» »

Alle mit Schmerzen in Scheide angesprochen

Cth|asnxem


@firenze

Ich freu mich, wenn das was ich schreibe anderen auch weiterhilft :-D. Eigentlich schreib ich ja nur, was mich selber gerade beschäftigt, was ich so für mich erkenne. Und dadurch, daß ich mich das dann hier schreiben traue, trau ich es mich auch im Gespräch eher sagen. Das Forum ist quasi mein Proberaum für die öffentlichen Auftritte ;-).

Ich erwarte keine Kommentare, freu mich natürlich über jeden B eitrag, weil es mich ja auch immer weiterbringt, wenn ich lese, was andere für sich rausfinden.

F+irenzex007


an Chanem

es ist schon so, dass man sich manchmal verdammt klein machen muss, um überhaupt (noch) aufschauen zu können. Sich zurück zu nehmen, weil ja ohnehin niemand Manns genug sein kann, um es mit mir aufzunehmen, wenn ich mal wirklich alles raus lasse, was neben meinem lieb-brav sonst noch so da ist (mal abgesehen von dem, was ich von mir vielleicht auch noch gar nicht kenne).

Ich hab ja sogar meinen Zyklus nach ihm gerichtet.... :-o

Im Nachhinein kann ich es selbst gar nicht glauben...

Die große Preisfrage: warum macht man das?

Du hast schon Recht, dass man sich auf den Weg (zur Gesundheit, zu sich selbst)machen muss, wirklich übereingestimmt hab ich mit mir in der ganzen letzten Zeit gar nicht mehr.

Ich lese gerade ein interessantes Buch über weiblichen Narzissmus und finde mich in vielen Dingen wieder. Erschreckend, aber auch erleichternd, etwas in Worte gefasst zu lesen, was ich selbst nicht ausdrücken kann außer "irgendwas stimmt nicht"

… Firenze

F-irenTze007


ich bin so fertig

ich bin total überreizt, die Schwellung ist so doll wie noch nie, jeder Schritt ist eine Qual, bin runter mit den Nerven, nur am heulen, bin den ganzen Nachmittag in der Stadt, eine Freundin hat einen neuen Bikini, die andere die Telefonnummer von nem Typ und ich? Hab nur Schmerzen und musste nach Hause und kann heute Abend (wie immer) nicht mit. Ich kann einfach nicht mehr :°(

AXndre)a80


Hallo Firenze,

bitte nicht verzweifeln! Vergleich Dich auch bitte nicht mit anderen! Das ist das größte Unglück, dass Du Dir bereiten kannst... Damit wirst Du alles nur noch schlimmer machen. Ein Kreislauf, aus dem Du nur schwer wieder rauskommen wirst. Du hast JETZT die Wahl einen anderen Weg einzuschlagen. Sieh Deine Möglichkeiten vor Dir liegen.

Weg Nr.1: Du vergleichst Dich mit anderen. Du stellst fest, was die anderen haben, machen können, was für ein Glück sie haben, wie toll sie sind und Du siehst für Dich nur die Schmerzen. Und wie sie dich behindern. Du kannst darüber klagen, kannst Dich in eine Opferrolle begeben. Kannst jedem davon erzählen, wie schlecht es dir geht. Die Folge wird sein, dass es dir tatsächlich schlecht geht. Und es wird dir immer schlechter gehen. Das, was wir denken, wird wahr und wir laufen automatisch in diese Richtung, weil wir das was wir denken auch für wahr halten. Unsere Gedanken haben mehr Macht als wir uns vorstellen können. Gedanken sind messbare Energien. Und weil sie leider nicht sichtbar sind, ist uns dessen Existenz und Macht leider nicht bewusst bzw. wir verstehen es nicht. (Wir verstehen nur das was wir sehen). Vergleich hierzu: Sofortheilungen bei zum Sterben verurteilten Menschen, jene die allein durch positive Gedanken, dem Glauben an sich selbst und dass sie wieder gesund werden, tatsächlich gesunden. Berichte dazu gibt es zu Hauf. In alten Kulturen wird auch viel darüber geschrieben, auch wie das funktioniert. Wie z.b. bei den Kahunas auf Hawaii oder den Rishis in Indien.

Weg Nr. 2: Du verurteilst deinen Körper nicht dass er dir Schmerzen bereitet. Du schaust ihn liebevoll an, pflegst ihn behutsam mit natürlichen Mitteln (keine Medikamente, sondern Pflegecremes etc..). Du gibst ihm die Zeit die er braucht um wieder einen normalen Zustand zu erreichen, OHNE zu schimpfen und ohne dich selbst zu bemitleiden. Statt dessen schaust Du, was dir die Schmerzen sagen wollen. Was machst Du falsch? Warum hält dich dein Körper auf diese Weise schachmatt? Womit sollst Du dich auseinandersetzen? Was hast Du die ganze Zeit nicht sehen wollen? Was will es dir sagen? Dir zeigen?

Du hast in jeder Sekunde die Wahl. Mach Dir Deine Möglichkeiten bewusst. Stell Dir vor Du betrittst einen Raum immer durch die selbe Tür. Und das tust Du weil du es gewohnt bist. Du kennst es nicht anders. Diese tür ist auch Sicherheit. Gewohnheit ist Sicherheit! Nun stell dir vor, dass Du eine Sache, eine Person oder eine Situation, die da mitten im Raum steht immer nur von dieser Tür aus betrachtest. Das Ding in der Mitte des Raums, kann machen was es nur will, du wirst es immer aus dieser Perspektive sehen und an deiner Meinung festhalten. (das ist auch ein häufiger zwischenmenschlicher Streitgrund)

Wenn Du Dir aber klar machst, dass dieser Raum mehr als nur eine Tür besitzt. Sagen wir 10.000 türen. (es gibt 6Millarden Menschen auf dieser Welt und jeder kommt zu einer anderen Tür herein) Dann werden dir auch die Möglichkeiten die du hast klar. Denn würdest Du tatsächlich eine andere Tür öffnen, würdest Du das Ding da in der Mitte des Raumes aus einer ganz anderen Perspektive betrachten und es würde gleich ganz anders aussehen. Und das, OBWOHL ES SICH NICHT VERÄNDERT HAT. Das zeigt, dass wir unsere Umwelt gar nicht verändern müssen um Veränderungen zu erfahren. Wir allein besitzen die Macht, Dinge zu verändern, indem wir unsere erfahrungsbedingte Perspektive verlassen. Das bedeutet Mut und Neugier. Es bedeutet auch Unsicherheit. wir wissen ja schließlich nicht was uns hinter einer anderen Tür erwartet. Aber es wird uns gut tun, bei Dingen die uns in unserem Leben Sackgassen liefern. Dazu müssen wir unsere Muster erkennen. Wie z.B. das klassische Muster der Opferrolle. Genau das habe ich auch. Seitdem ich das weiß, hüte ich mich davor da wieder hineinzutappen. Ich würde automatisch meine altbekannte Tür öffnen und da ich weiß was ich dahinter erwarten kann öffne ich lieber neue Türen wo ich nicht weiß was dahinter ist. Auch wenn das im ersten Moment beängstigend sein mag. Besser allemal.

Weiterhin ist es immens wichtig dass wir sehen, wie wir uns mit unseren Gedanken Realitäten bauen. Es ist wichtig, WIE wir denken. Formulieren wir die Sätze in unseren Köpfen negativ? Wenn wir uns sagen: ich möchte gesunden. Ist das eine positive Aussage. Negativ wäre sie wenn wir sagen: Ich möchte keine schmerzen mehr haben. Denn alles, was sich dabei hier manifestiert, ist das Wort "Schmerzen". Und die haben wir dann auch. Es ist faszinierend wenn man sich mit alten Kulturen auseinandersetzt. Wie sie das erklären, was wir nicht sehen können und somit nicht verstehen. Aber es funktioniert.

Ich kann Dir daher nur raten, dich nicht "fallen" zu lassen. Du fällst tatsächlich in eine Falle. Und der Kreislauf wird nur noch mehr und mehr verschärft.

Du hast die Wahl. In jeder Sekunde. Weg 1 oder Weg 2?

S}p)ozxal


Es juckt :-(

Hallo ihr alle!

Ich habe bisher im Pilzforum geschrieben...habe seit 2 Jahren starken Juckreiz am Scheideneingang und wurde immer auf Pilze behandelt,erfolglos. Bei einem Abstrich wurden auch Pilze nachgewiesen, beim letzten allerdings nicht mehr. Wenn ich Pilzcremes verwende oder Mittel schlucke werden die Symptome inzwischen eher schlimmer als besser. Ich habe nochmal Frauenarzt gewechselt weil der andere am Ende war mit seinem Latein. Die Ärztin meinte es könnte eine Klopapierallergie sein, allerdings sähe alles wunderbar aus und auch das Scheidensekret sei einwandfrei. Sie wollte mich dann auf die Psychoschiene abschieben vonwegen ob ich meinen Partner ablehne. Habt ihr eine Idee wie ich den Juckreiz (der mich in den Wahnsinn treibt) los werden kann?

Miichix13


psychische störung

ich habe diese schmerzen nur beim sex schon seit ca. 3 jahren. hab ne psychotherapie hinter mir. ich bin überzeugt, dass die schmerzen mit den kopf zu tun haben, man sie zumindest so ein wenig unter kontrolle bekommen kann. ich hab ein geringes selbstwertgefühl, besonders im hinblick auf meinen körper. ich bin 1,79 m und wiege im moment 81 kg. dies ist mein höchstgewicht des lebens. ich hatte schon immer probleme mit meinem körper und denke, dass diese schmerzen das ventil meiner seele sind. soweit so gut... die therapie war zwar erfolgreich (es ging mir ein wenig besser, aber ich war nicht geheilt), aber seit ich sie beendet habe, geht es mir wieder schlechter!

@andrea

ich finde diese türen einfach nicht mehr. weiß nit, wie ich sie suchen soll... verfalle in selbstmitleid und hocke mitten in einem raum mit nur einer tür, deren weg ich kenne. ich seh ein fenster, aber keine tür. ich weiß woran es liegt, dass ich da hocke, aber ich komm nit hoch! ich weiß, dass es genau diese gedanken sind, diese negativen gedanken und einstellungen, die mich daran hindern zu handeln, zu schauen, aufzustehen und zu suchen! und trotzdem bleib ich hocken! ich fühl mich einsam, allein gelassen, nicht verstanden... dann verfall ich wieder in den kreislauf... esse wieder und mache mein selbstwert noch geringer! dann rutsch ich immer mehr auf die tür meiner vergangenheit zu! ich habe angst...

ich find es toll, wie du mit der krankheit lebst und wie sie dir geholfen hat, dich selbst zu finden! es hilft mir zu lesen, dass es sich doch lohnt, nicht aufzuhören zu suchen! und ich stehe wieder auf. nur bleibt mir die tür verschlossen... nein, das ist falsch, ich seh sie nur noch nit!

gibt es einen rat, den hier jemand hat, damit man nicht immer in den trott verfällt, die augen offen hält und nicht wieder aufgibt?!

Mjic%hiM13


noch was

die ermutigenden worte kommen nicht nur von andrea... es gibt viele, die einem hier mut machen. chanem hat mir da auch schon viel geholfen... @:) es tut einfach gut, zu wissen, dass man nicht allein ist!

musste ich noch los werden! ;-)

CmhaneCm


sich klein machen

Firenze hat neulich so einen schönen Satz geschrieben: daß man sich manchmal verdammt klein machen muß um noch aufschauen zu können.

Genau das ist es, was wir selber von uns verlangen, genau das ist der Denkfehler in unserer ganzen patriarchalischen Zivilisation. Wir sind ja das Ende einer ganz, ganz langen Kette, in der immer wieder der eigene Schmerz an die nächste Generation weitergegeben wurde. Seit Jahrtausenden passiert Kindern das gleiche.

Sie werden in eine Familie geboren, wo es Eltern gibt, die nie eine wirklich nährende, unterstützende Liebe von ihren Eltern und ihrer Umgebung erfahren haben. Für ihr Verletzlichkeit und Hilflosikgkeit werden die Kinder bestraft, gedemütigt, verlacht, nicht ernst genommen. Sie erleben Eltern, die sich in ihrer Bedürftigkeit an das Kind wenden. Die Kinder vor allem deshalb bekommen, weil sie sich erhoffen nun endlich jemanden zu haben, der sie bedingungslos liebt. Der ihnen all das gibt, was sie selber nie bekommen haben. Sie sehen das Kind an und sagen: du mußt für mich sorgen, du mußt mir das Gefühl geben eine tolle Mutter, ein toller Vater zu sein. Du darfst meine Unzulänglichkeit nicht wahrnehmen, denn sonst verletzt du mich. Und wenn ich verletzt bin, kann ich nicht für dich sorgen.

Um zu überleben lernt das Kind nun, auf eigene Bedürfnisse zu verzichten und die der Eltern zu erfüllen. Es lernt, ist fleißig, gibt sich Mühe, mitzuhelfen - und ist doch noch viel zu klein dafür. Es weiß daß ihm Unrecht geschieht, daß es eigentlich anders sein müßte, aber wie gesagt, wenn es den Eltern das vorwirft, dann wird es von den Eltern bedroht, bestraft, ist es in Gefahr, den Platz in der Familie zu verlieren.

So macht das Kind sich gefühllos gegen seine Hilflosigkeit, unterdrückt seine Wut, verbirgt alle Talente, die die Eltern nicht an ihm sehen wollen. Und es lernt von seinen Eltern, alle zu verachten oder zu hassen, die auch hilflos und wütend sind. Und diejenigen, die ihre Talente leben, alle die lebendig sind. So entwickelt sich eine "moralische" Person, die Schwäche und Verletzlichkeit bei anderen verachtet und diejenigen egoistisch schimpft, die es wagen, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und zu leben.

Diese Kinder werden Eltern und hoffen nun, es bei ihren Kindern besser zu machen. Sie schauen das kleine Wesen an und sagen: ich will daß du es besser hast, ich gebe dir alles was ich nicht hatte - aber im Grunde meinen sie: ich gebe dir was ich nicht hatte, aber dafür mußt du mir geben, was ich nicht hatte.

Ich will doch nur dein Bestes - aber ich will es für mich, damit es mir besser geht. Deine Schmerzen, deine Verletzlichkeit will ich nicht sehen, du hast es doch gut, viel besser als ich es jemals hatte. Denn wenn ich deine Hilflosigkeit wahrnehme, erinnert mich das an die meine, und ich weiß doch nicht, wie ich dieser Hilflosigkeit anders ausweichen soll, als sie völlig zu verdrängen.

Alle, alle fühlen sich als Opfer und merken dabei nicht daß sie zu Tätern werden. Sie suchen sich Umwege, beschuldigen andere an ihrem Unglück schuld zu sein, alles um der eigenen Hilflosigkeit nicht begegnen zu müssen. Tatsächlich aber leben sie die Hilflosigkeit ja genauso wieder.

Statt sich selber anzusehen und zu erkennen, ich bin jetzt groß und ich kann jetzt was tun, schauen sie auf andere: auf Ärzte, Therapeuten, auf alle denen es vermeintlich besser geht. Sie setzen sich trotzig hin und sagen, ich bin klein und du bist groß, jetzt mach aber mal und mach daß es mir endlich gut geht. Und wenn du es nicht schaffst, bist du schlecht. Also genau das was die Eltern früher mit ihnen gemacht haben. So wird der eigene Schmerz immer weiter gegeben.

Aber geheilt kann er nur werden, wenn man ihn anschaut. Wenn man anerkennt, was einem als Kind angetan wurde (in welcher form auch immer), wenn man anerkennt, daß man damals hilflos war und nicht schlecht. Wenn man dem kleinen Kind in sich immer wieder sagt: "mit dir war nichts falsch, es waren die Großen, die für dich sorgen hätten müssen. Aber jetzt bin ich groß und jetzt sorge ich für dich. Ich lasse nicht zu daß jemand dich demütigt, straft oder mißbraucht. Ich steh auf und ich stell mich hinter dich. Ich beschütze dich".

Dieses Aufstehen ist es, was uns so schwer fällt, weil wir ja immer noch glauben, wenn wir das tun, merken die eltern, daß sie was falsch gemacht haben und dann verstoßen sie uns, ist unser überelben gefährdet. Tatscählich ist es genau anders.

Wenn wir jetzt als Erwachsene aufstehen und sagen ich kann für mich sorgen und ich tue das auch. Dann werden andere zu uns aufschauen und sagen, toll, so will ich auch werden, Und dann richten sie sich auch auf und können neben uns stehen, als gleichberechtigte Partner. Ganz egal ob das Männer oder Frauen sind. Wir verlieren niemanden, wenn wir groß werden. Es kann sein, daß sich manche eine zeitlang von uns zurückziehen, weil sie sich für ihre eigenen Schwächen schämen, aber wenn wir mit einem offenen herzen zugewandt bleiben, dann werden wir auch ihnen eines Tages wiederbegegnen. Und dann werden sie sagen: ich konnte es damals nicht zugeben, aber ich hab dich bewundert für deine Stärke, deinen Mut. Aber erst, jetzt, wo ich den Mut habe, meinem Schmerz zu begegnen, kann ich dir auf gleicher Augenhöhe begegnen.

Was mir selber immer wieder schwer fällt, worin ich aber immer besser werde, ist, den Tätern ganz deutlich "nein" zu sagen. Aber wenn sie dann gekränkt und beleidigt reagiern und sagen"du tust mir Unrecht, ich bin doch so arm, ich leide doch so", dann kann ich mittlerweile einfach abwarten. Denn ihr Leid ist noch nicht der echte Schmerz, sondern Selbstmitleid. Der echte Schmerz läßt uns nämlich mit dem anderen mitfühlen, sieht das, was unter der Pose ist. Und interessanterweise, ist es der echte Schmerz, der dann die Heilung bringt

Ftire@nzMe00x7


da steckt

ganz ganz viel von dem drin, womit ich mich gerade beschäftige. Als Kind wurde mir immer vermittelt, dass Erwachsene stark sind, nie Angst haben, nie traurig sind, immer alles im Griff haben, keine Fehler machen und nie vor einem (schier) unlösbarem Problem stehen.

Mit meinen 26 fühle ich mich daher immer noch wie ein Kind, was meilenweit entfernt ist vom Erwachsen-sein. Gleichzeitig habe ich schon länger bemerkt, dass meine Eltern so nicht sind, wie sie es mir vorgegeben haben, aber immer noch meinen, sie wüssten es.

So glaubt meine Mutter manchmal, mehr über meine Schmerzen zu wissen als ich, überschüttet mich mit Hilfe und will sie mir wegreden, mein Vater will mir alle Anstrengungen abnehmen und ist gekränkt, wenn ich sage, dass ich z.B. die Tasche allein tragen will.

Jetzt, wo so langsam ein Umdenkprozess in mir stattfindet, merke ich, dass ich nie erwachsen werde, wenn das die Art von Erwachsen-sein bleibt, an die ich glaube.

Trotz meines Alters und obwohl ich seit 3 Jahren halb (Studium-Pendeln) und seit 2 Monaten komplett ausgezogen bin, habe ich immer noch das Gefühl, dass ich mit meiner Familie verklebt bin, dass ich nicht losgelassen werde und dass ich in Fürsorglichkeit erstickt werde, aber die hätte ich früher gebraucht und jetzt muss ich immer nur ablehnen, es ist mir alles zu viel und ich werde durch meine Schmerzen noch viel mehr in den Mittelpunkt gerissen und da will ich gar nicht sein!! Ich will in Ruhe gelassen werden und will sie anschreien, aber mit dem ganzen Honig, der mir ins Maul gestopft wurde krieg ich keinen Ton raus, hab nur Beklemmungen. Ich bin Gesprächspartner für meine Mutter, ich helfe ihr und geb ihr Denkanstöße und wer macht das für mich? Wer war für mich da, als ich ich Probleme hatte? Das haben sie nie gemerkt. Ich war immer der Sonnenschein, der seine Familie unterhält. Das bin ich auch für viele meiner Freunde. Mit mir als krank können sie nicht unbedingt etwas anfangen. Und ich nutze sogar meine Krankheit manchmal für Witze aus. Andererseits - ohne diesen (Galgen-)Humor wäre ich wohl nur noch am Boden.

