Gebärmutterentfernung

21.11.08  07:05

Hallo

bei mir steht nächste Woche eine Gebärmutterentfernung an, vaginal aufgrund Schmerzen und Blutungen , Myom in der Wand. Soweit ist alles geklärt, jetzt sind mir aber ein paar (blöde Fragen?) eingefallen. Oder ich hab´in Biologie versagt.

Wird dann das Ende der Vagina irgendwie verschlossen? Und da die Eierstöcke ja drin bleiben, was passiert dann mit den Eiern, die müssen ja wohl irgendwohin? Kann mir das jetzt irgendwie nicht richtig vorstellen. Über ein paar Antworten würde ich mich feuen

LG Marka64

Moarkax64

21.11.08  08:31

Entweder bleibt der Gebärmutterhals stehen, dann schließt wie gewohnt der Muttermund die Vagina nach oben ab oder sie wird tatsächlich oben vernäht.

Die Eier "fliegen" in die Bauchhöhle und werden dort aufgenommen, sind ja auch winzig.

Sind denn andere Möglichkeiten schon probiert worden, um deine Beschwerden zu behandelen?

Die Entfernung der Gebärmutter sollte eigentlich immer der letzte Schritt sein.

b\udydleixa

21.11.08  09:51

@ buddleia

Muss jetzt hier doch mal nachhaken. Mir wurde ja aufgrund eines (wiederholten) CIN II Befundes Ende Oktober die GM entfernt. Alles gut gelaufen - kann Marka64 nur den Faden Gebärmutterentfernung vaginal empfehlen - aber natürlich bleiben noch Fragen offen. Mir wurde aufgrund des Befundes wegen dem Gebärmutterhals keine Wahl gelassen, wenn doch, hätte ich freiwillig auf der Entfernung bestanden. Wenn aber nun die Vagina vernäht wurde, wie kann dann ein FA auf die Wunde sehen ??? Verstehe das jetzt so, das ich zwei getrennte Räume in mir habe, einmal die vernähte Vagina und dahinter folgt dann der offene Bauchraum mit den Eierstöcken? Und woher kommt der Wundfluss dann...irgendwie bin ich gerade etwas irritiert.

Aber vielleicht kannst Du mir helfen?

*:) @:) *:) @:)

cylaudxi67

21.11.08  10:55

@ buddleia

erstmal Danke für die Antwort, was Claudi67 fragt würde mich auch noch interessieren.

Meine FA meint daß das Myom so in der Wand sitzt daß Ausbeulungen auch außerhalb der Gebärmutter sind. Jetzt könnte man zwar nur ausschaben müßte aber mittels einer Bauchspiegelung auch von außen ran. So in etwa habe ich das verstanden, sie meinte daß es von den OP-Risken einfacher ist die GM zu ziehen, außerdem wäre meine GM schon stark vergrößert was mir auch tägl. Schmerzen bereitet. Habe Probleme mit dem Darm und der Blase, d.h. muß häufig zur Toilette durch den Druck. Den Gebärmutterhals würde sie auf jeden Fall mit entfernen aufgrund des Krebsrisikos.

LG Marka64

Mba}rkax64

21.11.08  13:00

@ claudi 67

Schwierig ohne Hände und Füße oder ein Bild...aber ich will dies gern versuchen.

Zur Anatomie:

[[http://www.frauenarzt-dr-koehler.de/Atlas/atlas.html]]

Der Schnitt wird bei vaginaler OP einmal rund um den Muttermund in der Scheidenhaut gelegt, die Gebärmutter ist an Bändern im kleinen Becken aufgehängt, also beweglich.

Nach vorn wird die Blase abgehoben, nach hinten der Darm, verschiedene Bänder/Blutgefäße werden getrennt und vernäht.

Die Eileiter sind dann auch durch die Vagina erreichbar, werden von der Gebärmutter abgetrennt und vernäht (ggf. kann vaginal dann auch der Eierstock erreicht werden, wenn nötig.).

Zuletzt wird dann die Vagina oben vernäht, und dort kommt dann auch der Wundfluss her.

Mit dem Spekulum kann der FA die Vagina entfalten und diese Wunde anschauen...den Bereich im Bauchraum sieht er so natürlich nicht.

Der Bauchraum ist aber nicht offen, da die Vagina ja oben verschlossen wurde.

Die Eierstöcke kugeln natürlich nicht frei im Bauchraum herum, sondern sind auch an Bändern aufgehängt, so dass sie auch ohne die Gebärmutter vor Ort bleiben. Zudem ist der Bereich auch mit Bauchfell ausgekleidet.

War dies jetzt verständlich mit dem Bild dazu? Sonst will ich es gern anders versuchen.

Meist wird dies aber auch am Modell vor der OP erklärt, bei dir nicht?

@ Marka64

Andere Methoden, die Myome zu behandeln, wurden versucht oder kommen nicht in Frage?

bsudd<leixa

21.11.08  14:09

@ buddleia

Doch, doch es wurde mir vorher anhand einer Zeichnung erklärt, wie die Entfernung der GM erfolgen wird. Das dann aber die Vagina vernäht würde ist mir nicht mehr so im Kopf. Ich hatte aber auch anderes zu befürchten. Was ist denn wenn in einem Fall die Vagina verkürzt wird im Falle des späteren Geschlechtsverkehrs? Mir macht das jetzt schon ein bisschen Sorge, wenn Du da (und ich brauche nur an meinen letzten Liebhaber denken) einen Partner hast, der eher gross gebaut ist, kann der nix kaputt machen ??? Mein Ex hat damals immer bis vor die GM gestossen und nach der Konisation hat mir das dann sehr wehgetan. Die Beziehung hat sich dann zum Glück aus anderen Gründen verlaufen, auf Dauer hätte er sich vermutlich viel zu sehr zurücknehmen müssen. Aber ich kann ja künftig auch nicht erst jedem Mann in die Hose gucken bevor ich mich verliebe :|N

Wie könnte man denn jetzt Veränderungen an den Eierstöcken feststellen und warum sieht die FA mit dem Ultraschall bis zu den Wundrändern der oberen Wunde im Bauchraum? Ich denke schon, dass es vermutlich einen Sinn haben wird, die Vagina zu vernähen. Aber plötzlich ist alles so anders und ich bin verunsichert...

Schönen Dank für Deine Erklärung, sehr gut verständlich :)^

*:) @:) *:) @:)

cYlaudix67

21.11.08  15:58

..wenn die Vagina nicht vernäht werden würde, hättest du einen direkten Zugang von der Außenwelt in den Bauchraum.

Der obere Rand liegt ja im Bauchraum.

Stell dir mal das Bild von oben einfach ohne Gebärmutter vor, wenn du dies kannst.

Ich mag diese Vergleiche nicht, macht dir das Ganze aber möglicherweise deutlicher: ohne oben abschließenden Muttermund ist die Vagina wie ein offener Schlauch.

Die Wunde vernarbt ja, ich kann mir aber vorstellen, dass der GV mit einem sehr gut bestückten Partner da schon eventuell zu Beschwerden führen könnte...die Vagina weitet und verlängert sich bei Erregung aber.

Es fehlt der Schleim vom Muttermund, ggf. brauchst du vielleicht auch etwas Gleitgel, lass es langsam angehen. :)*

Aber auch bei einer Frau, die ihre Gebärmutter noch hat, kann ein sehr großer Penis schmerzen.

Die Eierstöcke werden weiter per Tasten oder mit vag. Ultraschall kontrolliert, sie haben ja ihre Position nicht verändert.

bBuddtle$ia

21.11.08  16:05

@ buddleia

Vielen Dank für Deine Erklärung, echt super :)^ :)^ :)^

Langsam angehen werd ich es schon, bin derzeit Single und kein Freund von One Night Stands. Macht im Moment die Sache für mich noch ein bisschen kribbeliger, da ich zu der Angst vor dem nächsten GV auch noch Unsicherheiten bezüglich des noch unbekannten Partners habe. Aber wird schon alles :)z

Schönes Wochenende

*:) @:) *:) @:)

c$lauxdi67

21.11.08  16:12

.....schon der GV mit dem gewohnten Partner ist für viele Frauen nach einer OP ein bißchen wie das "erste Mal", so dass ich deine Kribbeligkeit gut verstehen kann.

Aber wird schon alles :)z

Das wünsch ich dir. :)*

bPud4dlxeia

21.11.08  18:52

Hallo Marka,

wegen eines Myoms muß man heutzutage eigentlich eine Gebärmutter nicht mehr unbedingt entfernen. Ich habe das Myom embolisieren lassen und bin damit zufrieden. Leider wird man dazu von den Frauenärzten manchmal nicht qualifiziert aufgeklärt, vielleicht weil die Methode von Radiologen durchgeführt und abgerechnet wird. Auf der Seite [[http://femica.twoday.net/]] findest Du ziemlich viele Informationen und auch Berichte von Frauen, die die OP nicht gut vertragen haben. Das gibt es leider auch.

L.G.

LIisOa5;7421

22.11.08  09:11

Guten Morgen

Das Thema GV scheint mich doch jetzt mehr mitzunehmen als ich dachte. Da meine Scheide ja nicht verkürzt wurde müsste sie aber doch die gleiche Grösse haben wie vor der OP? Das heisst, es dürfte nicht anders sein wie vorher, da war ja der Gebärmutterhals die Mauer, oder?

Gut, das ich mir da vor der OP keine Gedanken drüber gemacht habe und jetzt seh ich es als Zeichen, dass es mir langsam wieder besser geht ;-D

*:) @:) *:) @:)

cFlau&di6x7

22.11.08  13:29

@ claudi,

die Frage, ob deine Vagina stark verkürzt wurde, kann dein Gyn beantworten, ggf. wäre dies aber auch schon bei der Nachuntersuchung im Krkh. angesprochen worden.

Eine geringgradige Verkürzung entsteht, weil das Gewebe ja vernäht werden muss.

b>uddnle]ia

22.11.08  22:38

gut zu wissen, wie man sich das dann vorstellen kann, mit dem vernähen.

Lvored[a

23.11.08  10:13

Ich werde am Donnerstag meine Gyn mal darauf ansprechen und danach hier Bericht erstatten. Natürlich hatte ich ein paar mm für die Naht mit einberechnet, irgendwie ja logisch.

Das aber dieser ganze Wundfluss nur aus dieser vaginalen Naht kommen soll erstaunt mich doch sehr. Wo geht denn der Wundfluss im Bauchraum hin? Da wäre ja von der Gesamtfläche her sicher viel mehr zu erwarten. Und dann kommt ja auch gar keine Luft dran.

Schönen Sonntag euch *:) @:) *:) @:)

cplasudix67

23.11.08  13:29

claudi67,

ganz exakt ist es so:

Die Naht der Vagina (zusätzlich wird an einem Band der Gebärmutteraufhängung angenäht) wird eine kleines Stückchen offen gelassen, häufig liegt dann zumindest am ersten Tag nach OP noch eine Drainage, zusätzlich wird die gesamte Vagina austamponiert.

Über die Drainage (ein Plastikschläuchlein) läuft das Wundsekret aus dem Bauchraum ab, je nach Menge wird dann die Drainage nach einem oder mehreren Tagen gezogen, häufig dann auch schon die Tamponade entfernt (da warst du aber eigentlich dabei, nicht nachgefragt, was geanu mit dir gemacht wurde oder noch zu platt? ;-) ).

Das kleine "Restloch" des oberen Vaginaendes heilt iA problemlos von allein nach gewisser Zeit zu.

Reste des Wundsekretes im Bauchraum, die nicht über die Vagina abfließen, nimmt das Bauchfell auf.

b5udd?leia

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