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Alle mit Schmerzen in Scheide angesprochen

bjlPaubDlume


Wichtig! Bitte klärt ab, ob ihr unter Vaginismus leidet! Gerade, wenn die Schmerzen nur beim Einführen bestehen und nicht chronisch, sollte man das durchaus in Erwägung ziehen! Dass man krampft, bekommt man selbst normalerweise gar nicht mit, sondern nur das das daraus resultierende Brennen/Stechen und das Engegefühl. Ich weise darauf hin, weil ich jahrelang selbst nicht wusste, worunter ich leide:

[[http://www.vaginismus-awareness-network.org/]]

Da sollten dann auch alle Fragen betreffend "Schmerzgedächtnis" beantwortet werden. Wobei auch diese Seite nicht absolut uneingeschränkt zu empfehlen ist, z.B. sind die Kegel-Übungen sehr umstritten, aber sie ist die mit der größten Fülle an Informationen.

Einige Ärtze kennen Vaginismus (ich habe den Eindruck, es werden immer mehr), andere leider nicht, was mir völlig unerklärlich ist, weil die Krankheit und ihre Behandlungsmethoden eigentlich schon lange bekannt sind.

Nun hat sich vor ein paar Monaten, nachdem ich den Vaginismus fast besiegt hatte, leider ein zweites Problem dazu gesellt: Chronisches Brennen vorne in der Scheide, Haut ist rot und fühlt sich extrem aufgerieben an, mehrere Behandlungen mit Anti-Pilzcreme und Antibiotika haben nichts gebracht, und am Vaginismus kann es eben auch nicht liegen. Ich hoffe, dass sich das Ganze bessert, wenn ich die Pille wieder absetze in 5 Tagen. Meine Scheidenflora ist laut Gynäkologin sehr gut.

Für diesen Steckbrief bin ich jetzt heute ehrlich gesagt zu faul :D

b$ienex46


Hast du schon mal an Lichen sclerosus gedacht. Ich hatte auch ca. 2 Jahre Schmerzen und Brennen in der Scheide. war bei 10 Frauenärzten Professoren usw....... Bis ich an einen Hautarzt kam, der eine Biopsie machte. Ergebnis: LS

Die Anzeichen dafür sind nicht immer typische weisse Flecken sondern eher rote dünne brennende und oder juckende Haut.

bKlGa|ublu"me


@ biene46:

Ich war jetzt in der Hautklinik und habe einen Termin für einen Allergietest in ein paar Wochen, allerdings geht die Ärztin von Neurodermitits aus. Ich habe angefragt, ob man nicht noch weitere Untersuchungen machen könnte (z.B. auf Viren), aber sie meinte, ich solle jetzt erst mal abwarten (Untersuchungen sind ja bei mir auf Grund von Vaginismus nicht immer so einfach). Ich habe Cortisol bekommen, und damit sind die Schmerzen weg, wenn ich die Creme einmal pro Tag draufschmiere. Klar, keine Dauerlösung, aber das ewige Brennen ist ja auch keine...

Wenn ich wikipedia richtig verstehe, gibt man bei Liechen Scerolus eh in erster Linie Cortisol, oder? Denn das verwende ich ja bereits...

Neurodermitis kann ich mir gut vorstellen, ich hatte das als Kind schon und meine Haut reagiert immer sehr stark auf Stress; im Moment ist z.B. die Haut um den Mund herum extrem trocken und die Mundwinkel aufgerissen, obwohl ich keine Vitmaminmangelerscheiungen habe; diesen Winter dann find plötzlich die Gesichtshaut an zu schuppen, sodass ich fast verzweifelt bin (das hörte dann aber irgendwann auf).

b)lau,blumxe


Hier auch mal den Fragebogen ausgefüllt:

1. Alter

21

2. Größe und Statur (Untergewicht, Übergewicht, sehr schlank, zerbrechlich oder eher vollschlank und robust)

ziemlich schlank, aber nicht untergewichtig

3. wie lange habt Ihr schon die Beschwerden?

seit 4 Monaten

4. Wo genau könnt Ihr diese lokalisieren?

relativ weit außen an der Scheide, Schamlippen

5. Gibt es eine auffällige Hautveränderung an der schmerzenden Stelle? Rötung usw.?

Rötung

6. Sind die Beschwerden permanent oder werden sie nur durch Reizung ausgelöst? Wann wird es besser, schlechter? morgens, abends, Sex, Toilette, Anfassen, Regel...

Seit 4 Monaten permanent, allerdings habe ich noch zusätzlich Vaginismus, sodass ich schon immer ein Brennen beim Einführen von Dingen verspürt habe

Wurde schlechter, als ich eine Creme mit Harnstoff aufgetragen habe, die eigentlich gegen trockene Haut helfen sollte.

Dachte erst, es liegt an der Pille, aber das Weglassen hat nichts geholfen.

Urinieren bringt manchmal kurzzeitige Erleichterung.

Anfassen bewirkt nichts.

Regel lindert ein wenig.

7. Leidet Ihr an sonstigen Hautkrankheiten? Neurodermitis, trockene Haut, Allergien..

Allergien wurden bis jetzt nicht nachgewiesen; sehr trockene Haut, schwankt sehr stark, teilweise stellen, an denen ich mich ständig kratze oder die stark schuppen

8. Seid Ihr sehr schmerzempfindlich? Und bekommt Ihr schnell blaue Flecken?

Schmerzempfindlich: ja. Blaue Flecken: Nein.

9. Habt Ihr Immunschwächen? Sprich seid Ihr oft krank?

Ja, schon, offenbar eher schwaches Immunsystem, und ich reagiere sehr stark auf Stress, Druck etc. mit Erkältungen, trockener Haut, Kopfschmerzen, Herpes

10. Habt Ihr Magenprobleme? Wenn ja, wann und wie oft?

Nein.

11. Ist Euer Zahnfleisch desöfteren wund oder entzündet?

Eher nicht.

12. Seid Ihr kälteempfindlich?

Normal, denke ich.

13. Habt Ihr Venenbeschwerden? Sprich Krampfadern oder schwere Beine?

Nein.

14. Was ist bei Euch schon alles diagnostiziert worden? Sprich was ist bei Euch schon untersucht, gefunden oder ausgeschlossen worden? Bei welchen Fachärzten ward Ihr schon? Und welche Behandlungen habt Ihr schon über Euch ergehen lassen? Wenn es geht in Stichpunkten.

Bakterien wurden gefunden und Pilze, wurde alles behandelt ohne nennenswerten Effekt. In der Hautklinik Cortisol bekommen, das hilft. V´

15. Gibt es sonstige Krankheiten oder Beschwerden, die Ihr habt, ich aber hier nicht aufgeführt habe?

-Vaginismus

-Angsstörungen

-temporärer B12-Mangel, ist jetzt aber behoben

-Spannungskopfschmerzen, mittlerweile eher selten

16. Seid Ihr eher zerbrechlich und leicht überfordert, weinerlich oder wirft Euch so schnell nichts aus der Bahn?

Ersteres ;-)

17. Wie wirken sich die Beschwerden auf Euer Sexleben aus? Verbindet Ihr schon Sex mit Schmerz?

Naja, Sex mit Schmerz verbinde ich eh durch den Vaginismus. Ich war allerdings bei der Vaginismus-Behandlung fast am Ziel und hatte auch schon mal GV, danach kamen Panikattacken und dann das Brennen. Werde, wenn das Brennen weg ist, von vorne anfangen müssen.

18. Hattet Ihr in Eurer Kindheit irgendwelche schlimmen Erfahrungen? Scheidung der Eltern etc...

Nö.

19. Habt Ihr viel Stress? Und wie schlägt sich der bei Euch nieder? Unwohlsein, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen...

Kopfschmerzen, wenn auch seltener als früher (früher teilweise über Wochen hinweg...)

Mein Magen ist robust ^^

20. Eßt Ihr regelmäßig und trinkt Ihr genug?

Trinke meist leider deutlich zu wenig, essen regelmäßig.

21. Seid Ihr die Einzigsten in Eurer Familie die solche Beschwerden haben oder hatten?

22. Habt Ihr anormalen Ausfluss? Farbe, Beschaffenheit...

Zeitweise sehr merkwürdiger Geruch (nach Vergorenem), nicht mehr da, seit ich Coristol nehme

23. Schwitzt Ihr sehr stark? Gibt es gar Verfärbungen in der Kleidung?

Nein.

24. Habt Ihr auch Schmerzen beim oder nach dem Stuhlgang? Verspürt Ihr da ein Brennen am After?

Seit ich das Brennen habe, ständig Analfissuren, vermutlich, weil ich mehr krampfe

25. Brennt es auch beim Urinieren?

Es brennt ja immer ;-)

26. Benutzt Ihr Tampons oder Slipeinlagen?

Tampons nein, Slipeinlagen an sich ja, mittlerweile aber nicht mehr.

27. Habt Ihr eine trockene Scheide?

Ja.

28. Wie wascht Ihr Euch? Nur mit Wasser? Seife? Macht Ihr Schaum ins Badewasser?

Nur mit Wasser.

29. Tragt Ihr Synthetikunterwäsche oder Baumwolle?

An sich beides, im Moment nur Baumwolle.

b`l#auxbluxme


30: nimmst du die pille oder andere hormone (z.b. wechseljahrhormone etc)? wenn ja, welche und wie lange schon?

Mittlerweile nicht mehr, weil ich dachte, es liegt vielleicht daran, hat aber keinen nennenswerten Unterschied gemacht.

31: irgendwelche operativen eingriffe "da unten"?

Nein.

(leider kann man hier Beiträge offenbar nicht nachträglich editieren)

und Nachtrag: Harnröhreninfekt wurde auch ausgeschlossen.

V3aWbegnex1*


Hallihallo, ich habe mir erst heute einen Login verschafft, schreibe überhaupt zum allerersten Mal in einem Forum. Ich glaube so glücklich wie heute war ich lange nicht mehr!

Der Grund ist: Ich hatte jahrelang (so ca. 12) ähnliche Probleme und in den letzten Tagen und vor allem mit Hilfe dieses Threads habe ich glaube ich den Grund dafür entdeckt.

Und mit einem Mal ist es wie weggeblasen!

Dazu muss ich sagen, dass es bei mir nie so schlimm war, wie es einige von Euch beschreiben, aber ich hatte ständig ein Unwohlsein, Brennen, manchmal Stechen, meistens zwischen den Schamlippen, manchmal spannte auch die Klitoris. Es fühlte sich permanent wund an. Und vor allem, ich habe immer gedacht, da muss doch Was sein. Irgendwas, was niemand entdecken kann, ein Virus, Bakterien, eine Allergie, was auch immer!

Einen Tampon einführen ging, die Untersuchung beim Arzt konnte ich auch mit ein bisschen Durchhalten überstehen (hab eben gedacht, es ist normal, wenn es ziept und brennt), aber Sex hatte für mich immer auch mit Schmerz zu tun. Auch wenn ich Lust hatte, und es mal wieder probieren wollte, war immer der Gedanke dabei "Was ist, wenn es wieder weh tut?" Und: "Warum bin ich nicht normal, warum kann ich es nicht einfach so genießen?"

Ich muss dazu sagen, dass meine Partnerschaft seit Ewigkeiten hält, wir haben schon viele Dinge gemeinsam überstanden und uns war beiden klar, dass wir auch dieses Problem gemeinsam überstehen würden. Aber so langsam kommen wir in das Alter, in dem man über Kinder nachdenkt, und wir wünschen uns ein Kind. Nicht sofort, aber wohl in den nächsten Jahren. Nur in meinem Hinterkopf pochte es immer, und ich dachte, wie soll ich denn in diesem Zustand ein Kind bekommen?

Ich fühlte mich einfach irgendwie krank, nicht vollständig. Oder besser gesagt: Ich traute es meiner Vagina nicht zu, auch noch eine solche Hürde zu nehmen.

Und der Sex war seit langer Zeit für uns beide eher enttäuschend. So sehr, dass wir jetzt seit ca. 8 Monaten pausieren. Und auch vorher war es eher sporadisch, ich habe abgeblockt und er hat sich dann auch irgendwann zurückgezogen. Wenn wir es mal versucht haben, dann habe ich immer schon Schmerzen erwartet, oder besser gesagt hatte Angst davor. Und für ihn war es auch schlimm, denn er wollte mir ja nicht weh tun.

Es ging sogar so weit, dass ich an eine Weltverschwörung gedacht habe, wenn ich lustverzerrte Gesichter in gewissen Telefonsex-Hotlines im Fernsehen gesehen habe, für mich war das ein Ausdruck von Schmerz, und ich habe gedacht: "Was ist, wenn es allen Frauen eigentlich weh tut? Und sie es nur aus Konvention über sich ergehen lassen?"

Bei mir fing es glaube ich schon sehr früh an. Ich weiß, dass ich bei meinem ersten Frauenarzt-Besuch direkt über Brennen und Ziepen gesprochen habe und prompt Pilz-Mittel bekommen habe. Das hat sich dann über Jahre so hingezogen, allerdings wurde es nie so schlimm, dass ich wie manche hier mehrere Operationen über mich ergehen lassen, Antibiotika nehmen musste oder mich für teures Geld hätte impfen lassen. Wenn mir ein Arzt eine Diagnose gestellt hätte, hätte ich es sicherlich getan, verzweifelt genug war ich. Aber irgendwann habe ich es auch schleifen lassen. Gott sei Dank bin ich nicht auf Ärzte gestoßen, die einfach so Pilzmittel mitgaben, sondern erst getestet haben und meistens war die Diagnose halt eben unauffällig. Und so hat es meist bis zur nächsten Routine-Untersuchung gedauert, bis ich es wieder angesprochen habe. Den Alltag konnte ich auch so bestreiten, und wenn ich abgelenkt war, war es auch nicht so schlimm.

Nun habe ich etwa seit einem Jahr gedacht: 'So kann es doch nun nicht weitergehen? Soll ich das nun mein Leben lang mit mir rumschleppen?" Ich bin zu einer Hautärztin gegangen. Und sie war die erste, die mal einen äußerlichen Abstrich nahm, und sie fand Darmbakterien. Erstmals dachte ich, jetzt hast Du endlich die Ursache. Sie verschrieb mir eine antibakterielle Salbe und sagte, damit müsse es weggehen. Ging es auch, am Anfang, und dann kam es wieder. So war es übrigens immer. Immer wenn ich dachte, mir sei geholfen, wurde es besser. Aber eben nicht für lange. Im Nachhinein ein ganz schöner Hinweis auf das, was ich jetzt weiß.

Und den letzten Anstoß gab mir dann der Besuch bei einer ganzheitlichen Frauenärztin, von der ich mir sehr viel versprach, die mich dann aber so von oben herab behandelte, dass ich mich noch nie so schlecht gefühlt habe. Sie hat auf meinen Fragebogen geguckt, mich angeguckt, gelesen dass ich Raucherin bin und gesagt, dass sie mir schon am Mundwinkel ansieht, dass ich Vitamin B-Mangelerscheinungen hätte, alle Schleimhäute davon betroffen seien und ich möglichst mit dem Rauchen aufhören solle, am besten mit ihrer Hilfe, sie hätte da Akkupunktur im Angebot. Außerdem sei meine Hose (eine ganz normale Jeans) viel zu eng. Bei der Untersuchung hat sie mir noch eine HPV-Test aufgeschwatzt, obwohl ich mehrmals nachgefragt habe, wo ich mich hätte anstecken können, da mein Freund und ich keine anderen Partner voreinander gehabt haben und keiner von uns jemals fremdgegangen ist. Ihre Antwort: "Das weiß ich doch nicht!" Dann hat sie mir noch ein Vitamin B Präparat angedreht (von Amway, erst danach habe ich herausgefunden, was das für eine Geldmache ist, ihr Spruch war: "Das kriegen Sie in keiner Apotheke.") und ich bin mit einer Rechnung von 80 Euro entlassen worden. Weil mich das schon in dem Moment so geärgert hat habe ich darum gebeten, nochmal zu ihr rein zu dürfen, ich habe ihr gesagt, dass ich mich abgezockt fühle und mit ihr darüber sprechen müsse, sonst würde ich kein weiteres Mal erscheinen.

Sie hat mich zurechtgewiesen, dass ich den Praxis-Ablauf störe und doch wohl alle einigermaßen zivilisierten Frauen wüssten, wie man sich zu kleiden hätte, wenn sie nicht gerade aus dem Dschungel kämen. Dann hat sie aber eingelenkt und gesagt, wir würden das in den Griff bekommen, wir müssten halt alles ausschließen, was die Ursache sein könnte und sie würde mich gerne in der nächsten Woche wiedersehen, wenn sie die Ergebnisse hat.

Ich war einigermaßen besänftigt, dachte, naja, kann ja wohl doch nicht schaden, es mal untersucht zu haben und wer weiß, vielleicht liegt ja da die Ursache. Und fing an, die Vitamin-Präparate zu nehmen.

Beim nächsten Termin war ich enigermaßen gespannt, sie sagte mir das ich vollkommen gesund sei und fing merkwürdigerweise an, über meinen Kinderwunsch zu sprechen. Ich glaube, sie hatte schon vollkommen vergessen, über was wir in der Woche davor geredet hatten. Als ich sagte, mein Kommen hätte doch eigentlich einen anderen Grund gehabt, ging sie dann endlich darauf ein:

Sie sagte mir ich soll weiter Vitamin B nehmen und ansonsten den unauffälligen Befund als Anlass nehmen, in mich hineinzuhorchen. Das einzige, was man nun noch tun könne, wäre den Urin und das Sperma meines Freundes zu untersuchen, und ansonsten müsse man über eine Paartherapie nachdenken, vielleicht lehne ich meinen Freund unbewusst ab. Sie hätte schon viele Patientinnen gehabt, bei denen jahrelange Beschwerden nach einer Trennung plötzlich weg waren. Und es sei ja auch komisch, dass er bereit ist so lange auf Sex zu verzichten, während ich so vor mich hin somatiere. Was für ein Urteil!

Das habe ich natürlich nicht gerne gehört und ich war schon auf der Suche nach einer weiteren möglichen Ursache. Aber irgendwie wollte ich auch resignieren und vor allem wollte ich niemanden mehr an meine "Problemzone" ranlassen.

Vor ein paar Tagen habe ich dann diesen Thread gefunden, und ich habe alles von Anfang an gelesen. Vor allem die Entwicklung bei Andrea und Chanem hat mir die Augen geöffnet.

Ich weiß, dass meine Beschwerden (mein Freund und ich hatten sogar ein Wort dafür!) lange nicht so schlimm waren, wie das was viele von Euch durchmachen. Und richtige Entzündungen und einen richtigen Pilz hatte ich scheinbar nie, aber wenn mein Bericht nur einigen weiterhilft, ist es ja schonmal was. Als ich den Thread eben nochmal rausgesucht habe, schienen mir bei so vielen Diskussionsthemen vielleicht welche dabei zu sein, die in einem anderen Stadium möglicherweise das Gleiche haben wie ich.

Nun zu dem, was ich an mir festgestellt habe:

Ich bin ein Mensch der viele Verspannungen hat. Bei Stress ziehts bei mir irgendwann im Nacken, und wenn ich darauf achte, merke ich, dass ich die Zähne zusammenbeiße, ganz unwillkürlich. Und so ist es wohl auch im Intimbereich. Ich gehe unglaublich selten auf Toilette. Ich scheine irgendwann in meinem Leben damit begonnen zu haben, meine Scheide ständig zusammenzukneifen (das ist wohl das, was man unter Vaginismus versteht, und im Nachhinein erinnere ich mich, dass ich manchmal so etwas wie einen innerlichen Krampf gemerkt habe, wenn ich Lust auf Sex hatte oder wir kurz davor waren, ich dachte das wäre normal und dass dabei die Feuchtigkeit entsteht).

Nun versuche ich, immer darauf zu achten, dass ich locker lasse, und siehe da, ich merke jedes Mal, dass ich sie wieder hochgezogen habe. Es ist sogar so, dass ich beim locker lassen das Gefühl habe, sie stülpt sich nach außen, so ungewohnt ist das.

Ihr glaubt gar nicht, wie ich durch die Straßen laufe, ich komme mir vor wie ohne Höschen.

Wenn es anfängt zu kribbeln sage ich mir: "Du bist gesund, Deine Vagina ist gesund" und es hört sofort auf. Das ist doch Wahnsinn!

ch denke erst richtig angefangen hat es als ich begann zu denken, dass bei mir irgendwas nicht in Ordnung ist, als ich die ersten Pilzmittel nahm und anfing, mir ständig irgendwelche Salben zu besorgen und auf der Suche nach einer medizinischen Lösung war. Außerdem kam natürlich hinzu, dass ich sauer auf mich war, dass ich bzw. sie nicht so funktionierte, wie wir sollten, und dass ich mich immer mehr unvollständig, unsexy und unweiblich fühlte.

Dazu kam die Sorge, mich und ihn zu enttäuschen, und natürlich auch, dass unsere Partnerschaft vielleicht wirklich nicht richtig für uns ist und wir uns das einfach nicht eigestehen können, weil wir uns so sehr lieben. (Fortsetzung folgt)

Vdabenxe1*


(Fortsetzung)

Mein Gott, wenn das so weitergeht! Was für eine Erkenntnis! Nach so vielen Jahren.

Ich bin wirklich auf Wolke 7. Ich hoffe, Ihr fühlt Euch nicht verhöhnt, so viel Positives zu hören. Aber ich kann nicht anders.

Ich war sicherlich kein schwerer Fall, und bin vielleicht auch noch nicht übern Berg, aber ich fühle mich so befreit. Ich kann verstehen, dass andere ganz andere Dinge aufzuarbeiten haben, und bei vielen liegen die Ursache vielleicht viel tiefer. Ich weiß, dass es Krankheiten gibt, die man nicht "selbst ausbrütet" und für die man ärztliche Hilfe braucht. Und meine Botschaft ist sicherlich nicht, dass Ihr selber schuld seid, oder nur mal locker lassen müsst.

Jedenfalls drücke ich Euch allen die Daumen, jeder hat ein Recht auf ein erfülltes (Sex)Leben!

Und ich danke Andrea und Chanem, ich hoffe es geht euch Mädels gut!

PS: Ach so, und so einen Dilatoren bzw. kegel exercizer (wie auf der Vaginismus-Seite beschrieben) hab ich auch, weil ich eine Zeit lang dachte, meine Beckenbodenmuskeln seien zu schwach. Heute weiß ich, sie sind zu stark! Also, bitte nur zum sich selbst kennenlernen benutzen, zum ausprobieren, was der Körper zulässt und was nicht, und nicht zum schmerzhaften Trainieren, damit man sich doch bitte endlich dehnt. Und erst recht nicht damit rumlaufen und ihn immer wieder hochziehen, das trainiert ja nur noch zusätzlich!

Und die Frauenärztin, die mir auf so unverschämte Weise doch irgendwie die Augen geöffnet hat, wahrscheinlich sogar als Trotzreaktion auf ihr Urteil über meine Beziehung, heißt Friederike Gaudig!

M!imixko


1. Alter: 21

2. Größe und Statur (Untergewicht, Übergewicht, sehr schlank, zerbrechlich oder eher vollschlank und robust) :

1,58 m, 57 kg, kein Übergewicht, starke Kurven, viel Fett an Brüsten und Bauch

3. wie lange habt Ihr schon die Beschwerden?: Seit c.a. 5 Jahren immer mal wieder

4. Wo genau könnt Ihr diese lokalisieren? : Scheideneingang aufgerissen

5. Gibt es eine auffällige Hautveränderung an der schmerzenden Stelle? Rötung usw.? Aufgerissene Haut, Blut

6. Sind die Beschwerden permanent oder werden sie nur durch Reizung ausgelöst? Wann wird es besser, schlechter? morgens, abends, Sex, Toilette, Anfassen, Regel...: Durch Sex werden sie ausgelöst, schlimmer durch urinieren

7. Leidet Ihr an sonstigen Hautkrankheiten? Neurodermitis, trockene Haut, Allergien..: Milbenallergie

8. Seid Ihr sehr schmerzempfindlich? Und bekommt Ihr schnell blaue Flecken? : Sehr schnell blaue Flecken, aber schmerzempfindlich gar nicht

9. Habt Ihr Immunschwächen? Sprich seid Ihr oft krank? : Ja, ich bin oft krank

10. Habt Ihr Magenprobleme? Wenn ja, wann und wie oft? : Eher weniger

11. Ist Euer Zahnfleisch desöfteren wund oder entzündet? : Nein

12. Seid Ihr kälteempfindlich? : Sehr

13. Habt Ihr Venenbeschwerden? Sprich Krampfadern oder schwere Beine? : Nur einige Besenreißer

14. Was ist bei Euch schon alles diagnostiziert worden? Sprich was ist bei Euch schon untersucht, gefunden oder ausgeschlossen worden? Bei welchen Fachärzten ward Ihr schon? Und welche Behandlungen habt Ihr schon über Euch ergehen lassen? Wenn es geht in Stichpunkten. :

- Pille als Ursache: Teils bestätitgt, deutlich besser geworden

- Hormoncremes (Östrogene) helfen nicht

- Vagisan hilft nicht

- Deumavan hilft nicht

- MultiGyn ActiGel – Lindert das Brennen in der Scheide

- Pilzinfektion: Häufig der Fall, dann immer KadeFungin, nicht immer Besserung

- Die beste Behandlung durch NystaLocal, bis die nächste Infektion kommt

15. Gibt es sonstige Krankheiten oder Beschwerden, die Ihr habt, ich aber hier nicht aufgeführt habe? : PCO Syndrom, starken Eisenmangel, Nasennebenhöhlen oft entzündet

16. Seid Ihr eher zerbrechlich und leicht überfordert, weinerlich oder wirft Euch so schnell nichts aus der Bahn?: Zerbrechlich, oft depressiv

