» »

Alle mit Schmerzen in Scheide angesprochen

A[ngdreax80


weiter gehts..

*Behandlungen, die ausprobiert wurden*

Eine Vielzahl von operativen und medikamentösen Behandlungen (Steroide,

Antibiotika, Antipilz- und Antivirus-Medikamente) sind ausprobiert

worden - mit wenig Erfolg. Frauen wurden ebenfalls erfolglos mit

ätzenden örtlichen Wirkstoffen für das menschliche Papillomavirus (HPV),

ein Virus, das Warzen verursacht, behandelt. Diese ungeeigneten

Wirkstoffe verursachen nur verstärktes Brennen, Schmerzen und Eiterung;

tatsächlich können solche chemischen Brandwunden den Ausbruch von

Vulva-Schmerzen bei dafür anfälligen Personen bewirken. Es gibt wie auch

immer keinen Beweis, dass das menschliche Papillomavirus HPV

Vulva-Schmerzen (oder irgendwelche anderen Schmerzen) verursacht.

Verschiedene Schmerzmanagement-Therapien und lindernde Medikamente für

chronische Schmerzen, wie z. B. trizyklische Antidepressiva,

Anti-Anfall-Medikamente, Nervenblocker und Capsaicin, sind auch

ausprobiert worden, aber sie bringen im allgemeinen bestenfalls nur

unzureichende oder vorübergehende Erleichterung.

*Patienten-Anwaltschaft*

Wie bei anderen verwirrenden Krankheiten, bei denen die Patienten

dürftig behandelt wurden, geschah das Unvermeidliche. 1992 nahmen Frauen

das Problem in ihre eigenen Hände: sie bildeten eine Basisorganisation,

die Vulva-Schmerz-Stiftung, um ihre Isolation zu beenden, zuverlässige

Informationen über die Wirksamkeit von Behandlungen zu verbreiten und

die wissenschaftliche Forschung zu fördern, um die Wurzeln dieser

chronischen, schwächenden Störung zu bestimmen.

1992 verbanden sie sich mit dem biomedizinischen

Forschungswissenschaftler Dr. ph. Clive C. Solomons, früherer

Forschungsdirektor des Gesundheitswissen-schaftlichen Zentrums der

Universität von Colorado in Denver, Colorado. Er hatte die Biochemie von

Frauen, die Vulva-Schmerzen hatten, sechs Jahre lang studiert und hatte

1991 eine repräsentative Fallstudie veröffentlicht. Er hatte außerdem

die Anfänge einer wirksamen, wissenschaftlich begründeten Behandlung

entwickelt.

Die darauf folgende wissenschaftliche Zusammenarbeit, zusammen mit einer

Explosion von Publicity (The New York Times, Voice of America = Stimme

von Amerika, usw.), katapultierte die Organisation in nationale und

internationale Anerkennung. Während der letzten fünf Jahre haben mehr

als 25.000 Frauen, die Vulva-Schmerzen haben, mit der Stiftung Kontakt

aufgenommen, was eine Lawine an unentbehrlichen anekdotischen (=

persönliche Einzelfälle betreffenden) Informationen verschaffte.

Die Vulva-Schmerz-Stiftung hat viele erfahrene Kliniker und

interessierte verbündete im Gesundheitswesen Berufstätige angezogen, die

mit ihr zusammen begonnen haben, die Herausforderung anzunehmen, die

durch diese Störung vorliegt. Dies ist das, was sie erfahren haben, als

Frauen in Selbsthilfegruppen, 6 regionalen Forschungsseminaren und

Projekten, die die bisherige Forschung begutachteten, zusammenkamen.

*Verwandte Störungen*

Viele Frauen mit Vulva-Schmerz-Symptomen berichten auch von urologischen

Symptomen: Harndranggefühl und häufiges Wasserlassen, Brennen von Blase

oder Harnröhre und rote Blutzellen im Urin ohne Vorliegen einer

Infektion. Diese Konstellation urologischer Symptome passt auch zu der

Diagnose von Intersti-tieller Cystitis (IC).

Andere typischerweise berichtete Symptome umfassen Mastdarmjucken und

-brennen und häufige Eingeweidebewegungen verbunden mit dem

"Reizbare-Eingeweide-Syndrom",

"Brennender-Mund-und-brennende-Zunge-Syndrom" und trockenen Augen und

Mund verbunden mit dem Sjögren-Syndrom.

Eine andere Störung, die bei Frauen, die Vulva-Schmerzen haben, häufig

diagnostiziert wird, ist Fibromyalgie (früher als "Fibrositis" bekannt).

Fibromyalgie wird durch zarte, gereizte, steife Muskeln charakterisiert

und wird üblicherweise von chronischer Müdigkeit und einer Kaskade von

"gefüllter Leib"-Symptomen begleitet, die mit denen übereinstimmen, die

von Vulva-Schmerz-Erkrankten berichtet werden. Sinusitis, Kopfschmerzen,

Allergien und chemische Empfindlichkeiten werden von

Fibromyalgie-Erkrankten und Vulva-Schmerz-Erkrankten gleichermaßen

berichtet.

Somit ist es nicht überraschend, dass die medizinische Literatur voll

ist von Hinweisen auf übertriebene "Somatisierungen" (= körperliche

Äußerungen seelischer Vorgänge) durch Frauen, die Vulva-Schmerzen haben.

Seit dem Anbruch der Freud'schen Psychologie ist schmerzhafter Sex auf

Hysterie zurückgeführt worden (Hysterie = auf psychotischer Grundlage

beruhende oder aus starken Gemütserregungen entstehende, abnorme

seelische Verhaltensweise mit vielfachen Symptomen ohne genau

umschriebenes Krankheitsbild). Tausende von Frauen berichten, dass ihnen

von Klinikern gesagt wurde, dass der Schmerz "ganz in ihrem Kopf" sei

und dass keine weitere Untersuchung stattfand. Neuere Forschungen , die

besondere Cytokine (= schmerzproduzierende Zellen) in der Haut der

äußeren Geschlechtsteile von Frauen mit Vulvar Vestibulitis

identifiziert haben, sollten diese Beschuldigung - endlich - zum

Verstummen bringen.

*Vorkommen von Vulva-Schmerzen*

Obwohl keine epidemiologischen Studien in Verbindung mit Vulva-Schmerzen

durchgeführt worden sind, sind die 25.000 Frauen, die mit der

Vulva-Schmerz-Stiftung kommuniziert haben, ein Hinweis auf die

Häufigkeit der Störung. Sie werden als die "Spitze des Eisbergs"

betrachtet. Eine konservative Schätzung ist, dass allein in den USA eine

Viertelmillion Frauen an dieser Krankheit leiden. Mehrere Studien über

schmerzhaften Sex in der allgemeinen weiblichen Bevölkerung fanden

heraus, dass 15% von Schmerzen oder Unbehagen irgendeinen Grades an

ihrer Scheidenöffnung während ihres ganzen sexuellen Lebens berichteten.

*Alter des Ausbruchs*

Obwohl Studien darauf hindeuten, dass 25 das durchschnittliche Alter für

den Ausbruch von Vulva-Schmerzen ist, reicht die Bandbreite vom Alter

von 2 Jahren bis zum Alter von 91 Jahren. Obwohl einige Frauen

berichten, dass die Schmerzen plötzlich begannen, enthüllen

Tiefeninterviews gewöhnlich, dass die Symptome sich über Zeit entwickelten.

*Vererbung*

Einige kleine Studien bemerken, dass 99% der Frauen mit Vulva-Schmerzen

Kaukasier sind und Kliniker berichten einen allgemeinen Eindruck von

hellhäutigen Frauen. Diese Charakteristik hat viele dazu gebracht, die

Möglichkeit einer genetischen Verbindung in Erwägung zu ziehen.

*Hefe-Infektionen*

Vulva-Schmerzen neigen dazu, von verschiedenen Vorkommnissen,

insbesondere Hefe(Candida)-Infektionen, ausgelöst zu werden. Die Studien

unterscheiden jedoch nicht die Hefe-Infektionen, die durch Labortests

(Scheidenkulturen) diagnostiziert wurden, von jenen, die aufgrund der

Symptome diagnostiziert und auf Erfahrungswissen beruhend behandelt

wurden eine weit verbreitete gynäkologische Vorgehensweise. Die Symptome

einer Hefe-Infektion und das Aufflackern von Vulva-Schmerzen imitieren

einander fast identisch.

*Was funktioniert?*

Auf der Grundlage tausender Berichte aus erster Hand die Frauen während

der letzten fünf Jahre der Vulva-Schmerz-Stiftung gaben, hat sich eine

ungeordnete Menge hauptsächlich wirksamer Behandlungen gezeigt. Dies

sind "Wenig-Oxalat"-Behandlung, NAG (N-Acetyl-Glukosamin)-Behandlung,

örtliche Östrogen-Behandlung, Rehabilitation der Beckenbodenmuskulatur

mit Biofeedback und Guaifenesin. Auch das Vermeiden schädlicher

Behandlungen und die Nutzung natürlicher, praktischer Maßnahmen

verringern Schmerzen und Unbehagen und helfen dem Heilungsprozess.

*Zu vermeidende Behandlungen*

* Alkohol-Injektionen

* Laser-Operationen und schneidende Operationen

* Nervenblocker und Nervenentfernungen

* Podophyllin, Flourourcil (5FU, Efudex), trichloracetische Säure (TCA)

* die meisten medizinischen Cremes, insbesondere kortisonartige Cremes

*Praktische Maßnahmen, um Vulva-Schmerzen zu verringern*

* Baden Sie (Sitzbad oder Badewanne) mehrmals pro Tag in lauwarmem,

klaren Wasser oder fügen Sie Fertig-Hafermehl, Backsoda/Natron

oder Aveeno hinzu oder benutzen Sie durchgezogenes Teewasser.

* Spülen Sie die Haut der äußeren Geschlechtsteile nach jedem

Harnlassen, indem Sie eine Spritzflasche, ein Bidet oder einen

Duschkopf benutzen.

* Spülen Sie alle Waschmittel aus der Unterwäsche, indem Sie sie

wiederholt nur mit klarem Wasser durch den Waschzyklus schicken.

* Benutzen Sie keinen Weichspüler in Waschmaschine oder Trockner.

* Benutzen Sie Kompressen (= feuchte Umschläge) mit Hafermehl,

Aveeno oder feuchte Teebeuteln zweimal oder öfter pro Tag 5-10

Minuten lang.

* Benutzen Sie Vitamin E-Öl mehrmals täglich oder nach jedem Harnlassen.

* Benutzen Sie Pflanzenöl als Gleitmittel beim Geschlechtsverkehr.

* Benutzen Sie Monatsbinden oder Tampons aus 100% Baumwolle oder

Rollen aus reiner Baumwolle anstatt kommerzieller Binden und Tampons.

* Tragen Sie Unterwäsche aus 100% Baumwolle und Strümpfe, keine

Strumpfhosen.

* Schwimmen Sie nicht in Schwimmbädern mit gechlortem Wasser oder

heißen Wannen.

* Vermeiden Sie Schimmel, Pilzbefall und Formaldehyd (in Teppichen,

Isoliermaterial, Laboratorien).

A$ndr?eax80


noch mehr infos

"Die Forschung, die benötigt wird, um tiefer in die

Grundlagenwissenschaft von Vulva-Schmerzen und damit verbundenen

Krankheiten einzudringen, ist komplex und ziemlich teuer durchzuführen.

Es verbleibt den medizinischen und wissenschaftlichen Gesellschaften und

einer Masse von Patientenanwaltschaft-Organisationen, ihre Energien und

Hilfsmittel in einen Topf zu werfen, um angemessenes Kapital für die

Forschung zu sichern. Das ist sowohl die Herausforderung als auch das

Versprechen der Zukunft."

nach oben < [[http://www.ica-ev.de/ic_begleiterkrankungen.htm#top]]>*nach oben*

*"Wenig-Oxalat-Behandlung"*

*Dr. ph. Clive Solomons, F.A.I.C.*

1986 begann ich als biomedizinischer Forschungsberater mit einer Frau,

die Vulva-Schmerzen hatte, im Labor zu arbeiten. Wir entdeckten, dass

sie zu bestimmten Tageszeiten höhere als die normalen Konzentrationen an

Oxalat im Urin ausschied.

Es war Wissenschaftlern seit langem bekannt, dass Oxalat ein Reizstoff

ist, der die Freigabe von Histamin und Brennen in Gewebe verursachen

kann. Setzt man jedoch gesunde Haut und Nerven Oxalat aus, hat das keine

Schmerzen zur Folge.

*Schmerzmuster*

Ich begann mit anderen Frauen zu arbeiten, indem ich ihren Urin jedes

Mal untersuchte, wenn sie während eines Zeitraumes von 24 Stunden

natürlich Harn ließen, oft über aufeinander folgende Tage, Wochen oder

Monate. Die Laboranalysen offenbarten, dass sie jeden Tag zu gleichen

Zeiten vorhersagbare Aufwallungen oder Höchstwerte der

Oxalat-Ausscheidung aufwiesen und dass diese Höchstwerte oft mit der

Intensität des berichteten Schmerzes in Beziehung standen. Das Muster

jeder Frau blieb beständig, aber das Muster variierte von Person zu Person.

Diese Erscheinung von Dauerhaftigkeit oder Timing hat sich für die fast

2000 Frauen bewahrheitet, die während unseres ein Jahrzehnt dauernden

Forschungsprogramms, das jetzt "Das Schmerz-Projekt" genannt wurde,

getestet wurden. Alle hatten zur Zeit der Untersuchungen

Vulva-Schmerzen, oft zusammen mit Harndrang und häufigem Wasserlassen,

Mastdarmjucken oder brennen, reizbaren Eingeweiden, Muskel- und

Gelenkschmerzen und/oder "brennender Mund und Zunge" - Symptomen. Etwa

25% der Projektteilnehmer haben von ähnlichen Symptomen bei Verwandten

berichtet. Dieser Grad familiären Vorkommens weist auf einen möglichen

genetischen Defekt hin und einige Mütter, Töchter, Zwillingsschwestern

und andere Verwandte haben ebenfalls anormale Oxalat-Profile im Urin

offenbart, als sie getestet wurden.

*Oxalate in der Nahrung*

Oxalat ist eine chemische Substanz, die man gewöhnlich in

Nahrungsmitteln pflanzlicher Herkunft (z. B. Spinat, Rüben,

Weizenhülsen, Erdnüsse, Schokolade und Tee) findet. Seit mehreren Jahren

ist jetzt zur Behandlung von Nierensteinen und anderen, die Nieren

betreffenden Störungen, bei denen Hyperoxalurie (= übermäßige Mengen von

Oxalat im Urin) ein Faktor ist, eine Diät angewendet worden, die

Nahrungsmittel und Getränke mit hohem Oxalatgehalt vermeidet.

Somit erschien es für Frauen mit periodischer Hyperoxalurie und

Vulvodynie logisch, als ersten Weg eine "Wenig-Oxalat-Diät"

auszuprobieren und ein paar Frauen empfanden allein durch die Diät eine

Schmerzverringerung. Zur optimalen Genesung ist es jedoch gewöhnlich

notwendig, die Diät mit zusätzlicher Behandlung zu kombinieren.

Die Stoffwechsel-Abweichung, die die Schmerzen verursacht, scheint

innerlich zu sein. Die Menge an Oxalat, die sich im Urin zeigt, wird

nicht nur durch die Nahrungsaufnahme von Oxalat bestimmt, sondern auch

durch Erniedrigung von Mikroben in den Eingeweiden,

Eingeweidedurchlässigkeit, endogene (innere) Synthese im Körper durch

die Leber und andere Gewebe und den Umgang der Nieren mit Oxalat. Somit

gibt der Verzehr von Nahrungsmitteln und Getränken mit hohem

Oxalatgehalt lediglich noch mehr Öl aufs Feuer.

*Citrat und Ox-Aufsauger*

Calciumcitrat, eine Zusammensetzung, die zur Behandlung von

Hyperoxalurie bekannt ist, ist von den meisten Frauen in dem

Forschungsprojekt ausprobiert worden. Citrat hat eine chemische

Struktur, die der von Oxalat ähnelt und konkurriert mit ihm in den

Geweben. Über Zeit, gewöhnlich 3 Monate bis ein Jahr oder so, haben

Citrat und Diät zusammen bei 70% der Frauen, die mir regelmäßig

berichtet haben, eine allmähliche Schmerzverringerung erreicht.

Zusätzlich zu einer Wenig-Oxalat-Diät und Calciumcitrat hat

Ox-Aufsauger, eine Substanz, die Oxalat im Darm aufsaugt, bei vielen

Frauen eine weitere Symptomverringerung bewirkt.

Während dieses großen, ausgedehnten Forschungsversuchs, fanden wir

heraus, dass etwa 66% der Frauen eine größere Schmerzverringerung

verspüren, wenn sie Citrat vor den täglichen Oxalat-Aufwallungen im

Voraus einnehmen, als wenn sie es nach einem willkürlichen Zeitplan

nehmen. Wir fanden auch heraus, dass Variationen der Dosis die Schmerzen

in verschiedenen Phasen der Behandlung steigern oder verringern können.

Daher besteht die Notwendigkeit einer individuellen Festsetzung. Leider

gibt es kein "eine Dosierung passt zu allen" beim Management von

Vulva-Schmerzen.

*N-Acetyl-Glukosamin (NAG)-Behandlung*

1995 entdeckte ich, dass N-Acetyl-Glukosamin (NAG), ein Aminozucker,

eine weitere Reduzierung sowohl von Vulva-Schmerzen als auch von

Fibromyalgie-Symptomen bewirken konnte. Später begaben wir uns auf eine

Forschungslinie, die Vulva-Schmerzen als eine zusammenhängende

Gewebestörung studiert.

NAG und glukoronische Säure bilden zusammen hyaluronische Säure, einen

Hautgewebsbestandteil, der Millionen von Einheiten lang ist. Beliebige

Spiralen von hyaluronischer Säure verbinden sich mit dem Tausendfachen

ihres Gewichts an Wasser und agieren als ein Gel, um Gewebe feucht zu

halten. Wenn die hya-luronische Säure intakt ist und normal

funktioniert, schützt sie die Haut und die Nerven.

Umgekehrt fällt das gesamte Gewebe zusammen und verdünnt sich, was die

Nerven für Schmerz produzierende Moleküle zugänglicher macht, wenn die

hyaluronische Säure einen Schaden hat. Die Teile der hyaluronischen

Säure, die sich aus dieser Erniedrigung ergeben, ziehen Blutgefäße zu

diesem Gebiet an und ein entzündeter Zustand ist die Folge. Also war

meine vorläufige Theorie, dass die Erniedrigung hyaluronischer Säure

vermindert und die Schmerzen verringert werden konnten, indem man NAG

verwendete, das dem Oxalat ausgesetzt sein verminderte und Citrat und

andere Maßnahmen hinzufügte. Bis zum Mai 1997 berichteten 58% der 556

Projektteilnehmer, die NAG unter angemessenen Bedingungen seit

mindestens 4 Monaten einnahmen, von einer bedeutsamen weiteren

Verbesserung von Vulva-Schmerzen und anderen, verwandten Störungen.

A5ndrxea80


noch mehr infos...

*Das Schmerz-Projekt*

Fast 1500 Frauen haben (zusammen mit vielen ihrer persönlichen Ärzte)

aktiv am Projekt teilgenommen, indem sie regelmäßig über ihren Zustand

berichtet haben. Keine hatte während der vorangegangenen,

schmerzerfüllten Jahre durch andere Behandlungen, die (vielfache)

Operationen, antibiotische, antidepressive, Antipilz- und

anti-entzündliche Medikamente umfassten, eine dauerhafte Erleichterung

gehabt.

Ungefähr 70% (über 1000) der Teilnehmer haben durch das Schmerz-Projekt

von einer Kombination von Behandlungen herausgefunden, dass sie ihre

Symptome bedeutsam verringert und die Lebensqualität wiederherstellt. In

Zusammenarbeit mit der Vulva-Schmerz-Stiftung fahren wir mit der

Forschung nach neuen und immer wirksameren Behandlungen fort, zum Nutzen

derer, die noch immer periodische Aufflackerungen haben und jener, bei

denen die gegenwärtigen Behandlungen nicht anschlagen.

Unser Forschungsprojekt hat gezeigt, dass Vulvodynie sich nicht auf die

Vulva (= äußere Genitalien der Frau) beschränkt, sondern viele Gewebe

und Störungen umfasst, von denen vorher angenommen wurde, dass sie

unabhängig voneinander seien. Mein Ziel ist, dass diese Gedankenrichtung

andere Grundlagenwissenschaft-ler darauf aufmerksam macht, ihre Arbeit

auf verwandten Gebieten zum Nutzen der an Vulvodynie Leidenden zu deuten.

*Die Behandlungen prüfen*

Studien, bei denen weder der Patient noch der Forscher wissen, wer die

wirkliche Behandlung und wer ein Placebo bekommt, werden doppelblinde

Studien genannt und diese Versuchsanordnung wird oft verwendet, wenn man

die Wirksamkeit neuer Behandlungen beurteilt. Es ist in etwa der einzige

Weg, die Vor-urteile des Patienten und des Forschers auszuschalten.

Bis jetzt gab es keine doppelblinden Studien von Behandlungen für

Vulvodynie. Im Fall der Wenig-Oxalat-Diät und des Calciumcitrats müssen

zuerst technische Probleme überwunden werden. Diese umfassen: Oxalat aus

der Nahrung zu entfernen, ohne den Geschmack zu verändern, vorher

unbehandelte Patienten für die Teilnahme an der Forschung zu finden, die

wirksame Dosis zu standardisieren und die Compliance (= die

vorschriftsmäßige Einnahme der Medikamente) sicherzustellen, indem man

Patienten über 6 bis 9 Monate in einer Stoffwechsel-Krankenstation

einsperrt.

nach oben < [[http://www.ica-ev.de/ic_begleiterkrankungen.htm#top]]>*nach oben*

*Guaifenesin-Behandlung*

*Dr. med. R. Paul St. Amand*

Während der letzten 37 Jahre habe ich 3500 Fibromyalgie-Patienten mit

verschiedenen urikosurischen (Gicht-) Medikamenten, einschließlich in

jüngster Zeit der einfachen Medikation Guaifenesin, erfolgreich

behandelt. Viele meiner Patienten hatten auch Vulvodynie, was ich als

einen Teil der Krankheit ansehe.

*Symptome von Fibromyalgie*

Von den vielen Symptomen von Fibromyalgie sind Schmerzen und Steifheit

in den Muskeln, Sehnen und Bändern die hervorstechendsten. Andere

übliche Symptome umfassen Ermüdung, Reizbarkeit, Depressionen,

schlechtes Gedächtnis und Konzentrationsmangel. Fibromyalgie-Erkrankte

leiden typischerweise auch am "Reizbare-Eingeweide-Syndrom",

"Harnröhrensyndrom", schmerzhaftem Geschlechtsverkehr, Kopfschmerzen

(oft einseitig), brennenden Händen und Füßen und mehr. Kurz gesagt,

Menschen mit Fibromyalgie haben eine Menge von Beschwerden.

Fibromyalgie scheint eine ererbte biochemische Abweichung zu sein, die

in erster Linie Frauen befällt. Die Symptome können sich in jedem Alter,

einschließlich der Kindheit, entwickeln und in Zyklen fortschreiten.

Anfangs können sie leicht sein, mit langen Lücken oder Nachlassen

zwischen den Anfällen. Irgendwann verschlechtern sich die Symptome

jedoch und es gibt keine guten Tage mehr zwischen den schlechten Tagen.

Nachdem die Patienten beginnen, Guaifenesin einzunehmen, entwickeln sich

die Symptome so zurück, wie sie sich entwickelt haben, in Zyklen, aber

um einige Male schneller - so, als ob man eine Videokassette seiner

Krankheit zurückspulen würde. Leider sind sie oft schlimmer als vorher,

da die Umkehrung viele Gebiete gleichzeitig betrifft. Allmählich und

fortschreitend treten jedoch mehr gute Tage auf, häufen sich und

schließlich ist der Patient normal wiederhergestellt. Meine Erfahrung

ist, dass etwa 2 Monate mit der passenden Dosis mindestens ein Jahr

aufgelaufene Krankheit umkehren.

*Behandlung und Theorie*

Guaifenesin, ein Medikament, das verwendet wird, um Schleim zu

verflüssigen, ist leicht urikosurisch. Urikosurische Medikamente werden

verwendet, um Gicht zu behandeln, indem sie die Ausscheidung von

Harnsäure im Urin bewirken. Vor vielen Jahren entdeckte ich ziemlich

zufällig, dass urikosurische Medikamente auch bei Fibromyalgie wirken.

(Ich muss jedoch betonen, dass Fibromyalgie und Gicht nicht miteinander

in Verbindung stehen.) Anders als die starken urikosurischen

Medikamente, die in der Vergangenheit benutzt wurden, hat Guaifenesin

wenig, wenn überhaupt irgendwelche Nebenwirkungen.

Nach dem Stolpern über eine wirksame Behandlung erschien es angemessen,

eine auf den Ergebnissen begründete Theorie zu formulieren. Nachdem ich

bei einigen Patienten 24-Stunden-Urinsammlungen analysierte, vor und

nach der Behandlung, fand ich einen bedeutsamen Anstieg bei der

Ausscheidung von Phosphat und einen gemäßigten Anstieg von Oxalat und

Calcium, nachdem mit Guaifenesin begonnen wurde. Ich vermutete, dass die

Körperzellen von Fibromyalgie-Erkrankten anormale Mengen an Substanzen,

die durch die Nieren hätten ausgeschieden werden sollen, zurückbehalten.

Diese Abweichung, die auf eine ererbte enzymatische Unzulänglichkeit

zurückzuführen sein könnte, führt zu Symptomen, die

Fibromyalgie-Erkrankte in so vielen Geweben und Systemen des Körpers haben.

Meine Hypothese, die Gegenstand weiterer Forschung ist, ist, dass sich

in den Zellen ein Überschuss an intrazellularem Phosphat und

möglicherweise Oxalat aufbaut und die Bildung von Energie (ATP) in den

"Kraftwerken" der Zellen, den Mitochondrien, unterdrückt. Andere

Forscher haben vielfältige biochemische Abweichungen in Verbindung mit

Fibromyalgie entdeckt.

A%ndrexa80


Infoende..

*Fakten zur Handhabung*

Die benötigte Guaifenesin-Dosierung wird durch die Reaktion des

Patienten bestimmt. Sie variiert von 300 mg zweimal pro Tag bis hin zu

einer Höhe von 3600 mg pro Tag. Guaifenesin ist über 20 Jahre lang

benutzt worden, hat keine bedeutsamen verzeichneten Nebenwirkungen und

ist für Kinder sicher.

Der Behandlungsfortschritt wird sowohl durch die Verbesserung der

Symptome gemessen, als auch durch das Ausfüllen von Körperlandkarten,

die die Lage und Größe empfindlicher Punkte, Krämpfe oder harter

Stellen, die in den Muskeln und Bändern gespürt werden, zeigen. Da

Guaifenesin Fibromyalgie aus dem Körper heraus "beseitigt", nehmen diese

Stellen an Größe ab und verschwinden irgendwann.

/Aspirin und Aloe:/ Ein Schlüsselaspekt der Behandlung ist, dass

Salicylate, die in Aspirin und anderen Zusammensetzungen enthalten sind,

die Wirkungen aller urikosurischen Medikamente, einschließlich

Guaifenesin, vollständig blockieren. Darüber hinaus nimmt die Haut

leicht Salicylate in den Körper auf. Salicylate werden von allen

Pflanzen produziert, von denen die auserlesensten Teile konzentriert

werden, um pflanzliche Medikamente, viele Kosmetika und Deodorants

herzustellen. Somit können Patienten, die mit Guaifenesin behandelt

werden, kein Aspirin oder pflanzliche Medikamente nehmen oder

irgendwelche Hautcremes oder örtliche Produkte, die Pflanzen enthalten,

einschließlich Aloe, benutzen. Rizinusöl, Listerine, Ben Gay und

Rasierer mit Aloe-Streifen gehören zu den vielen Schuldigen, die die

Aktivität von Guaifenesin blockieren. Wenn Blockierung auftritt, haben

die Patienten keine ungünstigen Wirkungen, sie haben lediglich keinen

Nutzen für die Fibromyalgie.

/Hypoglykämie:/ Ein anderer verkomplizierender Faktor bei der

Guaifenesin-Behandlung ist Hypoglykämie oder "niedriger Blutzucker",

besser definiert als Kohlenhydrat-Intoleranz. Einige der vielen Symptome

von Hypoglykämie sind Müdigkeit, Panik, Herzklopfen und Benommenheit

nach dem Verzehr von Zucker oder Stärke. Hypoglykämie kann durch eine

strenge Diät kontrolliert werden, die Zucker, die meisten Kohlenhydrate

und Koffein unterlässt.

Als Endokrinologe sehe ich viele Hypoglykämie-Erkrankte und habe

herausgefunden, dass um die 40% meiner Fibromyalgie-Patienten

hypoglykämisch sind. Es ist obligatorisch, dass die beiden Syndrome

zusammen behandelt werden, sonst wird sich der Patient nicht besser

fühlen. Der zusätzliche Energieverbrauch durch Hypoglykämie kann

unbehandelt auch die Guaifenesin-Behandlung unerträglich machen.

/Aufrechterhaltende Dosis:/ Da ererbte Abweichungen wie Fibromyalgie

nicht geheilt, sondern nur kontrolliert werden können, müssen die

Patienten Guaifenesin für den Rest ihres Lebens nehmen, sonst kommen die

Symptome zurück. Deshalb ist eine aufrechterhaltende Dosis notwendig,

üblicherweise dieselbe Menge, die benötigt wurde, um sie zu beseitigen.

Einige meiner frühesten Patienten haben urikosurische Medikamente über

mehr als 30 Jahre lang genommen und erhalten eine hohe Lebensqualität

aufrecht.

nach oben < [[http://www.ica-ev.de/ic_begleiterkrankungen.htm#top]]>*nach oben*

*Örtliche Östrogenbehandlung*

*Dr. med. John J. Willems*

Die Vulva-Krankheit wurde mir 1976 während eines Gemeinschaftstrainings

am Medizinischen College von Wisconsin zur Kenntnis gebracht. Später

brachte ich das, was zu der Zeit empfohlen wurde - in erster Linie

operatives Herausschneiden - in eine allgemeine Geburtshilfe- und

Gynäkologie-Praxis an der Scripps-Klinik und -Forschungsstiftung ein.

1988 wurden fünf Frauen an mich überwiesen, nachdem sie

CO2-Laseroperationen gehabt hatten, um rote Punkte in ihrer Vulva-Haut

zu verdampfen, von denen ihre Ärzte dachten, dass sie eine Verbindung

mit HPV (= menschliches Papillomavirus, das Warzen verursacht) hatten.

Wieder war ich belehrt worden, dass die operative Entfernung des

Gebietes die anerkannte Lösung des Problems war.

*Das Gewebe zäh machen*

Es ist eine übliche gynäkologische Vorgehensweise, Scheidengewebe mit

einer örtlichen Östrogencreme auf eine Operation vorzubereiten. Östrogen

neigt dazu, die Haut dicker zu machen und sie mit einer besseren

Blutzufuhr zu versorgen. Somit hat der Chirurg nicht nur besseres

Gewebe, mit dem er arbeiten kann, sondern auch die Heilungsmöglichkeiten

nach der Operation werden gesteigert. Da Vorhofgewebe dünn ist, nachdem

es gelasert wurde, fand ich es vernünftig, es mit einer Kur mit

örtlichem Östrogen auf eine Operation vorzubereiten.

Vor der Operation erzählten mir einige der Frauen, dass sie sich nach

der Benutzung der Östrogencreme viel besser fühlten und fragten mich, ob

sie die Operation verschieben könnten. Von diesem kleinen Beginn aus

probierte ich eine örtliche Östrogenbehandlung mit Vulvar Vestibulitis -

Patienten, die niemals eine Laserbehandlung hatten und kam zu den

gleichen positiven Ergebnissen.

*Heilungsrichtlinien*

Ich weise meine Patienten an, zweimal am Tag eine kleine Menge

Östrogencreme zu verwenden, ungefähr die Menge, die man von Zahnpaste

auf eine Zahnbürste geben würde. Sie sollte sanft in die schmerzhafte

äußere Haut eingerieben, nicht in der Scheide benutzt werden. Der

Heilungsprozess ist langsam. Es dauert oft mindestens 6 Wochen, bis die

Besserung beginnt. Jedoch sollte innerhalb der ersten 6 Monate ein

deutlicher Fortschritt zu erkennen sein.

Wenn sich die Krankheit aufzulösen beginnt, kann gesteigertes Jucken

auftreten. Ich warne meine Patienten, dass dies keine Hefe-Infektion ist

und dass sie keine Anti-Hefe-Medikation oder Steroid-Cremes benutzen,

sondern nur beharrlich weitermachen sollten, bis die Symptome sich

legen. Jucken ist ein Zeichen der Heilung.

Trotz des Fortschritts werden für eine Zeitlang Aufflackerungen oder

Rückschläge weiter vorkommen, besonders wenn eine Frau vor ihrer Periode

oder unter Stress ist. Allmählich werden gute Tage die schlechten Tage

zahlenmäßig übertreffen und die Symptome werden weniger schlimm werden.

Die Östrogencreme muss auf fortgeführter Grundlage benutzt werden. Wann

immer meine Patienten ganz damit aufhören, haben sie Rückfälle. Viele

Frauen sind jedoch in der Lage, die Dosis auf eine Anwendung pro Tag,

dann jeden zweiten Tag, usw. zu vermindern, bis sie ihr persönliches

Aufrechterhaltungsniveau finden.

Wenn man sich an diesen Behandlungsplan hält, wird nur eine winzige

Menge Östrogen vom System aufgenommen. Die Blutwerte meiner Patienten

waren bei der Kontrolle normal und niemand berichtete irgendwelche

Hyperöstrogenismus-Symptome, wie z. B. gesteigerte Brustgröße. Während

der letzten 8 Jahre hatten 177 von 201 Patienten (88%) gute Ergebnisse,

einschließlich 13, die sich einer nicht erfolgreichen vollständigen

operativen Herausschneidung des Vorhofs (verschieden bezeichnet:

Perineoplastik, Vestibuloplastik und Vestibulektomie) unterzogen hatten

und 22, die sich einer Laseroperation unterzogen hatten, 5 davon

wiederholt. Über Zeit hat örtliches Östrogen die Fähigkeit, selbst bei

schwer beschädigtem oder vernarbtem Gewebe eine Umbildung oder

Wiederherrichtung des Gewebes zu bewirken.

*Biofeedback und andere Behandlungen*

Seit 1993 habe ich fast jeden neuen Vulva-Patienten zur Beurteilung der

Beckenbodenmuskulatur an einen Biofeedback-Therapeuten überwiesen. Die

meisten Vulva-Schmerz-Patienten haben als Reaktion auf ihre chronischen

Schmerzen eine Spannung der Beckenbodenmuskulatur. Den Muskel

wiederherzustellen ist bei der Auflösung der Schmerzen bedenklich, wenn

Muskel-krämpfe vorliegen. (Siehe Biofeedback-Box.)

Zusätzlich empfahl ich oft eine Oxalatbeurteilung und -behandlung,

besonders wenn die Vulva-Schmerzen seit langer Zeit bestanden hatten

oder urologische Symptome vorlagen. Eine Kombination von Behandlungen

hat bei der Mehrzahl meiner Patienten am besten funktioniert.

Örtliches Östrogen scheint mit NAG-Behandlung so gesehen verwandt zu

sein, dass es zusammenhängendes Gewebe aufbaut, die Vulva-Haut stärker

macht und widerstandsfähiger gegen Entzündung. Ohne Rücksicht auf die

genaue Ätiologie (Ursache) haben Ärzte jetzt gute Werkzeuge, um zu

beginnen, Frauen zu helfen, ihre Schmerzen dramatisch zu verringern und

zum normalen Funktionieren zurückzukehren.

*Biofeedback und Schmerzverringerung*

Chronische Krämpfe oder Spannung des Beckenbodenmuskels ist eine

automatische Reaktion auf lang andauernde, intensive Schmerzen in der

Genitalgegend. Da Muskelkrämpfe selber Schmerzen verursachen, könnte

eine wirksame Behandlung von Vulva-Schmerzen nicht zu verwirklichen

sein, solange der Muskel nicht stabilisiert (= gefestigt) wurde.

Biofeedback zur Wiederherstellung des Beckenbodenmuskels seit seit

vielen Jahren benutzt worden, um Harn- und Stuhlinkontinenz (=

Unvermögen, Harn oder Stuhl willkürlich zurückzuhalten) und andere

Schmerzsyndrome im Beckenbodenmuskel aufzulösen. Dieselben Fertigkeiten,

angewendet um Vulva-Schmerzen zu lindern, haben sich in den letzten

Jahren als ziemlich erfolgreich erwiesen.

Bemerkung des Herausgebers: Siehe den Artikel über die Wiederherstellung

des Beckenbodenmuskels in der nächsten Ausgabe von "Womenïs Health

Digest" (= Frauengesundheitsabriss).

Für die überwältigende Mehrheit der praktischen Ärzte ist es eine große

Neuigkeit zu erfahren, dass der Vorhof der äußeren weiblichen Genitalien

nicht entfernt werden sollte. Die Botschaft, die wir verbreiten wollen,

ist: "Operieren Sie nicht, lasern Sie nicht, spritzen Sie kein

Interferon, bevor Sie nicht die anderen, nicht invasiven, nicht

traumatischen Modalitäten ausprobiert haben." - Dr. med. John J. Willems

B>arbaxra82


Guter Text

Hallo Andrea und alle anderen.

Ich finde die Zusammenfassung sehr gut, auch wenn ich sie nur überflogen habe.

Ich habe mir einen Schlachtplan aufgestellt.

Wenn Ärzte dauernd keine Ahnung haben, und sich auch nicht informieren (wo ich doch so viel schon gelesen habe) bekommen sie von mir halt diverse Informationen mitgebracht.

Ich werde so viel Infomaterial wie möglich kopieren und es den Ärzten geben, die ich in Zukunft besuchen werde.

Ich suche eine Allgemeinmedizienerin, probiere nochmal eine neue Frauenärztin, will aber auch Urologisch alles abklären lassen, von einem Arzt der sich mit IC auskennt (Adresse bekomme ich hoffentlich von der Selbsthilfegruppe, wo ich seit neustem Mitglied bin), ich habe vor allem Texte zur Pudendus-Neuralgie ausgedruckt, und wenn mir die Ärzte bestätigen, dass sowas bei mir möglich ist, werden mir meine Elter (die sehr besorgt um mich sind) wohl auch die Behandlung in Nantes bezahlen.

Ansonsten mach ich weiter brav progressive Muskelentspannung und überlege mir nochmal eine Therapeutin zu suchen (bei mir wird es deutlich merklich durch Stress und psychische Probleme verstärkt).

Ich bin im Moment hoch motiviert, habe vor, mich nicht mehr abspeisen zu lassen (werde schonmal beim arzt ganz kleinlaut, was man sonst eher nicht von mir kennt), und bin im moment überzeugt, dass wenn ich nicht locker lasse, ich eine lösung finden, muss.

Ich hoffe ihr könnt auch etwas Motivation und Optimismus aufbringen.

Ich sage bescheid, wenns Neuigkeiten gibt.

Liebe Grüße

Barbara

n9assaUjxa


Meine Erfahrungen...

Hallo!

Habe mich hier heute neu eingetragen, verfolge aber die Diskussionen schon seid langem und versuche mir immerwieder neue Anregungen zu holen.

Ich habe leider jegliches Vertrauen an Ärzte verloren.

Ich hatte das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Anfangs hatte ich großes Vertrauen an meinen Frauenarzt, mit dem auch schon meine Mutter seid 30Jahren zufrieden ist, doch er hat meinen Fall mit solcher Gleichgültigkeit behandelt, dass ich mir echt am Ende nur noch verarscht vorkam, als es wieder hieß, dass keine äußeren Symptome erkennbar seien, er dennoch einen Abstrich näme (oh wie großzügig..danke!), dieser jedoch in der Regel nie zu etwas führte und es dann zu guter letzt meist auf die Verschreibung irgendeiner schwachsinnigen Creme hinauslief, die ich mir dann wieder wochenlang 3mal täglich eintrichtern durfte ohne jegliche Verbesserung meines Befindens.

Nun habe ich beschlossen mein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und nachzuforschen, was ich habe. DIe hier beschriebenen Ansätze erscheinen mir recht vielverschprechend. Ich habe jedenfalls seid langem mal wieder Hoffnung, dass ich vielleicht doch nicht "unheilbar" bin, nachdem ich mir eben die neuesten Einträge durchgelesen habe.

Ich wollte mich vorweg mal bei allen, die hier immerwieder ihre Artikel ins Netz setzen bedanken. Auch wenn ich bisher noch nicht geheilt werden konnte und ich noch immer nicht genau weiß, was mit mir los ist, sind es doch die gleichen psychischen Belastungen, die hier wohl alle mitmachen. Es ist aufbauend zu sehen, dass andere Frauen die gleichen Gefühle haben und somit auch Verständnis!

Ich habe manchmal das Gefühl, jemand, der nicht Betroffen ist, hat gar keine Vorstellung, was es beudetet. Wie sehr die Lebensqualität dadruch eingeschrenkt ist, vorallem natürlich wenn man in eine festen Beziehung von heute auf morgen keinen GV haben kann, obwohl man gerne würde.

Meine Mutter hat erst bei meinem zunehmenden Gewichtsverlust (wenn es so weiter geht haben wir balld die 10Kilo Grenze erreicht, was bei 55kg verteilt auf 1,73m auch nicht mehr lustig ist) gecheckt, dass das nicht so harmlos ist, wie sie es erst angenommen hatte.

Mein Freund, der am Anfang großes Verständnis gezeigt hat (ich weiß bis heute nicht, ob es ihm wirkl. enst war, dass ihm das nichts ausmacht), konnte nicht ansehen, wie ich leide und mich immer tiefer in mein Schneckenhaus zurück gezogen habe.

Ich komme mir manchmal so hilflos vor, dass ich beihnahe täglich an Selbstmord denke, weil ich nicht weiter weiß und einfach nur verzweifelt bin. Es gibt aber auch Momente, in denen ich die "Krankheit" vergessen kann und "lebe". Doch Leider nehmen diese Moment in der letzten Zeit immer mehr ab und so vegetiere ich vor mir dahin und verliere mehr und mehr die Lust am Leben.

Auch wenn ich noch längst nicht alles ausprobiert habe, ich bin jetzt schon so erschöpft von den ständigen, erfolglosen Arztbesuchen, dass meine Kraft aufgebraucht scheint. DIe Beziehung zu meinem Freund, mit dem ich vor dem Einsetzen meiner Schmerzen fast ein Jahr sehr glücklich war und der mir sehr nah war, da ich mit ihm über alles reden konnte, ist darunter zerbrochen, wodurch ich bloß zusätzlich leide.

Es ist ein Teufelskreis. Alles um einen herum scheint zu zerbrechen.

Ich habe nun keinen mehr, mit dem ich offen darüber sprechen kann. Daher schreibe ich hier einmal alles nieder. Es hilft mir persönlich, die Dinge zu verarbeiten, aber viell hilft es ja auch jemandem, der es liest, so wie es mir immer geholfen hat, die Gefühle und Texte anderer zu studieren.

Das schlimmste ist, dass ich mich selbst nicht mehr liebe. Ich habe meinen (Ex-)Freund dazu gebracht, mich nicht mehr zu lieben. Anfangs unbewusst,später bewusst. Wer sich selbst nicht liebt, kann keine Liebe geben. Wer keine Liebe gibt, der kann auch keine verlangen.Verständnis für den PArtner ist wohl das wichtigste, was es in eienr beziehung gibt und wie soll man das schon kriegen, wenn man von vorneherein denkt "er kann mich nicht verstehen, er hat das nicht". Ich habe nur noch das negative an ihm und an der Welt gesehen.

Ich muss zugeben, dass ich mich in ein Loch habe fallen lassen, aus dem ich eigenständig nicht mehr herauskomme. ICh bekomme bald psychische Beratung, doch allen, die sich noch nicht so haben fallen lassen wie ich, rate ich stark zu bleiben und zu kämpfen. Lenkt euch ab und macht euch am besten erst gar nicht so viele Gedanken darüber, wie ich es getan habe, denn das verschlechter es nur. Desto mehr Gedanken man sich macht, desto tiefer ist das Loch in das man fällt.

Ich verspreche mich wieder hier zu melden, wenn ich die in den Diskussionen auftaucheneden Behandlung getestet habe. Ich hoffe ich kann euch dann einen Erfolg mitteilen. Es würde mir einfach ALLES bedeuten.

Ich habe mein Problem zum Mittelpunkt meines Lebens werden lassen, das war der größte Fehler den man machen konnte.

Ich weiß, dass mein Bericht nicht gerade hoffnungsspendend ist, aber ich hoffe das vielleicht iregdnwer der ahnung hat ihn liest und mir weitere tips geben kann, vorallem, wenn ich merke, dass die ganzen Behandlungen auch in zukunft nicht anschlagen.

n[assaajxa


Fragebogen

Fragebogen:

1. Alter

-17

2. Größe und Statur (Untergewicht, Übergewicht, sehr schlank, zerbrechlich oder eher vollschlank und robust)

-1,73m 55kg

3. wie lange habt Ihr schon die Beschwerden?

-fast zwei Jahre

4. Wo genau könnt Ihr diese lokalisieren?

-nur innerlich, im Scheidenengang

5. Gibt es eine auffällige Hautveränderung an der schmerzenden Stelle? Rötung usw.?

- ich bilde mir eine minimale Rötung ein, ansonsten aber keine Symptome

6. Sind die Beschwerden permanent oder werden sie nur durch Reizung ausgelöst? Wann wird es besser, schlechter? morgens, abends, Sex, Toilette, Anfassen, Regel...

-die Schmerzen sind permanent; früher nach GV schlimmer, jetzt ist jedoch auf Grund der Schmerzen an Sex nicht mehr zu denken

7. Leidet Ihr an sonstigen Hautkrankheiten? Neurodermitis, trockene Haut, Allergien..

-diverse allergien (besonders starke Nickelallergie)

-in Kindheit immerwieder juckende Hautstellen, besonders im Winter(Hautarzt sprach von leichter Neurodermitis), seid der Pubertät jedoch keien Beschwerden mehr

-im Winter recht trockene Haut

8. Seid Ihr sehr schmerzempfindlich? Und bekommt Ihr schnell blaue Flecken?

- beides normal

9. Habt Ihr Immunschwächen? Sprich seid Ihr oft krank?

-eher nicht

10. Habt Ihr Magenprobleme? Wenn ja, wann und wie oft?

-nein

11. Ist Euer Zahnfleisch desöfteren wund oder entzündet?

-nein

12. Seid Ihr kälteempfindlich?

-ja, oft kalte Hände und Füße, aber vorallem sehr schnell blaue Lippen

13. Habt Ihr Venenbeschwerden? Sprich Krampfadern oder schwere Beine?

-nein, weder noch

14. Was ist bei Euch schon alles diagnostiziert worden? Sprich was ist bei Euch schon untersucht, gefunden oder ausgeschlossen worden? Bei welchen Fachärzten ward Ihr schon? Und welche Behandlungen habt Ihr schon über Euch ergehen lassen? Wenn es geht in Stichpunkten.

- wiederholte Pilzinfektion (immerwieder Cremes) (jetzt kein Pilz mehr, Sypmtome sind aber geblieben)

- Fissur

- Allergietest

- Hormonspiegelung (Blutabnahme befindet sich im Labor..noch keine Ergebnisse)

15. Gibt es sonstige Krankheiten oder Beschwerden, die Ihr habt, ich aber hier nicht aufgeführt habe?

- wiederholt auftretende Steißbeinschmerzen (Sitzproblem), die jedoch nach ein bis zwei Tagen abklingen

- entzünfungsartige Schwellung am Auge (besonders bei wenig Schlaf)

- ab und zu Herpes

- Hyperdrose (verstärkte Schweißproduktion der Achselschweißdrüsen)--> wurde durch Botox-Therapie behandelt

16. Seid Ihr eher zerbrechlich und leicht überfordert, weinerlich oder wirft Euch so schnell nichts aus der Bahn?

- körperlich fit

- psychisch dagegn sehr labil.. die SChmerzen wurden im vergangenen Jahr zunehmend zu einer psychischen Belastung, da ich mich nicht mehr in meiner Weiblichkeit als vollwertig empfinde, die Beziehung zu meinem Freund darunter zerbrach und ich jedesmal in Tränen ausbreche wenn ich nur daran denke (was sich durch die Schmerzen nicht vermeiden lässt)

17. Wie wirken sich die Beschwerden auf Euer Sexleben aus? Verbindet Ihr schon Sex mit Schmerz?

- Sex ist auf Grund der starken Schmerzen beim Eindringen nicht möglich, anfangs haben wir es noch versucht, die Schmerzen wurden jedoch schlimmer und am Ende habe ich mich schon gar nicht mehr getraut es überhaupt zu versuchen, weil ich nach jedem misglückten Versuch in starke Depressionen verfiel, die Beziehung zu meinem Freund zerbrach, weil ich zunehmende Berührungsängste jeglicher Art entwickelte

- ich war nicht bzw. bin nicht mehr in der LAge zu lieben, ich fühle mich abgestumpft

18. Hattet Ihr in Eurer Kindheit irgendwelche schlimmen Erfahrungen? Scheidung der Eltern etc...

-kein schlimmen Erlebenisse, doch viele Auseinandersetzungen mit den Eltern, die aus meiner Sicht zu streng waren...genau in der Phase wo meine SChmerzen begannen (bringe ich jedoch nicht direkt in ZUsammenhang)

19. Habt Ihr viel Stress? Und wie schlägt sich der bei Euch nieder? Unwohlsein, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen...

- habe zwar viel Stress, fühle mich aber nicht sonderlich überfordert

20. Eßt Ihr regelmäßig und trinkt Ihr genug?

-ernähre mich gesund und meistens regelmäßig

21. Seid Ihr die Einzigsten in Eurer Familie die solche Beschwerden haben oder hatten?

-Mutter hat Herpes

Vater seid vielen Jahren einer Fissur, die ihm jedoch keine Schmerzen bereitet

22. Habt Ihr anormalen Ausfluss? Farbe, Beschaffenheit...

-könnte ich nicht behaupten...von Tag zu Tag verschieden

23. Schwitzt Ihr sehr stark? Gibt es gar Verfärbungen in der Kleidung?

-vor der Botox therapie schwitzte ich übermäßig stark, was meine Lebensqualität ebenfalls stark beeinträchtigte, da ich mich nicht mehr traute Klamotten zu tragen, bei denen man irgendetwas hätte sehen können...ich fühlte mich in meiner hAut unwohl...jetzt ist aber sehr viel besser! (kann ich nur jedem zu raten, der ebenfalls unter Hyperdrose leided)

24. Habt Ihr auch Schmerzen beim oder nach dem Stuhlgang? Verspürt Ihr da ein Brennen am After?

-nein

25. Brennt es auch beim Urinieren?

-manchmal bilde ich mir das ein, aber glaube prinzipiell nicht

26. Benutzt Ihr Tampons oder Slipeinlagen?

-wenn die Blutungen sehr stark sind, kann ich unter SChmerzen ein Tampon verwenden, doch das ist eher die Seltenheit

- seid dem absetzen der Pille (vor 3Monaten) hatte ich meine Periode noch keinmal wieder...(daher jetzt auch die Hormonspiegelung)

-ansonten aber immer nur Slipeinlagen bzw BInden

27. Habt Ihr eine trockene Scheide?

-nein, könnte ich nicht sagen

28. Wie wascht Ihr Euch? Nur mit Wasser? Seife? Macht Ihr Schaum ins Badewasser?

-seid dem Allergietest mit Allergikerduschgel oder nur klarem wasser (das Allergikerduschgel hat aber nichts verändert)

29. Tragt Ihr Synthetikunterwäsche oder Baumwolle?

-beides...auf Tangas habe ich in letzter Zeit extra mal verzichtet, hat jedoch auch nicht bewirkt

30. nimmst du die pille oder andere hormone (z.b. wechseljahrhormone etc)? wenn ja, welche und wie lange schon?

-belara(starke Zwischenblutungen) , dann valette (über ein JAhr gerelter Zyklus)

-derzeit nichts

31. irgendwelche operativen eingriffe "da unten"?

-nix

32. Irgendwelche Vermutungen, woher das alles kommen kann? Auslöser für die Beschwerden?

-ich bin mit meinem LAtein am Ende

Ich tippe mal, dass es ein Zusammenspiel von Psyche und empfindlichem bzw gestörtem Gewebe ist

33. Haben die Schmerzen mit Einstetzen der Periode angefangen?

- ich hatte ca ein halbes Jahr ohne Probleme GV

-die Schmerzen kamen mit einer Pizlinfektion

I1shaxra


Auswertung der Fragebögen

Grüßt Euch!

Ich würde gerne mal eine Zusammenstellung der bisherigen Antworten in den Fragebögen sehen, eine Statistik oder so etwas.

Ich denke, jemand hat das von Euch schon mal in Angriff genommen - vielleicht könnte ich die Ergebnisse ja sehen. Ein paar Parallelen scheinen ja doch aufzutreten...

(Könnte mir die ganzen Bögen natürlich auch in eine Datei kopieren und selbst alles vergleichen, aber wenn eine von Euch sich die Arbeit schonmal gemacht hat!?)

Alles Gute und Dankeschön

n)ass{axja


Frage zu Oxalat-diät

wenn man sich im Internet über "Oxalat-Diät" erhält man den Eindruck, man dürfe nun gar nichts mehr essen. Kennt ihr gute links dazu oder können die, die schon Erfahrungen mit deiser Diät gesammelt haben, mir vielleicht soetwas wie eine Lebensmitteltabelle oder Diät-PLan schicken. Das wäre echt super..

AVndreaS8x0


@ Ishara

Ich hab voriges Jahr damit angefangen die Steckbriefe auszuwerten und verkürzt in eine Tabelle zu bringen... Das ist allerdings ins Uferlose ausgelaufen und ich hatte irgendwann keine Zeit und keinen Nerv mehr... Mittlerweile dürften schon an die 50 oder 60 Steckbriefe oder sogar mehr zusammengekommen sein, hab selber damals nur die ersten 20 oder so gemacht... Da ich grad kurz vor meinem Diplom stehe habe ich auch keine Zeit mich damit zu beschäftigen... Hab mich damals auch wahrscheinlich viel zu sehr auf die Auswertung und Zusammenfassung konzentriert.. Wäre vielleicht besser gewesen sie einfach so wie sie sind zu lassen und nebeneinanderzulegen... Dann hätte ich nicht so viel Zeit investiert...

@nassaja

Die Oxalat-Diät ist mittlerweile schon wieder überholt und soll nach neusten Informationen nichts nützen...

BBar*bara8B2


Hallo Nassja

Was ich in Deinem Beitrag lese, kenne ich gut. Ich war ja auch mal ein Jahr in Therapie. Auch bei mir ist eine Beziehung mitunter daran kaputt gegangen. Ich hatte eine feindliche Einstellung zu meinem Körper und sowas.

Heute sagen oft Ärzte zu mir, es sei erstaunlich, dass ich so ein positiver Mensch bin. Immerhin hab ich die Schmerzen seit 7 Jahren. Aber ich glaube einfach, dass ich noch lange nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe.

Dein Beitrag ist nicht entmutigend für andere, aber ich hoffe, dass es für Dich ermutigend ist, hier zu schreiben.

Liebe Grüße

nqassaxja


schade..ich hatte jetzt große Hoffnungen auf diese oxakat-diät gesetzt. Aber wenn diese überholt ist, was gibt es denn dann neues?

Ich bin für alles offen, hauptsache ich kann endlich etwas tun. Dieses ständige Warten auf irgendwelche testergebnisse von meinen Ärzten macht mich irre.

I@shavra


@Andrea80

Hallo Andrea!

Okay, dankeschön für die Info! Werde mich dann vielleicht einmal selbst daran versuchen. Falls etwas Gutes dabei herauskommt, melde ich mich zurück!

Alles Gute und schöne Herbsttage!

IOshaxra


Gesundheitsgedächtnis und Sex

Hallo, Ihr Lieben!

Ich möchte über ein Thema schreiben, das hier bisher nicht so direkt angesprochen worden ist. Aber der Reihe nach:

Ich denke als physische Ursache meiner Unannehmlichkeiten kann ich eine Pilzinfektion und deren (falsche!) lokale Behandlung über 3 Monate nennen. Die Haut blieb nach dem Abheilen der Pilzinfektion an zwei kleinen Stellen am Scheideneingang einfach berührungsempfindlich und gerötet. Das war vor ca. 1,5 Jahren. Ich habe so keine Probleme damit, allerdings konnte ich seitdem den Sex mit meinem Partner nur selten genießen.

Wir alle wissen (so denke ich jedenfalls), dass der Körper, bwz. vielmehr wir, unser Unterbewusstsein, unser Bewusstsein - wie auch immer - ein Schmerzgedächtnis hat. D.h. wir schenken einem Körperteil, dem es nicht gut geht, mehr Aufmerksamkeit und konzentrieren uns dabei darauf, dass es ihm nicht gut geht. (Also so Gedanken wie: "Aua, mein Fuß tut weh." und merken uns dann (unglücklicherweise) diesen Zustand.)

Ich habe für mich festgestellt, dass ich Schmerzen oft neutralisieren kann, wenn ich mein Gesundheitsgedächtnis (!) aktiviere. Also wenn mir z.B. der rechte Fuß weh tut, konzentriere ich mich darauf, wie sich der linke (gesunde) gerade anfühlt, und versuche das gesunde Gefühl dann vom linken Fuß abzupausen und auf den rechten Fuß zu übertragen.

So etwas funktioniert natürlich gut, wenn man ein zweites gesundes Exemplar gerade zur Verfügung hat. Bei der Nase wird es dann schon schwieriger J - oder eben bei unserem Unterleib.

Für mich ist die Erfahrung, Schmerzen beim Sex zu empfinden, sehr massiv und ich habe bisher keine Möglichkeit gefunden, jemandem wirklich zu erklären, was ich dabei empfinde. Ich möchte mit Euch gerne über dieses Thema sprechen bzw. möchte gerne etwas über Eure Methoden/Taktiken erfahren, damit umzugehen.

Ich liebe meinen Partner und möchte sehr gerne Sex mit ihm machen. Wenn es dann aber so etwas wie eine "erotische Einladung" (ich weiß nicht, wie ich das nennen soll) gibt, schaltet sich meist mein Schmerzgedächtnis ein und die Lust die frau bwz. ich gesunderweise empfinde, stellt sich nicht ein. D.h. ich will Sex machen (sosehr, dass ich alternativ am liebsten Türen eintreten oder laut schreien würde), aber es geht nicht. Ich bin(emotional) nicht locker und dann tut es natürlich erst recht weh.

Das daraus ein sich selbst verstärkender Kreis entsteht, wenn frau nicht aufpasst, ist klar. Ich denke da immer an ein Kind, das gerne heiße Waffeln mag, der Versuchung nicht widerstehen kann, sich aber immer wieder die Zunge daran verbrennt. Irgendwann wird es die Waffeln nicht mehr essen mögen.

Erstaunlicherweise kann ich ab und zu Sex machen quasi ohne Schmerzen zu haben. Ich weiß nicht genau, was dann anders ist. Nur ist mein Bewusstseinszustand um ein paar Schwingungen verändert und ich agiere in dem Moment auf der geistigen Grundlage all der schönen erotischen Erlebnisse, die ich (zum Glück und zu meiner großen Freude!) eben auch schon hatte. (siehe Gesundheitsgedächtnis)

Erinnere ich mich dann aber für einen Moment an die Schmerzen oder bekomme Angst, dass es gleich weh tun könnte (anstelle in der wundervollen Gegenwart zu sein), ist es meist schon zu spät und die schönen Gefühle sind weg und es tut tatsächlich weh.

Ich weiß nicht, ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Ich denke, dass in unseren Gedanken in jedem Fall ein großes Heilungspotential liegt bzw. generell die Möglichkeit unsere Wirklichkeit selbst zu gestalten, was wir noch nicht richtig angetastet haben. Ich freue mich sehr, wenn ihr über eure Erfahrungen berichtet. Vielleicht kommen uns so weitere gute Ideen für mehr Freude und Gesundheit im Leben!

Alles Gute

AFndr}ea80


Hallo Ishara,

ich finde diesen Punkt sehr wichtig und habe ähnliche Erfahrungen wie Du gemacht. Meine sehen allerdings so aus, dass ich bemerkt habe, dass ich unbewußt den gesamten Geschlechtsbereich, einschließlich After angespannt habe... - permanent... Das äussert sich dann natürlich in Form eines Muskelkaters durch die ständige Kontraktion... und das tut weh bei Berührung... Ich denke, das ist der Grund für den Druckschmerz den ich habe... (dieser ist auch erst in den letzten 2-3 Jahren dazu gekommen... "erst" ist in diesem Fall relativ, da ich ja schon seit über 10 Jahren an dem Mist leide) Das Brennen allerdings kann ich nicht beeinflussen... Ich versuch seit einiger Zeit mich bewußt auf Entspannung zu konzentrieren und das klappt auch ganz gut.. SEitdem geht es einigermaßen besser... Dennoch finde ich es sehr schwierig ein Gesundheitsgedächtnis von dem Du sprichst herzustellen... Ich hatte noch keine schmerzfreie sexuelle Erfahrung...!!! Weiß daher gar nicht auf was ich mich berufen soll...

Doch denke ich, dass die Psyche schon einen großen Anteil unserer Beschwerden ausmacht... Da wir immer tiefer in einen Teufelskreis geraten... Kann Euch nur empfehlen Euch ganz viele Momente am Tag zu gönnen wo ihr Euch ganz bewußt in der Region entspannt, Euch schöne GEdanken macht... Mir hilft das sehr gut... Ich bin noch nicht geheilt, aber hab meine Schmerzskala von 8 oder 9 auf 3, 4 oder 5 runtergeschraubt und das ganz ohne Medikamente...

Liebe Grüße

Andrea

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gynäkologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Kinderwunsch · Schwangerschaft · Sternenkinder · Verhütung · Wechseljahre · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH