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Alle mit Schmerzen in Scheide angesprochen

FsirenHze0x07


an Andrea

ich gebe dir schon Recht, dass die Gedanken eine große Rolle spielen und ich habe mich auch schon sehr verändert und gehe wesentlich besser mit mir um. Nur weiß ich nicht, was der Auslöser gewesen sein soll, warum es plötzlich wieder eine Negativ-Wende gab. Ich will das Leben nicht an mir vorbei ziehen lassen und ich konnte ein paar mal schöne Sachen unternehmen und hab das dankbar genossen wie als wäre ich neu geboren. Und dann kam die Wende von heute auf morgen und es ging stetig bergab. Ich verstehe es nicht; was war an dem Tag anders als am Tag zuvor?

Ich will das Leben nicht an mir vorbei ziehen lassen, ich will meinen Weg gehen, aber jeder Schritt tut weh! (und das meine ich nicht im übertragenen Sinne....

C#h]an\em


Zeichen

auch wenn es immer wieder hart ist das zu glauben - die Schmerzen sind ein Zeichen. Sieh mal, Firenze, du sagst, du wolltest mit Freunden weg, mal wieder am Leben teilnehmen. Und die Schmerzen sagen dir:NEIN. Das ist es nicht was ansteht. Sieh dir deine Freunde an, sieh dir die Unternehmungen an, die ihr geplant habt. Ist es das, was du wirklich, wirklich brauchst? Oder versuchst du dich abzulenken, mitzumachen bei dem was "normal" ist.

Auch wenn ihr das vielleicht selber noch nicht merkt: aber alle, die diese Pozesse durchlaufen. die so unglaublich anstrengend sind, sind aufgerufen, zuerst sich selber und dann andere zu heilen. Aber heil werden können wir nur wenn wir alles, aber auch alles, was uns als normal oder als "das Leben" verkauft wird, anzweifeln. Wenn wir die Muster hinterfragen, wenn wir die Lebensziele hinterfragen.

Es gibt ein tolles Buch (ja schon wieder ein Buch zum lesen, statt mit Freunden unterwegs zu sein), "Die Wolfsfrau" von Clarissa P. Estes.

Vielleicht gibt es dir Antworten auf die Frage warum du jetzt allein sein sollst, warum dich deine Seele in die Einsamkeit schickt. Es hat einen Sinn, aber den mußt du annehmen.

Später wirst du sagen, danke, danke daß ich das alles lernen durfte. Auch wenn es sehr lange dauert.

Ich weiß wovon ich rede. Ich habe ein Projekt durch gezogen von dem ich mein ganzes Leben geträumt hatte und vor dem ich mich viele Jahre erfogreich gedrückt habe indem ich sagte, ich kann es nicht weil... Aber erst als ich durch die Schmerzen gezwungen war, allein zu sein, meine Männer aufzugeben, ich wirklich am tiefsten Punkt meines "normalen" Lebens angekommen war, habe ich gemerkt: es geht nur, wenn ich die Schmerzen jetzt als Zeichen, als Indikator für mein eigenes Seelenglück sehe. Den Pegelstand der mir zeigt wie weit ich auf meinem Weg zu mir selber gekommen bin.

Ich habe es auch schon öfter geschrieben: jedesmal, wenn ich dann wieder versucht war, mich in die Beziehung zu meinem Lebensgefährten fallen zu lassen, wieder kleines braves Weibchen zu spielen, kamen die Schmerzen. Irgendwann habe ich es bemerkt und dann hab ich sie begrüßt und gefragt, so, was hab ich denn jetzt schon wieder nicht verstanden, was tu ich mir grad selber wieder an.

Es wirkt, ich kann das aus ganz tiefer Seele sagen. Und auch nochmal mein Tipp mit dem Familienstellen. Da könnt ihr ganz viel lernen über die Bedürfnisse der Seele. Wenn du möchtest, Firenze, kann ich dir die Adresse meiner Familienstellerin schreiben - allerdings dann nicht öffentlich hier im Forum. Da habe ich gelernt mich und andere vor verächtlichen oder bösartigen Kommentaren zu schützen.

