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Unschöne Erfahrung beim Frauenarzt, bitte um Eure Meinung

M0onixM


@ _demolant_

Es geht hier nicht darum, ob hier jemand im Sandkasten was gemeines gemacht hat:

Hier hat ein Arzt offensichtlich die Würde seiner Patientin ziemlich mit Füßen getreten.

Ich hatte auch einen Arzt, bei dem ich komplett nackt auf dem Stuhl lag-er war aber sehr nett, kündigte seine Aktionen an-ich kam mir nie übergangen vor. Ach ja, ich war damals 16, also kein Alter, in dem es für eine Frau besonders einfach ist, sich nackt vor einem Mann zu präsentieren-auch wenn es der Arzt ist. Dennoch habe ich ihm voll vertraut, weil er meine Würde ernst genommen hat.

Ich finde es sehr vermessen von dir, zu glauben, du könntest durch deine Erfahrung "hinter den Kulissen" nur annähernd abschätzen, wie entwürdigend eine gynäkologische Untersuchung beim "falschen" Arzt sein kann.

Auch ich bin der Meinung, dass es nicht zuviel verlangt ist, die Patientin auf Aktionen vorzubereiten-ein, zwei Worte reichen aus, um hier Vertrauen zu schaffen.

Und dies hat nichts mit "Überempfindlichkeit" zu tun: Wenn eine Patientin eine Untersuchung als derart unangenehm empfindet, hat der Arzt etwas falsch gemacht, denn es ist seine Aufgabe, die Patientin ernst zu nehmen und ihr dies auch zu vermitteln. So etwas gelingt auch bei "Überempfindlichen!.

_MdemBola&nt_


Was für wen wie schlimm ist, wird man von außen kaum beurteilen können :-/ Da würde ich schon jedem das Recht auf seine eigene Wahrnehmung zugestehen.

Jemand mit panischer Angst vor Nadeln kann von einem richtigen Halbgott den Zugang gelegt bekommen und trotzdem die Krise bekommen. Ein Arztwechsel bringt da reichlich wenig.

Die meisten haben eher in die Richtung geschrieben

Verzeih die Rhetorik. ;-)

So, jetzt is aber gut, sonst drehen wir uns im Kreis. :-)

P{aOukla1


Wenn der Patient "überempfindlich" ist, muss der Arzt sich darauf einstellen. Und was heißt schon überempfindlich? Der Maßstab ist der Patient.

Willst Du jemandem, der Schmerzen empfindet, sagen: "Das kann nicht sein, Sie haben keine Schmerzen"?!

Nein, sondern: "Tut mir leid, ich bin schon vorsichtig, anders geht es nicht. Können Sie noch ein bisschen aushalten?"

Mein Zahnarzt weiß z.B., dass ich nach Möglichkeit Schmerzen beim Bohren aushalte, weil ich nicht hinterher mit betäubter Backe rumrennen will. Er bittet mich dann um Zeichen, falls es zu schlimm wird, beobachtet mich auch, und macht, wenn er merkt, dass es unschön wird, nach einer Zeit eine kurze Pause, sagt mir, wie lange er noch braucht und fragt, ob es noch geht. So soll das sein, und so kann auch mehr ertragen.

Jemanden überflüssigerweise komplett nackt auf den Gyn-Stuhl zu bitten, dann noch zwischendurch zu telefonieren, womöglich noch mit plaziertem Spekulum, findest Du das normal?

Naja, da ich weibliche Gyns bevorzuge, falle ich wenigstens in solchen Zusammenhängen nie in Deine Hände.

Eigentlich ist mir die Zeit zum Tippen zu schade, aber ich hoffe ja, Dir vielleicht bewusst zu machen, dass bei gleicher fachlicher Fähigkeit mit wenig Aufwand - nur ein bisschen Aufmerksamkeit und etwas Atem fürs Reden - der Unterschied zwischen einem medizinischen Handwerker und einem guten Arzt überwunden wird.

Eigentlich noch mehr, weil ein Patient, der sich ernstgenommen fühlt, eher noch mit kleinen, evt. peinlichen Symptomen rausrückt, die für die Diagnose wichtig sein können, was der Patient aber nicht weiß.

eokk


Jemand mit panischer Angst vor Nadeln kann von einem richtigen Halbgott den Zugang gelegt bekommen und trotzdem die Krise bekommen. Ein Arztwechsel bringt da reichlich wenig.

Da ist meine Erfahrung anders, und ich habe Angst vor Nadeln. Mein Zahnarzt hat z.B. eine gute Technik, die Wange beim Spritzengeben so mit einer Hand hin und her zu "labbern", dass man die Spritze kaum spürt. :)^

Ich tue natürlich auch meinen Teil dazu indem ich Arzt oder Schwester über meine Angst informiere, um Zugequatschwerden bitte ;-D und mich möglichst auf anderes konzentriere.

syu#si_x83


ich hab auch ne Frage an demolant,

warst du denn bei deinen Vorbereitungen ähnlich rücksichtsvoll '?

Gerade im KH in der Gyn kann ich mir nicht vorstellen das da besonders zimpelich umgegangen wird.

Was in Gottes Namen musstest du denn da machen ? Urinkellner oder was ?

die frage ist doch woher kommt die Angst. Da hat doch dann wohl ein Gyn versagt und die ANgst fürs nächste mal provoziert.

AUch das die Untersuchung normal sein, sie hat ohne vorwarnung ne vaginal sono bekommen und hatte schmerzen beim einführen des spekulums.

abgesehen davon dass yvonne ein paar minuten "geöffnet" warten musste...

"Das hat er vermutlich vor dem Schall gesagt. Würde mehr sinn machen... Also hat ihn in dieser Weise wohl angekündigt.

Eine Meinung habe ich dazu, weil ich selber schon unangenehme Untersuchungen vorbereitet habe und teilweise auch eingeleitet im Rahmen der Praktika im KH ergänzend zum Studium.

Es kommt immer auf die Einstellung des Patienten an. Wenn die Patienten unglaubliche Angst haben ist das natürlich verständlich und man muss versuchen so einfühlsam wie möglich zu sein. Aber manche Dinge sind einfach überzogen und künstliche Panikmache, die aus Angst resultieren und normale Vorgänge als unglaublich schlimm erscheinen lassen. Aus dem Text kann ich nirgendwo eine unglaublich schlimme oder komische Tätigkeit erschließen! Nur die Interpretation dieser klingt spektakulär. Er könnte mehr erklären aber ansonsten war die Untersuchung komplett normal.

"

exkk


werfe ein *t* hinterher

_CdemoQlanxt_


@ Paula

Es ist sehr nett, dass du mir Patientenkontakt beibringen möchtest. Aber ich komm ziemlich gut klar ;-)

Und ja, telefonieren ist normal. Ich würde jedenfalls alles stehenlassen und losrennen, wenn ich am Telefon erfahre, dass da ein Kind sich nich dreht und sowohl Mutter, als auch Kind in Lebensgefahr schweben. Ein Spekulum in der Vagina is da zweitrangig. Deshalb gehen Ärzte ans Telefon.

Manchmal sollten Patienten sich auch in den Arzt hineinversetzen.

Ach, ich kanns einfach nich lassen... ;-D

MVoerusx1


demolant,

sollte vielleicht mal, bevor er weiter studiert, das Buch von Dr. med. Werner Bartens "Sprechstunde" und "Das Ärztehasserbuch" lesen. Auf dem ersten steht auf der Rückseite u.a. der Text: "Warum gibt es so wenige gute Ärzte?".

Es ist schon erstaunlich, dass ein Medzinstudent, - oder was bist du? - die Gyn-Industrie verteidigt. Dr. Eva Schindele hat in ihrem Buch "Pfusch an der Frau", gibt es im Handel und in Frauen-Gesundheitszentren, auf den nach ihrer Meinung bedenklichen Zustand hingewiesen, dass insbesondere in Deutschland die Frauen unter Generalkontrolle genommen werden- und über Beispiele berichtet, wie es in manchen Praxen zugeht.

Werner Bartens schreibt in seinem Buch auch darüber, dass die Auswahl der Bewerber zum Medizinstudium verfehlt ist. Man weiß, dass sehr gute Abiturnoten das Kriterium sind. Und dann gibt es eben die Mediziner, die vor allem wegen der (für mich unverständlichen) gesellschaftlichen Vergötterung Ärzte werden. Das kanns ja wohl nicht sein ...

Man stelle sich mal vor, es würden diese Dauerkontrollen für Männer eingeführt werden sollen. Da denkt erst keiner dran, weil jetzt schon auch die älteren gesunden Männer dankend abwinken. Ich natürlich auch ;-).

Der alte Prof.Hackethal hat gesagt: Wenn ihr einen Urologen seht, lauft,lauft, lauft...

Das mal nur in kurzen Worten. Ich bin kein Gott in weiß, sondern ein normaler Chemiker, machmal auch in weiß, dann auch mit Allüren... ;-) ;-)

e$kk


Aber ich komm ziemlich gut klar

Das glaubt Dir hier sicher jeder ;-)

Der Arzt der TE kommt sicher auch gut klar ;-)

Mxoerrus1


---ich lese gerade noch "...telfonieren während der Untersuchung ist normal". Ja, bei denen, die in der allgemeinen Kritik stehen vielleicht.

_ydemolsant_


Was in Gottes Namen musstest du denn da machen ? Urinkellner oder was ?

Ich war nicht auf der Gyn. Ich war meist auf der gastrochirurgie und ortho. Dort macht man Rektoskopien. Und ich durfte, wenn der Patient es erlaubt hat, mal als erster reinschauen ;-)

Ansonsten typischer Studentenmist, wie Einläufe, Blut abnehmen und Braunülen legen.

_pdem`ola)ntx_


Die eigene argumentative Unmündigkeit wird durch das Verlagern des Gesprächs auf die persönliche Ebene vertuscht. ;-D

@ Chemie

Ich knall mir kein Buch von einem Assistenzarzt mit 2 Jahren Berufserfahrung rein, der vor ein paar Jahren gearbeitet hat und jetzt Vorurteile bedient. Ganz ehrlich, ne ;-)

Das ist sicherlich kein Buch um sich zu bilden, da einseitig. Aber ich denke das weißt du auch.

eckTk


Die eigene argumentative Unmündigkeit wird durch das Verlagern des Gesprächs auf die persönliche Ebene vertuscht.

Worauf beziehst Du Dich damit? :-/

Ppaulax1


_demolant_ :

@ Paula

Es ist sehr nett, dass du mir Patientenkontakt beibringen möchtest. Aber ich komm ziemlich gut klar ;-)

Und ja, telefonieren ist normal. Ich würde jedenfalls alles stehenlassen und losrennen, wenn ich am Telefon erfahre, dass da ein Kind sich nich dreht und sowohl Mutter, als auch Kind in Lebensgefahr schweben. Ein Spekulum in der Vagina is da zweitrangig. Deshalb gehen Ärzte ans Telefon.

Manchmal sollten Patienten sich auch in den Arzt hineinversetzen.

Ach, ich kanns einfach nich lassen... ;-D

Ich auch nicht. ;-)

Klar, dass im KH bei Notfällen andere Maßstäbe gelten. Wenn ein Anrufer bei einem niedergelassenen Arzt aber nicht 5-15 min auf einen Rückruf warten kann, sollte er besser den Notarzt rufen oder eine Ambulanz aufsuchen.

Ich sag Dir mal:

Wenn man als Krankenschwester an der Visite teilnimmt (durchschnittlicher Stationsarzt) und anschließend aufmerksam allein durch dieselben Zimmer geht, hört man auf 10 Patienten etwa 5 nicht geäußerte Beschwerden (Schlaflosigkeit nicht eingerechnet), 10 nicht gestellte Fragen, und 10 Nachfragen zu nichtverstandene Äußerungen des Arztes.

Noch Fragen? :-p

Der Arzt kommt damit gut klar, denn die Visite geht so schneller ...

_qdemol}aknt_


Aber ich komm ziemlich gut klar

Das glaubt Dir hier sicher jeder ;-)

Der Arzt der TE kommt sicher auch gut klar

Ich denke, dass ich das schon verstanden habe ;-)

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