» »

Scheidensenkung: Petros-/ Goeschen-Verfahren

M|i(llaLoxuis


Hallo an alle,

fast schäme ich mich, hier zu schreiben, wo ich lese, dass vielen von euch anscheinend ein viel grösseres ausmaß an senkung habt als ich... und ihr hört euch so tapfer an, dass ich mir daneben vorkomme, wie ein jammerndes weichei mit hauptsächlich psychischem problem. dennoch suche ich kontakt und hoffe so sehr, dass sich jemand mit mir austauschen möchte.

zusammenfassend stehe ich nahezu noch vor beginn jeglicher arztbesuche. selbst habe ich vor ca 2 monaten gemerkt, dass sich bei mir im unterleib etwas gravierend verändert hat. probleme mit meinem "hintern" hatte ich bereits ausreichend während meiner ss vor 4 jahren (ab dem 6ten monat nahezu durchgehend mehrfache analvenenthrombosen) und danach (hämmorhoiden 3-4 grades, so vom proktologen diagnostiziert, welche verödet und abgebunden wurden). einen leichten anal-oder rektumprolaps habe ich auch, der lässt sich aber mit sport relativ gut regulieren.

vor zwei monaten bekam ich also plötzlich "typische" beschwerden einer GM senkung. schmerzen an scham- und steissbein,fremdkörpergefühl in scheide etc. 3 tage lang hatte ich das gefühl, mir fällt da unten alles raus bis ich mich traute abends ins krankenhaus zu fahren, um die schmerzen abklären zu lassen. die gynäkolgin dort meinte lediglich: sieht nicht schlimm aus,"ich hab ja keinen vergleich zu vorher" ??? . auch die neue kollegin meiner eigenen gynäkologin ein paar tage später (die war zu der zeit leider im urlaub), stellte lediglich fest, dass der MM höchstens minimal tiefer säße und schrieb mir physio auf und riet mir, nicht mehr zu joggen. Ich selbst nutzte dann vaginalsonden mit gewichten, die ich mir direkt nach der geburt gekauft hatte und hatte das gefühl, damit besser durch den tag zu kommen. einige wochen lang. vor einem monat ca hatte ich das gefühl, als ob mir jemand ununterbrochen das steissbein ein- und den damm runterdrücken würde und ab dem tag später wölbte sich meine hintere scheidenwand beim stuhlgang komplett in den scheideneingang. seitdem habe ich wahnsinnige stuhlgangprobleme (obwohl ich eigentlich von hause aus immer gut weichen stuhl habe), unentwegt steissbeinschmerzen mit druckgefühl nach unten und vor allem ein psychisches defizit. gestern diagnostizierte meine eigene gyn ein mäßige gebärmuttersenkung mit ausgeprägter rektozele. eine blasensenkung konnte sie nicht feststellen, obwohl ich mir da nicht so sicher bin. den äusseren prolaps konnte sie ebenfalls nicht feststellen - logisch, da ich seit meiner kindheit eine ausgeprägte zwangsstörung habe, die bei mir unten rum zum stuhlgang alles komplett dicht macht, sobald jemand anders nur in der wohnung ist, in der ich auf toilette gehen möchte. ihre empfehlung: termin im beckenbodenzentrum (den ich jetzt habe) und nach möglichkeit op ansprache zur behebung der rektozele. ihrer meinung nach ist die GM senkung nicht gravierend genug, um sie beheben zu müssen.

für mich ist das sehr wohl gravierend genug. seit 2 monaten fühle ich mich wie ein körperliches ersatzteillager und ein psychisches wrack. und ich schäme mich gerade so für meine heulerei, weil ich lese wie souverän ihr euch äussert.... ich habe diesen mist erst so kurze zeit und ihr meistert das doch schon so lange zeit mehr!

