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Zyklustee-Zutatenliste und andere nützliche Tipps zum Frau-Sein

N_acIhtfhaxse hat die Diskussion gestartet


Viele der folgende Tipps sind nur für Frauen, die ihren Zyklus beobachten. Das ist deshalb wichtig, damit die Heilkräuter zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden.

Bitte beachten: Zyklusbeobachtung heißt nicht Eisprungrechner im Internet, Kalendermethode, Eisprung an Tag 14, Persona und Co.

sondern hier im Forum in erster Linie NFP (Symptothermalmethode). Wen das Thema interessiert, findet hier folgende nützliche Links:

[[http://www.med1.de/Forum/Verhuetung/333302/7274637/ [[http://www.med1.de/Forum/Verhuetung/333302/7274637/]]]]

[[http://www.mynfp.de/einfuehrung-in-nfp [[www.mynfp.de/einfuehrung-in-nfp]]]]

[[http://www.uni-duesseldorf.de/NFP/nfpkurs.pdf [[www.uni-duesseldorf.de/NFP/nfpkurs.pdf]]]]

[[http://www.nfp-forum.de/viewforum.php?f=2 [[www.nfp-forum.de/viewforum.php?f=2]]]]

und natürlich die "Bibel". Wer NFP ernsthaft betreiben möchte, dem das Buch aber zu teuer ist, kann auch einen Blick in die Örtliche Bibliothek wagen, es ist dort oft anzutreffen.

Für weitere Fragen stehen stets die Leute in den Plauderfäden zur Verfügung:

[[http://www.med1.de/Forum/Verhuetung/354444/ NFP-Plauderfaden]]

[[http://www.med1.de/Forum/Verhuetung/490409/ NFP-Anfängerinnen]]

Auch Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva (d.h. Pille, Ring, Pflaster, Stäbchen, Dreimonatsspritze; Mirena bedingt) nehmen, sollten von den meisten hier vorgestellten Mitteln Abstand nehmen, da sie keinen Zyklus haben!


Tieflagentee für die erste Zyklushälfte

(jeweils zu gleichen Teilen mischen lassen):

Himbeerblätter (östrogenähnliche Anteile)

Rosmarin (regt die Keimdrüsentätigkeit an, fördert den Eisprung)

Beifuß (fördert den Eisprung und die Entschlackung)

Holunderblüten (unterstützen das follikelstimulierende Hormon aus der Hirnanhangdrüse)

Salbei (östrogenartig)

Hochlagentee für die zweite Zyklushälfte

(jeweils zu gleichen Teilen mischen lassen):

Frauenmantel (gelbkörperregulierend)

Schafgarbe (gestagenartig)

Brennessel (Schlackenabtransport)

Zubereitung der Zyklustees:

Einen Esslöffel (etwa 3g) der jeweiligen Mischung mit 200 ml Wasser heiß überbrühen, 10 - 15 Minuten ziehen lassen und täglich drei Tassen trinken. Die Zutaten bekommt man in Apotheken, teilweise in Drogerien oder im Gewürzregal, natürlich auch online. Zum Ausprobieren reicht es, sich entsprechend kleine Mengen zu besorgen.

Tieflagentee soll die Eireifung fördern sowie bei "Wenigschleimern" die Zervixschleimauswertung vereinfachen. Hochlagentee wird zur Stabilisierung der Hochlage (wär hätts gedacht...), gegen Brustspannen und prämenstruelle Blutungen eingesetzt. Bei Gelbkörperschwäche läßt sich damit manchmal auch die Hochlage um ein paar Tage verlängern.

Hinweis: Wer Beifuß in der Apotheke nicht bekommt (ist wegen seines Thujongehaltes umstritten, die Menge im Tee ist jedoch unbedenklich), kann das Kraut entweder im gut sortierten Lebensmittelgeschäft auftreiben, oder auch einfach weglassen.

WICHTIG: Wer ausgeprägte Zyklusstörungen und nicht erst innerhalb des letzten Jahres die Pille oä abgesetzt hat, dem werden auch diese Tees höchstwahrscheinlich nicht viel weiterbringen. Ein Arztbesuch ist hier angezeigt (erster Verdacht immer die Schilddrüse, ist diese OK am besten gleich weiter zum Endokrinologen, die meisten Frauenärzte besitzen nicht die notwendige Kompetenz) um die Ursache zu finden und angemessen zu behandeln. Lautet die Diagnose PCOS, nicht den Kopf in den Sand stecken, hier gibt es mittlerweile neue Ansätze (Metformin zB).


Ovaria Comp Globuli:

Dosierung: 5 morgens, 10 abends

Ovaria Comp ist ein homöopatisches Mittel zur Anregung der Eierstöcke. Ovaria comp wirkt östrogenisierend, unterstützt die Eizellreifung und verbessert die Qualität und die Menge des Zervixschleimes.

Bei Migräneanfällen um den Eisprung, die durch den dabei auftretenden plötzlichen Östrogenabfall hervorgerufen werden, hat [[http://www.med1.de/Nutzer/hym2g/ Medihra]] damit sehr gute Erfahrungen gemacht, da der "Hormonsturz" durch das Mittel abgepuffert wird.


Mönchspfeffer:

Laut vielen Internetseiten und Ärzten wirkt er angeblich "zyklusregulierend". Da er aber gestagenartig wirkt, kann er - in der Tieflage genommen- in langen Zyklen den Eisprung noch weiter verzögern, zudem zu Libidoeinbußen und weiteren typischen "Hochlagenbeschwerden" wie Brustspannen und Launenhaftigkeit führen. Frauen mit zu kurzer zweiter Zyklushälfte (schlecht bei Kinderwunsch) kann er helfen, diese zu verlängern, wenn er ab dem Eisprung eingenommen wird. Ebenso kann er bei prämenstruellen Schmierblutungen und starken Brustschmerzen vor der Mens hilfreich sein.

Man sollte aber bedenken, daß Mönchspfeffer relativ stark ist und außer einer Wirkung auch Nebenwirkungen haben kann. Er sollte deshalb nicht einfach mal so eingenommen werden, weil er ja "rein pflanzlich ist und nicht schaden kann".


Schafgarbetropfen:

Die Schafgarbe ist eine beliebte klassische Heilpflanze, die für die Verdauungsorgane und Frauenleiden eingesetzt wird.

Bei regelmäßiger Einnahme über den gesamten Zyklus (!) können die Tropfen starke Regelschmerzen lindern und die Blutung etwas abschwächen.

Die empfohlene Einnahme sind 2-3x täglich 5 Tropfen. ([[http://www.med1.de/Nutzer/hym2g/ Medihra]] nimmt 3x täglich 1 Tropfen, nach Anweisung des Frauenarztes).

Dafür ist [[http://www.heilkraeuter.de/lexikon/schafg.htm Schafgarbe]].

Information über die alcea [[http://www.alcea.info/arzneimittel-vertrieb/praeparate/urtinkturen/millefolium-oe.html Schafgarbetropfen]].


Starke Blutungen:

Eine Nutzerin hat mit Hirtentäschelkraut sehr gute Erfolge erzielt. Das Hirtentäschelkraut wirkt blutstillend und ist als Tabletten ("Styptysat") oder als Tee erhältlich. Preislich ist der Tee sehr viel günstiger – der Geschmack allerdings gewöhnungsbedürfig.

Der Tee sollte ab kurz vor Beginn der Menstruation bis sich die Blutung neigt (etwa 3 Tage) mehrmals täglich getrunken werden, je regelmäßiger desto gleichmäßiger die Wirkung. Pro Aufguß wird ein EL (etwa 3g) Kraut verwendet und mindestens 10min ziehen gelassen.

ACHTUNG: Sehr starke Blutungen (>150ml Gesamtmenge) gehören ärztlich abgeklärt, da sie organische Ursachen haben können (Myome, Polypen), die behandelt werden sollten!


Menstruationsbeschwerden:

Ingwer: Gegen Schmerzen, Krämpfe, Übelkeit und schlechte Laune wirkt sehr gut Ingwertee: ein Stück einer frischen Ingwerknolle sehr fein schneiden, mit heißem Wasser aufgießen und ziehen lassen; eine andere Variante sieht vor, die geschnittene Knolle 10min köcheln zu lassen; kann man experimentieren, wems zu scharf wird der verdünnt mit Wasser. Ingwer bekommt man in vielen Lebensmittelgeschäften, teilweise sogar bei Aldi und Co. Wer größere Mengen erwirbt kann diese in feine Scheiben schneiden und trocknen lassen, der Tee daraus wirkt genauso gut wenn nicht sogar besser. Ingwer hat eine sehr leicht gerinnungshemmende Wirkung, die Blutungsmenge erhöht sich dadurch allerdings NICHT.

Magnesium: Es empfiehlt sich außerdem ein paar Tage vor Beginn und während der Menstruation hochdosiertes Magnesium (300mg, am besten aus der Apotheke) auf nüchternen Magen zu nehmen.

ACHTUNG: Empfindliche Menschen bekommen von Magnesium Durchfall!


Depressive Verstimmungen in der Hochlage (PMS):

Gegen depressive Verstimmungen und psychische Unausgeglichenheit in der Hochlage kann Pyridoxin (Vitamin B6) wirken. Die typischen psychischen Erscheinungen kommen von einem Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron, der zu einen Mangel an bestimmten Botenstoffen im Gehirn kann. Das Pyridoxin setzt im Botenstoffstoffwechsel an.

Ab Eisprung bis zum Einsetzen der Mens morgens nach dem Frühstück nehmen Beste Wirkung und Verträglichkeit, macht außerdem wach... Begonnen wird mit 50mg, kann bei Bedarf auch gesteigert werden, jedoch nicht über 200mg täglich. Nicht durchgängig nehmen, da es sonst zu Nervenschäden kommen kann. Wer "Ameisenlaufen" in den Gliedmaßen verspürt (ab Dosen über 100mg möglich) setzt das Präparat ab. Erhältlich ist es als "Bonasanit" bzw dessen Generikum von Hevert (letztere lassen sich teilen und sind deutlich günstiger)

Hinweis: Dieses Mittel ist auch bei PMS-Beschwerden bei Pilleneinnahme geeignet, Dosierung hierbei dem Beipackzettel von Bonasanit entnehmen.


Unreine Haut/Akne:

BPO (Benzoylperoxid) ist von vielen aus dem NFP-Plauderfaden erfolgreich getestet worden. Wichtig ist hierbei, daß man sich präzise an diese [[http://www.aknewelt.de/forum/aeusserliche-aknetherapie-hautpflege/3359-erfolgreiches-vorbeugen-gegen-pickel-mit-bpo.html Anleitung]] hält, um nicht den gegenteiligen Effekt zu erzielen. Ein wenig Geduld und Experimentierfreude ist hier erforderlich, wird bei Einhaltung der Anweisung aber belohnt. Wer keine massive Akne sondern nur leichte "Hochlagenpickel" hat, kann auch auf das Steigern verzichten, und ggf das Mittel nur in der Hochlage anwenden

Hinweis: Das Mittel wirkt nur symptomatisch, dh nach dem Absetzen kommen die Beulen oft wieder. Trotzdem lohnt es sich von Zeit zu Zeit zu probieren ob man ohne bzw mit weniger auskommt, gerade wenn man "postpillpickel" hat, verschwinden diese im Laufe der Zeit von alleine.


Vielen herzlichen Dank an [[http://www.med1.de/Nutzer/hym2g/ Medihra]] und andere fürs Korrekturlesen und Erweitern!

Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion und weitere nützliche Tipps @:)

Antworten
Q2ueexn88


Hey, danke. Find das ist ne super Idee und total hilfreich. Sonst musste man sich immer durch unzählige Threads wurschteln :)^ :)^ :)^

g.aulo*ixse


Klasse Idee, danke an euch!

d^imeth'ylgl6yoxi0m


Ich würde das Magnesium nicht nüchtern nehmen, wenn man morgens noch andere Medikamente nimmt. Die zweiwertigen Metallionen fangen einiges weg.

Warum ausgerechnet auf nüchternen Magen, gibts da ne Begründung? Die Resorption dürfte da nicht beeinflusst werden, wenn sich Nahrung im Magen befindet. Außer dass es wahrscheinlich den Magen reizt. :-/

W}hi|te_A(ngeTl1


Nachthase

Wow, toller Faden. :)^

Nsalxa85


Endlich ;-D

wär ja dafür die Texte selbst nochmal zu schreiben - Falls die Links mal nichtmehr stimmen.

S0andyK230x7


Das ist wirklich super geworden :)^

Aber Magnesium nimmt man zur besseren Aufnahme besser abends!

Ist außerdem ein Beruhigungsmineral und verhilft zu gutem Schlaf

Hllodyxn


Supertoller Faden. Schön geschrieben und informativ. Hilft sicher vielen Frauen. Auch schön um den mal bei diversen Zyklusproblemen zu verlinken.

Ganz vorsichtig noch eine kleine Anmerkung/Frage, die keinesfalls böse gemeint ist. Muss man unbedingt von "Entschlackung" (was jeder medizinischen Grundlage entbehrt) reden? Brennessel sind ja entwässernd. @:)

Zu den Globuli sag ich besser nix

Also zum Schluss noch ein herzliches Dankeschön!

NlaBch_thasxe


@ dimethyglyoxim

ja, der einwand wegen mg2+ ist berechtigt, wenn eine komplexbildung möglich ist (so schnell und einfach geht das aus leidvoller arbeitserfahrung heraus, doch immer nicht... :=o). da hab ich nicht drangedacht.

wegen morgens: ich meine in anderen foren ;-) gelesen zu haben, dass da immer auf magnesium morgens bestanden wird. den genauen grund kann ich dir leider nicht sagen.

@ sandy

gut, vllt sollten wir die zeitangabe für das magnesium einfach rausnehmen lassen ;-D ;-D

@ hlodyn

"entwässernd" wird gemerkt :-)

wenn du erfahrungen mit den globulis hast, dann kannst du die natürlich gerne schreiben @:) wenn es allerdings nur um sinn und unsinn homöopathischer kügelchen geht, dann lieber nicht ;-D

die sachen hier sind alle "wertfrei" aufgelistet. ob sich jemand dafür entscheidet oder nicht, bleibt einem ja selbst überlassen ;-)


danke für alle dankes ;-D @:) @:) @:) @:) @:)

PEuttxel


Ich habe mir Ovaria comp Globuli gekauft. ich habe gelesen, dass einige Frauen dadurch einen späteren Eisprung haben. Ich hoffe, dass das bei mir auch der fall ist und ich nicht zu denen gehöre, die dadurch einen früheren Eisprung bekommen :)* Medi, hat sich seit der Anwendung Dein ES nach vorn oder hinten verschoben?

M_ed&ihrxa


@ Puttel

Der ist gleich geblieben, wenn du dir meine Kurven anguckst. ;-D Ich hab nur keine Migräne mehr, wenn ich nicht vergesse die Kügelchen einzunehmen. :=o

S>am*lemxa


Im Folgenden habe ich übersichtlich und kurz zusammengefasst, wie der weibliche Zyklus funktioniert, was NFP ist und wie es angewendet wird. Ich hoffe, ich kann euch damit helfen. Außerdem gehe ich kurz auf hormonelle Verhütung ein.

Mein Wissen stammt hauptsächlich aus dem Buch Natürlich und sicher vom Trias Verlag, das ich auch zu kaufen empfehle. Außerdem habe ich vieles im Internet gefunden, vor allem auf den Seiten:

[[frauenaerzte-im-netz.de]]

[[verhueten.info]]

[[kiwu.winnirixi.de]]

Alle Inhalte findet ihr auch auf meiner Webseite [[http://www.nfp-regeln.de.tl]]


Bevor du NFP anwendest, solltest du wissen, wie der weibliche Körper funktioniert. Das erkläre ich hier, aber denk dran: Der Körper ist kein Uhrwerk, Eisprung und Periode können sich auch mal verschieben. Eisprungrechner im Internet taugen nichts und sind nicht zur Verhütung geeignet!

Der weibliche Zyklus

In jedem Zyklus reift eine Eizelle heran, die beim Eisprung vom Eierstock freigegeben und vom Eileiter aufgenommen wird. Wenn die Eizelle nicht befruchtet wird, kommt es nach 12 bis 16 Tagen zur Blutung und es beginnt eine neue Eireifung.

Diesen Vorgang nennt man Zyklus. Er wird im Gehirn gesteuert; die wichtigsten Hormone sind FSH und LH aus der Hirnanhangdrüse.

Mit dem erste Tag der Periode beginnt der Zyklus und endet mit dem letzten Tag vor der nächsten Periode. Man kann ihn in zwei Phasen teilen: eine Phase vor dem Eisprung und eine danach. Der Körper signalisiert durch Veränderungen, was gerade passiert. Diese Veränderungen kann eine Frau beobachten und deuten.

Die Phase vor dem Eisprung

Mit Beginn jedes Zyklus reifen durch den Einfluss des Hormones FSH mehrere Eibläschen mit Eizellen, doch nur das am weitesten entwickelte Eibläschen platzt und gibt seine Eizelle frei, während die anderen zugrunde gehen.

In der Wand der Eibläschen wird das Hormon Östrogen gebildet; je größer das Bläschen wird, desto mehr Östrogen wird in die Blutbahn abgegeben. Je näher der Eisprung rückt, desto mehr steigt der Östrogenspiegel um Blut. Wenn dieser Spiegel längere Zeit stark erhöht bleibt, ist das das Zeichen für das Gehirn, LH auszuschütten, was wiederum den Eisprung auslöst.

Die Wirkung des Östrogens

* Die Gebärmutterschleimhaut wird neu aufgebaut, nachdem sie in der letzten Periode abgestoßen wurde.

* Der Zervixschleim verändert sich: es wird erheblich mehr produziert und er wird flüssiger.

Diesen Zervixschleim kann die Frau auch äußerlich wahrnehmen; er rinnt die Scheidenwände herunter bis zum Scheideneingang und signalisiert, dass ein Eisprung vorbereitet wird.

Die Phase nach dem Eisprung

Das Eibläschen fällt in sich zusammen und wandelt sich in eine Drüse um, den Gelbkörper. Er bildet zusätzlich das Hormon Progesteron.

Die Wirkung des Progesterons

* Die Gebärmutterschleimhaut wird auf eine mögliche Einnistung der befruchteten Eizelle vorbereitet.

* Der Zervixschleim wird weniger, zähflüssiger und dichtet den Muttermund wieder ab. Er kann äußerlich nicht mehr wahrgenommen werden.

* Die Körpertemperatur steigt minimal an und bleibt bis zum Ende des Zyklus erhöht (Temperaturhochlage). Sie zeigt an, dass die fruchtbare Zeit zu Ende ist und bis zum Ende des Zyklus kein Eisprung mehr stattfindet.

Wenn die Eizelle nicht befruchtet wurde, geht der Gelbkörper 12 bis 16 Tage nach dem Eisprung zugrunde, weshalb die Produktion von Östrogen und Progesteron zurückgeht. In Folge dessen sinkt die Temperatur wieder ab (Temperaturtieflage) und die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut wird bei der Periode abgestoßen.

Temperaturverlauf mit Eisprung und Gebärmutterschleimhaut

[[http://www.frauenaerzte-im-netz.de/media/orig/FiN/grafiken-interaktionen/zyklus.jpg]]

Ein kurzes Wort zur Pille

Die Wirkung der Pille ist folgende:

1. Sie unterdrückt den Eisprung.

2. Die Gebärmutterschleimhaut wird nicht normal aufgebaut, sodass sich ein eventuell befruchtetes Ei nicht einnisten kann.

3. Der Schleimpfropf im Muttermund verflüssigt sich nicht mehr beim Eisprung, da kein Eisprung stattfindet.

Der Körper wird in eine Art hormonellen Tiefschlaf versetzt und entwickelt sich während der Einnahmezeit auch nicht weiter. Die Pille gaukelt dem Körper eine ständige zweite Zyklushälfte vor.

Das heißt also, wer die Pille nimmt, hat:

1. keine fruchbaren Tage.

2. keinen Eisprung.

3. keine normale Menstruation, sondern nur eine Entzugsblutung, die auf den Hormonmangel in der Einnahmepause zurückzuführen ist.

S;amle.ma


Hormonelle Verhütung

Viele Frauen, die mit hormonellen Verhütungsmitteln arbeiten, merken gar nicht, dass sich nach und nach Nebenwirkungen einschleichen. Viele scheinen die Pille als Bonbon anzusehen und nicht als Medikament, das den Körper nachhaltig beeinträchtigen kann.

Die Verwendung von hormonellen Verhütungsmitteln ist absolut nicht zu empfehlen bei:

* Raucherinnen

* Übergewicht

* Thrombosegefahr und Thrombosefällen in der Familie

* Leber- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen

* Herzinfarkt (bereits aufgetreten oder Risiko)

* bei Ausbleiben der Regel, wenn Ursachen nicht geklärt sind

Bei einigen Krankheiten sollte nur dann hormonell verhütet werden, wenn es nicht anders möglich ist und dann auch nur unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle:

* Bluthochdruck

* Herzerkrankungen

* Migräne

* Diabetes

* Nieren- und Darmkrankheiten

Hier eine Liste von Nebenwirkungen, die durch hormonelle Verhütung hervorgerufen werden können:

* Zunahme

* Erhöhung von Blutdruck und Blutfett

* Nervosität, Stimmungsschwankungen, Schwindel

* Sehstörungen, Unverträglichkeit von Kontaktlinsen

* Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall. Blähungen

* Akne, Ausschlag, Haarausfall, vermehrte Körperbehaarung

* Appetitveränderung, Glucoseintoleranz

* Blasen- und Scheidenentzündungen incl. Scheidenpilz

* Wassereinlagerung

* Nesselsucht

* Brustschmerzen, Empfindlichkeit der Brüste, Brustvergrößerung, schmerzhafte Blutung, Ausfluss aus der Scheide, Ausbleiben der Blutung

* Stimmungsschwankungen, Depressionen, Libidoverlust

Genaueres bitte dem entsprechenden Beipackzettel entnehmen.

Es empfiehlt sich ein genaues Durchlesen des Beipackzettels, um im Falle eines Vergessens der Pille korrekt handeln zu können!

NFP und der Pearl-Index

NFP (Natürliche Familienplanung) ist eine symptothermale Verhütungsmethode. Symptothermal bedeutet, dass Symptome und die Temperatur beobachtet werden. Im Unterschied zur Kalendermethode und der Temperaturmethode ist NFP sehr sicher und birgt keine Gesundheitsrisiken wie die Pille.


Der Pearl-Index (PI)

Beim Pearl Index muss man unterschieden zwischen Methodensicherheit und Anwendersicherheit. Die Methodensicherheit bezieht sich nur auf die Schwangerschaften, bei denen die Methode versagt hat, das Verhütungsmittel jedoch korrekt angewendet wurde (z.B. Loch im Kondom, Schwangerschaft trotz korrekter Pilleneinnahme). Jeweils die erste Zahl ist die Methodensicherheit, die zweite die Anwendersicherheit. Diese kann auch extrem von der Methodensicherheit abweichen, wenn die Sicherheit des Verhütungsmittel stark vom Anwender abhängt (Kondom) oder gar nicht, wenn der Anwender keinen Spielraum hat (Spirale, Implanon). Die genannten Werte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Hormonelle Methoden:

* Mikropille: 0,1-8

* Minipille: 0,5-8

* Implanon: 0,03-0,08

* Nuvaring: 0,4-1,75

* Evra Pflaster: 0,72-2

* 3-Monats-Spritze (nicht anwenden, bevor die Familienplanung abgeschlossen ist!): 0,3-0,88

* Mirena (Hormonspirale): 0,16


Nicht-hormonelle Methoden:

* Kondom: 2-12

* Diaphragma mit Gel: 1-20

* Portiokappe: 1-27

* Lea: 1-20

* Verhütungsschaum/Zäpfchen: 3-21

* NFP: 0,14-2

* Temperaturmethode: 0,8-3

* Kalendermethode (Knaus-Ogino): 5-18

* Persona (nicht anwenden, wenn eine Schwangerschaft nicht in Frage kommt!): 5-6 (laut Stiftung Warentest 16)

* Coitus Interruptus ("Rausziehen"): 4-40

* Kupferspirale: 0,9-3

* Gynefix (Kupferkette): 0,1-0,3

* Keine Verhütung: 85


Die Angaben beruhen auf Informationen von Pharmaunternehmen, Ärzten und wissenschaftlichen Untersuchungen. Die Werte sind im Internet zu finden, ich habe mich durch einige Seiten gelesen und die seriösesten Ergebnisse herausgesucht. Ich kann aber nicht garantieren, dass alle Angaben 100% richtig sind und dass sowohl Methoden- als auch Anwender-PI dabei sind (was ich ja auch nicht nachprüfen kann, weil es viele Studien dazu gibt). Die Werte gelten nur als Richtlinie.

Bei NFP wird die Basaltemperatur in Verbindung mit Muttermund oder Zervixschleim beobachtet. So kann bestimmt werden, wann eine Frau fruchtbar ist und wann nicht. Außerdem kann ungefähr bestimmt werden, wann die nächste Periode einsetzt. Eine Schwangerschaft kann auch sofort bemerkt werden, nämlich dann, wenn die Hochlage nach dem Eisprung länger als 18 Tage andauert.

SkamlCegma


Die Methode

Im Folgenden möchte ich nun die Methode beschreiben. Dazu nenne ich alle Regeln, die zu beachten sind. Mit den beschriebenen Zeichen (Temperatur, Zervixschleim und Muttermund) kann der Zyklus in drei Phasen unterteilt werden:

* die unfruchtbare Phase am Zyklusanfang

* die sich anschließende fruchtbare Phase

* die unfruchtbare Phase nach dem Eisprung

Eine exakte Bestimmung des Zeitpunktes des Eisprungs selbst ist nicht möglich, was für eine sichere Empfängnisregelung aber auch nicht nötig ist.

Die unfruchtbare Phase nach dem Eisprung

Für NFP-Anfängerinnen ist es meist am leichtesten, die fruchtbare Zeit zu bestimmen.

Durch Schleimbeobachtung und Temperaturaufzeichung ergänzen sich zwei Informationen über den Zyklus hinweg, die sich darüberhinaus gegenseitig absichern. Das Ende der fruchtbaren Zeit wird durch einen Temperaturanstieg und durch den Umschwung der Zervixschleimqualität festgestellt. Das Prinzip der doppelten Kontrolle macht die Sicherheit der Methode aus.


Wie wird der Temperaturanstieg im laufenden Zyklus ermittelt?

Regel:

Ein Temperaturanstieg hat dann stattgefunden, wenn sich drei aufeinanderfolgende Messwerte finden, die alle höher sind als sechs vorausgegangene Messwerte. Die 3. höhere Messung muss mindestens 0,2° über dem höchsten der vorausgegangenen sechs niedrigen Werte liegen.

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/ehm.jpg]]

a ist die erste höhere Messung, b ist der höchste Wert der sechs niedrigen.

Auch der Messwert vom Folgetag muss höher liegen; der dritte Wert muss sogar 0,2° höher liegen als der höchste der niedrigen Werte.

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/zhm.jpg]]

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/dhm.jpg]]

Damit ist die Temperaturauswertung abgeschlossen.

Ausnahmeregel 1 zur Temperatur:

Ist die 3. höhere Messung nicht 0,2° höher, muss ein 4. Wert gemessen werden. Dieser muss höher als die sechs niedrigen Werte sein (also über der Hilfslinie liegen), aber nicht unbedingt 0,2° höher sein:

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/ausnahmeregela.jpg]]

Ausnahmeregel 2 zur Temperatur:

Eine der drei höheren Messungen kann auf oder unter die Hilfslinie fallen. Dieser Wert darf nicht berücksichtigt werden:

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/ausnahmeregelb.jpg]]

Die Ausnahmeregeln dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Ist eine Auswertung nach diesen Regeln nicht möglich, muss weiter nach einem Temperaturanstieg gesucht werden.


Wie wird der Höhepunkt des Schleimsymptoms ausgewertet?

Regel:

Am Abend des 3. Tages nach dem Schleimhöhepunkt ist die Auswertung abgeschlossen:

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/schleimhoehepunkt.jpg]]

Sonderregel 1:

Wenn innerhalb der drei Tage die gleiche Schleimqualität wie am Höhepunkt wiederkehrt, muss mit der Auswertung des Schleimsymptoms neu begonnen werden:

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/sonderregelaschleim.jpg]]

Sonderregel 2:

Tritt nach der abgeschlossenen Schleimauswertung, aber vor der abgeschlossenen Temperaturauswertung wieder Schleim mit gleicher Qualität wie am Höhepunkt auf, muss mit der Schleimauswertung neu begonnen werden:

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/sonderregelbschleim.jpg]]


Beginn der unfruchtbaren Phase nach dem Eisprung

Nach vollständiger Auswertung von Temperatur und Zervixschleim kann nach dem Prinzip der doppelten Kontrolle die unfruchtbare Zeit nach dem Eisprung bestimmt werden.

Regel:

Die unfruchtbare Zeit nach dem Eisprung beginnt entweder am Abend des 3. Tages nach dem Schleimhöhepunkt oder am Abend des 3. Tages der erhöhten Temperatur, je nachdem, was später kommt.

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/unfruchtbara.jpg]]

Die unfruchtbare Zeit beginnt am 3. Tag nach dem Schleimhöhepunkt, da er später als die 3. höhere Messung kommt.

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/unfruchtbarb.jpg]]

Die unfruchtbare Zeit beginnt am Tag der 3. höheren Messung, da sie später kommt als der 3. Tag nach dem Schleimhöhepunkt.

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/unfruchtbarc.jpg]]

Nach abgeschlossener doppelten Kontrolle ist ein neues Schleimsymptom bedeutungslos.

Der Zervixschleim

Der Zervixschleim wird mehrmals am Tag geprüft, entweder am Scheideneingang oder direkt am Muttermund; man sollte sich für einen Ort entscheiden und nicht immer wechseln.

In der fruchtbaren Zeit hat der Schleim die beste Qualität, was jedoch von Frau zu Frau individuell ist. Normalerweise jedoch deutet ein spinnbarer, glasiger Schleim auf fruchtbare Tage hin und ein trockenes Gefühl eher auf unfruchtbare Tage. Es wird unterschieden zwischen dem Fühlen und dem Aussehen; auch die Farbe kann sich verändern. Die Beobachtungen müssen täglich notiert werden, um den individuellen Schleimhöhepunkt feststellen zu können. Das ist der Tag, an dem der Schleim besser ist als an den darauffolgenden Tagen. Dabei geht man immer von der besten Schleimqualität des Tages aus.

Empfinden
          Aussehen
                    Abkürzung

trocken oder trockenes, rauhes, juckendes, unangenehmes Gefühl und
          nichts gesehen, kein Schleim am Scheidenausgang
                    t

nichts gefühlt, keine Feuchtigkeit, keine Empfindung am Scheideneingang und
          nichts gesehen, kein Schleim am Scheideneingang
                    ∅

feucht aber
          nichts gesehen, kein Schleim am Scheideneingang
                    f

feucht oder nichts gefühlt und
          dicklich, weißlich, trüb, cremig, klumpig, gelblich, klebrig,
          etwas zäh-elastisch, nicht ziehbar
                    s

feucht oder nichts gefühlt und
          glasig, glasklar, glasig durchscheinend, wie rohes Eiweiß
          (glasig mit weißen Fäden durchsetzt), dehnbar, fadenziehend,
          spinnbar, flüssig, so dünnflüssig, dass er "wegrinnt wie Wasser",
          rötlich, rotbraun, gelblich-rötlich
                    s+

nass, schlüpfrig, rutschig, glitschig, wie eingeölt, weich, glatt und/oder
          glasig, glasklar, glasig durchscheinend, wie rohes Eiweiß
          (glasig mit weißen Fäden durchsetzt), dehnbar, fadenziehend,
          spinnbar, flüssig, so dünnflüssig, dass er "wegrinnt wie Wasser",
          rötlich, rotbraun, gelblich-rötlich
                    s+


Hier einige Fotos, um den Zervixschleim besser klassifizieren zu können:

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/cremig.jpg cremig - normaler Zervixschleim, unfruchtbar]]

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/weisslich.jpg milchig]]

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/gelblich.jpg gelblich ziehbar - fruchtbar]]

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/trub.jpg trüb spinnbar - fruchtbar]]

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/klar.jpg klar spinnbar - hoch fruchtbar]]

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/schleimklumpen.jpg Schleimklumpen]], der den Muttermund in der unfruchtbaren Zeit verschließt. Er geht meist einige Tage vor dem Eisprung ab und ist manchmal auf dem Toilettenpapier zu finden.

Die unfruchtbare Phase am Zyklusanfang

Regel: Eine unfruchtbare Phase darf am Zyklusanfang nur dann angenommen werden, wenn im vorherigen Zyklus eine Hochlage bestand, wenn also mindestens drei höhere Messungen vorgelegen haben.

Die Minus-8-Regel:

Wenn man mindestens 12 Zyklen gemessen hat, kann die Minus-8-Regel angewandt werden. Der Tag der frühesten ersten höheren Messung aus diesen 12 Zyklen minus 8 ergibt den letzten unfruchtbaren Tag am Zyklusanfang.

Wenn vorher Schleim gesehen oder feucht empfunden wurde, beginnt die fruchtbare Zeit ab sofort. Es gilt, was immer zuerst kommt.

Für NFP-Einsteiger: Die 5-Tage-Regel:

Es können immer die ersten 5 Tage im Zyklus als unfruchtbar angenommen werden. Sollte jedoch vorher Schleim beobachtet oder feucht empfunden werden, beginnt die fruchtbare Zeit ab sofort.

Sollte innerhalb der ersten 12 Zyklen die früheste erste höhere Messung am 12. Tag oder früher auftreten, gilt ab sofort anstatt der 5-Tage-Regel die Minus-8-Regel (s.o.)

Veränderung am Gebärmutterhals

Der Gebärmutterhals oder auch der Muttermund unterliegt ebenfalls zyklischen Veränderungen, die man durch eine Selbstuntersuchung feststellen kann.

* Nach der Menstruation ist der Muttermund geschlossen und hart und liegt tief in der Scheide, sodass man ihn gut ertasten kann.

* Je näher der Eisprung kommt, desto weicher wird der Muttermund. Er öffnet sich leicht und steigt höher, sodass er manchmal kaum zu tasten ist.

* Nach dem Eisprung schließt sich der Muttermund wieder, wird hart und liegt wieder tiefer. Zuerst wird er wieder härter, danach schließt sich die Öffnung.

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/muttermund.jpg Abbildung]] aus: Natürlich und sicher, Trias Verlag 2005, S. 91


Selbstuntersuchung

Um die Beobachtung zu erleichtern, sollte man direkt nach der Periode mit der Untersuchung beginnen. Ein Mal täglich in der selben Position (z.B. nach dem Wasserlassen) mit dem selben Finger zur gleichen Uhrzeit untersuchen. Dazu ein oder zwei saubere Finger in die Scheide einführen und den Muttermund suchen. Er ragt wie eine Kugel in die Scheide hinein und fühlt sich glatt an.

Dann kann man nach der Öffnung suchen und den Öffnungsgrad beurteilen. Bei manchen Frauen schließt er sich nie ganz und ist immer leicht geöffnet, bei anderen ist die Öffnung kaum zu tasten, weil sie geschlossen ist.

Nun wird der Härtegrad beurteilt: Fühlt sich der Muttermund wie Nasenknorpen an, ist er hart. Wenn er eher dem Ohrläppchen oder den Lippen ähnelt, ist er weich.

Zusätzlich kann man direkt vom Muttermund Zervixschleim entnehmen.

[[http://img.webme.com/pic/n/nfp-regeln/tasten.jpg Abbildung]]


Muttermund-Höhepunkt

Auch beim Muttermund gibt es einen Höhepunkt. Nach 3 Tagen mit geschlossenem, harten Muttermund ist die fruchtbare Zeit zu Ende. Der letzte Tag davor ist der Muttermund-Höhepunkt.

Richtig messen und Störfaktoren

Die Basaltemperatur

Die Körpertemperatur ist den Tag über nicht gleich hoch. Sie unterliegt einem 24h-Rhythmus. Die niedrigsten Werte werden in aller Regel frühmorgens gemessen, die höchsten am Nachmittag. Körperliche Betätigungen wirken sich ebenfalls auf die Temperatur aus, Krankheiten meist ebenfalls. Daher hat es sich als günstig erwiesen, unmittelbar nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen zu messen. Diese Temperatur ist die Basaltemperatur.


Wie wird gemessen?

Als Thermometer geeignet sind sowohl digitale als auch Flüssigkeitsthermometer. Ein digitales Thermometer sollte 2 Nachkommastellen haben. Am besten legt man das (heruntergeschlagene) Thermometer abends griffbereit auf den Nachttisch, um morgens gleich messen zu können. Bei gestörter Nachtruhe (z.B. durch ein Baby) sollte man vor dem Messen ungefähr eine Stunde wieder entspannt im Bett gelegen oder geschlafen haben.

Die Temperatur kann im Mund (oral), im After (rektal) oder in der Scheide (vaginal) gemessen werden; unter dem Arm messen ist ungenau und nicht geeignet, auch oral messen ist oft ungenau. Innerhalb eines Zyklus sollte immer mit demselben Thermometer auf dieselbe Art gemessen werden.

Siehe auch weiter unten: Das richtige Thermometer


Wie wird die Temperatur eingetragen?

Wenn man Zykluskurven online führt (z.B. bei mynfp.de, inzwischen leider nicht mehr kostenlos, 1€/Monat), werden einfach alle Felder entsprechend ausgefüllt: Uhrzeit, Temperatur, Schleim, Gebärmutterhals und ggf. Störungen sowie Geschlechtverkehr und Zusatzleisten.

Auf einem Zyklusblatt werden die auf 0,05° gerundeten Werte mit einem Punkt in der jeweiligen Tagesspalte eingetragen. Die Linien auf dem Blatt entsprechen der am Rand notierten Temperaturskala. Die Punkte werden miteinander verbunden; falls ein Tag nicht gemessen wurde, werden benachbarte Punkte nicht verbunden. Zusätzlich die Messdauer notieren.

Beim Ablesen sollte man immer zur gleichen Zeit ablesen: entweder direkt nach dem Messen oder immer erst später. Es empfiehlt sich weiterhin, zu Beginn täglich zu messen; mit der Zeit kann die Häufigkeit reduziert werden, wenn man den Zyklus besser kennt.

Hier könnt ihr Zyklusblätter ausdrucken: [[http://www.nfp-online.de/Zyklusblatt.18.0.html]]


Störungen

Eine Störung ist ein besonders hoher Temperaturwert, der die üblichen Schwankungen des Tieflagenniveaus überschreitet und der durch ein besonderes Ereignis erklärt werden kann, das als möglicher Störfaktor gilt. Diese Störung wird ausgeklammert und nicht berücksichtigt; das gilt nur für die 1. Zyklushälfte.

Störungen können sein:

* anderes Thermometer

* Fehler/Veränderungen der Messweise innerhalb des Zyklus

* andere Messzeit

* Umgebungswechsel (Reise, Klimawechsel etc.)

* Stress, Aufregung

* Alkoholgenuss, Feiern spätabends

* spätes Essen

* spätes/frühes Zubettgehen

* viel/wenig Schlaf, gestörter Schlaf

* Schichtarbeit

* Krankheit/Unpässlichkeiten

* Medikamente

Das richtige Thermometer

Es gibt zwei Arten von Thermometern, die für NFP geeignet sind:


Analoge Flüssgikeitsthermometer

[[http://www.med1.de/Apotheke/Produkt/Fiebertherm.-ohne-Quecks.-Geratherm-classic-1-Stueck-4398212/ Geratherm Classic]], PZN 4398212, ca. 5 € [[http://www.lekarnar.com/images/products/3871/huge/geratherm_classic.jpg Bild]]

[[http://www.med1.de/Apotheke/Produkt/Geratherm-Zyklothermometer-ohne-Quecksilber-1-Stueck-2484491/ Geratherm basal]], PZN: 2484491, ca. 13 € [[http://images.okazje.info.pl/p/zdrowie-i-uroda/4522/termometr-owulacyjny-basal-geratherm.jpg Bild]]


Vorteile:

* tw. ruhigere Kurve als bei digitaler Messung

* keine Nachkommastellen

* kein Piepsen

* "Speicherung" der Werte, da die Temperatur nur durch Runterschütteln wieder fällt

* sehr genau


Nachteile:

* zerbrechlich

* teilweise schwer abzulesen

* Flüssigkeit vor dem Messen herunterschütteln


Messzeiten:

* Oral und vaginal 5 Minuten

* Rektal 3 Minuten


Digitale Thermometer

Zu beachten ist, dass das Thermometer 2 Nachkommastellen hat; mit einer Nachkommastelle sind die Werte zu ungenau. Außerdem sollte man auf das Prüfzeichen achten.

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Vorteile:

* Gut lesbare Anzeige

* Wert wird gespeichert

* unzerbrechlich


Nachteile:

* Batteriewechsel

* mögliche Auswertungsprobleme bei nachlassender Batterie

* Kurven tw. unruhiger als beim Flüssigkeitsthermometer

* oft nicht wasserdicht

* Nachkommastellen sind zu runden auf 0,05°

* Piepton


Messzeiten:

* Oral, rektal und vaginal 3 Minuten

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