen. Allerdings nur 2 Tage sehr stark.

Bzgl. Entfernung des Myoms:Wenn es nachwächst hab ich den Salat!!

Ich weiß nicht....

Werde mich noch von einem guten Gyn. beraten lassen.

*:)

Kyestxra


el ka, Myome schrumpfen sowieso in den Wechseljahren.

Schau mal hier rein

[[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/396587/]]

e>lex08


Liebe el ka,

ich stand vor dem selben Problem. Habe schon 2 Ausschabungen hinter mir, weil ich immer sehr lang geblutet habe. Myome habe ich schon seit einiger Zeit. Aber nun sind sie innerhalb weniger Monate beträchtlich gewachsen, so daß sich auch die Gebärmutter bereits vergrößert hat. Die genauen Maße weiß ich allerdings nicht. Ich habe dadurch immer wiederkehrende Beschwerden, wie Zwicken im Unterleib, heftigste Schmerzen während meiner Tage (geht ohne Schmerzmittel gar nicht mehr) und Schmerzen unter anderem beim Wasserlassen und beim Stuhlgang. Der Darm spielt auch ein bißchen verrückt. Teilweise habe ich 2 bis 3 x am Tag Stuhlgang. In den letzten Monaten konnte ich beobachten, daß das zyklusbedingt ist und irgendwie immer zum Eisprung und bei der Regel auftritt.

Meine FÄ hatte mir früher schon mal gesagt, daß ich irgendwann wohl mal die GM entfernen lassen müßte. Jetzt ist es nun soweit und nach langem Überlegen, denke ich für mich, daß es das beste ist. Da ich sowieso schon sterilisiert bin und mein Kinderwunsch abgeschlossen ist habe ich dessen zugestimmt. Meine FÄ sagte mir, ich würde mich hinterher viel wohler fühlen. Und ich habe eine sehr gute FÄ, die solche Schritte nicht unüberlegt in die Wege leiten würde.

Ich bekomme nun die GM vaginal entfernt. Am meisten freue ich mich auf die Zeit danach, wenn ich diese widerlichen Schmerzen, die ich während meiner Tage hatte, nicht mehr ertragen muß. Und endlich keine Binden, Tampons usw. mehr. Was will man mehr.

Natürlich birgt jede OP ein gewisses Risiko. Aber ich gehe sehr zuversichtlich an die ganze Sache ran, da ich bisher nur Gutes gehört habe. Schau doch einfach mal hier rein: [[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/124552/447/]]

Ich wünsche Dir alles alles Gute.

Liebe Grüße *:)

LZisa5K72x1


Hallo ele,

"nur Gutes", finde ich ziemlich optimistisch interpretiert. Fakt ist, dass 2 Monate Ausfallzeit realistisch sind. Die ersten 2- 4 Wochen davon ziemlich heftig. Natürlich geht es jeder Frau anschließend besser, wenn sie vorher sehr unter den Myomen gelitten hat, aber die GB-Entfernung bleibt eine große OP. Spätere Folgeschäden, wie z.Bsp. Inkontinenz oder Schmerzen durch Verwachsungen werden normalerweise ja auch nicht erörtert, da die Ärzte bestreiten, dass es einen Zusammenhang gibt, obwohl einige Frauen davon berichten.

Hallo el ka,

eigentlich kann man die meisten Myome embolisieren, das kann aber nur der interventionelle Radiologe selbst beurteilen, die Frauenärzte können das meistens nicht.

L.G.

J;e&an \Doxw


Hallo El Ka,

bei der Ausgangslage kann ich Lisa nur beipflichten. GM-Entfernung geht gar nicht.

Meine Mutter war 9 Wochen krankgeschrieben, als sie ihre GM entfernen lies. Sie war selbst krankenschwester und hat dermaßen geblutet ... vor 20 Jahren gab es noch keine alternative. Aber ich würde dir gerne ihr leicht neidisches Gesicht zeigen, als ich ihr von meiner Alternative erzählt hatte: "hysteroskopisch? Das gab es zu meiner Zeit noch nicht".

Lass dich erstmal untersuchen.

Und: weitere Myome werden nicht soooo schnell nachwachsen! Wie gesagt, nach/in den Wechseljahren ist Schluss damit.

LG

Jean Dow

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