aber ich habe angst vor der untersuchung und der diagnose und noch mehr angst, dass die diagnose nicht richtig gestellt werden kann, weil ich von meiner zwangsstörung her nicht richtig mitarbeiten kann. sollte zum beispiel ein defäkographie nötig sein, würde da nichts gehen, so sehr ich wollen würde! weiterhin möchte ich nach einer diagnose auf keinen fall meinen darm kürzen oder wegschneiden lassen. davor graut es mir und ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemals ohne negativen folgen ablaufen kann. also doch alles lieber so lassen wie es ist und damit irgendwie leben, obwohl mir schon die jetzigen senkungsbeschwerden und das nicht komplett entleert sein gefühl ausreichen, um mich schäbig zu fühlen und wie gelähmt zu sein oder irgendwas machen lassen mit der gefahr, dass es danach noch schlimmer wird?! am ehesten, wie ihr anscheinend auch, kann ich mich mit dem petros/goeschen verfahren anfreunden, falls etwas gemacht werden muss. kann mir einer von euch sagen, der auch eine rektozele hat, ob er etwas dazu gefunden hat, dass sich auch ein äusserer prolaps mit petros/goeschen reduzieren lässt? du vllt @BieneMaja99 ? oder vllt auch, ob evtl ein heilpraktiker oder ostheopath linderung bei senkungsbeschwerden bringen kann?

ich würde mich furchtbar freuen, wenn jemand von euch vllt ein paar worte schreiben würde, fühle mich einfach momentan so allein und überempfindlich...

ganz liebe grüsse,

millalouis

MXa=k"no


Liebe Millalouis

Schreibe Dir nur kurz,später mehr!Ich kann nachempfinden,wie Du Dich fühlst,musste mich in die "Situation"auch erst einfinden/klarkommen.Versuch mal die Globulis lillium tigrinum und helonias dioica,jeweils 3x5,dies war ein Tipp von BenitaB.,die gute Erfahrungen damit gemacht hat,ich nehme es ebenfalls und denke,daß es auch meine Psyche stabilisiert hat.Ach ja,man sollte es auch anfangs öfter nehmen,sprich stündl......bis bald,muss gleich aus dem Haus,wünsche mir auch mehr Beteiligung zu diesem Thema hier!

GlG Makno

MaillxaLouixs


Liebe Makno,

vielen lieben Dank für deine Antwort! Schon allein, dass du dich zurückmeldest und mir damit zeigst, dass ich nicht die allein durch diesen "Sumpf wate", hilft mir ungemein! Dass mit den Globulis werde ich gleich heute umsetzen. Ich denke, unsere Apotheke sollte die haben, da gibt es einiges an guten homöopathischen Mitteln.

Ich weiss jetzt seit gestern, dass das Ding, das beim grossen Geschäft aus meinem hintern kommt kein Analprolaps ist, sondern ein äusserer Rektumprolaps.... dabei hatte ich sooooo gehofft :( . Nun bin ich mir sicher, dass ich operiert werden muss. Zumindest steht das überall. Aber machmal denke ich, wenn danach alle Beschwerden weg sind, dann mache ich das sofort! Was aber, wenn nicht... oder wenn noch mehr.... fest steht für mich, dass ich niemanden über meinen After operieren lassen werde. Die Erfahrungsberichte von diesen OPs sind grauenhaft. Und ich will mir weder meinen Schliessmuskel zerreissen lassen, noch ewig Schmerzen im Enddarmbereich haben. Bleibt also prinzipiell nur Goeschen oder ein laparoskopischer Eingriff über den Bauch, oder? Und dazu noch über die Scheide der Rest? Ohhh Mannnn..... Gestern war ich Schwimmen, das hilft mir immer gut und heute habe ich mich tatsache mal den ganzen Vormittag normal gefühlt, bis auf die ewigen Steissbeinschmerzen. Bis ich das erste Mal aufs Klo musste, und nun ist alles wieder da.

Wie geht es Dir Manko... setzt Du dich weiterhin mit OPs oder Nicht-OPs auseinander? Und wie bewältigst du Deinen Alltag?

Mit tut meine Umgebung auch so leid, mein Mann, meine kleine Tochter, die bekommen das alles mit und es ist natürlich auch für die nicht stressfrei. Das nimmt mich noch mehr mit. Dann habe ich vor direkt, bevor der ganze Salat losging bei einer neuen Arbeitsstelle angefangen. Tolles Timing! Auch da mache ich mir Kopfzerbrechen. Meine Chefin ist nicht gerade sehr tolerant und verständnisvoll, was Krankheiten und Fehlzeiten betrifft. Und danach bin ich ja auch noch hauptsächlich am studieren, was ich gerade gar nicht schaffe aber bis Ende nächsten Jahres geschafft haben muss. Also gleichzeitig einige Baustellen, die aufeinander aufbauen (Ha! schönes Wortspiel).

Manchmal würde ich mich gerne einwühlen und nicht mehr rausgehen, obwohl ich mitbeommen habe, dass eigtnlich eher das Gegenteil mir gut tut. Bin ich beim Sport fühle ich mich nahezu normal. Kurz danach echt schlecht, aber ein paar Stunden später gehts meinem Beckenboden top und die Wehwehchen sind zumindest für kurze Zeit fast weg.

Was machst du so, was dir guttut und dich ablenkt? Ich danke dir fürs Zuhören und freue mich auf deine nächste Antwort!

Ganz liebe Grüsse,

Camilla :-)

K2et[i5x1


Hallo Camila , habe gerade deinen Bericht gelesen . Ich habe ähnliche Probleme wie du . Seit etwa 3 Monaten extrem Druck und Fremdkörpergefühl im Enddarm / Damm . Immer das Gefühl es drückt alles raus . Auch habe ich ein Fremdkörpergefühl in der Scheide . Aber das Hauptproblem liegt bei mir im After / Dammbereich. Ich habe das Gefühl so langsam durchzudrehen . Bisher war ich bei einem Proktologe Diagnose : Beckenbodensenkung / Rektozele , Enddarm ist natürlich auch gesenkt . Auch habe ich gyn. eine Senkung ( laut Gyn nicht sehr schlimm ) , aber ich habe trotzdem Probleme. Ich habe mich nun sehr viel im Internet belesen und könnte nur noch heulen . Ich weiß einfach nicht was richtig ist . Der Proktologe würde operieren , hat aber auch gleichzeitig von den vielen Risiken gesprochen . Bin nun auch am Überlegen , ob ich mir in Düsseldorf einen Termin hole . Ich weiß nur , dass ich mit diesen Beschwerden nicht leben kann . Das wars mal kurz von meiner Seite . Melde mich später noch einmal , weil ich nochmal weg muss.

Ganz liebe Grüße

Keti51

Cbla}udia c64


Hallo Keti51,

ich hatte auch einen ständigen Druck am Enddarm eine zeitlang, bis man bei mir eine Entzündung festgestellt wurde. Allerdings erst beim 3. Proktologen. Die ersten beiden Proktologen haben nichts gesehen. Ich würde das mal abklären lassen, ob es daran liegen kann. Als ich wusste, dass es eine Entzündung war, wurde ich mit Kortison behandelt und der Druck hörte auf.

Selbst wenn dir der Proktologe das nicht bestätigt, würde ich trotzdem noch einen anderen Proktologen aufsuchen. Der zweite Proktologe, der hier im Umkreis auch sehr gut sein soll, sagte, dass das ein koginitives Problem sei. Dann kam eine Wochenzeitung und darin wurde ein Proktologe in einem anderen Krankenhaus vorgestellt. Ich habe sofort einen Termin bekommen und bin heute froh, dass ich die Wochenzeitung kam und ich den Bericht gelesen hatte. Komisch, dass dieser Proktologe mein Problem sofort erkannt hat. Ich musste von Februar 2016 - Oktober 2016 wegen Fehldiagnose mit einer Entzündung herumlaufen. Der Arzt in Düsseldorf kann zwar eine Rektozele feststellen, allerdings wird er wegen des Drucks im Enddarm dir nicht weiterhelfen können. Zumindest hätte er mir nicht weiterhelfen können.

Liebe Grüße

a nnabbaxnani


Hallo Camilla,

sorry dass es dir so schlecht geht :(

ich glaub psychische probleme hat mit dem mist jeder, ist ja auch irgendwiei kein wunder :(

ich selbst hab auch blasen, gebärmutter und enddarmsenkung. dazu aber noch seltsame symtome wie völlgefühl, bauchweh, bauchgrummeln und ich frag mich, ob da nicht noch ein anderer mist gesenkt ist (enterozele?) keine ahnung. dazu hab ich null gefühl mehr im po :(

hab jetzt ein paar ärzte gesehen und bin geschockt was die einem alles erzählen, und auch nicht für voll nehmen. ich renn wegen dem ganzen scheiss hier auch schon zum psychologen und hab ne 5 monate alte tochter :(

alles so enttäuschend, ärgerlich und auch angsteinflößend.

als nächstes hab ich einen termin beim neurologen (wegen dem fehlenden gefühl), und dann muss ich noch einen termin beim prokto ausmachen.

glaub mir, du bist nict alleine wenn du die nase voll hast :(

ich hab vor so darmgeschichten auch nen heidenrespekt :( und hab da auch glaub richtig zugelangt :(

traurige grüße

Anna

K~et_i51


Hallo Claudia 64, vielen Dank für deine Antwort. Es tut einfach gut , wenn man Menschen findet mit denen man über solch Probleme reden kann. Ich habe auch schon an eine Entzündung des Enddarms gedacht . Der Proktologe hat es aber auf extra Nachfrage ausgeschlossen . Natürlich kann man sich da nicht 100% sicher sein ( man sieht es ja an dir ) . Bei mir kommt aber dazu , dass ich auch ein starkes Fremdkörpergefühl in der Scheide habe . Meine Frauenärztin hat eine Senkung festgestellt und mir auch schon ein Pessar ( Würfel) aufgeschrieben. Das Fremdkörpergefühl ist dadurch etwas besser , allerdings wird dadurch leider der Druck auf den Darm schlimmer. Auch ist meine Gebärmutter nach hinten abgeknickt und macht das Problem dadurch noch schlimmer. Ganz schlimm ist bei mir auch der Dammbereich. Der Damm drückt richtig nach unten . Ganz schlimm ist es , wenn ich meine Periode bekomme . Es ist ein total unangenehmes Gefühl. Ich habe außerdem Probleme mit Verstopfung. Oft muss ich Zäpfchen nehmen. Was ich auch noch sehr unangenehm finde - ich habe ein Gefühl als ob sich Luft im Enddarm befindet , welche in Richtung Damm und Scheide gedrückt wird , aber nicht raus geht. Wie so eine Luftblase die hin und her geht . Es ist schwer zu beschreiben ,aber es macht einen total irre im Kopf ....besonders schlimm ist es im liegen. Vielleicht kennt jemand das Gefühl. Meine Ärztin hat sowas jedenfalls noch nie gehört . So , dass soll es erstmal gewesen sein . Bin für jeden Tipp oder Austausch von Erfahrungen dankbar. Es tut gut , wenn man merkt , dass man mit solch Problemen nicht allein ist .

Liebe Grüße Keti51

MDakxno


Liebe Keti51

Das mit dem Druckgefühl kenne ich auch,trage ebenfalls den Würfel,kleinste Größe,morgens fühlt es sich noch gut an,aber im Laufe des Tages muss ich mich immer mal "lang machen",dann ist der Druck nach unten größer.Bei einer abgeknickten Gebärmutter wäre es viell.eine Option sie entfernen zu lassen,was sagt Deine Ärztin?Wie beurteilt der Proktologe die Situation?

Hast Du mit der Blase keine Probleme,nicht gesenkt?Ich habe eine Zystozele,also Blase und Gebärmutter sind gesenkt.Empfehle Dir noch andere Meinungen von Proktologen zu holen.

Es ist alles ein Dilemma,man muss schaun,wie man damit leben kann.Wieviele Kinder hast Du geboren,wann ist es zu den Senkungen gekommen,praktizierst Du Beckenbodengym?

Jeder hat so eine andere Symptomatik,durch diesen Austausch fühlt man sich nicht so ganz allein mit diesem Problem,anfangs denkt man,daß es niemanden mit dieser Misere gibt,dem ist wohl nicht so.Ich kenne mittlerweile einige,die ihre Gebärmutter haben entfernen lassen und auch Blasenhebung und sogenannte Scheidenraffung hatten/haben,mit und ohne Netz.

Mir graust vor diesen Netzen....gegen Verstopfung,die ja nicht gut ist,soll ja gem.Flohsamen gut wirken und viel Flüssigkeit.

Ich kann nachenpfinden,wie Du Dich fühlst.....war länger auch total"out of order"mit diesem Problem der Zystozele und Senkung und dem Umgang damit.

VlG Makno

K eti5m1


Hallo Makno , danke für deine Reaktion . Ich denke bei mir ist auch Blase gesenkt . Ich merke oft das etwas unangenehmes da ist , was vorher nicht da war. Meine Frauenärztin nimmt das leider nicht ernst. So ungefähr " das bekommt irgendwann jede Frau , die sich in den Wechseljahren befindet " . Was soll man dazu noch sagen . Ich melde mich später nochmal. Bis dahin liebe Grüße Keti51

Mcabkno


Liebe millalouis

Habe Dir eine PN geschrieben,schau mal....lG Makno

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gynäkologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Kinderwunsch · Schwangerschaft · Sternenkinder · Verhütung · Wechseljahre · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH