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Gestörter Zyklus

o7nwxoni


ja, so ähnlich geht es mir gerade auch. habe nach absetzen keinen normalen zyklus mehr bekommen. jetzt soll ich eine andere pille nehmen, die wohl ein bestimmtes hormon nicht enthält und somit wird wohl verhindert, dass die eierstöcke nach absetzen nicht mehr richtig arbeiten. werde mir aber (wenn das alles wieder einigermaßen normal ist) eine spirale einsetzen lassen. dabei hat man einen eisprung und verhütet trotzdem hormonell!

m5nxb


ähm, dir ist schon klar, dass du mit der Spirale höchstwarscheinlich gar keine Monatsblutungen mehr hast und vielleicht ständig Schmierblutungen? Wieso willst du überhaupt auf einen normalen Zyklus warten, wenn du ihn danach mit der Spirale wieder kaputtmachst? Entzieht sich irgendwie meiner Logik ???

Außerdem bringst du was durcheinander: Es gibt die Hormonspirale, die wirkt ähnlich wie die Pille, verhindert also auch den Eisprung. Und dann gibt es die Kupferspirale, die enthält aber keine Hormone, sondern löst eine Entzündung in der Gebärmutter aus, durch die sich keine fruchtbare Schleimhaut aufbaut.

Wenn es deinem Körper sowieso so schwer fällt, wieder ins Gleichgewicht zu kommen, warum verhütest du nicht auf eine sanftere Weise? Ok, falls das für dich keine Rolle spielt dann hast du natürlich keinen Grund...

ohnwoxni


oh, wusste gar nicht, dass das mit der spirale so ist. hm... :-/ werde mich da wohl erstmal richtig beraten lassen müssen. was meinst du denn mit sanfter??

mLnxb


Mit sanfter mein ich z.B. Kondom oder NFP. Also etwas, wo man nicht in die Funktion vom Körper eingreift Ich persönlich fühl mich z.B. unwohl bei dem Gedanken, dass mein Körper daran gehindert wird, "gesund" zu funktionieren.

Das mit dem beraten lassen ist übrigens gar nicht so einfach, da kommt es sehr auf den Arzt an. Eine Bekannte hatte z.B. einen, der sie immer wieder zur Pille überredet hatte, obwohl sie nicht wollte. Sie hatte so ziemlich alle Nebenwirkungen die man unter der Pille haben kann. Ihr Arzt hat immer wieder auf sie eingeredet, es wäre verantwortungslos, mit NFP zu verhüten. Irgendwie konnte sie nicht mehr und hat die Pille abgesetzt und verhütet seither glücklich mit NFP. Falls du NFP nicht kennst: Dabei beobachtet man den eigenen Körper (Den Zervixschleim sowie die Temperatur) und erkennt dadurch die fruchtbaren bzw. risikoreichen Tage. Es gibt das Vorurrteil, NFP sei unsicher. Mit dem Argument versuchen auch manche Ärzte, Frauen davon abzuhalten. Naja, immerhin verdienen sie an der Pille oder anderen Verhütungsmethoden, nicht aber an NFP oder Kondomen. Wer sich aber wirklich mit NFP beschäftigt hat weiß, dass es von der Sicherheit her locker an die Pille rankommt. Der einzige "Nachteil" ist der Aufwand, jeden Morgen Temperatur und Schleim zu kontrollieren. Einer der Vorteile dabei ist, dass man generell ein besseres, intensiveres Verhältnis zu seinem Körper bekommt. Viele Frauen bekommen mit der Zeit auch ein Gefühl dafür, wann sie fruchtbar sind.

Zur Kupferspirale (oder Gynefix)... da wird inzwischen auch damit argumentiert, dass durch die Kupferionen die Beweglichkeit der Spermien gehemmt wird und man dadurch nicht schwanger wird. Aber Kupfer (ist übrigens ein Schwermetall) gehört nunmal nicht in eine Gebärmutter, in der später mal ein Kind wachsen soll... mir kann keiner erzählen, dass das komplett unschädlich sei.