Ich hab mal eine Frau getroffen, die so war wie ich es sein wollte, die das Lebensmodell lebte, so wie ich es auch immer wollte, die zu ihren Emotionen stand und sie auch zeigte. Nun hab ich immer Angst, wenn ich ihr begegne, weil ich Angst habe, dass sie merkt, dass ich gar nicht so bin, wie ich mich gebe, sondern mich oft so unzulänglich und minderwertig fühle. Ich denke mir immer, wenn ich als kleines Kind sie als Mutter gehabt hätte, dann hätte ich gelernt, mein Potential zu nutzen. Dann würde ich nicht so tun als wäre ich taff, selbstbewusst und immer gut drauf, sondern wäre es wirklich. Im so tun bin ich unschlagbar, das habe ich schon im Kindergarten gelernt... :-(

F<ire`nzex007


ps

das paradoxe: sobald mich die Schmerzen übermannen rufe ich sofort meine Mutter an und heule 1 Stunde am Telefon.

Das hätte ich früher nie gemacht, da ich gar nicht die Beziehung hatte. Wir waren entweder eine höhe oder ich erkläre IHR etwas.

Smtephangie76


@Firenze

Als ich das von Dir gelesen habe mit der Hornhaut, mußte ich an beschnittene Männer denken. Da ist es ja auch so, daß sich z.B. durch die Reibung an der Unterwäsche die empfindliche Haut der Eichel verdickt bzw. unempfindlicher wird. Wie kommst Du denn jetzt mit dem Liquigel zurecht, oder bist Du wieder komplett auf Deumavan umgestiegen? Mit Osteopathie kenne ich mich gar nicht aus, was wird denn da genau gemacht?

@Spozal

Ein paar Gedanken, die ich beim Lesen Deines Beitrags hatte:

(1) Ein Laktobazillenmangel, also ein Mangel an Milchsäurebakterien, kann die selben Symptome hervorrufen wie eine Pilzinfektion ([[http://www.gyninfekt.at/2005/faq.htm]]). In diesem Fall würde man also auf eine Behandlung mit Pilzmitteln verzichten und stattdessen Milchsäurezäpfchen nehmen (z.B. Vagiflor, Döderlein med etc.), um die Besiedelung mit Milchsäurebakterien zu unterstützen.

(2) Möglicherweise ist Deine Schleimhaut überreizt aufgrund der langen bzw. häufigen Verwendung von Pilzcremes. Ich habe es selbst erlebt, daß nach einer Pilzbehandlung zwar der Pilz weg war, aber die Beschwerden noch da waren - und zwar aufgrund einer Überempfindlichkeitsreaktion auf die Pilzcreme.

(3) Es gibt tatsächlich psychosomatische Erklärungsversuche für Juckreiz im Genitalbereich. Leider habe ich das Buch gerade nicht da, aber wenn Du möchtest, schaue ich für Dich nach. Wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen, können solche Erklärungsansätze als Denkanstöße für die eigene Situation dienen.

@Chanem

Dem, was Du über die Bedürftigkeit der Eltern geschrieben hast, kann ich nur zustimmen. Und wenn man sich umschaut, begegnet einem das immer wieder. Jeder trägt sein Schattenkabinett mit sich rum. Das bei sich selber zu erkennen, erfordert ein hohes Maß an (Bereitschaft zur) Selbstreflektion. Und es kann helfen, wenn man sich bewußt macht, daß auch andere ihre Schatten mit sich rumtragen und oftmals gar nicht einen selber meinen sondern in ihren Übertragungen gefangen sind.

