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Erfahrungen mit Labienkorrektur?

Anbendswtern7x9 hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr Lieben,

obwohl das Thema schon endlos diskutiert wurde (ich habe nahezu alle Beiträge gelesen), greife ich das Thema als Betroffene nochmal auf.

Bei mir liegt eine starke Asymmetrie der Labien vor, d. h. eine innere Schamlippe ist deutlich größer als die andere. Optisch gestört hat mich das ehrlich gesagt schon immer, aber in letzter Zeit habe ich auch physische Probleme beim Sitzen und Gehen. Ständig wird irgendetwas eingeklemmt, reibt, scheuert, entzündet sich. Juckreiz ist auch ständig vorhanden (trotz ausgiebiger Hygiene).

Als ich meiner FA das Problem geschildert und nach einer eventuellen Korrektur gefragt habe, hat sie das sofort abgetan: Das sei bei vielen Frauen so, das sei sicherlich vererbt und bringe keinerlei funktionelle Störungen mit sich, die Probleme seien eher im Kopf vorhanden, überhaupt sei das Ganze nur eine Modeerscheinung und völlig unnötig, dazu sehr riskant, da irgendetwas zu korrigieren.

Als die Schmerzen wieder mal langanhaltend und besonders unangenehm waren, hab ich einen Termin bei der FA vereinbart, aber eine Kollegin (Vertretung) angetroffen. Als ich ihr von meinem Problem erzählt habe, ist sie sehr feinfühlig darauf eingegangen und hat Verständnis gezeigt. Von sich aus hat sie eine OP in Betracht gezogen und hat mir eine Adresse einer gyn. Klinik gegeben, die solche Eingriffe durchführt.

Dort habe ich auch schon einen Termin Mitte März vereinbart. Ich bin sicherlich kein Mensch, der irgendwelche Schönheitsoperationen gutheißt oder leichtfertig mit einem operativen Eingriff umgeht. Außerdem gehe ich sehr ungern Risiken ein, die ja so ein Eingriff auch mit sich bringt. Aber eigentlich bin ich auch nicht bereit, mich mein Leben lang mit diesem Problem herumzuschlagen, da ja wirklich ein Stück Lebensqualität verloren geht.

Was mich irritiert sind die total unterschiedlichen Ansichten "meiner" beiden Frauenärztinnen. Die eine ist schätzungsweise 15-20 Jahre älter als die andere, was auch ein Grund sein könnte.

Jedenfalls bin ich total verunsichert. Einerseits würde ich mich lieber heute als morgen operieren lassen, andererseits habe ich auch Angst vor den Risiken wie Wundheilungsstörungen, Infektionen, Narben, Schmerzen und Gefühlsverlust beim GV, usw.

Wer diese OP hinter sich oder steht auch vor dieser Entscheidung? Wie ist das mit der Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse? Vielen Dank für Eure Hilfe!

Antworten
Mbs.Blaxck


Ich habe so eine OP weder machen lassen, noch habe ich sie vor, aber vielleicht kann ich dir trotzdem was beantworten.

Zuerst einmal sollte das ein wirklich erfahrener(!!!) Arzt/Chirurg machen. Also jemand, der das ein paar Mal die Woche macht und wo es zur Routine geworden ist. Ich kenne jemanden, der hat es bei einem unerfahrenen für 350€ machen lassen. Gut schauts jetzt aus, aber sie spürt nichts mehr, keine Erregung. Das muss natürlich nicht bei jedem unerfahrenen Arzt der Fall sein, aber gerade bei so einer empfindlichen Region würde ich auf Nr. Sicher gehen.

Die Kasse übernimmt nur in ganz seltenen Fällen. Ich glaube, wenn eine/beide Schamlippe(n) länger als 4-5 cm ist oder auch wenn du ein psychologisches Gutachten vorweisen kannst, dass es dich psychisch enorm belastet. Selbst damit kommt man nur selten durch.

Generell ist es aber oft so, dass du weniger bezahlst, wenn du es beim Gynäkologen statt beim Chirurgen machen lässt.

Hast du schon ein Gespräch mit dem Arzt/der Ärztin gehabt, die den Eingriff durchführen wird? Welche Schnitttechnik wird benutzt, Laser oder Skalpell oder.... und wie viel soll es kosten?

A[bendsaternx79


Hallo Ms.Black,

vielen Dank für Deine Antwort! Bin neu hier im Forum und hab mich gefreut, dass so schnell eine Reaktion auf meinen Beitrag kam.

Das Gespräch mit der Ärztin, die die OP durchführt, ist erst Mitte März, daher kann ich zu Kosten, OP-Technik usw. noch nichts sagen. Meine FA meinte aber, dass besagte Ärztin auf solche Eingriffe spezialisiert sei und sich auch sehr dafür einsetzen würde, dass die Kasse das übernimmt. Falls nicht, muss ich mit Kosten in Höhe von ca. 700,-- EUR rechnen.

Vielleicht weiß ich in ca. zwei Wochen mehr. Was ich bisher gelesen und gehört habe, wäre mir Laser bedeutend lieber als Skalpell. Aber irgendwie ist man halt doch Laie und muss gewissermaßen auf die Ärzte vertrauen. Ich weiß aber, (wie im Fall Deiner Freundin), dass es dabei auch viel Pfusch geben kann. Naja, ich werde auf jeden Fall zu dem Termin gehen und mich informieren. Eigentlich denke ich schon, dass mir meine FA eine Stelle empfiehlt, die erfahren und kompetent ist - das hoffe ich zumindest.

Viele Grüße *:),

Abendstern79

M`s.Blxack


Gerne :-) Das klingt ja eigentlich ganz gut...würde aber sicherheitshalber davon ausgehen, dass die Kasse nicht zahlt. Ist es dir zu intim oder würdest du schreiben, wie groß die Asymmetrie ist? Wenn die eine Schamlippe 4mm lang ist und die andere 4cm, besteht vielleicht eine Chance, dass die Kasse übernimmt.

Ich habe gelesen, dass Laser nicht so gut sein soll. Bei Laser soll es mehr Narbenbildung geben und die Schamlippe(n) könnten wieder nachwachsen. Habs nur gelesen, weiß nicht, ob das immer so ist.

Hast du evtl. diese Ärztin schonmal gegoogelt? Vielleicht gibt es Erfahrungsberichte im Internet?

AHben'dst=ern7x9


Hi Mrs.Black,

naja, so richtig nachgemessen habe ich noch nicht, aber ich würde sagen, die eine Seite ist "ganz normal" - wobei es anscheinend keinen Normwert geben soll - , jedenfalls liegt sie unter der großen SL.

Die andere Seite ist schätzungsweise ca. 3 cm lang. Wobei ich finde, dass es ja auch darauf ankommt, wie eine Frau gebaut ist. Ich bin klein und zierlich, logischerweise ist deshalb "alles" bei mir etwas kleiner, und eine Angabe von 4 cm scheint mir da irgendwie unsinnig als Richtmaß für die KK, solch einen Eingriff zu bezahlen.

Bei Frauen, die beispielsweise 1,80 m groß sind und 80 kg wiegen, verhalten sich doch die Proportionen anders als bei anderen mit 50 kg und einer Große von 1,55 m, und da können bei den einen 3 cm schon problematisch sein, während bei den anderen die 4 cm überhaupt nicht stören. :|N

Naja, aber ich gehe auch eher davon aus, dass ich die OP - sollte ich mich dazu entschließen - selber bezahlen muss.

Ich finde es nur merkwürdig, dass in ein und derselben Praxis so unterschiedlich mit dem Thema umgegangen wird und bin eben deshalb etwas verunsichert - natürlich auch von den unterschiedlichen Erfahrungsberichten in sämtlichen Foren. Viele sind super zufrieden, keine Probleme mit Wundheilungsstörungen, Gefühlsverlust, etc., andere wiederum sehen "verhunzt" aus, haben Schmerzen usw.

Ja, habe die Ärztin schon gegoogelt, es gibt aber keine Erfahrungsberichte, lediglich Adresse und Sprechzeiten sind hinterlegt.

Wahrscheinlich muss ich eben doch erst das Gespräch abwarten. Aber bestimmt muss ich mich dann schnell entscheiden und da wollte ich mich vorher eben noch informieren...

Viele Grüße,

Abendstern79

rTote biaronLin


Ich bin da unten wohl ähnlich gebaut wie du: eine SL ist kleiern, eine lugt etwas über die großen SL heraus. Abgemessen habe ich sie noch nie. Im Vergleich mit anderen Frauen, finde ich meine Scheide sehr schön. Das hat mir auch noch jeder Mann bestätigt. Klar, in gewissen Positionen kann sie schon mal eingezwickt werden und schmerzt etwas. Ich hab zudem sehr empfindliche Haut - auch an den Schamlippen. Und wenn ich sie mal zuviel oder mit falschen Mitteln pflege, kanns schon sein, dass ich das dann spüre. Ich merks aber gar nicht mehr - wenn ich mich nicht darauf konzentriere. Wenn ich z.B. jetzt nur daran denke, dass mein Ärmel mein Handgelenk einschnürt, dann wird mich das so stören, dass ich mir am liebsten das Gewand vom Leib reissen würde. Wenn ich mich auf meinen BH konzentriere, wird es zum Jucken und zu einem sehr einengenden Gefühl kommen. Ja - vieles spielt sich im Kopf ab.

Zu den Ärzten: KLAR haben auch die unterschiedliche Meinungen. Geh mal hin und sag, du hättest psychische Probleme weil dein Busen so klein ist. Einige werden dir zu einer Operation raten bzw. deinem Wunsch zustimmen. Und die ÄrztIn, die dich operieren wird, die wird ohnehin dafür sein.

die eine Seite ist "ganz normal"

Es ist auch ganz normal, dass bei die SL nicht symmetrisch sind, oder dass die Inneren länger sind als die Äußeren.

AEbenddsterxn79


Hallo rote baronin,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich freue mich für Dich, dass Du mit Deiner Anatomie so gut klar kommst und so wenig bzw. keine Probleme damit hast. :-)

Nur ist das bei mir nicht so, bei mir ist die "längere Seite" wirklich ständig gereizt, brennt und/oder juckt. Und das ist (leider) keine Einbildung, sondern eine Tatsache. Dabei ist es beinahe egal, was ich trage, längeres Sitzen kann manchmal unerträglich werden, manchmal sogar normales Gehen. :-(

Dein Vergleich mit dem Ärmel hinkt ein wenig, denn wenn ich einen Ärmel habe, der tatsächlich so eng ist, dass er mir fast das Blut abschnürt, kann ich mich zwar mehr oder weniger bemühen, mich nicht zu darauf zu konzentrieren, aber schließlich wird das Gefühl dann so intensiv und schmerzhaft, dass ich schließlich doch daran denke, bzw. die Hand sich dann leicht bläulich verfärbt, gefühllos wird usw. und man den Schmerz einfach nicht mehr ignorieren kann.

Und die Sache lässt sich auch nicht mit dem kleinen Busen vergleichen. Welche physischen Probleme gibt es mit "zu" kleinen Brüsten? Ich kann mir jedenfalls keine vorstellen. Deshalb ist das schon ein kleiner Unterschied, finde ich.

Ich bin wirklich nicht für Schönheits-OPs, und wenn sich junge Mädchen unters Messer legen, nur um einem (künstlich hergestellten) Ideal zu entsprechen, finde ich das schon fragwürdig - und sicher sollte man da nach eventuellen psychischen Ursachen forschen.

Wenn man aber über dreißig ist, kennt man sich selbst und seinen Körper eigentlich ganz gut. Deshalb bin ich weit davon entfernt, mir solche Dinge einzubilden.

Die Probleme bestehen bei mir schon seit mehreren Jahren und in der letzten Zeit massiver geworden. Ich bin ein sehr vorsichtiger Mensch, der ungern Risiken eingeht und Vor- und Nachteile sorgfältig abwägt, bevor er eine Enscheidung trifft.

Die Tatsache, dass solche OPs im Intimbereich auch eine Modeerscheinung sind, macht es einem natürlich nicht leicht, auf Verständnis und Akzeptanz zu stoßen.

Trotzdem war ich etwas enttäuscht, dass eine meiner FA mich mit denen in einen Topf geworfen hat, die nur der Optik wegen ein solchen Eingriff vornehmen lassen möchten...

Viele Grüße,

Abendstern79

SVperl1ingQ33


ich bin Mann und betrachte das Problem von der anderen Seite her.

ich verstehe, wenn Du einen "Makel" im Intimbereich auf irgendeine Art und Weise beheben möchtest.

Der Eingriff gilt als kosmetische Op. und wird in der Regel als Igelleistung abgerechnet.

Und da fängt das Problem an! Der Preis wird frei am Markt ausgehandelt. Der/die Operateur/in mit großer Erfahrung und Kunstfertigkeit wird daher häufiger aufgesucht und er kann sich nach dem "Markt" richten. Du merkst, was ich damit sagen möchte.

Ich habe bis jetzt nichts über Folgen, mögliche Komplikationen oder Risiken gesagt. Das ist Sache einer umfassenden Aufklärung der Klinik und Du mußt eine Erklärung unterschreiben, die in der Regel fast jeden Haftung ausschliesst. Das Risiko liegt also fast ganz auf Deiner Seite.

In jedem Fall würde ich eine 2. Meinung in einer anderen Klinik einholen.

Danach kannst Du Dich dann frei entscheiden, wie wichtig für Dich eine Op ist und wie groß in der Tat der Leidensdruck ist.

Googeln würde ich auch, um erfahrene Fachkliniken auszusortieren.

Es ist gewissermassen auch eine weibliche Beschneidung, aber nicht in dem Ausmass und der Qualität, wie sie bei afrikanischen Frauen durchgeführt wird.

Nur ein kleiner Beitrag zu Deinem Problem!

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