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Totgeburt nach Plazentalösung

bienjasmiqn07x05 hat die Diskussion gestartet


Hallo

Vor zwei Monaten habe ich meinen Sohn im 5. Monat still geboren.

Er war ein Wunschkind und wurde schon mehrere Jahre sehnlichst erwartet. Wir haben bereits ein Kind.

Heute habe ich den Obduktionsbericht erhalten. Zumindest den von der Plazenta, denn mein Sohn konnte nicht mehr untersucht werden, weil er schon zu "zersetzt" war.

Trotz Gespräch mit der Ärztin, verstehe ich nur einen Teil.

Die Ursache war eine partielle Plazentalösung bei retroplazentarer Blutung. Sprich eine teilweise Lösung der Plazenta mit einer dahinter liegenden Blutung.

Histologisch erkennt man:

Eine Nabelschnur mit zwei Arterien und einer Vene. Die Whartinsche Sulze ist locker. Es befinden sich hier immer wieder histiozytäre Zellen. Die Eihäute zeigen ein regelhaftes Chorionlaeve. Das Amnionepithel ist intakt. Im Bereich des Chorionlaeve Blutauflagerungen sowie geringe granulozytäre Infiltrate.

2 bis 4 Anteile von Decidua mit zahlreichen hyperämischen Blutgefäßen. Ferner eine Plazenta mit Dominanz von Stammzotten und Intermediärzorren vom zentralen Typ. Die Zotten zeigen ein sehr zellreiches fibröses Stroma mit einem verminderten Gehalt von Blutgefäßen. Im Intervillosum vermehrt Fibrinabscheidungen sowie zahlreiche Kernknospen. Teilweise verklebt das Fibrin die Zotten untereinander. Im BEreich der Basalplatte zuM Teil blutungen. Die Choriondeckplatte zeigt einen regelhaften Aufbau. Unterhalb des Amnionepithels immer wieder Makrophagen mit pigmentiertem Zytoplasma.

Kritische Wertung:

Fur das Schwangerschaftsalter (19+2) normalgroße, untergewichtige Plazenta mit ausgedehnten Blutungen im Bereich der Basalplatte, für das Schwangerschaftsalter unreife Zotten mit verminderter Vaskularisation, ausgedehnten intervillösen Fibrinabscheidungen und vermehrt Kernknospen. Eihäute, Deckplatte und Nabelschnur mit Zeichen der Mekoniumphagozytose.

Was heißt das nun Alles?

Verstanden habe ich die Diagnose mit der Plazentalösung.

Von was kommt die? Woher kommt so eine Blutung? Müsste das der Arzt nicht im US sehen? Ich hatte in 15+2 eine US Untersuchung, kurz danach soll mein Sohn verstorben sein, denn beim US war soweit angeblich Alles OK. 4 Wochen habe ich ihn ohne Blutungen oder Schmerzen in mir getragen, die fehlende Herztätigkeit wurde erst beim US in 19+2 erkannt. Wenn da ein Hämaton gewesen ist, bereits in 15+2 (denn er hat sich von der Größe und vom Gewicht nicht mehr weiter entwickelt, das heißt, es schon in 15+2 passiert sein!), hätte das nicht erkannt werden müssen?

Kann solch eine Plazentalösung ein weiteres Mal auftreten?

Eva

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