Was mich persönlich noch stört ist die Tatsache, dass sowohl alle hormonellen Verhütungsmethoden als auch die Spirale bzw. Kupferimplantate eine nidationshemmende Wirkung haben. Das bedeutet ihre "Sicherheit" basiert unter anderem darauf, dass sie das Einnisten befruchteter Eizellen verhindern. Das mag vielen Menschen egal sein, aber manche sehen in einer befruchteten Eizelle bereits einen neuen Menschen (genetisch gesehen ist zu diesem Zeitpunkt bereits ein neuer Mensch entstanden, den es nicht nochmal geben wird). Und diesen Menschen sollte klar sein, dass sie durch die Pille oder Spirale usw. diese befruchteten Eizellen am Weiterleben hindern. Je nach Definition kann man also sagen, Pille sowie Spirale haben eine frühabtreibende Wirkung. Die Frau bekommt davon aber nichts mit, weil sich die befruchtete Eizelle noch nicht mit ihrem Körper verbunden hat.

Ich wünsch dir viel Erfolg mit deiner Beratung. Am sinnvollsten finde ich, wenn man sich informiert, was dabei im eigenen Körper vorgeht, und dann nach seinem eigenen Gefühl entscheidet, ob man sich damit wohlfühlen kann. Niemand kann besser wiessen, was "das Beste" für dich ist, als du selbst. Aber viele Menschen misstrauen sich selbst und ordnen sich den Wünschen ihre Arztes unter, weil sie denken, er könne so etwas besser entscheiden. Aber letztendlich haben auch Ärzte Vorurteile und ein Interesse daran, etwas zu verdienen. Will damit nicht alle Ärzte schlechtreden, aber es tut gut das im Hinterkopf zu behalten und kritisch zu sein und nicht gleich alles zu glauben, wenn der Arzt sagt das sei gar kein Problem usw.

b)udd$leixa


Es gibt die Hormonspirale, die wirkt ähnlich wie die Pille, verhindert also auch den Eisprung.

Nein.

Die Hormonspirale wirkt in erster Linie durch Veränderung der Gebärmutterschleimhaut und Verdichtung des Schleimpfropfes, die Hormonmenge reicht i.A. nicht für die Unterdrückung des Eisprungs (kommt gelegentlich aber vor, daher erklären sich die öfter auftretenden funktionellen Zysten = "gebremste" Eisprünge).

bquLdRdlaeia


Und: Kupfer ist zwar ein Schwermetall, aber als Spurenelement sowieso wichtiger Bestandteil einiger Einzyme des menschlichen Körpers.

Überschüssiges Kupfer wird über Galle und Darm abgegeben, verbleibt daher unter Normalbedingungen nicht im Körper.

Um ungefähr eine Größenordnung zu haben: der Tagesbedarf am Kupfer beträgt 2-3 mg, die Gesamtmenge Kupfer in einer Kupferspirale für 3-5 Jahre etwa 375 mg.

Dass eine Nidationshemmung erfolgen kann, sollte der Frau bekannt sein, ob die dies nun als "Frühabtreibung" ansieht, hängt von ihrer persönlichen Definition von Leben ab.

Medizinisch beginnt die Schwangerschaft mit der Einnistung.

Aber Kupfer (ist übrigens ein Schwermetall) gehört nunmal nicht in eine Gebärmutter, in der später mal ein Kind wachsen soll... mir kann keiner erzählen, dass das komplett unschädlich sei.

Dies ist deine persönliche Meinung: selbst bei unter liegender Cu-Spirale entstandener und z.T. auch, weil die Spirale nicht zu ziehen war, während der ganzen Schwangerschaft gebliebener Spirale gibt es keine nachgewiesene Schädigung des Kindes.

bmuddlgeixa


Korrektur:

ob die dies

= ob sie dies...

monb


In wie weit die Hormonspirale den Eisprung verhindert dürfte von der Hormonzusammensetzung abhängen. Jedenfalls wurde das an anderer Stelle als Unterschied zur Kupferspirale erwähnt. Was die Nidationshemmung angeht, so hast du natürlich Recht. Die ist aber auch unter der Pille gegeben, deshalb hab ich sie nicht nochmal extra erwähnt.

Und: Kupfer ist zwar ein Schwermetall, aber als Spurenelement sowieso wichtiger Bestandteil einiger Einzyme des menschlichen Körpers.

Überschüssiges Kupfer wird über Galle und Darm abgegeben, verbleibt daher unter Normalbedingungen nicht im Körper.

Um ungefähr eine Größenordnung zu haben: der Tagesbedarf am Kupfer beträgt 2-3 mg, die Gesamtmenge Kupfer in einer Kupferspirale für 3-5 Jahre etwa 375 mg.

Wenn du diesen Kommentar wirklich ernst meinst, dann könnte man jeder Frau raten, sich sozusagen als Nahrungsergänzung eine eine Kupferspirale setzen zu lassen ;-)

Im Ernst... dir ist schon klar, dass Kupfer nicht gleich Kupfer ist? Ebenso bei Eisen... wär ja einfach, man feilt einfach ein Stück von 'nem Nagel übers Essen und schon hat sich das mit dem Eisenmangel erledigt. Zudem ist es noch ein gewaltiger Unterschied, ob etwas über den Verdauungstrakt aufgenommen wird, oder ob es an der Gebärmutterschleimhaut eine Entzündung auslöst (und genau durch diese Entzündung/Reizung wird verhindert, dass die Gebärmutter eine gesunde Schleimhaut aufbauen kann). Ich hab jedenfalls noch in der Schule gelernt, dass dadurch die Gebärmutter dauerhaft geschädigt werden kann, was im schlimmsten Fall wiederum in manchen Fällen zu Fehlgeburten bei einer späteren Schwangerschaft führen kann (oder zur "Unfruchtbarkeit"). Selbst wenn die Spiralen in den letzten Jahren "verträglicher" geworden sind heißt das nicht, dass automatisch kein Risiko mehr besteht. Wenn man bedenkt, dass inzwischen weder Pillenhersteller in ihren Packungsbeilagen noch Ärzte bei einem Beratungsgespräch die nidationshemmende Wirkung der Pille erwähnen (gibt natürlich Ausnahmen), dann bin ich doch auch sehr skeptisch wenn mir ein Arzt oder Hersteller sagt, ich müsse von einer Kupferspirale nichts befürchten. Hat zumindest für mich den Anschein, als ob man den Patienten nur noch irgendwas verkaufen will oder sie bewusst uninformiert lässt, weil man ihnen keine eigene Entscheidungsfähigkeit zutraut.

Wie du sagst, vieles von dem was ich schreibe ist meine persönliche Meinung. Und die will ich auch nicht verallgemeinern. Was mich allerdings stört ist die unkritische Betrachtungsweise und das bewusste Verschweigen gewisser Informationen sowie offener Fragen (um auf dein Beispiel einzugehen: Nur weil man kein unter der Spirale geschädigtes Kind gefunden hat ist das KEIN Beweis dafür, dass nicht doch eine Schädigung stattfinden kann. Diese Schlussfolgerung, die einige Menschen intuitiv treffen, basiert auf einem falschen Verständnis von Logik.

Nebenbei stellt sich immer noch die Frage meines ersten Beitrags (vorige Seite) zur Pille...

b!udKdlexia


@ mnb:

Dein Beitrag vom 05.09.08 19:53?

Da du dir die Antwort ja im Beitrag schon selber gibst, bin ich da nicht weiter darauf eingegangen.

Es gibt theoretisch die Möglichkeit, wie wohl auch hier geplant, durch Unterdrücken des Regelkreises Hirnanhangsdrüse-Eierstock nach dieser Zwangspause ein "Anspringen" des natürlichen Zyklus' auszulösen.

Mir sind jedoch jetzt ohne größere Recherche keine Zahlen dazu bekannt, wie häufig dies wirklich klappt; ist halt ein Versuch.


Mir ist schon klar, dass Kupfer in unterschiedlichen Verbindungen vorliegen kann, mir ging es mit diesem Zahlenvergleich letzlich auch nur um die Größenordnung, wie es dort auch steht.

Ob überhaupt und wenn ja wieviel Kupfer über die Gebärmutterschleimhaut aufgenommen wird, weiß ich nicht, wie oben schon erwähnt, wird ein Zuviel an Kupfer im Blut im Normalfall aber über Galle und Stuhl ausgeschieden.


Natürlich ist der Rückschluss nicht erlaubt, dass durch während der Schwangerschaft liegende Kupferspirale grundsätzlich nie Schäden beim Kind auftreten , nur weil sie bis jetzt nicht beschrieben wurden, diesen habe ich auch nicht gezogen.

Da die Zahl der unter Spirale eingetretenen und auch ausgetragenen Schwangerschaften auf den Zeitraum der Anwendung von Kupferspiralen betrachtet aber doch schon etwas größer sein sollte, denke ich schon, dass eine Schädigung unter diesen Randbedingungen als recht unwahrscheinlich zu betrachten ist, zudem Kupfer ja erst in großen Mengen wirklich "giftig" wird. ;-)


Die Unfruchtbarkeit, die bei Spiralen als seltene mögliche Nebenwirkung auftreten kann, ist Folge aufsteigender Infektionen, nicht des Kupfers.

Die durch Kupfer ausgelöste Entzündung ist steril, d.h. ohne Keime und lokal auf die Schleimhaut begrenzt.


Zur Hormonspirale:

es gibt ein D nur ein Produkt, welches ein Hormon, nämlich ein Gestagen (Levonorgestrel) enthält, daher ist die Unterdrückung des Eisprungs nicht von der Zusammensetzung der Hormone, sondern der Empfindlichkeit der einzelnen Frau auf dies Hormon abhängig.

Die Unterdrückung des Eisprungs ist kein beabsichtigter Verhütungsmechanismus, sondern mögliche Nebenwirkung.


[...]dann bin ich doch auch sehr skeptisch wenn mir ein Arzt oder Hersteller sagt, ich müsse von einer Kupferspirale nichts befürchten.[...]

Sofern dies in dieser Absolutheit gesagt wird, wäre ich auch skeptisch.

Risiken und mögliche Nebenwirkungen jeder Verhütungsmethode gehören mM nach in das Aufklärungsgespräch; dass dies leider häufig anders läuft, ist mir bekannt.

munb


Es gibt theoretisch die Möglichkeit, wie wohl auch hier geplant, durch Unterdrücken des Regelkreises Hirnanhangsdrüse-Eierstock nach dieser Zwangspause ein "Anspringen" des natürlichen Zyklus' auszulösen.

Hört sich für mich nicht so überzeugend an... ehr nach 'nem Weltbild wo man den menschlichen Körper mit 'nem Auto vergleicht, das man einfach "anspringen" lässt und dann läuft es ;-) .. aber Danke für diese Info...

Die Unfruchtbarkeit, die bei Spiralen als seltene mögliche Nebenwirkung auftreten kann, ist Folge aufsteigender Infektionen, nicht des Kupfers.

Die durch Kupfer ausgelöste Entzündung ist steril, d.h. ohne Keime und lokal auf die Schleimhaut begrenzt.

Ich glaube da reden wir von verschiedenen Dingen... was ich meinte ist eine Schädigung der Gebärmutter selbst durch die Entzündung, die unter Umständen zu Vernarbungen führen kann und damit das Risiko einer Fehlgeburt erhöht. Oder im Extremfall die Gebärmutter vielleicht nicht mehr in der Lage ist, eine befruchtete Eizelle aufzunehmen. Deshalb hab ich "Unfruchtbar" auch in Anführungszeichen geschrieben.

Abgesehen davon... ist eine entzündete Schleimhaut nicht generell anfälliger für Infektionen? Damit wäre die Unfruchtbarkeit letztendlich trotzdem auf das Kupfer zurückzuführen, wenn auch indirekt...

Und sorrry wegen der Hormonspirale, da hab ich mich dann tatsächlich vertan... wenn sie "nur" Gestagen enthält ist die Sache klar. Hab vielleicht unbewusst an den Nuvaring oder ähnliches gedacht

bdudd\lUeia


Hört sich für mich nicht so überzeugend an... ehr nach 'nem Weltbild wo man den menschlichen Körper mit 'nem Auto vergleicht, das man einfach "anspringen" lässt und dann läuft es

Nun, in gewissem Maß ist Medizin auch Technik...da aber immer der Mensch mit hinein spielt, wird das Ganze dadurch extrem spannend und eben nicht sicher vorhersagbar. ;-)

was ich meinte ist eine Schädigung der Gebärmutter selbst durch die Entzündung, die unter Umständen zu Vernarbungen führen kann und damit das Risiko einer Fehlgeburt erhöht

Hast du hierfür eine Quelle? Wäre mir so jetzt nicht bekannt.

Recherche:

die Freisetzung von Kupfer beim Multiload 250 bzw 375 (eines Typs des KupferIUPs) beträgt 18 bzw. 30 µg, ein messbarer Anstieg des Kupfers im Blut sowie des Caeruloplasmins (dies ist das Kupfertransporteiweiß) konnte in Untersuchungen bei liegender Spirale nicht nachgewiesen werden.

Freigesetzt werden Kupferionen, die im Gebärmutterinneren oxidiert werden und nach heutigem Kenntnisstand in erster Linie direkt spermizid wirken.

Abgesehen davon... ist eine entzündete Schleimhaut nicht generell anfälliger für Infektionen? Damit wäre die Unfruchtbarkeit letztendlich trotzdem auf das Kupfer zurückzuführen, wenn auch indirekt...

Dagegen spricht, dass die Rate der Infektionen bei zunehmender Liegedauer der Spirale abnimmt, es kann durch die Manipulation beim Legen zu aufsteigenden Entzündungen kommen, Risiko sind auch häufig wechselnde Partner ohne Kondombenutzung.

m(nb


Hast du hierfür eine Quelle? Wäre mir so jetzt nicht bekannt.

Puuh... ich denk mal der Tafelanschrieb im Bio-Unterricht zählt nicht ;-) Ist auch schon 'ne Weile her... ich denk ich hab es auch mal vor längerem in Info-Broschüren (oder Info-Seiten im Internet) gelesen, hab aber im Moment nicht wirklich Zeit danach zu suchen... kann auch sein, daß es nicht um Vernarbungen ging, sondern darum, dass die Entzündung chronisch werden kann... wie gesagt, für mich kommt die Spirale nicht in Frage, egal ob schädigende Eigenschaften nachgewiesen sind oder nicht. Ich versuch es daher auch nicht als mein Problem zu sehen, wenn jemand hinterher Beschwerden haben sollte.

Nebenbei: Bei Asthma Bronchiale (allergische Entzündung der Atemwege) besteht ebenfalls die Gefahr, dass bei längerer Nichtbehandlung die Entzündung chronisch wird - wurde mir von mehreren Ärzten gesagt und stand in entsprechenden Broschüren. Das wäre ein Beispiel für eine dauerhafte Schädigung durch eine nicht durch eine Infektion ausgelöste Entzündung der Atemwege... aber wie weit man das vergleichen kann kann ich natürlich nicht sagen.

die Freisetzung von Kupfer beim Multiload 250 bzw 375 (eines Typs des KupferIUPs) beträgt 18 bzw. 30 µg, ein messbarer Anstieg des Kupfers im Blut sowie des Caeruloplasmins (dies ist das Kupfertransporteiweiß) konnte in Untersuchungen bei liegender Spirale nicht nachgewiesen werden.

Ich hab auch nie behauptet, dass deine Gefahr dadurch ausgeht, dass das Kupfer ins Blut gelangt. Hab lediglich angezweifelt, ob es nicht dort wo es austritt, eine Schädigung hervorrufen kann. Was weitere mögliche Folgen angeht... die Medizin geht davon aus (allgemein), dass Belastungen unter einem bestimmten Grenzwert keine Auswirkungen auf den Körper haben. Aber auch dies ist lediglich eine Annahme und nie zuverlässig "bewiesen" worden. Wenn man z.B. die Grundgedanken der Homoeopathie in Betracht zieht, dann wäre durch die Spirale eine Wirkung auf den Körper als gesamtes System denkbar. Aber da streitet man sich auch noch über Wirksamkeit oder Nichtwirksamkeit.

Was meines Wissens von niemandem ernsthaft bestritten wird ist der Placebo-Effekt. Also dass allein die Einstellung im Kopf eines Menschen große Auswirkungen auf dessen Gesundheit hat. Auf dieser Ebene könnte ich mir Wechselwirkungen vorstellen... wobei Ursache und Wirkung hier nicht klar von einander zu trennen sind: Es braucht eine gewisse Einstellung seinem Körper gegenüber, um sich eine Spirale legen zu lassen (oder die Pille zu nehmen). Somit wären Spirale oder Pille lediglich ein Indiz für etwas tiefer liegendes. Mich würd echt mal eine Studie interessieren, die danach unterscheidet, was für ein Körpergefühl die Menschen haben bzw. was sie bereit sind, ihrem Körper zuzumuten, um sich ihre "Wünsche" zu erfüllen. Aber ich vermut da wird es nur wenige oder gar keine geben, zumindest keine Langzeitstudien...

Ist übrigens auch das Problem an dieser technischen Sichtweise der Medizin... dass sie die Psyche oft total ignoriert, obwohl eigentlich bekannt ist, dass sie enorme Auswirkungen hat (z.B. auf die Genesung bei Patienten nach einer Operation).

Naja, ich geh mal schlafen *:)

m%n5b


kleine Vervollständigung:

Ich versuch es daher auch nicht als mein Problem zu sehen, wenn jemand meint, sie diese Risiken ignorieren zu müssen und hinterher Beschwerden haben sollte.

b2uddJleixa


..der Entzündungsprozess bei Asthma bronchiale ist ein anderer als der bei liegender Spirale.

Führt jetzt aber insgesamt zu weit vom Thema weg, so denke ich.

Ich stimme dir zu, dass die Risiken einer Verhütungsmethode nicht vernachlässigt werden dürfen, auch seltene Nebenwirkungen sind mM nach anzusprechen.

Bei Spirale fällt mir hierzu spontan die doch sehr dramatische Entwicklung bei Ratlos23 ein, deren Gynefix in die Bauchhöhle wanderte; seltene, aber mögliche Nebenwirkung.

Zu bedenken ist aber auch, dass nicht jede Anwenderin tatsächlich diese Zusammenhänge wissen möchte und auch begreift, hier im Forum versammeln sich naturgemäß in erster Linie Frauen, die sich intensiv damit auseinandersetzen (zumindest die beratende Fraktion). ;-)

Natürlich ist die Anwendung einer Spirale auch vom eigenen Körpergefühl abhängig: so wie für dich eine Spirale nicht denkbar wäre, liegt mir NFP als alleinige Verhütungsmethode für mich ganz persönlich nicht.

Letzlich wird sich aber meist die Frau mit den zur Verfügung stehenden Methoden auseinandersetzen müssen, da die Methoden für Männer begrenzt sind (so ist wegen der Nebenwirkungen die Entwicklung der "Pille für den Mann" ja abgebrochen worden).

Aus der Gesamtpalette sollte frau sich die Methode herauspicken, die ihrem Typ, ihrer Einstellung und ihrem Körper am besten passt; leider eher die Ausnahme als die Regel.

Ich hab auch nie behauptet, dass deine Gefahr dadurch ausgeht, dass das Kupfer ins Blut gelangt

.

Dies hatte ich auch nicht so verstanden, hatte an dem Tag nur gerade die Zeit, zu recherchieren, wo die Kupfermenge von der Größenordnung her nun tatsächlich liegt.

Ein Anstieg des Serumkupfers ist nicht messbar, dies schließt natürlich nicht aus, dass die Spirale trotzdem auf welcher Ebene auch immer Wirkungen auf das Gesamtsystem Körper hat (wie du auch für die Homöopathie beschreibst).

Dies sind aber Vorgänge, die naturwissenschaftlich nicht mehr messbar/ begreifbar sind und daher in Studien nur schlecht zu untersuchen.

Aber sehr interessanter Ansatz...

Ist übrigens auch das Problem an dieser technischen Sichtweise der Medizin... dass sie die Psyche oft total ignoriert, obwohl eigentlich bekannt ist, dass sie enorme Auswirkungen hat (z.B. auf die Genesung bei Patienten nach einer Operation).

Absolute Zustimmung.

Ich hoffe, du hast trotz der späten Tages (Nacht-)zeit noch etwas schlafen können, :)*

menb


Danke :)* schlafen schon, aber im Moment wächst mir doch einiges über den Kopf, hab noch so viel zu tun und weiß nicht womit anfangen. Zumal mir hier für manches das passende Werkzeug fehlt. Wollt auch am Wochenende wegfahren, hoff ich find bis dahin etwas Ruhe.

Zu bedenken ist aber auch, dass nicht jede Anwenderin tatsächlich diese Zusammenhänge wissen möchte und auch begreift

Hmm, dazu muss ich aber sagen, dass ich es nicht ok find, wenn diese Menschen sich dann hinterher beschweren oder Aufmerksamkeit bzw. Unterstützung von der Allgemeinheit erwarten (z.B. Behandlung der Nebenwirkungen auf Kosten der Krankenkassen). Ein Gesundheitssystem kann auf Dauer nicht funktionieren, wenn sich nicht jeder selbst für seine Gesundheit verantwortlich fühlt, bzw. von jedem eine gewisse Eigenverantwortung erwartet wird. Ich gebe mir Mühe, möglichst gesund zu leben. Versuch mit Müh und Not das nötige Geld aufzutreiben, um mein Studium zu beenden. Ich weiß nicht, ob du eine Vorstellung hast, wie viel ein Student im fortgeschrittenen Semester und ohne eigenes Einkommen an Krankenkassenbeiträgen zahlen muß... für dieses Geld kann man sich eine bescheidene, aber ausgewogene und gesunde Ernährung leisten! Ich hab selbst gesundheitliche Probleme, kann mir aber fast keine Angebote leisten, mir denen ich wirklich was für meine Gesundheit tun könnte, die aber von der Krankenkasse nicht übernommen werden. Letztendlich kann ich mich selber kaum über Wasser halten und finanziere dabei noch die Gedankenlosigkeit anderer Menschen mit...

Wenn jemand die Zusammenhänge nicht wissen möchte, dann hab ich damit kein Problem. Erst dann, wenn ich (indirekt) gezwungen werde, dafür zu zahlen oder wenn von mir Mitleid oder Verständnis erwartet wird. Wenn jemand hinterher für die Folgekosten (was auch normale Arztbesuche mit einschließt) selber aufkommt und die Peson bereit ist, die Verantwortung für ihre Entscheidung zu übernehmen, dann ist das für mich etwas ganz anderes wie wenn jemand verzweifelt ist, wie grausam ihm das "Schicksal" doch mitspielt, und dabei seine persönliche Verantwortung verneint. Meiner Erfahrung nach ist aber letzteres eher der Normalfall...

Hmm, aber ich muss zugeben, das passt vielleicht eher zum Thema Pille oder Schönheitsoperationen (mit Folgeschäden) oder Ernährung...

Letzlich wird sich aber meist die Frau mit den zur Verfügung stehenden Methoden auseinandersetzen müssen, da die Methoden für Männer begrenzt sind

Ich bin trotzdem der Meinung, dass die Frauen im Moment eine "bessere" Stellung haben: Sie haben zum einen die Wahl, sich einen passenden Mann rauszusuchen. Wenn sie sich jemand raussuchen, der nicht mit Kondom oder ähnlichem verhüten will, oder der nicht bereit ist, im Falle einer Schwangerschaft (100% sichere Verhütung gibt es nicht!) die Verantwortung zu übernehmen, dann sind sie selber schuld. Ein Mann hingegen ist der Frau ausgeliefert: Wenn sie schwanger wird, kann sie abtreiben ohne dass der Mann etwas davon mitbekommt. Auch wenn eine Abtreibung für den Mann nicht mit seinem Gewissen vereinbar ist.Oder sie kann das Kind zur Welt bringen und der Mann muss sein halbes Arbeitsleben lang Unterhalt zahlen. Die Frau selbst hingegen kann selbst entscheiden, was sie im Falle einer Schwangerschaft macht. Ich kann's daher beim besten Willen nicht nachvollziehen, wieso Verhütung immer nur als Frauensache hingestellt wird. Und wie Frauen was an Männern finden können, die genau diese Sichtweise vertreten. Aber da sind wir wieder bei deinem Punkt angekommen: Manche Menschen möchten solche Dinge einfach nicht wissen...

(so ist wegen der Nebenwirkungen die Entwicklung der "Pille für den Mann" ja abgebrochen worden

Irgendwie schade, Männer hätten ruhig auch mal ihren Körper mit Nebenwirkungen oder Unfruchtbarkeit belasten können ;-) Nicht zuletzt wär sie mir sympatisch gewesen, weil sie nicht mit Nidationshemmung gearbeitet hätte und die Männer nur "ihren eigenen Körper" belastet/gefährdet hätten somit einige ethische Fragen vom Tisch wären...

Viele Grüße *:)

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