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Vaginal-Dilatatoren...Kennt sich wer aus?

s,onnenyblUü_mche n_8x6 hat die Diskussion gestartet


Ich hatte eine angeborene Vaginal-Stenose (Scheideneingang und in der mittleren Scheide), sodass an Geschlechtsverkehr nicht zu denken war. Ich wurde jetzt vor kurzem operiert, geplant war anfangs nur eine Spaltung des Hymen, das ebenfalls sehr straff war (sowohl Einführen von Tampons, Finger, Untersuchung beim Gyn, Geschlechtsverkehr ging so nicht). Dementsprechend war ich nach der OP doch erst etwas fertig mit den Nerven. Die Scheide wurde jetzt zwar um einiges geweitet, aber ob es in Zukunft mit Geschlechtsverkehr so reibungslos ohne Schmerzen klappen wird (auch vor allem wegen der Narbenbildung), will mir keiner versprechen. Ich hatte sonst immer ein gutes Verhältnis zu meinem Körper, aber irgendwie habe ich es bis jetzt nicht geschafft einen Bezug zu diesem ja quasi "neuen" Körperteil von mir herzustellen. Vielleicht kann das hier ja jemand verstehen. Ich verbinde einfach seit der Pubertät schon einiges an Frust damit und da sind einfach soviele Ängste in meinem Kopf. Ich kann mich kaum überwinden mir in die Scheide zu fassen, obwohl es scheinbar ja jetzt mit einem Finger möglich ist. Untersuchung mit Spekulum geht nun, war aber so kurz nach der OP natürlich auch äußerst unangenehm. Ich schalte da im Kopf immer total ab, dass ich das gar nicht so richtig mitbekomme. Habe jetzt total Angst wie das in einer Beziehung mit dem Sex wird. Momentan bin ich alleine. Natürlich habe ich die Hoffnung an einen verständnisvollen Partner zu gelangen, der mir genug Zeit gibt. Leider habe ich in der Hinsicht schon einmal eine schlechte Erfahrung gemacht. Es kommt sofort die Angst verlassen zu werden, wenn es denn tatsächlich nie ohne Schmerzen gehen wird. Auch so Gedanken ob den später alles bei einer Schwangerschaft bzw. vaginalen Geburt gutgehen wird (wenn ich denn mal soweit gekommen bin) kommen auf. Ich weiß, alles etwas krank und ich mache mich zu verrückt. Aber ich denke andere Frauen können das vielleicht verstehen. Ich muss da einfach mal drüber schreiben, weil es mich doch belastet. Wenn ich momentan irgendetwas von Sex höre, will ich immer am liebsten weghören :-(...

Ich denke eigentlich immer sehr optimistisch und denke schon das ich das hinbekommen kann (hatte vor ein paar Tagen den ersten Orgasmus seit der OP, hatte total Angst dass es sich anders anfühlt oder sogar noch schmerzhaft ist, es war anders aber es hat zum Glück nicht wehgetan :)^). Nur denke ich, dass ich zwischen mir und meinem neuen Körperteil eine Verbindung finden muss bevor ich mich auf eine Beziehung einlasse. Eben so ganz langsam herantasten, ich habe momentan überhaupt noch kein Gefühl dafür (das Gewebe ist jetzt auch gerade erst so halbwegs verheilt). Ich dachte ich könnte es mit so einem Dilatatoren-Set versuchen, wo man sich vom kleinsten bis zum größten Dilatator steigert. Wenn man es dann mit dem größten schafft, sollte hoffentlich auch dem Sex nichts im Wege stehen rein anatomisch gesehen. Ich habe mir das selbst überlegt, laut dem Ärzten könnte ich es auch sofort mit Geschlechtsverkehr probieren. Aber da ich momentan nicht in einer Beziehung bin und irgendwie die Angst zu groß ist dass es im Ernstfall scheitern sollte (weil ich z. B. verkrampfe oder es doch zu eng ist) habe ich mir das überlegt. Ich will mich dem langsam annähern. Hat damit jemand Erfahrung? Wo bekomme ich so etwas möglichst bezahlbar her? Einen Hersteller habe ich gefunden, aber die Preise sind doch recht hoch (so ab etwa 80 Euro für ein Set).

Jetzt geht es mir schonmal besser :-)! Und vielleicht kann mir hier ja sogar jemand weiterhelfen! Dafür wäre ich so dankbar! Ich bin übrigens mittlerweile schon 22.

Antworten
DfieKru5exmi


Hallo,

ich denke, nach allem, was du durchgemacht hast, ist dein gestörtes Verhältnis zu deinem Körper nachvollziehbar!

Aber ich denke auch, dass es der falsche Weg ist, aus Angst vor Problemen in einer künftigen Beziehung jetzt relativ kurz nach der OP mit mechanischer Hilfe die Scheide zu weiten.

Eher würde ich dir raten, ein Gespräch mit jemanden zu führen, der sich auf Psychosomatik in der Gynäkologie spezialisiert hat.Versteh mich bitte nicht falsch, ich denke nicht, dass du "eine Therapie" brauchst, aber ich halte es für snnvoller, dass du dich auf der Ebene deinem Körper wieder annäherst, als wenn du ihn "mechanisch einsatzbereit" machen willst.

Ich wünsche dir alles Gute!@:)

buuddleLia


Hallo Sonnenblümchen,

ich finde deine Idee gar nicht so verkehrt, deine Argumentation nachvollziehbar.

Es ist ja nicht nur dein gestörtes Verhältnis zu deinem Körper, sondern gerade nach OP auch die Narbenbildung und das geänderte Gefühl vaginal.

Statt eines richtigen medizinischen Dilatatorensets wären auch Dildos in verschiedenen Größen denkbar,

Gleitgel nicht vergessen.

Ich denke, es ist für dich einfacher so, wenn du dich nicht gleichzeitig auch noch auf einen Partner konzentrieren musst, selbst merkst, ob und wann du verspannst und wann es eventuell schmerzt.

Wichtig ist natürlich, dass die Wundheilung in der Vagina schon abgeschlossen ist, dies sollte aber dein behandelnder Gyn beurteilen können.

Nachuntersuchung hattest du schon, wenn ich mich recht erinnere?

Alles Gute, :)*

F7roscWh19x69


Statt eines richtigen medizinischen Dilatatorensets wären auch Dildos in verschiedenen Größen denkbar

Eine Auswahl in guter Qualität dürfte den Preis der Dilatoren noch übersteigen.

Bei Vaginismus gibt es die Möglichkeit, die Dilatoren auf Rezept zu bekommen. Ist in deinem Fall keine medizinische Indikation gegeben?

bTuddl>eixa


Eine Auswahl in guter Qualität dürfte den Preis der Dilatoren noch übersteigen.

Ich denke, es würden drei in aufsteigender Größe reichen. Sind dies wirklich mehr als 80 €?

sRonnendbolümc/hexn_86


Vielen Dank für eure Antworten!

Ich kannte vorher gar kein vaginales Gefühl, das ist das Problem. Da war keine Vaginalöffnung bzw. Scheide, die annähernd für Geschlechtsverkehr ausreichend gewesen wäre. Zudem das Problem mit dem straffen und verwachsenen Hymen, wegen dem gar nichts ging (...keine Tampons, keine gängige Untersuchung beim Gyn, nichtmal ein Finger). Laut Arzt war es überhaupt ein Wunder, dass ohne Probleme das Menstruationsblut abfließen konnte. Klar denken alle, wenn ich davon erzähle (nur eng vertrauten Personen), dass ja jetzt alles behoben sei und alles doch gar nicht so schlimm. So gesehen hätte man ja damit ohne die Medizin, die heute möglich ist, als unfruchtbar gezählt. Ich fand das schon heftig...Ich versuche nur gerade Vertrauen zu einem Körperteil herzustellen, dass ich bisher nicht wirklich kannte (ich weiß nicht wie es sich vorher angefühlt hat, ich bin jetzt schon Anfang 20) und ich habe einfach Angst, dass ich es von Anfang an mit Schmerzen verbinde.

Ich war übrigens direkt nach der OP beim FA, weil die Tamponade nicht rausging, ich habe es eine halbe Stunde unter der Dusche versucht (sollte ich selbst entfernen). Dann war ich kurze Zeit später nochmal in der Notfallaufnahme. Ich hatte zwei Nächte hintereinander sturzartige Blutungen (die Nachblutungen von der OP hatten 2 Tage davor nachgelassen), es kamen riesige Schleimhautreste (nicht übertrieben) raus und dann ein Schwall Blut. Die Blutungen ware so schnell weg wie sie gekommen waren. Ärzte waren aber auch ratlos, von der Wunde kam es nicht. Dolle Schmerzen hatte ich auch nicht. Sehr wahrscheinlich aus der Gebärmutter. Im Krankenhaus hat die Ärztin dann ziemlich grob ewig lang mit dem Spekulum in der Wunde hantiert. Klar musste sie mich ja so untersuchen um etwas zu sehen, aber mir standen danach die Tränen in den Augen und dann hat sie noch gefragt, ob der leichte Dammriss schon vorher da war oder ihre Schuld (bei der OP wurde noch in den Damm eingeschnitten). Sie hatte überhaupt kein Verständnis für meine Angst. Sie wollte mir etwas erzählen von Zwischenblutung oder vorzeitige Regelblutung. Ich war am 22. Zyklustag (normal 28 Tage) und Blutungen waren absolut untypisch. Vor allem so riesige Schleimhautreste (so eine halbe Hand voll). Ganz ehrlich, so stelle ich mir eine Fehlgeburt vor! Meine ganze Hose war voller Blut, ich habe mich nicht mehr aus dem Haus getraut. Nach den 2 mal war Ruhe, ganz normaler Ausfluss. Dann nach 2 Tagen habe ich ganz normal (auch nicht kürzer als sonst) meine Tage bekommen. Also kommen für mich Zwischenblutung oder vorzeitige Regelblutung nicht in Frage! Zwischenblutung hatte ich noch nie vorher. Vielleicht hat sich da was gelöst, was die letzen 9 Jahre nicht durchgepasst hat ??? Ich weiß mir echt keinen Rat...die Ärzte auch nicht. Übrigens hatte ich gestern (da ich NFP mache im 3. Zyklus weiß, dass ich wahrscheinlich in den letzten paar Tagen meinen Eisprung hatte) einen Tag eine leichte Schmierblutung. Jetzt vielleicht doch zum ersten Mal in meinem Leben eine Zwischenblutung? Echt seltsamm alles im Moment! Was war da nur vorher in mir los?

Ich denke ich werde das erstmal im Alleingang mit den Dilatatoren versuchen, habe ein Set gefunden mit 6 verschiedenen Größen (fängt mit ca. 1 cm Durchmesser an und geht bis eta 5 cm Durchmesser). Dildos gibt es denke ich nicht in so kleinen Größen. Und es ist noch bezahlbar (knapp unter 80 Euro). Wundheilung ist jetzt abgeschlossen seit einer Woche (nur noch normaler Ausfluss), nach außen hin auch keine Schmerzen mehr (also beim Gehen oder Sitzen).

Wünscht mir Glück, dass ich es hinbekomme damit!

LG sonnenblümchen

j_unKipexr


alles gute, von ganzem herzen.

b-udd?leia


@ Liebes sonnenblümchen,

ich wünsch dir auch alles Gute. :)*

Traurig, dass du an dermaßen wenig sensible Ärzte geraten bist. :-/

Die Blutung hatten wir in deinem anderen Faden schon diskutiert, auch vaginal verabreichtes Östrogen kann die Gebärmutterschleimhaut beeinflussen, ich denke, dies erklärt die Blutungen hinreichend.

Eine kurze Blutung um den Eisprung herum ist nicht bedenklich, hier kommt es ja zu starken Hormonschwankungen, die diese Blutungen verursachen können.

Erstmal,

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