17. Wie wirken sich die Beschwerden auf Euer Sexleben aus? Verbindet Ihr schon Sex mit Schmerz?: Ich habe trotzdem Sex, aber jedes Mal regen mich die Schmerzen auf. Deutlich vermindert wenn Schmerzen (1 x die Woche), wenn ich keine Schmerzen habe mehrfach pro Tag

18. Hattet Ihr in Eurer Kindheit irgendwelche schlimmen Erfahrungen? Scheidung der Eltern etc...: Ja – Mobbing, zerrüttete Familie, Prügel

19. Habt Ihr viel Stress? Und wie schlägt sich der bei Euch nieder? Unwohlsein, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen...: Kein Stress, nur psychisch Probleme (Kopfschmerzen auch deswegen)

20. Eßt Ihr regelmäßig und trinkt Ihr genug? : Ja, ich esse regelmäßig, aber trinke eher wenig

21. Seid Ihr die Einzigsten in Eurer Familie die solche Beschwerden haben oder hatten? : Ja

22. Habt Ihr anormalen Ausfluss? Farbe, Beschaffenheit... : Normalen Ausfluss

23. Schwitzt Ihr sehr stark? Gibt es gar Verfärbungen in der Kleidung?: Ja, ich schwitze extrem stark, weiße Ränder an Kleidung

24. Habt Ihr auch Schmerzen beim oder nach dem Stuhlgang? Verspürt Ihr da ein Brennen am After?: Öfters, ja, mit Blut

25. Brennt es auch beim Urinieren?: Öfters

26. Benutzt Ihr Tampons oder Slipeinlagen?: Slipeinlagen selten, Tampons gar nicht

27. Habt Ihr eine trockene Scheide?: Öfters

28. Wie wascht Ihr Euch? Nur mit Wasser? Seife? Macht Ihr Schaum ins Badewasser? – Mit Duschgel

29. Tragt Ihr Synthetikunterwäsche oder Baumwolle? : Beides, aber eher Baumwolle

VQabden=e1x*


Ach so, und falls Ihr Euch angesprochen fühlt, oder Euch wieder erkennt.

Was ich seit einiger Zeit mache:

Ich nehme diese Vitamin B Komplex-Tabletten, täglich eine.

Ich nehme 6-8 Tropfen Grapefruitkernextrakt in Wasser oder am besten etwas süßem aufgelöst, täglich einmal.

Ich versuche mich luftig zu kleiden, vor allem jetzt im Sommer.

Ich benutze auf Anraten meines vorherigen Frauenarztes, der ansonsten recht ratlos war, seit einigen Monaten keine Tampons mehr, weiß aber nicht ob das jeder zu empfehlen ist.

Ich versuche ständig darauf zu achten, dass ich nicht verkrampfe.

Und ich sage mir ständig, dass ich vollkommen gesund bin und rede mir ein, dass weder etwas zuviel an oder in mir ist noch dass mir etwas fehlt.

Und seid bitte wirklich skeptisch, was die ganzen Pilzmittel angeht und nehmt sie nicht vorschnell ein, bei den meisten hat der Teufelskreis ja damit angefangen!

ArnNdrZea8x0


Hallo Vabene,

Dein Beitrag hat mich fast Weinen lassen vor Glück. Ich bin Dir so dankbar dass Du diesen ausführlichen positiven Bericht hier in den Thread geschrieben hast. Das wird hoffentlich viele Frauen ermutigen auch nicht mehr die Ursache außerhalb zu suchen sondern in sich.

Diesen ganzen Beitrag zu lesen, ist zwar wirklich mittlerweile eine etwas längere Beschäftigung, aber auch ich rate jedem dazu, der WIRKLICH heil werden möchte. Ich sage das deshalb, denn viele benutzen auch ihre Krankheiten weil sie sie brauchen. So abstrus das auch klingt. Manche rennen von einem Arzt zum anderen, aber tief im Inneren/Unbewusstem wollen sie gar nicht gesund werden. Sie halten fest. Auch mir ging das teilweise so. Hinter Krankheiten kann man sich ja auch sehr gut verstecken und man buhlt unbewusst nach Aufmerksamkeit – befindet sich somit im Zustand des sogenannten "Armen Ich's"..

Ich bin so froh dass es Dir gelungen ist, Heilung zu finden. Auch ich bin noch immer schmerzfrei. Und das jetzt schon seit 7 Jahren!!! :)= Und ich habe es nur geschafft durch Erkenntnis – genau wie Du! Es ist mit jedem anderen Schmerz genau das Gleiche. Und immer wenn sich etwas neues in meinem Leben einschleicht, dann frage ich mich: "Was bedrückt Dich"... Der Vaginalschmerz klopft auch immer mal wieder an, wenn mein Imunsystem gerade mal schwächelt, ich verkrampft dagegessen habe oder es sehr stressig ist, aber das ist für mich mittlerweile kein Problem mehr. Ich schmiere dann einfach Multigyn Actigel drauf und nach 5 Minuten habe ich Ruhe.

Es ist viel einfacher wenn man weiß, man ist für alles selbst verantwortlich. Kein Rumirren mehr, man muss sich nicht mehr auf Andere/Ärzte verlassen müssen dass die irgendwann mal mit dem Wundermittel ankommen.... Ich hatte über 14 Jahre diese Beschwerden und habe davon 8 Jahre lang intensiv Ärzte aufgesucht und wer weiß nicht alles probiert. 2004 war mein Jahr. Ich war verzweifelt, dem Tod näher als dem Leben und das einzige was mir noch blieb war ich selbst. Und genau das war der größte Fund meines Lebens. 2004 habe ich gesehen, dass immer ich für alles verantwortlich war in meinem Leben (auch wenn es mir natürlich schon teilweise sehr schwer fiel das einzugestehen) aber es war meine Chance. Seitdem bin ich geheilt und ich wünsche es jedem hier der nach einer Antwort und Heilung sucht.

Vabene, ich drück Dir ganz fest die Daumen, dass Du Deine Erkenntnisse nie verlierst. Denn sobald man sich wieder unbewusst in seinen Mustern befindet, verblassen diese oft schneller als man denkt... (schreib sie Dir UNBEDINGT auf!!!) Doch je mehr Du Dich mit dem Thema Selbstfindung bewusst befasst, desto besser für Dich. Denn das wirkt auch positiv auf alle anderen Bereiche Deines Lebens. Ich habe diesen Pfad auch für längere Zeit mal verlassen und habe mich gewundert, warum ich ständig erst Magenschmerzen und dann Rückenprobleme hatte die nicht weggehen wollten. Erst seitdem ich meinen Weg von damals wieder beschreite ist alles fast wie weggeblasen. Und das obwohl ich erst seit 2 Wochen wieder dabei bin.

Alles Gute und genieße Deine Erkenntniswelle. Das ist wahrhaft berauschend... :)z

V4abeOne1x*


@ Andrea80

Liebe Andrea,

ich bin froh, dass Du meinen Bericht gelesen hast, denn ich habe Dir wirklich viel zu verdanken.

Und wollte so sehr, dass Du davon erfährst. *:)

Schön, dass Du wieder auf Deinem Pfad der Selbsterkenntnis wandelst.

Was es mir so schwer gemacht hat, zu begreifen, war, dass es sich wirklich wie ein "Störfaktor" angefühlt hat, etwas was da nicht hingehört. Ich weiß bis heute nicht, ob nicht doch auch die Vitamin B-Tabletten mein Problem gelöst haben und ich das Ganze nur auf mein neues Selbstwertgefühl projiziert habe. Trotzdem profitiere ich sehr davon, und ich gebe es nicht mehr her. Es ist einfach so wichtig, nicht mehr nach irgendeinem Eindringling zu suchen und sich selbst als gesund anzuerkennen (was natürlich bei akuten Beschwerden nicht leicht ist). Ja, Du hast recht, man kann sich hinter einer Krankheit verstecken. Aber wohl fühlt man sich in seinem Versteck nicht!

Man muss wieder Vertrauen in sich gewinnen, und nicht von vorneherein annehmen, dass eine Infektion auf die andere folgen muss. Leider sehe ich hier überall im Internet so viele Beiträge, bei denen ich ein ähnliches Problem vermute. Und ich möchte ihnen allen die Augen öffnen. Obwohl es ja inzwischen sogar Foren für Vulvodynie, Vestibulitis und Ähnliches gibt, rennen die meisten doch irgendwie von einer Pilzbehandlung zur nächsten, benutzen das Zeug auch, wenn ein Abstrich unauffällige Ergebnisse zeigt etc.

Vor allem die ganzen ausgefüllten Fragebögen (und sie werden ja immernoch fleißig ausgefüllt) von den verzweifelten jungen Mädchen, die alle angaben, Sex habe für sie vor allem mit Schmerz zu tun, hat mir bewusst werden lassen, dass es auch für mich so war, und dass darin vielleicht eine Ursache dafür besteht, warum die Vagina sich einfach immer mehr in sich zurückzieht, weil sie missverstanden und von uns selbst zum funktionieren gezwungen wird.

Ich jedefalls bin inzwischen der Meinung, dass es einfach Unfug ist, wenn junge gesunde Frauen davon ausgehen und es eingebläut bekommen, dass alles mögliche eine ständige Gefahr darstellt, dass ihr hormonelles oder vaginales Gleichgewicht aus den Fugen gerät.

Man muss sich doch einfach mal vorstellen, was für Selbstheilungskräfte ein Schleimhaut hat.

Ich verstehe echt nicht, warum uns das nicht allen von Anfang an klar ist.

jedenfalls freut es mich, dass Du meinen Beitrag gelesen hast, und vielleicht hast Du ja Lust, in die Vagina-Dialoge in diesem Forum zu kommen. Dort tausche ich mich mit Springchild aus. Inzwischen sind auch andere dazugekommen. Es gab ein bisschen Streit, aber die Wogen glätten sich gerade. Mir jedenfalls tut es gut, so offen über das Thema Sexualität und Schmerzen zu reden. Es ist zwar nicht mehr ganz Dein Thema, aber interessieren könnte es Dich ja vielleicht trotzdem, und ich denke, Du hättest uns vor allem im Bezug auf die Selbstwahrnehmung viel zu sagen.

Liebe, liebe Grüße @:)

Sktel|la80


Grundsätzlich habt ihr sicher recht, die Psyche spielt eine große Rolle ABER

Ich jedefalls bin inzwischen der Meinung, dass es einfach Unfug ist, wenn junge gesunde Frauen davon ausgehen und es eingebläut bekommen, dass alles mögliche eine ständige Gefahr darstellt, dass ihr hormonelles oder vaginales Gleichgewicht aus den Fugen gerät.

Man muss sich doch einfach mal vorstellen, was für Selbstheilungskräfte ein Schleimhaut hat.

Mit hormoneller Verhütung hat die Schleimhaut diese Selbstheilungskräfte eben in manchen Fällen nicht mehr, weil schlicht und einfach die nötigen Hormone dafür fehlen. Deshalb stellt auch alles mögliche eine Gefahr für sie dar. Eine Frau, die hormonell Verhütet, befindet sich eben nicht im "Normalzustand". Die Pille hat den Frauen manche Freiheit gebracht, vielleicht hat diese Freiheit aber auch ihren Preis ???

Die wenigsten Professoren sind übrigens der Ansicht, dass es sich bei Vulvodynie und Co. um eine psychische Erkrankung handelt. Leider kennen sich im deutschsprachigen Bereich nur wenige Ärzte damit aus.

Bevor nicht alle körperlichen Ursachen für ein solches Problem ausgeschlossen wurden, sollte man deshalb nicht verallgemeinernd alles auf die Psyche schieben.

Voa?beFnex1*


Liebe Stella:

Nein, sicher nicht. Aber wir können ja nur das berichten, was uns geholfen hat. Entschuldige bitte die Verallgemeinerung. Ich bin wie Du nicht der Meinung, dass Vulvodynie eine psychische Ursache hat. Aber das, was sie in einem verursacht, sind schon psychische Probleme, und zwar nicht zu knapp. Und dazu gehört eben dieses seinem Körper nicht mehr vertrauen, nicht mehr auf ihn hören und ihn insgeheim verteufeln, dass er nicht so will, wie man selber.

Mit der Problematik der hormonellen Verhütung hast Du sicher recht, Stella. Das wollte ich nicht anzweifeln. Sie ist für die Ärzte sehr lukrativ, aber die ewigen Pilzmittel eben auch. :(v

Wird allerdings keine Auffälligkeit im Scheidenmilieu gefunden, ist der PH-Wert ok und genügend Döderleins vorhanden, dann ist es fatal, weiter mit solchen Mitteln zu behandeln und es muss nach einer anderen Ursache gesucht werden. Genau das machen ja Professoren wie Herr Mendling. Und deswegen ist es mir eben so wichtig, dass man bzw. frau aufhört ohne Befund weiter frei verkäufliche Pilzmittel zu benutzen und sich damit in einen Teufelskreis hineinlaviert, der nicht einfach zu durchbrechen ist, wenn man erstmal drin ist.

Tut mir nochmal leid für die Verallgemeinerung!

LG

Sttel/la8x0


Kein Problem ;-) , ich bin beim Thema Psyche und Scheidenprobleme etwas empfindlich. Bei mir wurde nämlich jahrlang von verschiedenen Gynäkologen alles auf die Psyche geschoben und zwar OHNE dass jemals eine ordentliche Diagnostik durchgeführt wurde. Genausowenig kam von ärztlicher Seite ein Hinweis auf Zusammenhänge mit hormonellen Verhütungsmitteln.

Wenn ich nicht irgenwann an einen kompetenten Dermatologen geraten wäre, würde ich wohl heute noch glauben, dass mit meiner Beziehung was nicht stimmt oder ich sonst irgend welche tiefgreifenden Probleme hätte.

Der Teufelskreis mit der Selbstmedikation entsteht ja häufig erst dadurch, dass die Frauen von ihren Gynäkologen keine Hilfe bekommen, nicht ernstgenommen werden oder eben als psychisch labil/krank bezeichnet werden. Von den Gyns, die Vaginaltherapeutika ohne Abstrich verschreiben will ich gar nicht erst reden :(v

VVabenne1*


Ja, das kann ich gut verstehen. Als ich zum ersten Mal der Sache richtig auf die Spur kommen wollte, habe ich mir extra eine ganzheitliche Gynäkologin rausgesucht, und das war die beschissenste Ärzte-Erfahrung meines Lebens. Gott sei Dank hatte ich nie so schreckliche Beschwerden wie einige andere Frauen. Deswegen habe ich es immer nur bei der Routine-Pillenvergabe-Untersuchung angesprochen. Aber das meiste, was ich zu hören bekommen habe war Unfug. Und man beginnt ja eh, an sich und dem Sinn oder Unsinn seiner Partnerschaft zu zweifeln.

Ich bin auch froh, dass ich des Tipp der Ganzheitlichen nicht befolgt habe. Denn sie meinte, nach einer möglichen Untersuchung des Urins und des Spermas meines Freundes als letzte Ursache (sie wusste übrigens, dass wir schon 6 Monate gar nichts mehr miteinander hatten) würde uns wenn überhaupt nur noch eine Paartherapie helfen. Bei den meisten würden allerdings die Beschwerden erst nach eine Trennung verschwinden. Blöde Kuh!

Bei mir war es scheinbar auch der Vitamin B Mangel, da hatte sie wohl recht, das muss ich zugeben. Trotzdem ist es schon ziemlich ätzend, was Ärzte mit so einfach daherformulierten Thesen alles ausrichten können. Ich habe den Eindruck, dass die meisten mit solchen Beschwerden gut daran tun, nicht nur auf Frauenärzte zu hören, und das, was diese mit einem machen immer wieder parallel mit einem Hausarzt zu besprechen.

Liebe Grüße

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