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Myome und Hysterektomie

B7assaxnio


Der Gyn hat meiner Mutter gesagt, kleiner Eingriff, nur Lokalanästhesie, keine Vollnarkose, ... .

Komisch, sehr komisch :-/

Will der Kerl Deine Mutter umbringen? In dem Alter überlegt man sich jede Operation dreimal. Vollnarkose ist unumgänglich, das Risiko ist alleine deswegen nicht ohne. Und das für eine Operation die ihr überhaupt keinen Vorteil bringt? Myome wachsen nach Eintritt der Wechseljahre kaum noch oder gar nicht mehr. Es ist also kaum ein Risiko gegeben, wenn man nichts tut, im Gegensatz zum relativ großen OP-Risiko beim Eingriff. In meinen Augen reine Geldschneiderei. Der Kerl gehört vor die Ethik-Kommission.

D,er kYleiBne Prixnz


naja, wir werden sehen.

das ganze beginnt grade, heute war meine mutter bei dem gyn. also es fängt grad alles an, und nun will ich meine mutter dabei unterstützen, ein wenig licht ins dunkel zu bringen.

ein schönes gefühl ist das nicht, wenn man hört, dass die gm entfernt werden muss. dass man da nicht unbedingt zu bestem logischen denken in der lage ist, ist normal. deswegen habe ich mir gedacht, dass ich da mal ein bisschen nachforschen sollte.

entscheiden wird dann eh meine mutter.

K%una-ma


Wenn tatsächlich die Worte "kleiner Eingriff", "Lokalanästhesie" und "Hysterektomie" in Zusammenhang gefallen sein sollten, würde ich meine Mutter mit allen Mitteln davon abhalten, diesen Gynäkologen jemals wieder aufzusuchen, egal wie alt sie wäre.

Ob die Hysterektomie wegen wachsender Myome nötig ist, kann ich medizinisch nicht beurteilen, würde mich aber meinem Wissen nach dem Beitrag von Ulsilein anschließen.

Klingt für mich aber irgendwie nach einem Missverständnis.

D:erf kl einZe PWrinxz


Ob nun das Wort "kleiner Eingriff" gefallen ist oder ob das meine Mutter aus den Äusserungen des Gyn nur geschlossen hat, das weiss ich nicht.

Auf jeden Fall ist definitiv gesagt worden, das VERMUTLICH eine Lokalanästesie ausreicht, drei, vier Tage Klinikaufenthalt und dann ist wieder alles gut. Das hätte mir meine Mutter sonst nicht so gesagt.

Jetzt hab ich ein kleines Problem. Ich bin ja hart im Nehmen, meine Mutter auch.

Aber ich habe nun mal genau gelesen, was bei femica über Gebärmutterentfernung steht. Und ob ich ihr das zumuten kann, das weiss ich jetzt doch nicht wirklich.

Ich meine

# Zusammenbruch der Stabilität des Beckens, also der Beckenknochen und der im Becken liegenden Organe

# Eine Verschiebung dieser Knochen und Organe

# Verschiebung und Ausweitung der Beckenknochen

# Auswirkungen auf den unteren Rückenbereich und die Sketlettstruktur

# Kompression der Wirbelsäule

# Allmähliches Absenken des Brustkorbs auf die Hüftknochen

# Schwächung des Beckenbodens und Gefühlsverlust durch die Abtrennung der im Becken liegenden Nervenbahnen

# Dadurch evtl. Auftreten von Inkontinzenz (vorn und hinten) oder von chronischer Verstopfung

# Sehr häufiges Auftreten von Blasen- und insgesamt urologischen Problemen

# Absenkung des Darms dorthin, wo sonst der Uterus war

# "Der Darm weitet sich aus und bildet eine Rectocele, welche sich als sackförmige Deformation in die Vagina schiebt

# Reduktion bis hin zum Verlust des Empfindungsvermögens der Vagina, der Klit, der Schamlippen und der Brustwarzen

# Empfindungen von zyklischen Elektroschocks in der Vagina, die auf die Zerstörung der Nerven im Beckenbereich zurückzuführen sind

# Einschränkung oder Unmöglichmachung des physisch-sexuellen Empfindungsvermögens

# Verlust der uterinen Orgasmen

# die meisten Frauen beklagen den völligen Verlust an sexueller Empfindungsfähigkeit

usw. usf. ... .

einfach furchtbar.

Und wenn ich dann noch lese, dass weit über 70% der Frauen an tiefer Müdigkeit leiden, an Persönlichkeitsveränderungen, an Vitalitätsverlust, am Verlust des kurzzeitgedächtnisses, 53% an Selbstmordabsichten, ... - nein, dann weiss ich wirklich nicht mehr, ob ich ihr das zu lesen geben kann. Immerhin besteht ja zumindest die theoretische Möglichkeit, dass die OP unumgänglich ist. Also diese Infos aus femica behalte ich glaube ich zunächst mal für mich.

nun verstehe ich, warum Bassiano sagte, dass der Gyn vor eine Ethikkkommission gehört :-/

KNunamja


Hallo,

also erstmal: Hysterektomie in Lokalanästhesie ist glaube ich nicht möglich. Falls jemand von einem solchen Fall wissen sollte, schickt mir bitte eine PN mit näheren Angaben. :-o

Zweitens: Es gibt natürlich, wie bei jedem operativen Eingriff, ein Narkoserisiko sowie die "normalen" Operationsrisiken (Verletzung anderer Organe etc.). Deswegen muss man ja vor jeder OP diesen Aufklärungsbogen unterschreiben, wo die schlimmstmöglichen Folgen und auch alle denkbaren Spätfolgen aufgeführt sind. Das dient der rechtlichen Absicherung des Arztes bzw. des Krankenhausträgers. Es bedeutet nicht, dass diese Folgen auftreten müssen.

Von femica habe ich den Eindruck, dass die schlimmstmöglichen Folgen sämtlich als unvermeidliche Nachwirkung aufgeführt sind.

Selbstverständlich ist die Gebärmutter als Bestandteil des kleinen Beckens für die Stabilität und die Lage der anderen Organe im Bauchraum wichtig. Dennoch gibt es eben Situationen, in denen sie aus bestimmten Gründen entfernt werden muss, um Schlimmeres zu verhüten.

Ich finde jedoch, dass sich hier gerade zwei Themen vermischen, die eigentlich nicht zusammengehören:

1. Mögliche Folgen einer Gebärmutterentfernung

und

2. Fragliche Notwendigkeit einer Hysterektomie bei einer 84jährigen wegen (wachsender?) Myome

Ich finde, eigentlich müsste man Punkt 2. erstmal klären. Wenn der Gyn eine Indikation für die Hysterektomie gefunden hat (also bösartige Zellen, sehr störende Myome oder anderes), kann man ja vielleicht immer noch überlegen, ob es noch Alternativen zur Hysterektomie gibt. Wenn nicht, kann man auf die Suche nach möglichst schonenden Operationsmethoden gehen. Wenn du dir jetzt alle möglichen Infos über (Spät-)folgen von Hysterektomien reinziehst, zäumst du das Pferd eher von hinten auf.

Und: Ich würde wirklich nochmal geklärt haben wollen, was der Gyn deiner Mutter tatsächlich vorgeschlagen hat. Hört sich für mich alles nicht passend an.

Hoffe, deine Mutter bzw. du bekommst bald Klärung.

Alles Gute,

DMer k$leineM Pri^nxz


Ich bin mittlerweile soweit, dass ich sage, es gibt keine Indikation für eine Hysterektomie.

Meine Mutter ist beschwerdefrei und weiss seit Jahrzehnten, dass die Myome vorhanden sind.

Ich vermute, dadurch, dass der Urologe meine Mutter zum Gyn geschickt hat, wittert der Gyn eine Chance auf Umsatz, zumal er Belegbetten einer Belegklinik hat.

Es könnte natürlich sein, dass der Gyn Sarkome als Myome ausgibt. DANN gäbe es auch eine Indikation für eine Hysterektomie.

Wir werden erst Mal zu der von Kestra genannten Chefärztin fahren und meine Mutter von einer ausgewiesenen Spezialistin untersuchen lassen. Dann sehen wir weiter.

KJestxra


Ich vermute, dadurch, dass der Urologe meine Mutter zum Gyn geschickt hat, wittert der Gyn eine Chance auf Umsatz, zumal er Belegbetten einer Belegklinik hat.

Jetzt geht mir ein ganzer Kronleuchter auf :(v

Ich bin mittlerweile soweit, dass ich sage, es gibt keine Indikation für eine Hysterektomie.

Meine Mutter ist beschwerdefrei und weiss seit Jahrzehnten, dass die Myome vorhanden sind.

Sag ich doch, kleiner Prinz. Ich kann mir das bei Deiner alten Dame kaum vorstellen.

Wir werden erst Mal zu der von Kestra genannten Chefärztin fahren und meine Mutter von einer ausgewiesenen Spezialistin untersuchen lassen. Dann sehen wir weiter.

:)^ Ich bin echt gespannt, was "meine" Ärztin dazu sagt :=o

KRestr$a


nun verstehe ich, warum Bassiano sagte, dass der Gyn vor eine Ethikkkommission gehört

Und nun weißt Du auch, warum ich mich mit Händen und Füßen gewehrt habe, mir wegen der Myome mit nicht mal 40 die GB entfernen zu lassen. V.a. weil es ja Alternativen gibt, die mir aber kein einziger Arzt vorgeschlagen hat >:( Ohne Internet wäre ich aufgeschmissen gewesen.

DJer k,lei{ne Prixnz


Ein längeres Telefonat zwischen meiner Mutter und meiner Schwester hatte zum Ergebnis, dass meine Mutter sich zunächst nicht unters Messer legt.

Meine Schwester sagte, dass es extrem unwahrscheinlich sei, dass eine Hysterektomie notwendig ist.

ALLERDINGS ist eine exakte Diagnose, ob es sich um Myome oder Sarkome handelt immer erst dann möglich, wenn der Uterus entnommen worden ist. Bei allen Hysterektomien stellt sich bei nur ca. 1% heraus, dass es sich um ein Sarkom handelte.

Da Sarkome sehr schnell wachsen und dann über das Lymphsystem leider sehr schnell eine nicht mehr verhinderbare und kontrollierbare Streuung von Krebszellen eintritt, wird meine Mutter sich bis auf Weiteres alle drei Monate beim Gyn vorstellen und auf diese Weise ein eventuelles Wachstum der Myome oder Sarkome beobachten lassen.

Morgen wird meine Schwester den Gyn anrufen und mit ihm ein fachlich fundiertes Gespräch darüber führen, was den Gyn dazu bewegt, meiner Mutter eine Hysterektomie nahe zu legen.

L&isa5G7x21


Hallo,

könnte es sein, dass der Arzt eine Hysteroskopie machen will ? Damit kann man einige Myome ausschälen, ohne eine Vollnarkose zu machen. Allerdings nur, wenn die Myome entsprechend liegen. Es wäre sicher gut, wenn noch eine zweite Person bei dem Gespräch anwesend ist. Das Thema "Belegarzt" wäre mir auch suspekt.

L.G.

Khestrxa


könnte es sein, dass der Arzt eine Hysteroskopie machen will ?

Stimmt, das wäre eine Möglichkeit, die beiden Begriffe werden oft verwechselt. Allerdings ist selbst dieser Eingriff bei Myomen in diesem Alter, v.a. wenn die Myome keine Beschwerden machen, völlig überflüssig.

Dier klkeine8 Prxinz


Nein, natürlich nicht. Es geht ausschließlich und deutlichst um eine Entferung der Gebährmutter.

K@unjama


Mich würde wirklich interessieren, ob der Gyn deiner Schwester die Operationsmethode der Hysterektomie in Lokalanästhesie nochmal genauer erklärt. :=o

Aber Scherz beiseite: Alles Gute für weitere Informationsgespräche!

D(er k<leine }Prixnz


Wobei ich nun nicht mal weiss, ob meine Mutter meiner Schwester das mit der Lokalanästhesie überhaupt gesagt hat. Da der Problemschwerpunkt weniger in der Narkoseart liegt, sondern mehr in der Klärung der prinzipiellen Notwendigkeit einer Hysterektomie, könnte ich mir vorstellen, dass dieser Punkt bei dem Gespräch gar nicht angesprochen worden ist.

Auf jeden Fall bin ich sehr froh, dass meine Schwester zur Zurückhaltung und zu weiterem Abwarten geraten hat. Damit habe ich nämlich nicht unbedingt gerechnet. Ich kenne meine Schwester privat schon sehr gut, aber ich kenne nicht ihr Verhalten im Berufsfeld.

D'erA kleqixne Prinz


Meine Mutter wird nach Norwegen fliegen und sich da von meiner Schwester untersuchen lassen. So kann sie wenigstens sicher sein, dass das vorliegende Hauptinteresse ausschließlich dem Erhalt der Gesundheit dient und der Stellung einer einwandfreien Diagnose. Dann gehts nicht mehr um wirtschaftliche oder andere Interessen.

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