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Myome und Dauerblutung mit der Valette

LqizzKy22 hat die Diskussion gestartet


Hallo, bin ganz schön verzweifelt, vielleicht kann mir ja hier jemand helfen.

Ich habe nach starken Monatsblutungen vor einigen Wochen erfahren, dass ich ein etwa 7 cm großes Myom in der Gebärmutter habe, das leider schon mit 22 Jahren. War deswegen in der Notaufnahme im Krankenhaus und da hat man mir das Medikament Norethisteron verschrieben, damit die Blutung gestoppt wird. Sie wurde auch gestoppt, allerdings darf man diese Tabletten nicht längerfristig einnehmen, wie ich von meinem FA erklärt bekommen habe. Habe die Tabletten dann wieder abgesetzt und meine Regelblutung hat sich durch die Einnahme dann um cirka 1 Woche verschoben.

Damit ich aber nicht wieder die starken Blutungen bekomme, hat mir mein FA dann die Pille Valette verschrieben. Vorher habe ich noch nie irgendeine Pille genommen. Habe also am ersten Tag meiner Periode am Donnerstag vor 1 Woche die Pille eingenommen aber viel gebracht hat mir das leider nicht. Im Gegenteil die Blutung war zwar jetzt schon etwas schwächer, außer am 5. Tag da war es ganz stark und dickflüssig ???.

Jetzt nach über 1 Woche habe ich immer noch leichtere Blutungen, vorwiegend nachts. Früher ohne die Pille hatte ich zwar eine starke Blutung, aber die war nach gut 5 Tagen dann auch weg. Brustschmerzen habe ich leider auch durch die Valette bekommen, und wirklich gut geht es mir auch sonst nicht. Werd mich jetzt wohl nächste Woche wieder mit meinem FA in Verbindung setzen müssen, ich habe aber leider das Gefühl, dass er nicht sonderlich kompetent ist. Man kann im Internet sogar lesen, dass die Valette sogar Myome fördern kann!!!!

Ich war auch bei einer andere Frauenärztin um eine dritte Meinung über das Myom einzuholen, aber sie wollte mir nichts zur Blutungsstillung verschreiben, sondern mich gleich ins Klinikum schicken für eine OP. Ich habe ihr aber klargemacht, dass ich mir einen längeren Ausfall im Moment beruflich nicht leisten kann. Außerdem habe ich große Angst vor einer OP, meiner Mutter wurde vor 8 Jahren die Gebärmutter entfernt (für sie wegen der Schmerzen der absolute Horror); eine Frau aus der Nachbarschaft ist nach der OP sogar gestorben. Eine OP kommt für mich absolut nicht in Frage, auch wenn nur das Myom entfernt werden sollte. Schlimm finde ich auch die anderen Behandlungsmethoden wie künstlich in die Wechseljahre setzen (hallo mit 22 ??? ?) oder Blutversorgung abkappen, wir leben ja nicht mehr im Mittelalter.

Für mich kommt nur die Methode der Entfernung durch Ultraschall in Frage (mgrfus), das ist allerdings sehr teuer und wird nicht von den Krankenkassen bezahlt, aber wert wäre es mir schon, wenn es helfen würde.

Jetzt aber zu meiner Frage, soll ich die Valette jetzt wegen der Dauerblutung absetzen und eine andere Pille,z.B die Cerazette (hat da jemand Erfahrungen mit?) verschreiben lassen oder wie gehe ich da vor? Wie gesagt fühle ich mich durch meinen FA nicht sonderlich gut beraten (die Ultraschallmethode hat er mir z.B gar nicht vorgeschlagen) und einen Termin bei einer anderen Frauenärztin bekomme ich leider erst viel später.

Antworten
Jwean xDow


Damit ich aber nicht wieder die starken Blutungen bekomme, hat mir mein FA dann die Pille Valette verschrieben.

Aua .... das ist eine Gestagen+Östrogenpräperat. Das Östrogen (auch das künstliche) begünstigt das Myom-Wachstum.

Gehe zu ihm/ihr und frag nach der Cerazette (Gestagen). Diese kannst du auch durchnehmen, dann hast du nur noch Schmierblutungen und keine Abbruchblutung. Für eine Schmierblutung reicht eine einfache Slip-Einlage (nur damit du die Größenordnungen kennst). Mir gings damit besser. Ich hab die Cerazette bis zu meiner OP genommen. Damit hab ich meinen Körper besser kennengelernt, da ich ja keinen Zyklus in dem Sinne hatte.

Methode der Entfernung durch Ultraschall in Frage (mgrfus)

Äh, das würde mich jetzt interessieren? Wie soll dass den gehen?

Was ist eine Entfernung durch Ultraschall ???

Du mußt bei der OP unterscheiden zwischen einer Hystoektomie ... also einer GM-Entfernung und einer Myomentfernung. Eine GM-Entfernung kommt natürlich mit 22 gar nicht in Frage. Eigentlich kommt das nie in Frage.. ... nicht mal mit meine 40...... außer, wenn die GM nur noch aus Myomen besteht oder Krebs vorliegt.

Meine Mutter hatte auch eine GM-Entfernung per Bauchschnitt - aber das war vor 20 Jahren. Sie hat richtig neidisch geschaut, als sie von den heutigen OP-Methoden erfahren hat. Sie war 9 Wochen krank geschrieben!

Die richtige Variante ist für dich natürlich die Entfernung des Myoms - nicht die GM-Entfernung - das ist ein großer Unterschied. Dazu natürlich die Fragen: Wo liegt das Myom. Hinterwand, am Eileiter? Und dann noch viel wichtiger: unter der Gebärmutterschleimhaut - innerhalb der Wand oder außerhalb? Bring das in Erfahrung. Wenn du das nächstemal bei FA bist, dann lass dir ein Ultraschallbild zusätzlich ausdrucken. Einfach im Moment sagen, wo der FA selbst auf den Druckknopf drückt.

Wenn das Myom in der Wand sitzt, oder außen drauf, dann kann man es mit einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) entfernen. Danach darfst du 9 Monate nicht schwanger werden und du bist für ca. 5-7 Tage im KH und so für 2-3 Wochen insgesamt krank geschrieben.

Wenn es ein Myom ist, dass unterhalb der Gebärmutterschleimhaut liegt, dann kann man es per operativer Hysteroskopie entfernen. Hier gibt es ein Film, was der Arzt bei einer Hysteroskopie sieht: [[www.singer.ch/myome.php]] . Eine Hysteroskopie geschieht zwar dann auch unter Vollnarkose, da aber nichts geschnitten wird bist du wesentlich schneller wieder fit.

Und was du auch wissen solltest: es sind meist nur die Myome, die unter der Gebärmutterschleimhaut liegen, die für starke Blutungen verantwortlich sind. Nicht die außenliegenden. So wurden z.B. meine zwei kleinen gestielten Myome außen dran gelassen. Oder das in der Wand liegende Myom verhindert, dass sich die GM zusammenziehen kann.

Mein Myom war 5-8 cm dick - in der Hinterwand und war zur Hälfte von innen zugänglich. Ich habe zwei Hysteroskopien bekommen. Die erste dauerte etwas länger. Da wurde das Myom fast gänzlich entfernt. Die zweite OP war mehr zur Kontrolle und zum Nachräumen da. Ich war jeweils 5 Tage in der Klinik - wenn es nach mir gegangen wäre, wäre ich schon früher abgehauen. Ich war also 5 Arbeitstage krankgeschrieben - dann war ich schon wieder bei der Arbeit.

Welche Art der OP wurde dir denn von der Ärztin empfohlen?

L9izzyx22


Erstmal danke für die ausführliche Antwort. Ich werde wohl wirklich mal die Cerazette ausprobieren, aber erstmal wenn sich mein Hormonchaos was geordnet hat. Da bin ich ja echt stolz auf meinen Doc , dass der sich so gut auskennt :(v. Er hat mir gar keine OP-Möglichkeit empfohlen, sondern mir nur Angst gemacht mit dem in die Wechseljahre setzen lassen und mich an eine Klinik verwiesen, anscheinend will er sich mit sowas gar nicht aufhalten.

Also ich hab ein hinten liegendes, in die Gebärmutter wachsendes Myom und für mich kommt eine OP überhaupt nicht in Frage, ob mit Gebärmutterentfernung oder nur mit Myomentfernung, zumindest im Moment nicht. Hab mich auch schon mit dem Arzt in Verbindung gesetzt, der die Entfernung bzw Verkleinerung mit Ultraschall durchführt. Dazu muss ich erstmal von einem bei mir ansässigen Radiologen Bilder machen lassen, ob sich mein Myom für diese Methode eignet, wenn ja werd ich das trotz der Kosten echt machen. Infos dazu findest du hier: [[http://www.gehealthcare.com/dede/highlight/mrgfus_bochum.html]]. Da ist ein auch ein kleiner Filmbeitrag zum angucken. Es wird aber nicht nur in Bochum gemacht, sondern auch in Berlin im Charité oder in einer Dachauer Klinik.

I)ch_7und_mein_)Problxem


vllt hilft dir das hier auch noch iwo weiter.....

[[http://www.akneforum.de/allgemeines-akne-forum/1500-vorsicht-vor-der-pille-valette.html]]

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