S!tephaQnie7x6


@Chanem

Danke für den Buchtip! Ich habe gerade mal ein wenig bei Amazon darüber gelesen, und es klingt so, als wäre das im Moment genau das richtige für mich. @:)

S~teph(anixe76


Zitat

Hier mal ein Zitat von Rilke, das mich schon seit Monaten begleitet und mir immer wieder unglaublich hilft, wenn ich am Verzweifeln bin:

//Ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten,

Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen

und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben

wie verschlossene Stuben und wie Bücher,

die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.

Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten,

die Ihnen nicht gegeben werden können,

weil Sie sie nicht leben könnten.

Und es handelt sich darum, alles zu leben.

Leben Sie jetzt die Fragen.

Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken,

eines fernen Tages in die Antwort hinein.//

KHatleenZchen


Hallo Leidensgenossinnen

Ich schließe mich hier auch mal an, denn ich glaube ich habe ein Ähnliches Problem. Ich erzähl mal kurz, denn ihr könnt sicherlich noch ein paar Tipps geben :-)

Hab 2 Jahre lang die Valette genommen und hatte ständig Pilzinfektionen. Deshalb bin ich wohlbemerkt im letzten Dezember mal auf die Idee gekommen die Pille zu wechseln - auf Microgynon.

Nach ca 2 Monaten hatte ich die letzte Pilzinfektion im Zusammenhang mit einer Blasenentzündung. Seitdem hab ich ständig beschwerden, die in den letzten 2 Monaten fast unerträglich gewordne sind. Ich habe auch ständig ein Wundgefühl, Brennen, total rote und geschwollene Haut um den Scheideneingang. Ich könnte schreien. Keine FA oder Hautarzt kann mir helfen deswegen gehe ich morgen in die Uniklinik.

Habe alles probiert, Östrogene, Deumavan, Döderlein etc. Das einzige was hilft ist Kortison Creme, doch sobald ich die absetze fängt es wieder an. War letzte Woche komplett schmerzfrei und hatte tollen Sex, weil ich die Kortison Creme mal wieder einige Tage genommen habe.

So langsam komme ich auf den Verdacht, dass es evtl etwas mit der neuen Microgynon zu tun haben könnte, weil ich diese Art von Problemen erst habe seitdem ich diese Pille nehme.

Was denkt ihr? Nehmt ihr die Pille?

Habt ihr eigentlich bemerkt, ob es während oder vor/nach eurer Periode besser oder schlimmer ist??

Würdet ihr auf jeden Fall nochmal die Pille wechseln?? Frage ist nur auf welche? Ich weiß nicht ob mehr oder weniger Östrogen das Problem noch mehr verstärken können.

ich habe das Gefühl als hätte ich eine Allergie gegen meinen eigenen Körper. Bei mir wurde im Blut auch ein Hang zu Allergien festgestellt. Aber da ich mich nur mit Wasser wasche und auch sonst nichts benutze, was Allergien auslösen könnte...keine Ahnung!

Oh man, was machen wir da nur durch!

Liebe Grüße

SitepZhNanixe76


Hallo Katleenchen!

Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich die Pille absetzen. Sie verändert das Scheidenmilieu so, daß die von Dir beschriebenen Beschwerden mit großer Wahrscheinlichkeit entweder dadurch verursacht sind und/oder dadurch aufrechterhalten werden. Wenn Du Dir noch andere Threads hier durchliest, wirst Du vermutlich immer wieder darauf stoßen. Das muß bei Dir natürlich nicht zwingend auch so sein, aber ich habe schon von einer Menge Frauen gelesen, die die gleichen Probleme hatten wie Du, und bei denen es nach Absetzen der Pille schlagartig besser wurde. Leider informieren Frauenärzte über diese Nebenwirkungen so gut wie nie...

Deine Neigung zu Allergien kann evtl. auch eine Rolle spielen. Wurde bei Dir denn eine Allergie gegen bestimmte Dinge nachgewiesen? Möglicherweise hast Du auf das Pilzmittel empfindlich reagiert (meine Ärztin meinte, das sei gar nicht so selten)? Wenn Du so lange mit Pilzen zu tun hattest und immer wieder Cremes dagegen angewendet hast, kann es auch eine Nachwirkung davon sein.

S7am i"ra_22


Wieder mal hier...