Und noch zum Thema Liquigel als Gleitmittel, falls es jemanden interessiert:

Mein Freund und ich haben gestern zum ersten Mal Liquigel als Gleitmittel beim GV benutzt, und es war nicht so toll. Dieses für Liquigel so typische Brennen bzw. Wärmegefühl hörte gar nicht auf, und das hat mich echt gestört. Also beim nächsten Mal nehme ich ein anderes Gleitgel, von dem Liquigel werde ich erstmal die Finger lassen. Von der Konsistenz her fand ich es allerdings prima, nicht so flüssig.

PS: Letzte Woche hab ich mir ein Buch gekauft zum Thema Beckenboden und Sexualität. Ich hoffe, daß ich bald dazu komme, ein paar interessante Abschnitte daraus zu posten.

S^tepzhaniUex76


Nochmal @Spozal

Ich hab gerade Deine letzten Beiträge im Pilz-Thread gelesen. Du überlegst verzweifelt, wogegen Du allergisch sein könntest. Schau mal, ob Dir das hier weiterhilft:

[[http://deumavan.de/pdf/Irritative%20Vulvitis,%20Vulva_IX.pdf]]

(Hatte den Link hier schon mal gepostet vor kurzem, aber das liegt schon wieder ein paar Seiten zurück.)

Ffire6nzeT007


an Stephanie

also mit dem Liquigel hab ich jetzt zwei Anläufe gemacht; beim ersten hat es nicht gebrannt und die Schwellung ist mehr geworden. Nachdem die Frauenärztin meinte, ich könnte das ruhig zur Pflege nehmen, hab ich es erst mit Deumavan probiert (nicht im introitus-Bereich, nur drumherum und außen), das war ok und dann nochmal Liqui-Gel. Da hat es ziemlich gebrannt und auch recht lange. Außerdem fand ich es dann auch ziemlich klebrig. Im Moment ist bei mir alles noch mehr geschwollen als je zuvor. Ich mache 1xtäglich ein Kamille-Sitzbad (vielleicht vertrag ich das ja auch wieder nicht?) und tu ein kleines bißchen Deumavan außen auf die kl. Schamlippen. Den Rest des Tages verbring ich seit 3 Tagen mit Kühlen, erreiche damit aber wenig... Bin grad dabei, das Cortison auszuschleichen, das hat desletzt ja auch nix mehr gebracht... Am Mi hab ich wieder und die Ärztin guckt, ob es mit der Hornhaut schon etwas besser ist.

Osteopathie ist eine sanfte Art, Verspannungen und verhärtetes Gewebe zu lockern, man kann wohl auch an Organen etwas machen (hab es auch nicht verstanden). Bei mir ist der ganze Beckenboden hart (wen wundert's) und das löst sie langsam. Man kann auch Osteopathie direkt im Intimbereich machen (so z.B. Verklebungen lösen), aber soweit sind wir noch nicht, erst muss alles drum herum gelockert werden. Ich werde weiter berichten, morgen hab ich wieder.

cAlaric\e95x7


bei aller nötigen seelenarbeit die bei uns allen zu leisten ist- denkt doch bitte auch mal an die möglichkeit der schmerztherapie mittels medikamenten, den wenn es euch körperlich besser geht könnt ihr auch besser nachdenken über die eigentlichen probleme die hinter dieser schmerzerkrankung steckt. lasst nicht zu das der schmerz euch alles raubt...nehmt hilfe an...es gibt möglichkeiten in der schmerztherapie. ich nehme nun lyrica und es geht mir schon viel viel besser. außerdem warte ich auf das biopsie ergebnis der vaginalprobe. ich gehe natürlich weiter zur pschyotherapie um weiter heraus zu finden warum es mit mir soweit gekommen ist.

lg, clarice

Ltia.


es ist schon erstaunlich, wie oft man im worldweiten web über diese site stolpert! mindestens alle 2 monate, überkommt mich mich das verlangen, meinen scheideschmerz nicht mein leben lang ertragen zu wollen und mann kann wirklich sagen: 1. diese seite informiert und noch viel mehr 2.: sie baut auf!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gynäkologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Kinderwunsch · Schwangerschaft · Sternenkinder · Verhütung · Wechseljahre · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH