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Diagnose Pap Iiid + ständige Scheideninfektionen

T>aUll}ulxah hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Nach langer Suche im WWW, habe ich nun dieses Forum gefunden (nachdem ich nun auch schon zig mal in anderen Foren gepostet habe und leider keine oder nicht zufriedenstellende Antworten erhalten habe), welches ich nach eingehender Betrachtung wirklich toll finde, und mir die Hoffnung gibt, dass ich vielleicht hier *fündig* werde.

Ich möchte als 1. vorwarnen, dass mein Text wohl länger wird, da ich viele Fragen zu dem Thema habe, die mir mein Frauenarzt nicht beantwortet hat. (Bzw. er hielt es gar nicht für nötig mir überhaupt auch nur annähernd zu erklären was PAP IIID bedeutet.)

Also: Alles fing vor ca 5 Jahren an. Ich bekam häufig Scheideninfektionen, aus mir - vorerst - unerklärlichen Gründen. Ich ging zum Frauenarzt, der sich auch nicht erklären konnte, weshalb ich so oft diese Infektionen habe. Okay, ich bekam jedesmal diese typischen Zäpfchen und später kam dann noch so ein Medikament hinzu zur Spülung der Vagina - hat aber nie lange etwas gebracht, sondern immer nur solange wie die Behandlung jeweils dauerte. Immer wenn die Behandlungsdauer ereicht war und das Medikament regulär abgesetzt werden musste, kam die Infektion auch direkt wieder.

Was auch sehr auffällig war: Ab dem Zeitpunkt wo es anfing mit der Infektion, begann auch das Menstruationsblut an eigenartig, bzw. extrem übel zu riechen, was ich bis dato niemals hatte. Des weiteren, wenn ich mit meinem Mann schlief, war es nach kurzer Zeit so (so 20 Minuten nach dem Geschlechtsakt), dass aus meiner Scheide ein übelriechender Ausfluss austrat. Und wirklich jedesmal, nachdem wir Sex hatten fing meine Infektion entweder wieder an, wenn ich sie mal nicht hatte (und das kam seeehr selten vor) oder sie wurde viiiel stärker noch.

Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass ich ab der Geburt meiner 1. bis kurz vor der Schwangerschaft meiner 2. Tochter eine Spirale trug, mit der ich sehr viele Probleme hatte, und durch die ich meine ersten Infektionen hatte (bis zu meiner Spirale hatte ich nicht auch nur 1x in meinem Leben eine Scheideninfektion oder einen Pilz oder sonstiges in der Art). Einige Male war die Spirale wohl verrutscht und meine Frauenarzt hat sie dann wieder richtig platziert. Letztendlich war es dann so, dass ich meine Spirale 'verlor', nachdem sie zum dutzendsten Mal wieder 'richtig' von meinem Frauenarzt platziert wurde (mein FA ist auf das Einsetzen von Spiralen - und anderen Verhütungsmethoden - spezialisiert). Also sie hing eines morgens so halb aus meiner Scheide raus und ich brauchte nur noch 1x kurz dran ziehen und hatte sie dann, ohne dass ein Widerstand oder sonstiges zu spüren war, direkt in meiner Hand.

Als ich die Spirale anschaute, war ich geschockt. An ihr klebte allerhand Gewebe, dass übel roch, dieses Kupferspirälchen war verrostet und schmierig und mir kam das ganze Ding vor, als hätte sie ewig 'irgendwo' vor sich rumgefault. Ich packte sie vorsichtig, so wie sie war, ein und ging damit zu meinem FA und sagte ihm, dass das ja wohl nicht normal sein kann und dass ich nun verstehe, warum ich ständig dieses übelriechende Menstruationsblut und die Infektionen habe. (Ich hatte mit der Zeit - denn es ging ja alles über einen sehr langen Zeitraum - den Eindruck, als wäre tief in meinem Unterleib irgendetwas, dass jedesmal sozusagen 'freigesetzt' wurde, wenn eben tief in Inneren meines Unterleibes etwas passierte - wie z.B. die Menstruation oder wenn mein Partner und ich Sex hatten, denn durch die Bewegungen wird dann ja innen drin wohl auch etwas passieren und sozusagen losgelöst, so kam es mir dann nämlich auch vor jedesmal.

Leider war es damals so, dass es mein FA irgendwie schaffte, mir einzureden, dass das alles nicht von der Spirale kam und dass mit dieser alles in Ordnung sei und es normal ist, wenn ein Gegenstand jahrelang in der Gebärmutter verbleibt, dieser dann nicht mehr so ansehnlich aussieht und dass jede Spirale dann so aussieht und auch so riecht. Ich weiss, das war sehr naiv, aber irgendwie hat er das alles sehr einleuchtend erklärt und ich war überhaupt froh einen FA zu haben, der sich so mit seinen Patienten befasste, denn bei uns hier ist es seehr schwer einen 'guten' FA zu finden, bei dem man sich gut aufgehoben fühlt. Und das tat ich bis dahin ja. ich dachte mir dann, naja wahrscheinlich hat er recht, er ist der Arzt nicht ich und die Spirale ist ja nun eh weg, alles wird aufhören und das Thema Spirale ist dann ab jetzt eh Geschichte.

Nur leider hörten die ständigen Infektionen nicht auf und alles blieb beim Alten. Und wieder bekam ich immer nur diese Zäpchen und die Scheidenspülungen. Ich war zwischendurch bei einem anderen Arzt, der auch nichts aussergewöhnliches feststellen konnte.

Dann vor 2 1/2 Jahren sagte mein FA zu mir, dass er bei der Krebsvorsorge einen PAP IIID entdeckt hat. Er meinte, dass ich mir da absolut keine Sorgen machen soll, dass ist normal bei der Anzahl meiner Infektionen und würde durch einen bestmmten Virus ausgelöst werden, den man ab jetzt im Auge behalten würde mit Untersuchungen alle 3 Monate. Da er mir eben nur diese Informationen gab, war ich nicht ein bisschen alarmiert und tat das als weitere Folge meiner Infektionen ab, gegen die anscheinend eh kein Kraut gewachsen zu sein schien und ging nachdem ich 2 mal zur Kontolluntersuchung war gar nicht mehr zu meinem FA, weil ich eh schon die Hoffnung aufgegeben hatte, nachdem ich nun von meinem eigenen FA keine Hilfe und Erklärung was meine Infektionen betrifft, erwarten konnte, sich ein anderer Arzt das ganze auch schon angesehen hat und ich während eines KKH-Aufenthaltes mich auch deswegen einmal untersuchen liess und da auch nichts bei raus kam.

Das einzige was wohl komisch erschien war die Tatsache, dass bei der Geburt meines Sohnes 2007, die Nachgeburt wohl extrem eigenartig aussah, und ich einen extrem starken Blutverlust hatte und auch dieses Blut und die Nachgeburt sehr übel roch (das bemerkte sogar ich selbst, ich hatte schon 2 Kinder vorher bekommen und wusste somit was normal ist und was nicht und mir fiel selbst der Geruch auf, während der Geburt). Die Gebärmutter wurde eingeschickt, das Ergebnis bekam mein FA, der meinte nur zu mir: Kein Grund zur Beunruhigung, lachte und tätschelte meinen Kopf.

Ich bin mittlerweile im Stadium der Resignation angekommen, denn ich habe das Gefühl, als wenn da irgendetwas mächtig nicht in Ordnung ist, aber keiner sagt etwas. Ich habe kein Vertrauen mehr zu irgendwelchen Ärzten, denn jeder bei dem ich war, jeder mit dem ich darüber sprach und das waren mehrere Ärzte in den Zeiten wo ich im KKH lag (2 verschiedene KKH's). Und hinzu kommt, dass nicht einer der Ärzte mich aufgeklärt hat, was PAPIIID eigentlich genau heisst und ich bis zu dem Zeitpunkt wo ich dann über die Erklärung der Diagnose PAPIIID im Internet gestolpert bin, gar nicht wusste was das ist und mir auch gar keine Gedanken gemacht habe, denn es wurde mir ja immer nur gesagt, dass das ganz harmlos ist und ich keine Gedanken daran verschwenden soll. Nachdem ich dann nicht mehr zu den 3monatigen Untersuchungen gegangen bin, hat mein Arzt es auch nicht für nötig gehalten sich mal an mich zu wenden, vllt um mir mitzuteilen, dass ich es aber schon so ernst nehmen sollte, dass ich alle 3 Monate zu der Untersuchung gehen soll.

Jetzt wo ich weiss, habe ich richtig Angst, denn es ist ja nun eine lange Zeit verstrichen, seit meiner letzten Untersuchung und ich fühle mich seid 6 Monaten ungefähr, unheimlich schlapp und jede Kleinigkeit überfordert mich. Ich fange ständig an zu schwitzen, weil ich mich für alles mögliche zu schwach fühle, des weiteren kam hinzu, dass mein Urin ganz dunkel ist und auch extrem unangenehm riecht, obwohl ich mittlerweile schon seit Monaten drauf achte täglich mehr als ausreichend zu trinken.

Ich habe Angst, dass der PAPIIID vllt nun in die eigentliche Krankheit ausgweitet ist und ich vllt schon schwer an krebs erkrankt bin. Täglich nehme ich mir vor zum Arzt zu gehen, aber 1. frage ich mich: zu welchem und 2. habe ich so eine Angst vor der Diagnose, denn ich weiss nicht was ich machen würde und wie ich damit umgehen soll, wenn es wirklich so schlimm ist. Ich könnte damit nicht umgehen. Vor allem versuche ich jetzt auch schon wieder seit Monaten inen guten FA zu finden, aber da bin ich bis jetzt erfolglos. Ich habe auch kein Auto dass ich mal eben einen Termin fernab machen könnte, okay das wäre nicht das Problem an sich. Aber wie soll ich wirklich einen guten Arzt in einer anderen Stadt finden, denn hier gibt es einfach keinen (wohne in einer Kleinstadt). Ich wär wirklich froh mal einen Arzt zu finden, der seine Patienten u. ihre Ängste mal wirklich wahrnimmt und sich mit ihnen auseinandersetzt und der einen mal richtig durchcheckt. Was das finden von guten Ärzten betrifft, hat mir bis jetzt am besten der Erfahrungsaustausch geholfen, aber im Internet habe ich bis jetzt nicht wirklich etwas gefunden, wo ich eingehede Informationen anderer Patientinnen was einen bestimmten Arzt betrifft finde.

Und weiss jemand, ob die Aussage richtig ist, dass die Krankenkassen keine Total-Operation der Gebärmutter mehr übernimmt, wenn 'nur' die Diagnose PAPIIID vorliegt? Das hat mir gestern nämlich ein Arzt gesagt, nachdem ich bei diesem angerufen hatte wegen einiger Informationen.

Vielen Dank für's Lesen und Danke für Eure Hilfe.

Antworten
S~tella`8x0


Hallo,

also bei der Krankengeschichte würde ich dringend mal die Dysplasiesprechstunde einer Uniklinik aufsuchen und zwar so schnell wie möglich. Die kennen sich mit solchen Sachen bestens aus. Im Internet auf der Homepage findet man Infos und Telefonnummern. Und bitte jetzt keine Ausreden. Normalerweise sind Unikliniken in größeren Städten, mit der Bahn zu erreichen, da musst du halt mal einen Tagesausflug hin machen. Schließlich geht es um deine Gesundheit.

Du hast jetzt schon so lange einen PAP IIID und dein Arzt hat es nie für nötig gehalten eine Kolposkopie oder eine Biopsie zu machen ??? Oder eine Untersuchung auf HPV?? Das finde ich unverantwortlich und weist ihn nicht gerade als kompetenten Arzt aus.

Im Übrigen zahlt die gesetzliche Krankenkasse nach wie vor alle medizinisch notwendigen Eingriffe. Allerdings macht man keine Gebärmutterentfernung wg. eines PAP III. Man macht vorher noch andere Untersuchungen und stellt dann fest, ob überhaupt eine Op nötig ist, und wenn ja welche.

PAP IIID kannst du ja googeln, es handelt sich dabei jedenfalls um Veränderungen am Gebärmutterhals. Allerdings kann der PAP auch aufgrund von diversen Entzündungen so schlecht sein. Da du aber schon so lange einen PAP III hast sollte man dringend abklären, welcher Art die Zellveränderungen sind. Schließlich könnte sich daraus Gebärmutterhalskrebs entwickeln!!!

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