Ich habe vor 2-3 Jahren hier oft mitgelesen und seltener auch mal gepostet. Ich leide wie alle hier unter Schmerzen, bei mir am Scheideneingang. Ich habe mich unendlich lange gegen die Einsicht gewehrt, dass es psychisch sein könnte und bin von Arzt zu Arzt gerannt.

Vor 2 Jahren habe ich dann meinen jetzigen Exfreund kennen gelernt. Er hat mir gezeigt, dass ich trotz Schmerzen mit ihm intim sein kann. Etwas woran ich nicht geglaubt hätte. Jahrelang war ich unendlich traurig, dass ich wegen der Schmerzen keinen Sex und somit keinen Mann haben konnte. Er hat mir gezeigt, dass das nicht wahr ist. Meine Schmerzen wurden weniger, langsam, aber sicher. Nachdem ich etwa 3/4 Jahr mit ihm zusammen war, sind die Schmerzen schliesslich ganz verschwunden. Seit dem Tag, an dem wir uns kennen gelernt hatten, war ich unglaublich glücklich, wie noch nie in meinem Leben. Ich bin überzeugt, dass meine Schmerzen aus diesem Grund abgenommen haben und schliesslich ausgeblieben sind.

Ich bin für meinen Freund ins Ausland gezogen, da er nicht zu mir in die Schweiz kommen konnte. Leider hatte ich extremes Heimweh und unsere Beziehung zerbrach nach knapp einem Jahr. Die Schmerzen traten während meines Aufenthaltes immer mehr auf, schwankend. Jedoch nie so stark wie in der Zeit vor meinem Ex. Es ging mir zeitweise sehr schlecht, da ich extrem unglücklich war. Als unsere Beziehung dann endgültig auseinander brach und ich in die Heimat zurückkehrte, kamen jedoch auch die Schmerzen zurück, wie sie waren, bevor ich meinen Ex kennen gelernt hatte.

Ich leide nun wieder unter den Schmerzen und ebenso auch wieder unter der Angst, mich somit auf keinen Mann einlassen zu können. Und das obwohl mir doch bewiesen wurde, dass es auch anders geht, dass ein Mann mich auch sehr wohl verstehen und auf mich eingehen kann, vorallem sexuell.

Wie komme ich denn nun dahinter, was mir meine Schmerzen sagen wollen? Was ich verändern soll? Ich bin nun doch wieder in meiner Heimat, die ich so unendlich vermisst habe.

SHtephOan*iex76


@Chanem

Ich habe gestern mit dem Buch "Die Wolfsfrau" angefangen. Dein Tip war echt Gold wert! Ich habe das Gefühl, das ist genau das richtige Buch genau zur richtigen Zeit. Ich danke Dir!!! @:)

F.irevn4ze0x07


an Kathleenchen

Und was haben die in der Uni-Klinik gesagt?

Bei mir ist es auch so, dass es mit der Cortison-Creme besser wird (was Hautbild, Entzündung, Rötung und Schwellung betrifft) und es mit Absetzen wieder zunimmt. Wichtig ist meiner Erfahrung nach

1. NIE aprupt oder auch nur halbaprupt die Cortison-Creme absetzen!! Ich sollte nach dem 2mal täglich auf einmal täglich reduzieren und das zwei Wochen(!!) lang bevor ich im nächsten Schritt auf jeden zweiten Tag reduziere und das jetzt auch zwei Wochen lang, also ganz langsam ausschleichen, sonst kommt es ganz schnell und oft stärker wieder.

2. rückfettende Pflege (Vaseline album, das ist reine weiße Vaseline, die im Gegensatz zu Deumavan nur aus einer "Zutat" besteht) ganz regelmäßig (also vor und nach jedem Toilette-gehen und Beanspruchung) einen hauchdünnen Film auftragen - nicht zu viel, dann staut sich die Wärme, dann auch so kurz wie möglich waschen (1x am Tag) und nur mit Wasser!

3. Akkupunktur, die den Körper im Ausschleichprozess vom Cortison unterstützt!

4. Positiv denken (also an den heilenden Körper anstatt nur an die Symptome)

5. gut zu sich sein

Das sind so die Erfahrungen die ich gemacht hab. Ich hoffe dass ich damit jetzt auf einem guten Weg bin. Es ist mal mehr aber auch mal weniger einschränkend, aber ich versuche mich nicht mehr so runter ziehen zu lassen, da kann man echt Depressionen bekommen. Aber hängen lassen bringt einen auch nicht weiter, also aufstehen und weiter machen, es wird schon werden. Nie die Hoffnung aufgeben.

