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Zusätzlich Östrogen bei Untergewicht, 29J. ?

XXibNalba hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

meine Frau ist sehr schlank, fast null Fett aber durchaus sportlich, und verhütet seit dem Sommer mit dem Evra Pflaster. Trotzdem ist der Zyklus immer noch nicht stabil, es kommen immer mal wieder stärkere frische Blutungen zwischendurch. Das ist natürlich unangenehm, auch emotional wünscht sie sich mehr Stabilität.

Jetzt empfahl die FA Östrogel (oder Estrogel), was ja primär für die Wechseljahre gedacht ist. Die FA meinte, daß bei ihr Fettgewebe fehlte, das zur Hormonproduktion oder -speicherung nötig wäre, und daß man noch Östrogen durch dieses Gel auf der Haut zuführen könnte. Da sind wir aber etwas skeptisch, einfach auf Verdacht und ohne exakte Vorschrift Hormone zuzuführen, mit einem Medikament, das für ihren Fall nicht direkt gedacht ist (zudem war sie erst 1 mal bei dieser FA). Eine andere, stärkere Pille wäre auch möglich, meine Frau nimmt aber sehr ungern Pillen ein und verträgt z.B. Nuvaring nicht gut, daher sind das momentan keine Optionen.

Meine Frage wäre: Wer hat schonmal von dieser Behandlung mit Östrogen (Östrogel) in so einem Fall gehört oder sie erlebt? Oder kann jemand die Diagnose der FA bezüglich Fettgewebe kommentieren?

Natürlich wollen wir ärztlichen Rat nicht unbedingt in Frage stellen, aber ein paar Erfahrungen zu hören, würde in diesem Fall durchaus helfen. Danke, und gesegnete Feiertage an alle :)*!

Antworten
A\nonEymaA1


Hatte Deine Frau denn normal ihre Tage, bevor sie mit dem Evra-Pflaster oder sonstigen Hormonen verhütet hat? Wenn ja, dann liegt die Ursache wohl eher an einer Unverträglichkeit des Pflasters, und nicht an geringem Fettanteil. Letztendlich ist es so, dass jede hormonelle Verhütung - egal, ob Pille, Pflaster oder Ring - den normalen Zyklus unterbindet, insofern würde ich bei Blutungsstörungen unter einer Hormonbehandlung die Ursache nicht unbedingt bei fehlendem Fettgewebe suchen :-/ Denn jede hormonelle Verhütungsmethode kann als Nebenwirkung Zwischenblutungen, sonstige Blutungsstörungen oder auch emotionale Nebenwirkungen haben. Ob es da sinnvoll ist, diese Nebenwirkungen mit weiteren Hormonen zu bekämpfen, kann ich nicht sagen, da ich kein Arzt bin.

Ich bin übrigens auch sehr schlank, und habe meine Tage völlig normal....Insofern bin ich da grundsätzlich schon etwas skeptisch, wenn manche FAs ein niedriges Gewicht gleich mal als Ursache für alle Probleme anführen.... Vor allem, wenn sie ohne Pillen- oder sonstiger Hormoneinnahme ihre Tage normal hatte.

A3l4eoxnor


Unter hormoneller Verhütung hat man gar keinen Zyklus mehr.

Blutungsunregelmäßigkeiten sind eine mögliche Nebenwirkung hormoneller Verhütung, das könnt ihr auch in der Packungsbeilage nachlesen

X5iba(lba


@ Anonyma1:

Danke für die Antwort. Sie hatte vor dem Sommer länger keine Pille mehr genommen, und damals schon einen sehr störend unregelmäßigen Zyklus gehabt. Das hoffte sie u.a. auch durch die Pille jetzt zu verbessern. Es ist jetzt auch etwas besser, indem die monatl. Hauptblutung verlässlich in der einen pflasterfreien Woche kommt (daher sprach ich von "Zyklus"), aber es kommen eben doch immer wieder weitere, manchmal starke Blutungen zur Unzeit.

Dies erklärte sich die FÄ eben mit dem fehlenden Fett (wobei die Körbchengröße durch das Pflaster deutlich zugelegt hat, zählt das denn nicht als hormonell wirksames Gewebe?), im Zusammenspiel mit der relativ geringen Hormondosierung des Pflasters.

MeePdihxra


Blutungen sind Nebenwirkungen von hormoneller Verhütung. Das hat mit Körperfett nix zu tun. Und sie noch zusätzlich mit Östrogen zu füttern, ist in meinen Augen sehr fahrlässig vom Arzt. :-/

Das mit dem Brustwachstum könnten Wassereinlagerungen sein, die auch wieder verschwinden, wenn sie die Hormone wieder absetzt.

[[http://gesundheit.blogger.de/stories/1092457/ Hier]] Was interessantes zum Pflaster.

bfuddJlxeia


Die Zunahme der Brustgröße ist meist eine hormonell bedingte Wassereinlagerung, trägt also nicht zu "hormonaktivem" Fettgewebe bei.

Das Pflaster ist mitnichten gering dosiert, sondern erreicht auch durch die dauerhafte Hormonabgabe die Gesamthormonmengen der üblichen Mikropillen.

Da du auch vom Wunsch nach mehr emotionaler Stabilität schreibst, bin ich skeptisch, ob da die zusätzliche Gabe eines künstlichen Östrogens wirklich der passende Weg ist.

Wie genau unregelmäßig waren denn die Zyklen vor Pille, wenn ich fragen darf?

Und magst du Größe /Gewicht angeben, damit man sich ungefähr ein Bild machen kann?

AEnonyLm a1


Sie hatte vor dem Sommer länger keine Pille mehr genommen, und damals schon einen sehr störend unregelmäßigen Zyklus gehabt.

Was verstehst Du unter "länger"? Es kann nach der Pilleneinnahme oft etliche Monate dauern, bis sich der normale Zyklus wieder einpendelt. Vor allem, wenn sie davor über einen langen Zeitraum die Pille nahm.

Und wie schon geschrieben: Die Pille (oder andere hormonelle Verhütungsmethoden) heilen keinen gestörten Zyklus, sondern unterdrücken den natürlichen Zyklus komplett. Die Blutung unter der Pille ist eine durch eben die Hormone bzw. das Absetzen der Hormone in der Pillenpause erzeugte Abbruchblutung, die mit einer natürlichen Periodenblutung nicht viel zu tun hat.

Sicher kann ein sehr niedriges Gewicht und niedriger Fettanteil auch zu Zyklusstörungen führen. Vor allem, wenn jemand das niedrige Gewicht nur durch ständige Diäten ("Mangelernährung") hält. Wenn sie dagegen normal isst, einfach immer schon so schlank war, und früher trotzdem normal ihre Tage hatte, würde ich die Ursache eher in den Nebenwirkungen der Hormone suchen.

X\ibcaxlba


@ Anonyma1:

Früher hatte sie mit Nuvaring kaum Probleme. Danach hatte sie 1,5 Jahre keine Pille, völlig unregelmäßige und anhaltende Blutung. Jetzt wie gesagt Evra mit immer noch recht häufigen unerwarteten Blutungen, und schlechte Verträglichkeit vom Nuvaring. Was natürlich auch beunruhigt, da man ja jetzt wieder "geregelte Abläufe" erwartet hatte.

@ buddleia:

Es sind ca. 52kg bei 1,70m. Dabei durch sportliche Aktivität und Veranlagung sicher weniger Fettanteil als andere mit gleichem BMI. Mangelernährung war wohl längere Zeit ein Thema, und zwar unfreiwillig, geht aber seit ca. einem Jahr stetig zurück.

dholo


Ojee, so wie ich das sehe ist deine Frau nicht nur schlank sondern extrem Mager!!!!!

Also ich weiß nur, dass bei soooo extrem mageren Mädchen/Frauen die Regelblutung meist aus bleibt oder nur ab und zu kommt!

Ich finde, sie sollte schleunigst zunehmen (es zumindest versuchen). Wie schon die die Frage gestellt wurde: Isst deine Frau normal ???

Ich will nicht zu nahe treten (und vielleicht habe ich ja auch Unrecht) aber das Gewicht deiner Frau ist nicht normal (selbst wenn sie sehr sportlich ist *Muskeln sind ja schwerer als Fett*). Für mich ist die Ursache eher Essensmangel!

Wie gesagt, nimms mir nicht übel, aber du kannst uns ja bezüglich wegen des Essens deiner Frau aufklären.

Momentan sehe ich das so, dass deine Frau viel zu wenig isst, zuviel Sport treibt (machen viele Essgestörte nämlich genauso) und deswegen der Zyklus/Periode nicht mehr regelmäßig kommt (trotz Pflaster......)

Wie sehen das die anderen??

Alles Gute dir und deiner Frau!

ProwerdPuffxi


@ Xibalba

ich hab damals während ich akut unter magersucht litt, ein niedrigstdosiertes präperat verwendet und hatte nie zwischenblutungen. ich denke, eure ärztin will euch a)einen bären aufbinden und b)das pflaster trotzdem unter die leute bringen und schiebt die nebenwirkungen des pflasters auf ihr gewicht.

in der packungsbeilage steht unter den sehr häufigen nebenwirkungen "zwischenblutungen".

ohne pille hab ich damals 4 mal im jahr geblutet, als ich mehr aß, hatte ich eine regelmäßige periode @:) da schließ ich mich den anderen an. eventuell mal an die schilddrüse gedacht?

A2non2ymax1


und schiebt die nebenwirkungen des pflasters auf ihr gewicht.

Also genau diesen Eindruck habe ich irgendwie auch :-/ Typische Folgen von Untergewicht und/ oder Mangelernährung wären ein Ausbleiben der Tage oder unregelmäßige Tage mit sehr großen Abständen (also deutlich mehr als 4 Wochen), aber nicht unbedingt anhaltende Blutungen, und schon gar nicht Zwischenblutungen unter Hormoneinnahme.

Wurde denn, als sie keine Hormone nahm, die Ursache der anhaltenden Blutungen mal abgeklärt, also ein Hormonspiegel gemacht, so dass festgestellt wurde, ob ihr wirklich irgendwelche Hormone fehlen? Sofern das unter Hormoneinnahme möglich ist (kenne mich da nicht so aus) würde ich eher mal nach der tatsächlichen Ursache suchen, bevor ich weitere Hormone nehme.

MOaKyfl?owesr


Es sind ca. 52kg bei 1,70m. Dabei durch sportliche Aktivität und Veranlagung sicher weniger Fettanteil als andere mit gleichem BMI. Mangelernährung war wohl längere Zeit ein Thema, und zwar unfreiwillig, geht aber seit ca. einem Jahr stetig zurück.

Aaaalso, ich hatte in meiner Magersuchts-Phase mit einem BMI von 17.6 (45kg auf 160cm) KEINE Mens mehr! So um die 48kg hatte ich zwar einen Zyklus, aber sehr unregelmässig. Einen normalen Rhythmus gibt es bei mir erst ab einem Gewicht von rund 50kg!

Deine Freundin ist untergewichtig und der Körper stellt deshalb die Fruchtbarkeit ein (weil er keine Reserven hat, um ein Kind auszutragen). Die Natur sorgt da vor.

Einer Frau in diesem Zustand mit künstlicher Hormon-Zufuhr zu einem regelmässigen Zyklus zu verhelfen, halte ich für grobfahrlässig. Normalerweise verschreiben Aerzte unter solchen Bedingungen keine Hormone. Zuerst muss eine Gewichtszunahme (Körperfett-Erhöhung) angestrebt werden.

Mlayfl6owxer


und schiebt die nebenwirkungen des pflasters auf ihr gewicht.

Hormonelle Verhütungsmittel sind eigentlich für normalgewichtige, gesunde, fruchtbare Frauen mit Zyklus gedacht. Auf diesen Voraussetzungen beruhen auch die bekannten Nebenwirkungen.

Eine untergewichtige Frau, deren körpereigener Hormonhaushalt gestört oder inaktiv ist, dürfte nochmals andere Nebenwirkungen aufweisen.

Jetzt empfahl die FA Östrogel (oder Estrogel), was ja primär für die Wechseljahre gedacht ist.

Oestrogene werden bei der Hormonersatztherapie in den Wechseljahren praktisch nur in Kombination mit Gestagenen verschrieben. Die alleinige Abgabe von Oestrogenen geriet in den Verdacht das Krebsrisiko in der Gebärmutter zu erhöhen.

Eventuell wäre es ratsam, eine Zweitmeinung von einem anderen FA einzuholen.

b>u9ddlexia


Zur Mangelernährung wurde ja schon einiges geschrieben, den Meinungen schließe ich mich an.

Es ist ein gewisses Maß an Fettgewebe für einen stabilen Zyklus nötig, dies gilt aber für den natürlichen Zyklus.

Wie weiter oben schon, bin ich skeptisch, ob die zusätzliche Östrogengabe da wirklich Sinn macht.

Oestrogene werden bei der Hormonersatztherapie in den Wechseljahren praktisch nur in Kombination mit Gestagenen verschrieben. Die alleinige Abgabe von Oestrogenen geriet in den Verdacht das Krebsrisiko in der Gebärmutter zu erhöhen.

Im Pflaster wäre die Gestagenkomponente ja enthalten, dies wäre also nicht das Problem.

Die zusätzliche Östrogengabe erhöht aber potentiell das Thromboserisiko.

Eine Hormonuntersuchung, zumindest der Sexualhormone, ist unter dem Pflaster nicht sinnvoll, lediglich die Schilddrüsenhormone wären bestimmbar.

Ist denn weitere Gewichtszunahme denkbar? Und darf ich fragen, wie alt deine Frau ist?

bouddYleixa


Entschuldigung, das Alter steht im Titel... |-o

Dann kommt noch ein weiteres Problem dazu: auf Dauer zu geringe Östrogenspiegel können dann auch noch das Risiko der Osteoporose (Knochenentkalkung) mit sich bringen.

Dies war aber nicht die Idee der Ärztin bei der zusätzlichen Östrogengabe?

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