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Gebärmutter+Zervix entfernen lassen?

KVunWamxa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich mußte wegen zyklusunabhängigen Dauerblutens ,ständig hoch aufgebauter Gebärmutterschleimhaut und Polypen neulich eine Ausschabung machen lassen. Der feingewebliche Befund ergab eine komplexe adenomatöse Hyperplasie, in den Polypen teils mit Übergängen in eine atypische komplexe Hyperplasie. Letztere entwickelt sich in 30% der Fälle zum Krebs.

Die Ärzte raten mir zu einer Hysterektomie, alternativ könnte ich es mit hochdosiertem MPA (Gestagen) über 3 Monate versuchen. Das mit dem Gestagen (ca. 60 mg/Tag) ist mir suspekt, genaugenommen kriege ich die Dinger einfach nicht runter. Habe Angst vor Thrombose oder Schlimmerem - habe einen schwer einstellbaren hohen Blutdruck und bin Mitte 40, mein BMI ist mit 28 auch etwas zu hoch.

Die Gebärmutterentfernung könnte lt. Frauenärzten trotz vergrößerter Gebärmutter, samt 5 cm großem Myom laparoskopisch vorgenommen werden - also nur drei kleine Schnitte im Bauch.

Die Gebärmutter soll mit der Zervix entfernt werden, die Eierstöcke sollen bleiben.

Ich habe gehört, daß es einem direkt nach dieser OP ganz gehen soll, man kann sogar nach 14 Tagen wieder arbeiten - aber wie sieht das auf lange Sicht aus?

Wer hat Erfahrung damit? Entweder mit demselben Krankheitsbild, oder mit dem Leben ohne Gebärmutter und Zervix?

Bin dankbar für Erfahrungsberichte, Tipps, Hinweise auf passende Threads, .....

Vielen Dank!

Gruß, Kunama

Antworten
m'au8vaise:feTmmxe


Hallo Kunama,

ich hatte vor 8 Monaten eine Hysterektomie inkl. Zervix wegen eines bösartigen Polypen. Es wurde laparoskopisch gemacht. Ich muss sagen, dass es (abgesehen von den Ängsten, da ich den Befund vor Weihnachten bekam und erst am 21.1. operiert werden konnte) alles glimpflich und gut gegangen ist.

Bis jetzt geht es mir sehr gut. Auch wenn ich noch viele Wochen an Resttrauma und Narkosespätschäden etc. litt. Bin fast 51 und habe bis jetzt keine Wechseljahresbeschwerden (außer dass mir dauernd eiskalt ist anstatt heiß, wie es "normal" wäre).

Die Heilung ging schnell (trotz Fieber und vielen Antibiotika nach der OP) und ziemlich schmerzlos außer wenn sich die Blase gefüllt hat und der Darm in Bewegung kam in den ersten ca. 2 Wochen nach der Op.

Natürlich ist es bei mir so, dass ich zwischendurch Angst habe, v. a. wenn die nächste Untersuchung näher rückt (was ja bei dir nicht so wäre - so wie du schreibst , ist es noch nicht bösartig).

Würde an deiner Stelle eine Hysterektomie durchführen lassen. Du bräuchtest sonst bestimmt immer wieder eine Ausschabung.

lg

Khunxama


Halo mauvaisefemme,

danke für deinen Erfahrungsbericht. Ja, genau - wenn ich die Gebärmutter drinbehalte, muß ich alle paar Monate reingucken lassen.

Obwohl ich das diesmal gut vertragen habe, finde ich die Aussicht auf häufige Vollnarkosen nicht so prickelnd. Zudem dürften die Wechseljahre (wenn ich an meine Mutter und Großmutter denke) noch ein paar Jahre auf sich warten lassen. Momentan bin ich wohl in dieser Östrogen-Überschuß-Phase, die es vor den Wechseljahren bei vielen Frauen gibt. Und die Östrogene lassen halt die Schleimhaut wachsen.

Übrigens ist es - noch nicht mal drei Wochen nach der Hysteroskopie - schon wieder so, daß ich Schmierblutungen habe, und ich habe das Gefühl, das ganze Spiel geht von vorne los. Und wenn ich warte, bis die Gebärmutter noch größer wird und auch das Myom noch wächst, und es gar nicht mehr laparoskopisch geht, ärgere ich mich vielleicht auch...

Inzwischen habe ich in diversen Foren auch über z.T. negative Folgen der OP gelesen - aber so eine Zeitbombe und dazu noch Beschwerden ist ja auch nicht gut.

Wie du merkst, bin ich in der Entscheidungsfindungsphase.

Dein Beitrag hat mir Mut gemacht, falls ich mich zur OP durchringen sollte. Dir wünsch ich alles Gute und daß deine OP früh genug kam!

Liebe Grüße, Kunama

L&oredxa


hallo kunama,

ob die gefahr, die dir mit den 30% wirklich gross ist, oder genauso gross wie bei vielen anderen auch, weiss ich natürlich nicht. ich weiss aber, dass genügend der gynäkologen auch den frauen krebsangst machen, und die frauen lassen sich dann die gebärmutter entfernen und im endeffekt wäre es gar nicht nötig gewesen. und viele frauen haben danach etliche beschwerden, angefangen von stärkeren veränderungen in der sexualität über wechseljahresbeschwerden und etlichem anderen: individuell eben je nach frau und veranlagung und (auch medizinischer) vorgeschichte.

du schriebst ja, dass du schon auf anderen ähnlichen seiten über folgen der GM-entfernung gelesen hast, wo auch das eine oder andere davon stehen wird.

hast du evtl. auch schon über andere organerhaltende methoden der behandlung von myomen/blutungen etc. nachgedacht?

es gibt ja beispielsweise auch die myomembolisation und anderes, was frau erst mal ausprobieren kann.

auf der folgenden website findest du auf der linken seite unter:

MENÜ

unter den stichworten:

- myom(e)

- myomembolisation

- organerhaltende methoden

einiges an methoden um damit umzugehen:

[[www.femica.twoday.net]] (mit forum zum austausch)

und auch mit anderen links und literaturangaben zu gynäkologischen themen.

je nach einstellung und geldbeutel (bzw. wichtigkeit sein geld dafür auszugeben) könnte auch eine homöopathische behandlung bei einem

"klassischen homöopathen" helfen, dass sich einige deiner beschwerden verbessern. dazu müsstest du dich eben erkundigen, wenn du daran interesse haben solltest, wen es da in deiner nähe gibt. und dann nachfragen.

hast du dich schon mit anderen methoden befasst, ob die in frage kämen?

grüsse

K$unyama


Vielen Dank auch an dich, Loreda. Im Femica-Forum hatte ich mich auch schon umgesehen. Es gibt schon sehr, sehr unterschiedliche Erfahrungsberichte insgesamt, und das macht halt auch die Entscheidung so schwierig... Und vor den drohenden Spätfolgen (früherer Eintritt der Wechseljahre, Probleme mit den anderen Bauchorganen, Psyche,..... ) habe ich auch Angst.

Allerdings geht es bei mir nicht um das Myom. Darum muß ich mir im Moment nicht so große Sorgen machen. Das Myom ist nur wenige cm groß, und Myome entarten ja eher selten. Bei mir geht es um atypische Zellveränderungen in der (östrogenbedingt) abnorm hoch aufgebauten Zervix- und Gebärmutterschleimhaut. Diese Zellveränderungen wachsen in 30% der Fälle irgendwann weiter zu Krebszellen. Das habe ich im Internet und in verschiedener Literatur gelesen - meine FÄ hat dazu gar nicht viel gesagt. Und eine beinah 1/3-Wahrscheinlichkeit ist schon nicht niedrig.

Leider ist ein Ende der Östrogen-Welle nicht abzusehen. Natürliche Gegenmittelchen helfen bei mir erfahrungsgemäß nicht (habe das bei anderen Erkrankungen probiert: Ernährung, TCM, Homöopathie,...). Habe ein Heidengeld dafür gelassen, und bin letztendlich immer bei der Schulmedizin gelandet, die bisher dann auch half. Ich hätte es auch lieber anders, und versuche trotzdem, mich durch Ernährung, Bewegung etc. gesund zu halten. Aber es reicht halt nicht.

Aber ich gucke noch ein bißchen weiter, bzw. beobachte erst mal mein "Blutungsverhalten" jetzt nach der Hysterektomie. Habe aber wenig realistische Hoffnung, daß das damit getan war.

Danke für Deine Tipps!

Schönes Wochenende,

L.orebda


hallo kunama,

da ich mich mit deinem speziellen problem nicht auskenne, hoffe ich, dass du die für dich richtige und passende methode findest. könnte natürlich sein, dass es irgendwo noch leute gibt, die sich damit genauer auskennen.

du schriebst ja, dass du schon etliches ausprobiert hast. hast du mal daran gedacht, dich an ein frauengesundheitszentrum zu wenden - die könnten da evtl. auch noch in erfahrung bringen, wer da mehr erfahrung damit hat.

manchmal gibt es ja auch unikliniken, die da noch mehr erfahrung damit haben, als andere kh's oder private gynpraxen.

falls du dich dann doch zur GM-entfernung entschliessen solltest, wünsche ich dir, dass es bei dir gut geht.

was meinst du damit:

Aber ich gucke noch ein bißchen weiter, bzw. beobachte erst mal mein "Blutungsverhalten" jetzt nach der Hysterektomie. Habe aber wenig realistische Hoffnung, daß das damit getan war.

welches blutungsverhalten, jetzt nach der hysterektomie? hysterektomie bedeutet doch gebärmutterentfernung? und hattest du jetzt schon ne andere unterleibs-op, wo es ein blutungsverhalten gibt? - bin gerade verwirrt.... oder ist dir da ein schreibfehler unterlaufen?

grüsse

KRunxamxa


Loreda:

Natürlich meinte ich HYSTEROSKOPIE. Sorry, da habe ich mich einfach verschrieben. Mit der Hysterektomie setze ich mich gedanklich auseinander... Tatsächlich blute ich, nach einer Hysteroskopie vor gut 3 Wochen, seit einigen Tagen wieder kräftig. Habe mich jetzt (wie Du ja auch gesehen hast) ins Forum "Gebärmutterentfernung vaginal" verlagert.

Vielen Dank für Deine Anregungen!

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