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Alle mit Schmerzen in Scheide angesprochen

Aln'drexa80


Liebe Stella,

ich kann so gut verstehen, dass Du sehr wahrscheinlich es nicht mehr hören kannst, wenn irgendjemand von Psyche spricht. Vielleicht sollten wir es auch einfach Seele nennen. Denn nichts anderes ist es.

Ich kann mich noch so gut an meine Einstellung von damals erinnern. Je mehr mir sagten, "Du musst zur Psychotherapie", "die hat ein psychisches Problem", desto mehr habe ich zu gemacht. Ich war so wütend auf die Ärzte, weil sie mir damit zu verstehen gaben, dass sie mir nicht helfen wollten und ihre Verantwortung einfach mal abgaben. Als ich diesen Thread hier eröffnet habe war ich noch ganz extrem gegen jede Einstellung die auch nur das Thema leicht berührt hat. Ich habe so gekämpft dagegen und auch allen Mädels hier gesagt, sie sollen sich bloß nicht einreden lassen, dass das irgendwas mit uns selbst zu tun haben könnte...

Auch ich habe spezielle Ärzte auf meiner langen Liste stehen die sich ausschließlich mit diesem Thema befassen. Es gibt regelrechte Vulvodynie-Sprechstunden. Das Problem ist, selbst die haben keine wirkliche Lösung. Sie sagten mir zwar es wäre nicht psychosomatisch (sicherlich um nicht zu riskieren dass ich gleich wieder abhaue), aber warum gaben sie mir dann Psychopharmaka? Sie meinten die Nerven in der Scheidengegend sollten beruhigt werden... ahso...

Jedenfalls möchte auch ich nicht verallgemeinern. Jeder muss seinen Weg selber gehen. Doch wichtig ist, wenigstens die Möglichkeit zuzulassen, dass es vielleicht doch an einem selbst liegen könnte. In allergrößter Not kann das die letzte Rettung sein. Ich habe mich selbst lange dagegen gewehrt, weil ich einfach noch nicht bereit war die Verantwortung dafür zu übernehmen. Ich bin letztlich aber froh über all die Stimmen von damals, die mir das immer gesagt haben. Der Weg nach innen war mein allerallerletzter Versuch den ich in größter Verzweiflung damals gestartet habe... und ... er war genau der richtige... – ganz ohne Pillen, Cremes, OP etc...

Alles Gute und schnelle Heilung!!!!

Andrea

SLtell\aP8x0


Hallo Andrea,

schön, dass du die Lösung für deine Probleme gefunden hast.

Bei mir wurde ein Ekzem (Neurodermitis) diagnostiziert. Wenn ich eine Cortisoncreme verwende bin ich komplett beschwerdefrei. Lt. Hautarzt war meine Haut durch die ganzen Lokaltherapeutika und die hormonelle Verhütung so kaputt und geschwächt, dass das Ekzem eben an dieser schwächsten Stell ausbrechen konnte.

Wenn einer der vielen Gynäkologen bei denen ich in der ganzen Zeit war, mich richtig untersucht und ernstgenommen hätte (statt sinnlos Lokaltherapeutika zu verschreiben und zu versuchen meine Seele oder Psyche zu therapieren) oder mich wenigstens an einen kompetenteren Kollgen überwiesen hätte, wäre die Haut gar nicht erst so geschädigt worden.

Ich würde nie bestreiten, dass körperliche Erkrankungen psychische Folgen haben können und umgekehrt. Nur leider haben weder die Analyse meiner "Seele" noch irgendwelche Entspannungstechniken, Yoga, Sport, Beziehungsanalysen, Jobwechsel etc. mich irgendwie weitergebracht. Eher im Gegenteil.

Deshalb **muss an erster Stelle eine ordentliche Diagnostik aller möglicher körperlicher Ursachen für ein Problem stehen. Und erst wenn die nichts ergibt, kann man an ein seelisches Problem denken.**

Neurologische Erkrankungen werden übrigens häufig mit Psychopharmaka behandelt. Das hat dann aber nichts damit zu tun, dass die Seele des Menschen geschädigt ist sondern die NERVEN in dem betroffenen Bereich. Bei Vulvodynie können sich z.B. duch falsche Lokalbehandlungen, Schmerzen etc. schmerzleitende Nervenfasern vermehren. Das erkennt man aber nur bei einer Biopsie, die in den wenigsten Fällen gemacht wird. Es gibt also durchaus körperliche Anzeichen, man muss sie nur finden wollen.

Viele Grüße

VOabenAe1*


Liebe Stella,

toll, dass Du so einen guten Dermatologen gefunden hast. Und Ihr habt zusammen die Lösung für das Problem. Dies ist sicherlich vor allem durch das Absetzen der Pille erreicht worden. Die Cortison-Creme kann doch nur eine Übergangslösung gewesen sein?

Auch ich war bei mehreren Hautärzten, und sie haben mir alles Mögliche diagnostiziert:

Der erste sagte, dass sei ein Exzem, ich sei von meinem ganzen Erscheinungsbild ein atropischer Typ (habe ich damals nicht verstanden), so etwas könne an allen Körperöffnungen erscheinen und ich würde mein Leben lang damit zu tun haben. Das Einzige, was er mir raten konnte, war, auch beim Duschen den Bereich nicht mit Seife in Berührung kommen zu lassen und ihn nach dem Duschen an der Luft trocknen zu lassen. Der zweite hat an mir eine "Schrumpfflechte" erkannt, gesagt, damit würde ich mein Leben lang zu tun haben und eine Östrogen-Salbe verschrieben.

Die dritte hat in den kleinen Hautfalten zwischen den Schamlippen Darmbakterien entdeckt und mir antibakterielle und entzündungshemmende Salben und Sitzbäder mit Kaliumpermanganat verschrieben.

Bei keinem der Ärzte war ich allerdings länger in Behandlung, deswegen kann man ihnen vielleicht keinen Vorwurf machen. Ich war zu jung und schämte mich zu sehr, mit diesem Problem ein zweites und drittes Mal bei ihnen aufzutauchen.

Um eine wirkliche Diagnose zu erhalten, müssen sowohl Patient als auch Arzt am Ball bleiben

und dürfen nicht an ihren ersten Eindrücken festhalten, wenn die Behandlung ihrer angenommenen Ursache keine Wirkung zeigt. Dies ist aber meistens sehr schwer für Ärzte.

Dass etwas an der Pille liegen könnte habe ich tatsächlich noch nie von einem Arzt gehört, nur eine Augenärztin sagte mir mal, dass zu wenig bzw. mangelhafte Tränenflüssigkeit auch mit der Einnahme von der Anti-Baby-Pille zusammenhängen kann.

LG

S@teRllao80


Hallo Vabene1,

die Cortisoncreme nehme ich schon seit einem Jahr nicht mehr, die Pille habe ich vor zwei Jahren abgesetzt. Leider sind meine Hormone noch immer nicht wieder im "Normalzustand" und ich werde jetzt probieren, das Ganze mit natürlichem Progesteron zu verbessern.

Der Hautarzt meinte, du seist ein "atopischer" Typ. Das sind Menschen, die zu Ekzemen/Neurodermitis neigen. Es gibt bestimmte Anzeichen dafür (weißer Demographismus, verstärkte Handlinienzeichnung etc.).

Der Hautarzt hat es sehr befürwortet, dass ich die Pille absetze. Er war auch nicht besonders gut auf die Therapieversuche seiner Kollegen aus der Gynäkologie zu sprechen. Ich hatte früher auch häufig Blasenentzündungen, die seither komplett verschwunden sind (der Urologe war auch ein Pillengegner ;-) ) und mein Hausarzt ist grundsätzlich gegen hormonelle Verhütungsmittel ;-D Ich hab manchmal den Eindruck, dass nur die Gynäkologen die Pille gut finden....

Ich benutze zur Zeit im Intimbereich nur noch natürliche Öle (Bio-Nachtkerzenöl, normales Olivenöl geht aber auch) und das tut sehr gut und die Haut ist davon stetig besser geworden. Bei Juckreiz etc. kann ich das nur empfehlen. Die Haut kann sich dann auch viel besser gegen Pilze/Bakterien wehren. Natürlich brauchen Frauen solche Sachen "normalerweise" nicht. Wenn man aber die Pille nimmt, ist der Körper meines Erachtens einfach nicht im "Normalzustand" und braucht ggf. Dinge, die die Nebenwirkungen der Pille (wie z.B. trockene Schleimhäute) ausgleichen.

Liebe Grüße

A0ndr8eax80


Hallo Stella,

ich weiß, ich weiß... genauso habe ich vor vielen Jahren – noch bevor ich die Hoffnung aufgab von Ärzten gerettet zu werden – auch gedacht. Ich weiß auch dass es eigentlich sinnlos ist zumindest MOMENTAN mit Dir darüber zu reden, denn Du denkst gerade einfach noch ganz anders. Bitte nicht als Vorwurf verstehen, es gibt verschiedene Betrachtungsweisen ein und derselben Situation. Doch nicht alle tun uns gut! Du wirst sicher auch irgendwann an den Punkt kommen und feststellen dass wir durch unser Umfeld so in dieses "Lösungen im Außen suchen" gepresst wurden. Wir haben es einfach nicht anders gelernt. Seit unserer Kindheit lernen wir es von unseren Eltern, unseren Freunden etc... Wir haben gelernt bei Ursachensuche maximal zwei Mal nach dem Warum zu fragen. Z.B. Du bist erkältet. Warum? Weil Du Dir einen Bazillus eingefangen hast. Warum? Weil Dein Imunssystem geschwächt war. Warum dieses geschwächt war wird zumeist dann schon gar nicht mehr gefragt. Die Schulmedizin ist zum Großteil wirklich unverzichtbar. Aber im Grunde macht sie nur Symptome weg. Kopfschmerzen? Ah: Aspirin betäubt. Rückenschmerzen?: Massage... Das alles hilft, keine Frage. Wir verspüren Erleichterung. Doch Heilung?

Meine Frage (nur für Dich. Ich brauch hier keine Antwort): Ist es Dir vielleicht schonmal so gegangen, dass Du sobald eine Krankheit (oder ein Schmerz) weg war, Du plötzlich eine andere bekamst und die meistens dann noch heftiger war? (Migräne, Rückenschmerzen, Herzprobleme, Magen...) Du nur selten so wirklich richtig schmerzbefreit warst, weil immer irgendwas gezippelt hat? Letztlich wird ein unbearbeites Problem dass "betäubt" wird, lediglich auf eine andere körperliche Ebene übertragen. So lange bist Du Dich damit auseinandersetzt. Das Schlimme daran ist, dass die "Krankheiten" immer resistenter werden und schlimmer.

Du hast bestimmt schon von Sofortheilungen und Wunderheilungen gehört? Immer waren es Menschen die in einer absolut ausweglosen Situation waren, nicht mehr weiter wussten. Menschen, die selbst Ärzte aufgegeben haben und ihnen nur noch wenige Wochen zu Leben gaben. Warum wurden diese Menschen dann plötzlich heil und wieder vollkommen gesund? Weil sie nichts mehr außer sich hatten, nur noch in sich gehen konnten und fragen konnten: Was ist es was mir das ganze sagen will? Warum hab ich das? Eine Umkehr zu einer absolut positiven Lebenseinstellung war dann letztlich immer der Auslöser für den Heilungsprozess. Klar, gibt es nicht sehr viele dieser wundersamen Berichte, aber wie auch? Es gibt einfach zu wenig die es schaffen "anders" zu denken. Wir alle sind mit den gleichen Vorstellungen in unserer industrialisierten Welt aufgewachsen. Klar, dass wir daran glauben, solange wir nichts anderes erfahren. Sofortheilungen sind leider nur bei Naturvölkern wie bei den Kahunas auf Hawaii Gang und Gebe. Leider sind die so unereicht weit weg. Sie könnten uns VIEL beibringen.

Wenn bei Deinem Auto ein Lämpchen rot aufleuchtet, weil es Dir sagen will dass etwas nicht in Ordnung ist, dreht die Schulmedizin die Birne raus damit es nicht mehr leuchtet. Das eigentliche Problem ist jedoch noch nicht behoben, nur das Symptom.

Auch wenn ich Dir vielleicht momentan nicht die Augen dafür öffnen kann, vielleicht schaffe ich es ja bei dem ein oder anderen der hier still mitliest. Denn eigentlich könnte ich mich auch meinem schönen Leben widmen dass mir diese ganze Erkenntnis gebracht hat und Euch allein lassen mit allen die es noch nicht geschafft haben. Ich bin daher Vabene auch so dankbar dass sie hier geschrieben hat. Auch Chanem hat damals viel Zeit für Euch geopfert, wurde aber wie ich irgendwann mal "hinausprotestiert". Schon komisch, oder? Die, die es geschafft haben durch diesen Weg komplett geheilt zu werden und Euch auch helfen wollten, werden so als Einzelfälle und Glücksfälle abgestempelt, als wolltet Ihr gar keine Hoffnung hören...

Ich selbst schau hier nur noch ab und zu mal rein. Vabene war der Auslöser, die mir ein Zeichen gab, dass die ganzen vielen Worte und die viele viele Zeit die ich Euch geschenkt habe zum Schluss vielleicht doch nicht ungehört und ungelesen bleiben. Dass sie schließlich doch helfen die Augen zu öffnen und zu dem wichtigen Schritt zur Heilung verhelfen. Auch wenn ich nur Dir, Vabene, helfen konnte. Das war es schon wert! Danke daher für Deinen Beitrag!!! Wie gesagt, nach so langer Zeit das mal zu lesen, hat mich fast zu Tränen gerührt...

Liebste Grüße und alles Gute an Euch alle,

Andrea

fneex92


1. Alter

- 19

2. Größe und Statur

-1m60 und 46 kg

3. wie lange habt Ihr schon die Beschwerden?

-3-4 monate

4. Wo genau könnt Ihr diese lokalisieren?

-große & kleine schamlippen

5. Gibt es eine auffällige Hautveränderung an der schmerzenden Stelle?

-rötungen

6. Sind die Beschwerden permanent oder werden sie nur durch Reizung ausgelöst?

-Wann wird es besser, schlechter? besser bei den regeln und schlechter beim anfassen

7. Leidet Ihr an sonstigen Hautkrankheiten? Neurodermitis, trockene Haut, Allergien..

- Pollenallergie, Hausstauballergie

8. Seid Ihr sehr schmerzempfindlich? Und bekommt Ihr schnell blaue Flecken?

-nein

9. Habt Ihr Immunschwächen? Sprich seid Ihr oft krank?

-nein

10. Habt Ihr Magenprobleme? Wenn ja, wann und wie oft?

-nein

11. Ist Euer Zahnfleisch desöfteren wund oder entzündet?

- Wund

12. Seid Ihr kälteempfindlich?

- Ja

13. Habt Ihr Venenbeschwerden? Sprich Krampfadern oder schwere Beine?

- nein

14. Was ist bei Euch schon alles diagnostiziert worden? Sprich was ist bei Euch schon untersucht, gefunden oder ausgeschlossen worden? Bei welchen Fachärzten ward Ihr schon? Und welche Behandlungen habt Ihr schon über Euch ergehen lassen? Wenn es geht in Stichpunkten.

- ich habe eine creme angewendet die mir meine mutter empfohlen hat : Sultrin. Nach ein paar tagen anwendung geht es wieder weg aber kommt immer wieder

15. Gibt es sonstige Krankheiten oder Beschwerden, die Ihr habt, ich aber hier nicht aufgeführt habe?

- Nein

16. Seid Ihr eher zerbrechlich und leicht überfordert, weinerlich oder wirft Euch so schnell nichts aus der Bahn?

-eher zetbrechlich

17. Wie wirken sich die Beschwerden auf Euer Sexleben aus? Verbindet Ihr schon Sex mit Schmerz?

- Hab kein sex

18. Hattet Ihr in Eurer Kindheit irgendwelche schlimmen Erfahrungen? Scheidung der Eltern etc...

- Nein

19. Habt Ihr viel Stress? Und wie schlägt sich der bei Euch nieder? Unwohlsein, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen...

-Kein stress

20. Eßt Ihr regelmäßig und trinkt Ihr genug?

- Essen ja, Trinken nein

21. Seid Ihr die Einzigsten in Eurer Familie die solche Beschwerden haben oder hatten?

- Ja

22. Habt Ihr anormalen Ausfluss? Farbe, Beschaffenheit...

- Nein

23. Schwitzt Ihr sehr stark? Gibt es gar Verfärbungen in der Kleidung?

-Nein

24. Habt Ihr auch Schmerzen beim oder nach dem Stuhlgang? Verspürt Ihr da ein Brennen am After?

- Ja aber nicht so oft

25. Brennt es auch beim Urinieren?

-Nein aber beim abputzen.

26. Benutzt Ihr Tampons oder Slipeinlagen?

-SLipeinlagen

27. Habt Ihr eine trockene Scheide?

- ja

28. Wie wascht Ihr Euch? Nur mit Wasser? Seife? Macht Ihr Schaum ins Badewasser?

- lauwarmes wasser

29. Tragt Ihr Synthetikunterwäsche oder Baumwolle?

- Synthetik und manchmal auch Baumwolle

L'ightxyy


Nach langem stillen mitlesen gesell ich mich nun zu euch. Dank euch hab ich überhaupt rausgefunden was ich hab.

Bei mir wars das selbe wie bei fast allen leidenden. Falsche ärzte, etliche falsche behandlungen, endlose verzweiflung.

Ich leide seit 2 jahren an der vestibulären vulvodynie.

Erst vor einem halben jahr hab ich die diagnose von Dr. Mendling bekommen. Wobei ich sagen muss, dass ich im Alltag keine probleme habe- nur beim sex und direkter berührung der schmerzstellen, sowie soerma verträgt sich garnicht gut damit.

Ich fass es mal zusammen:

- 3.2008, Pillenanfang

- 9.2009, Vaginale Entzündung, Vaginales Antibiotikum (Arilin Rapid)

- 11.2009, Erstes mal Sex nach Antibiotika nahme, Erstes mal Schmerzen

- 12.2010, Schmerzen beim GV wurden immer schlimmer nun unerträglich, zeitweise stechende Schmerzen abends

- 2.2011, Termin bei Dr. Mendling in Berlin, Diagnose Vestibulitis Vulvae Syndrom (Vestibulodynie), Empfohlene Behandlung: Neocutis Bio-restaurative creme, Absetzen der Pille auf eigene Entscheidung

- 3.2011, Minimale Besserung(durch Absetzen der Pille?), Anfang der Behandlung mit Neocutis Creme

- 5.2011, Erhebliche Besserung endlich Sex mit kaum schmerzen

- 6.2011, Einlage der Gynefix

- 7.2011, Zustand verschlimmert sich allmählich wieder

- 8.2011, manchmal schmerzen bei/nach GV, Sperma fängt wieder an extremen schmerz auszulösen

Dr. Mendling geht sehr bald in Rente, deshalb ist es unmöglich noch einen termin zu bekommen :( einen ersatz wird es auch nicht geben :(

Aber ich gebe nicht auf. Es ist so deprimierend damit leben zu müssen das akzeptier ich einfach nicht. nicht aufgeben egal wieviele Tiefs kommen.

Überlege als nächstes Antidepressiva auszuprobieren :/ oder doch eher Antiallergika?

Welches soll ich ausprobieren?

Und könnt ihr mir ein paar namen von empfohlenen mittelchen geben?

Bekomm ich sowas einfach vom Normalo-arzt verschrieben?

V!abe2neN1x*


Liebe Lightyy,

bist Du schon in dem Forum [[http://vulvodynie.forumprofi.de/]]? Dort sind sehr viele Frauen, die ähnliche Probleme haben. Und viele von ihnen haben eine Lösung für ihr Problem gefunden. Die Lösungsansätze sind sehr vielfältig, und nicht für jede ist etwas dabei. Aber es tut gut, sich dort auszutauschen. Und dort sind auch Frauen, die Erfahrung mit Antidepressiva haben (und sicherlich auch, von wem man die in diesem Fall am besten bekommt).

Schade, dass Herr Mendling in Ruhestand geht. Er ist scheinbar ein sehr guter Arzt und in Deutschland einer der Wenigen, die überhaupt den Ansatz einer Ahnung haben. Möglicherweise haben ja andere Ärzte in seinem Klinikum seine Therapie-Methoden übernommen, oder haben zumindest durch ihn eine Ahnung von dem Thema Vulvodynie bzw. Vestibulitis bekommen?

Ich selbst hatte so etwas Ähnliches, aber ich bin davon geheilt. Meine Symptome waren ein dauerhaftes Jucken und Brennen, mal mehr, mal weniger (übringes mehr als zehn Jahre lang). Vaginale Fehlbesiedelung wurde allerdings nie nachgewiesen. Sex war so gut wie unmöglich, weil ich mich auch einfach nicht gut fühlte in der Region.

Die Ursache für meine Beschwerden war ein Mangel an Vitamin B, seitdem ich täglich Vitamin B-Komplex-Tabletten nehme ist es weg. Außerdem hatte ich zeitgleich damit begonnen, täglich Grapefruitkernextrakt zu nehmen (8-10 Tropfen in Flüssigkeit), ich bin mir nicht ganz sicher, ob auch beides zusammen die Lösung war. Es kann auch sein, dass Du durch die ganzen negativen Erfahrungen den Intimbereich unter Dauerspannung hältst, das war bei mir zumindest der Fall und hat die Beschwerden verschlimmert.

Hast Du denn überlegt, die Gynefix wieder entfernen zu lassen? Sie scheint Dir ja nicht gerade gut zu tun.

Jedenfalls wünsche ich Dir ganz viel Glück und hoffe, dass auch Du die Ursache für Dein Leiden findest. :)* :)* :)*

SOtellax80


@ Lightyy

Du könntest es mal mit Cetrizin probieren. Es gibt einen Aufsatz von Dr. Mendling in dem er u.a. auch über seine Therapieversuche mit Cetrizin bei Vulvodynie schreibt.

Du hast nicht zufällig eine Nickelallergie?? Ich hab neulich irgendwo gelesen, dass Frauen mit Nickelallergie auch auf Kupfer (in Spiralen) reagieren können.

Falls du eine Therapie mit Antidepressiva probieren willst, würde ich einen Neurologen aufsuchen. Der dürfte sich bzgl. Antidepressiva zur Schmerzausschaltung besser auskennen als ein Allgemeinmediziner oder Gynäkologe.

@ Vabene1*

Schön, dass es dir besser geht!!

L=ightDyy


@ Vabene1

**

Danke für die schnellen antworten. hätte nicht gedacht, dass ich so schnell hilfe finde :)

Ich kenn nun fast alle berichte, foren über vuvodyne nur dieses kannte ich nicht^^

Leider gibt es in keiner weise ersatz für Dr. Mendling. ich fragte am telefon ob ich den zu jemand anderem in der klinik könnte der mir helfen kann die antwort war gibt keinen der in diesem bereich helfen kann. Es wurde also nichts übernommen- traurig.

ich überlege heute mal bei der Hausärztin hier reinzuschneien und nach einem Histaminintoleranz + Vitaminmangel Test zu verlangen :)

Ich denke nicht, dass die Gynefix eine Rolle spielt. denn ich hatte zwar eine kurze fast Beschwerdefreie Zeit, allerdings gab es auch einige kleine Rückfälle auch während dieser zeit. ich hab jetzt nicht jede kleinigkeit aufgelistet ;-)

@ Stella80

Hab mir Cetrizin schon aufgeschrieben. aber das hilft doch eig nur, wenn bei einer Histaminintoleranz oder irre ich mich? in dem falle würde ich mich ja testen lassen und wenn ich keine Intoleranz habe fällt ja Cetrizin weg. Oder versteh ich die Cetrizin Wirkung falsch?

Danek für den Hinweis mit dem Neurologen, da wär ich nicht drauf gekommen. Habe am Freitag einen termin bei meiner FA werde mal mit ihr reden (obwohl ich mich in keinster weise wirklich ernstgenommen fühle- trotz dem schrieben von Herrn Mendling an meine FA -.-)

Ich hab keinerlei Allergien gegen Metalle. auch wenn ich nicht testen lassen hab hatte ich nie probleme mit Ohrringen etc.

S(tsellga80


[[http://www.frauenarzt.de/1/2008PDF/08-04/2008-04-mendling.pdf]]

Hier findest du den Aufsatz von Dr. Mendling zu dem Thema. Ich hab Cetrizin auch probiert und mir hat es gut getan. Ich habe aber nachgewiesenermaßen keine Histaminintoleranz. Ob Cetrizin dir hilft, musst du einfach ausprobieren.

Ich habe mich an dem Aufsatz orientiert (und an den Tipps meines Hautarztes) und habe sämtliche Lokaltherapeutika weggelassen. Zur Hautpflege verwende ich seither regelmäßig reines Nachtkerzenöl und sonst nichts mehr.

Aqnd$rea8x0


Hallo Lightyy,

schon oft geschrieben, aber probier's doch mal mit Multigyn-Aktigel. Das ist ganz natürlich und Du kannst hiervon nicht überdosieren. Ganz im Gegenteil, je mehr und je öfter Du es drauf schmierst desto schneller und besser hilft es Deine Scheidenflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Von Antidepressiva würde ich Dir abraten. Die Nebenwirkungen sind immens. Hab die selber auch schon genommen, aber nur ein Vierteljahr lang. Außerdem können die auch abhängig machen...

Das muss jeder selber wissen, aber ich bin für so natürlich wie möglich. Daher ist meine Kombi Multigyn-Aktigel (jedes Mal wenns Probleme gibt) und jeden Morgen und jeden Abend mit Zactoline-Creme (aus der Apotheke) waschen.

Das Aktigel brennt für gewöhnlich wenn Du es draufschmierst. Jedoch NUR wenn Deine Scheidenflora gerade im Ungleichgewicht ist. Das Brennen lässt aber innerhalb von 5Minuten nach und dann hast Du Ruhe.

Alles Gute

b@lauLbluxme


@ Vabene1* :

Da hast du offenbar etwas missverstanden! Die Dilatoren werden bei der Behandlung von Vaginismus, also ankonditionierten, unwillkürlichen Scheidenkrämpfen, wenn man versucht, etwas einzuführen, eingesetzt, und zwar keineswegs um zu dehnen, sondern zur Desesensibilisierung, d.h. der Körper wird Schritt für Schritt damit vertraut gemacht Dinge einzuführen.

Vermutlich bist du kein so schwerer Fall, aber normalerweise ist es bei Vaginismus absolut notwendig regelmäßig mit den Dilatoren zu üben.

Ich denke übrigens, dass die Neurodermitis-Diagnose bei mir stimmt; zu Ausbruch gekommen ist das Ganze wohl, weil sich mein Körper, nachdem ich gelernt habe, nicht mehr zu krampfen (Dilatieren, Entspannungsübungen, Beckenbodentraining speziell für Vaginismus) immer noch dagegen wehrt, dass etwas in ihn eindringt. Eine Psychologin kam dahinter, dass ich Zwangsgedanken habe, dass ich mich an bestimmten Körperstellen verletzen könnte. Das hat wohl auch zum Vaginismus geführt, und später dann zu dem Neurodermitisausbruch.

Und noch mal, weil mir die Aufklärung diesbezüglich sehr am Herzen liegt:

Tritt der (oft sehr stechende) Schmerz dann auf, wenn man versucht etwas einzuführen, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit Vaginismus! [[http://www.vaginismus-awareness-network.org/]]

Nur, wenn der Schmerz nicht lediglich beim Einführen auftritt, sollte man die anderen Dinge in Erwägung ziehen, sprich Pilze, Viren, Hautkrankheiten...

b>lFaub_lum0e


Ich poste(te) diesen Link übrigens nicht, weil ich dafür bezahlt werde (es handelt sich btw. um eine Non-Profit-Seite), es ist schlicht die ausführlichste Seite, die ich zu dem Thema kenne.

Immer wieder stoße ich im Internet auf Leute, die offensichtlich an Vaginismus leiden und dies nicht wissen. Die Ratschläge, wenn es "brennt" und "nicht funktioniert" reichen von "Einfach mal Gleitgel benutzen" und "Lass dich mal auf Pilze untersuchen" bishin zu "Es ist nicht der richtige".

Oft kennen nicht einmal Frauenärzte Vaginismus, obwohl ich diesbezüglich in letzter Zeit bessere Erfahrungen gemacht habe.

VXabeInex1*


@ blaublume

Da hast du offenbar etwas missverstanden! Die Dilatoren werden bei der Behandlung von Vaginismus, also ankonditionierten, unwillkürlichen Scheidenkrämpfen, wenn man versucht, etwas einzuführen, eingesetzt, und zwar keineswegs um zu dehnen, sondern zur Desesensibilisierung, d.h. der Körper wird Schritt für Schritt damit vertraut gemacht Dinge einzuführen.

Vermutlich bist du kein so schwerer Fall, aber normalerweise ist es bei Vaginismus absolut notwendig regelmäßig mit den Dilatoren zu üben.

Ja, inzwischen bin ich tatsächlich ein bisschen schlauer. Ich hatte keinen Vaginismus, und bin dementsprechend kein Spezialist. Aber Danke für die Aufklärung. Die Seite vom Vag.Aw.Network kenne ich sehr gut, und sie hat auch mir weitergeholfen. Übrigens gibt es meines Erachtens sehr wohl Zusammenhänge zwischen Vulvodynie und Vaginismus und deswegen finde ich es nicht förderlich, wenn sich die Betroffenen gegenseitig abgrenzen.

Ich hatte übrigens diesbezüglich einen Dialog mit einer Vaginismus-Expertin, die Vagina-Dialoge in diesem Forum, leider sind sie uns auf Grund einiger Differenzen eingegangen.

Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, auf welches Post von mir Du Dich beziehst...

Solltest Du Dich weiter darüber austauschen wollen, kannst Du mir ja das Datum nennen.

Ansonsten gute Besserung!

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