Fdirenz9e00x7


an Chanem

ich habe jetzt durch die "Krankheit" viel verstanden und mir auch Zeit genommen (bzw. hatte die Zeit ja dann), mir über Dinge klar zu werden und mich zu verändern, was ich sonst bestimmt nicht so gemacht hätte. Erfolge sind schon da mit dieser neuen Art und ich fühle mich als Person viel wohler als früher. Im Körper könnte das auch heißen, dass es Erfolge gibt, die sich nun aber noch stabilisieren müssen.

Was Familien-stellen betrifft so möchte ich mich für dein Angebot bedanken, aber auch ehrlich sagen, dass das für mich nicht (oder auch im Moment nicht) das Richtige für mich ist. Ich hab mich intensiv mit meiner Familiengenese auseinander gesetzt und habe auch Defizite und Schwächen und einige Dinge die nicht so optimal gelaufen sind entdeckt. Im Nachhinein sage ich schon dass es gut ist, sich über seine Herkunft und eigene Entwicklung klar zu sein (was im eigenen "Rucksack" drin ist), habe mir Sachen angeguckt, die für meine Entwicklung nicht so förderlich waren und wo auch Verletzungen waren (die hat jeder und das ist auch ganz natürlich), aber ich hab gemerkt, dass es dann auch mal genug ist und mein Denken zu problemfokussiert wird, wenn ich mich damit zu viel beschäftige, was mich dann auch traurig macht. Es sollte auch wieder Platz sein für das, was gut gelaufen ist oder wie man sich selbst verbessern kann und dass man ein möglichst schönes sinnerfülltes Leben führt, wie immer man das für sich definiert, ohne anderen auf die Füße zu treten aber auch andere von unseren runter zu schubsen, sich selbst glücklich machen können.

Ich hab mich mit meiner Vergangenheit auseinandergesetzt (ich hab ja inzwischen auch schon 26 Jahre davon), aber ich möchte kein "Problem-jäger" werden. Ich kann jedem den ich mag und vor allem auch mir selbst ins Gesicht schauen, damit bin ich zufrieden. Also das mit den Körperparallelen stimmt schon und mit dem Umgang mit sich selbst, aber mir bleibt bei dieser Sichtweise manchmal etwas wenig Platz für die eigene Entscheidungsfreiheit, weißt du wie ich das meine? Als BeispieL: ich bin jung, möchte ausgehen, flirten, Bekanntschaften machen, mich ausprobieren und auch Abenteuer erleben, wo ich früher immer zu sehr auf meinen Ruf geachtet habe und mich viel zu wenig ausgelebt habe. Nur weil mein Ex (aus purem Eigennutz) gesagt hat, ich wäre billig, wenn ich "einfach so" (also eigentlich überhaupt), was mit jemandem anfange. Weil ich ihm geglaubt habe, habe ich Interessierte oft abgelehnt und mich manches mal danach total geärgert. Es ist ja nicht so, dass ich jetzt alles mitnehmen wollen, aber es geht hier ja auch nicht um ein alles-oder-nichts-Prinzip. Einfach ums Erfahrungen machen und nicht denken, dass man das immer nur in einer (ernstgemeinten und zum Traualtar führenden) Beziehung darf. Jetzt wo ich erkannt habe, dass man/frau in der heutigen Zeit nicht auf Erfahrungen verzichten muss (Erfahrungen machen bedeutet ja nicht, sich sexuell ausbeuten zu lassen, davon sind meine Bedürfnisse weit entfernt), warum sollte mir mein Körper signalisieren wollen, dass es das nicht sein soll? Jetzt wo ich endlich mal auf meine Wünsche hören möchte. Wenn wir uns da inhaltlich mal in eine Diskussion begäben, gerne auch per pn. Das sind so Ungereimtheiten, die empfinde ich als widersprüchlich. Deine Meinung dazu würde mich interessieren (natürlich auch andere wenn es noch jemand gelesen hat) LG, Firenze

CIhanexm


@firenze

es ist immer schwierig für mich, die vielen Gedanken, die ich in meinem Kopf habe, so zusammenzufassen, daß es für andere Sinn macht. Ich tue mein Bestes - wenn du aber irgendwas unklar findst, einfach nachfragen,ok?

Zum Thema Erfahrungen machen, die nicht zum Traualtar führen. Ich glaube, es geht nicht um den Traualtar, sondern darum den Zeugungsakt als das wahrzunehmen wozu er nun einmal da ist: zur Schaffung von neuem Leben, für das man danach viele Jahre lang Verantwortung übernehmen muß.

Du schreibst in unserer Zeit müssen wir Frauen nicht mehr darauf verzichten (sexuelle) Erfahrungen zu machen aber die Frage ist doch will ICH das eigentlich wirklich. Oder will ich es nur, weil es momentan gerade "in" ist, weil alle es machen, weil alle sagen, das sei "normal". Weil es die Pille gibt, mit der ich meinen Körper manipulieren kann. Aber habe ICH mir jemals ernsthafte und tiefe Gedanken darum gemacht, ob Sex nur dazu da ist, kurzzeitig sexuelle Lust zu erleben (was natürlich schön ist), oder sollte oder könnte Sex noch viel, viel mehr sein? Wenn es viel mehr sein könnte, warum ist es dann nicht so? Warum ist für viele Sex tatsächlich nur Lust, warum benutzen soviel Sex? Warum benutzen Männer und Frauen sich gegenseitig und reden sich ein, daß ihnen an Beziehungen gar nichts liegt? Weil sie eben weder zu sich selbst noch zu anderen einen echten Kontakt haben.

Ich hab früher auch nicht gewußt, was zum Teufel sie damit meinen, ich wäre nicht mit meinen Bedürfnissen in Kontakt. Erst jetzt wo ich es Tag für Tag erlebe wie es ist, wenn ich MICH und nur mich frage, will ich das jetzt wirklich? Tut mir das jetzt grade wirklich gut was ich tue (ganz egal was es ist). Erst jetzt weiß ich, daß die Sinnhaftigkeit dessen was ich tue für mich dann da ist. Wo ich früher ganz oft nicht wußte, hat das jetzt einen Sinn und wenn ja welchen? Ich konnte es nicht spüren, hab mich oft völlig daneben gefühlt, wenn ich (nach Meinung der anderen) eigentlich glücklich sein hätte müssen, es aber nicht war. Noch viel früher hab ich mich dann mit Alkohol zugeschüttet um "lustig" zu sein, oder "in Stimmung" zu kommen. Ich hatte panische Angst nicht dazuzugehören, wenn ich nicht fühlte was andere fühlten, hab mir selber eingeredet ich wünsche mir das, was andere sich auch wünschen und mir nicht erlaubt zu bemerken, daß ICH eigentlich was ganz anderes will. Ganz "unnormale" Sachen,

wie zum Beispiel allein sein, selber bestimmen was ich tun will. Ich hab mich immer "verrückt" gefühlt und meine Umgebung hat auf mir rumgetrampelt, weil sie merkten, ich kann mich nicht wehren.

Daß ich ein Familienmuster lebe habe ich erst Schritt für Schritt erkannt. Einfach dadurch, daß ich gezwungenermaßen (durch die Schmerzen) allein sein mußte. Mich mit Selbsterfahrung beschäftigt habe, viel gelesen habe. Ich fand das genausowenig witzig wie du, hab auch immer gedacht, so jetzt hab ich doch alles angesehen, warum hab ich immer noch die Schmerzen? Ich will doch einfach nur einen Mann und ein schönes Leben, Spaß haben, was verlange ich denn schon?

Bis ich dann gemerkt habe, es geht nicht nur um mich. Jeder mensch erfüllt eine Aufgabe im großen Zusammenspiel. Und wenn ich nur darauf schaue daß es mir gut geht, dann ist das der erste Schritt, aber der nächste Schritt ist zu erkennen, was kann ich für die Welt tun? Jeder von uns ist im Moment aufgerufen, etwas für die Welt zu tun - weil es viel zu tun gibt. Und die Befriedigung die man erlebt, wenn man etwas Sinnvolles für die Welt tut, wiegt das Nicht-"Spaß"haben tausendmal auf. Weil man dann automatisch auch mit anderen Menschen zu tun hat, und andere, tiefe Beziehungen auftauchen. Solche die einen stützen, einem Mut machen und nicht solche die einen aunutzen.

Zum Familienstellen: es geht hier nicht darum in alten Wunden zu wühlen, im Gegenteil. Beim Familienstellen wie ich es kenne wird das Problem worum es geht nur mit der Aufstellerin besprochen und es wird ein Anliegen formuliert: z.B wie kann ich mich von meinen Scmerzen befreien? Und dann wird in der Aufstellung eine Lösung gefunden. Du erlebst quasi probeweise wie es ist, von deinen Schmerzen befreit zu sein. Dadurch wird dein Gehirn neu programmiert und deine Gedanken gehen in Zukunft dann diese neue Nervenschaltung entlang.

Daß uns diese Methode geschenkt worden ist empfinde ich persönlich aber auch asl Verpflichtung. Nämlich das was ich selber erlebt habe, das Befreitwerden von alten Schmerzen, weiterzugeben. Mitzuhelfen, daß auch andere geheilt werden können.

Auch wenn das heißt, daß ich halt jetzt nicht das habe was "alle" haben: eine Beziehung, eine nette gemütliche kleine Wohnung, am WE weggehen und zweimal im jahr in Urlaub fahren. Statt dessen verwirkliche ich einen lebenstraum. Und das kostet unendlich viel mühe - und ich weiß nocht nicht einmal, ob es dann auch wirklich gelingt.

Aber das habe ich gelernt: ich vertraue darauf, daß alles seinen Sinn hat, auch meine Zweifel und Ängste. Und daß ich dadurch stark werde. Eine starke Frau, die neben der zarten fürsorglichen Seite auch eine durchsetzungsfähige Seite habe.

Ich sags euch dann, ob ich es geschafft habe :-)))

Ich sag nicht, daß für dich der gleiche Weg richtig ist. Wenn du die eine oder andere Methode (noch) nicht probieren willst, ist das völlig in Ordnung. Es gibt für jeden Menschen eine eigene Lösung. Und jeder der etwas erfolgreich ausprobiert, kann anderen damit eine Möglichkeit zeigen. Es muß ja auch nicht immer eine geistige Methode sein, kann ja zum Beispiel auch eine körperliche wie Kinesiologie, Feldenkreis, Akupunktur oder die Klopfmethode (EFT) sein. Es ist alles spannend und interessant. Und alles was man weiß bleibt einem. Wenn nicht für jetzt, dann vielleicht für später.

Alles Liebe

Chanem

Sgamiora_x22


@ Chanem

Ich habe vor ca. 1 Woche hier einen Beitrag geschrieben und wäre froh, wenn Du dazu mal Stellung nehmen könntest. Ich wäre froh, wenn ich einen Input erhalten würde und ich denke, dass Du in der Denkweise, die ich noch nicht erreicht habe, schon sehr weit bist... Falls Du mal Zeit hättest, würde ich mich freuen...

F:ire)nzeC00x7


an Chanem

also mit "in sein" hat es bei mir nichts zu tun und auch nichts damit, was die anderen tun, eher im Gegenteil: die meisten meiner Bekannten und Freunde sind in langen Beziehungen oder wenn nicht mehr, dann wollen sie so schnell wie möglich wieder in einer sein und das hat mich eher unter Druck gesetzt und ich habe dadurch selber zu lange an jemandem festgehalten, weil ich dachte, dass langsam wieder was Festes kommen "müsste"! Dass ich erstmal mein Ding machen will, hab ich einfach ignoriert und zur Seite geschoben und die Beziehung ihrerselbst Willen aufrecht erhalten - das hat sich erst durch die Schmerzen geändert und ich habe Schluss gemacht.

Dass ich erstmal Dinge und Menschen kennen lernen möchte, bevor ich beurteilen kann, was ich gerne "behalten" möchte. Meine Freundinnen fahren da eine traditionellere Schiene und ich hab mich manches mal gefragt, ob mit mir als Frau etwas nicht stimmt, weil ich mich noch nicht festlegen möchte, wo doch "alle" anderen lieber heute als morgen den Partner für's Leben finden wollen.

Davon löse ich mich gerade, Dinge anzustreben, die vielleicht andere wollen, aber die für mich (aktuell) nicht passen. Das geht in meinem Fall halt eher in die entgegengesetzte Richtung - zumindest was das Thema Männer und Beziehungen betrifft. Ich möchte mit einem Mann eine schöne Zeit haben ohne dass ich mich sofort festlegen muss!

Was du über andere Dinge schreibst, wie z.B. Pille und auch diese Besonderheit der Sexualität, da bin ich ähnlicher Meinung. Die Zeiten der Pille sind für mich definitiv vorbei (bin mittlerweile im 4 Zyklus ohne). Damit geht natürlich auch eine ganz andere Art der Verantwortung einher. Es geht mir auch weniger um schwarz-weiß-mäßiges entweder "nur mit dem Richtigen" oder "wahllos mit jedem, der gefällt", sondern einfach sich auf jemanden einlassen, jemanden kennen lernen, Nähe erfahren und genießen, eine schöne Zeit haben ohne dass man sich gleich verpflichten und festlegen muss. Dazu gehört ja nicht nur die Sexualität, das ist ja viel mehr als das. Und wenn man Gefühle füreinander hat, die auch nicht zwingend Liebe sein müssen, spricht doch nichts gegen sexuelle Erfahrung, wenn es beide wollen. Wenn ich so weit bin, Sexualität zu leben, dass ich für ein Kind die Verantwortung übernehmen würde, wenn es dazu kommen sollte, ist das für mich ein verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität. Ja, Sex ist von der Natur dafür angelegt, Kinder zu zeugen, aber deswegen muss ich nicht meine Bedürfnisse unterdrücken. Nach der Auffassung wäre doch auch Sex in der Schwangerschaft nicht angemessen, weil überflüssig oder?

Was meine körperlichen Symptome betrifft, so ist schon eine Verbesserung eingetreten, aber es muss sich wohl erst noch "setzen" bevor ich mich auch wieder setzen kann. Vielleicht ist das noch eine Vorsichtsmaßnahme von meinem Körper, weil ich noch nicht stabil genug in meinen neuen Erkenntnissen bin.

Ich hoffe das klingt einigermaßen verständlich, ich hab einfach mal so runter geschrieben.

Ganz liebe Grüße, Firenze

C]hKanexm


@Samira

Ich will deine Bitte gerne erfüllen, aber bitte denk immer dran, was ich schreibe ist nur was ICH weiß - es kann immer auch ganz anders sein und andere können etwas ganz anderes wissen.

Ich habe von dir gelesen, daß du Schmerzen hattest, die langsam verschwanden , als du mit deinem Freund unendlich glücklich warst.

Du hast für ihn deine Heimat, die vertraute Umgebung verlassen. Alles was dir Sicherheit geboten hat, aber auch alles, was dir Schmerzen bereitet hat. Du warst mit deinem Freund sehr glücklich, aber du hast die alte Heimat nicht vergessen können, alles was du kanntest, was zu dir gehört.

Weil du diesen Teil von dir schrecklich vermißt hast, hast du die Beziehung zu deinem Freund, die dich glücklich gemacht hat aufgegeben und bist zurückgekehrt in deine Heimat.

Frü mich liest sich das ganz genauso wie du es schreibst. In deiner vertrauten Umgebeung hattest du Schmerzen ging es dir nicht gut, konntest du dich auf niemanden einlassen.

Dann bist du das Risiko eingegangen, hast etwas Neues ausprobiert, das dich glücklich macht, aber es hat einfach nicht zu dem gepaßt, was dir vertraut war. Deshalb hast du es aufgeben und bist in die alten Schmerzen zurückgekehrt. In der Hoffnung daß du dann glücklich sein würdest.

Und jetzt bist du in deiner vertrauten Umgebung, kannst dich auf keinen Mann einlassen, und hast Schmerzen.

Ich glaube deine Seele sagt dir, daß du erst das auflösen sollst, was dich dran hindert glücklich zu sein, dich wirklich auf einen Menschen einzulassen. Was dich dran hindert eine neue Umgebung als deine heimat anzunehmen.

Wir alle sind so erzogen, daß wir das glauben was uns gesagt wird. Als Kinder sind wir ganz besonders drauf angewiesen mit unserem Verhalten unseren Eltern zu gefallen. Und wir gefallen ihnen immer dann, wenn wir sie nachahmen. Sie machen das genauso wenig mit Absicht wie wir, aber sie können uns natürlich nicht beibringen wie es ist glücklich zu sein, wenn sie es selber nicht wissen. Dann bringen sie uns halt bei wie man am besten mit dem Unglücklichsein zurechtkommt.

Und wir können aber nur dann glücklich sein, wenn wir mit unserer Heimat im reinen sind. Wenn wir verstanden haben, daß wir es auch ganz anders machen dürfen als unsere Eltern, und daß wir unsere Heimat dadurch trotzdem nicht verlieren.

Denn unsere Heimat tragen wir in unseren Herzen. Sie ist kein Ort, sie ist auch keine Person, wir selber sind unsere Heimat. Solange wir das aber nicht selber glauben können, solange klammern wir uns an äußere Dinge. Dann machen wir vielleicht einen Menschen dafür verantwortlich, verlangen von ihm, daß er unsere Heimat ist.

Ich weiß nicht, was in deiner Heimat, deiner vertrauten Umgebung drauf wartet von dir angeschaut und aufgelöst zu werden. Aber ich weiß, daß wenn du es getan hast, es für dich klar werden wird, warum alles so gekommen ist wie es gekommen ist.

ALLE Krisen sind dazu da, daß wir über das warum nachdenken, daß wir für uns selber und damit die Welt neue, bessere Wege finden.

Ich wünsch dir Glück dabei.

Chanem

S<amirwa_x22


@Chanem

Vielen Dank für Deine Zeit und Gedanken! Ich schätze das sehr. Was ich dazu noch sagen möchte:

Die Schmerzen verschwanden nicht erst, als ich für meinen Ex mein Land verlassen habe, sondern schon vorher in dem Jahr, als wir eine Fernbeziehung führten. Sie sind dann aber nach grossem Unglücklichsein im Ausland wieder aufgetreten. Nicht im Ausmass von vorher, aber sie waren doch wieder da. Vorallem wenn ich besonders unter psychischem Stress gelitten habe, kamen sie wieder zurück. Oft nach Streits mit meinem Ex. Ich bin nicht nur aus Heimweh wieder zurückgekommen, sondern auch deshalb, weil mein Exfreund eine andere Vorstellung von einer Beziehung hatte als ich (schade, dass wir dies erst später (zu spät) rausfanden). Für mich war das Auswandern ein riesiges JA zur Beziehung gewesen (fast sowas wie eine Verlobung) und er wollte das ganze langsam angehen. Er hat mich z. B. nie über seine finanzielle Situation aufgeklärt, das ginge ihm zu weit. Für mich wäre es aber ein Zeichen seines Vertrauens gewesen, hätte er mit mir darüber gesprochen. Es ging mir nicht ums Geld selber.

Wie kann ich denn dahinter kommen, was mir die Schmerzen bereitet?

Angefangen haben die Schmerzen in der letzten Phase meiner Beziehung zum vorletzten Freund. Ich war 3 Jahre lang unglücklich, weil er so ziemlich bindungsunfähig war und sich nicht wirklich auf mich und eine Beziehung einlassen wollte. Er konnte kaum Gefühle zeigen und zog sich immer zurück, wenn es mal darum ging. Er blockte total ab. Ich hatte totale Angst, wieder alleine zu sein (Wochenenden) und habe zuletzt die Beziehung nur noch deswegen geführt. Innerlich hatte ich mich schon abgewandt. Schliesslich konnte ich mich dann aber doch noch durchwinden, mit ihm Schluss zu machen. Die Schmerzen hatten da aber schon angefangen und gingen auch nicht weg, als ich die unglückliche Beziehung beendete. Erst ein paar Monate später, als ich eine Creme vom Unispital erhielt, gingen die Beschwerden weg. Und ich konnte sie dann auch mit der Creme unter Kontrolle halten, wenn sie ab und an wieder aufflackerten. Ich war dann 1 1/2 Jahre lang beschwerdefrei! Dann hatte ich eine Affäre mit einem Mann (ich hatte aber auch andere Affären, nur kürzere, wo nie was geschah schmerzmässig) und musste in dieser Zeit Antibiotika nehmen (wie beim ersten Mal übrigens auch schon). Und da fing dann alles wieder an.

Was soll ich nur davon halten?

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