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Erst Wahnsinnsblutung und jetzt gar nichts mehr (46. Zyklustag)

G$oldmUariyex73 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich bin neu hier und hab mich gerade mal ein bisschen reingelesen in eure Beiträge, finde aber nicht das Richtige. Daher fange ich mal eine neue Diskussion an.

Bevor es losgeht stelle ich mich mal kurz vor: Bin 37 Jahre alt, seit 2 Jahren freiberuflich aktiv, ledig, aber in einer glücklichen Beziehung, bis auf diverse Allergien (Hausstaub, Gräserpollen, Schimmelpilze, Hundehaare) soweit gesund. Nachdem vor einem guten Jahr bei einem sog. 35+-Checkup eine Eisenmangelanämie festgestellt wurde, ist aber irgendwie keine Ruhe mehr eingekehrt.

Also, ich fang mal vorne an (versuche mich kurzzufassen):

Anfang 2009 wurde mein sonst immer regelmäßiger Zyklus (nach dem 28-Tage-Rhythmus hätte ich mir nen Kalender basteln können) plötzlich kürzer und die PMS-Symptome stärker (Rückenschmerzen, Unterleibskrämpfe, Kopfschmerzen, Schwellungen). Allerdings nicht regelmäßig, sondern nur ab und zu. Die Blutungen selbst waren immer etwas stärker (z.T. mit Koageln), blieben aber gleich. Ich schob es auf den beruflichen Stress und kümmerte mich nicht weiter darum. Mein Gynäkologe, der mich seit 1997 betreut, fand alles in Ordnung.

Im September dann die Diagnose Anämie (Hb-Wert 9,3). Da es mehrere Krebsfälle mit Todesfolge in meiner Familie gab (Großmutter Magenkrebs, Vater Leukämie + Darmkrebs, Mutter NH-Lymphom + Blasenkrebs) wurde eine Magen- und eine Darmspiegelung gemacht. Zum Glück waren beide unauffällig. Mein Gynäkologe erklärte mir im Oktober, dass derartige Blutverluste nur im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft oder einer Fehlgeburt entstehen könnten. Er machte einen Vaginalultraschall und schickte mich mit der Bemerkung nach Hause, es könnte nur eine Darmgeschichte sein (das war vor der Spiegelung). Zwei Tage später hatte ich einen wässrig-braunen, schwallartigen Abgang. Einen Tag später setzte die Periode ein.

Nach einer 5- bis 6-wöchigen Einnahme von Eisentabletten normalisierten sich die Blutwerte. Dennoch hatte ich weiterhin starke Krämpfe und kurze Zyklen. So ging ich Anfang Dezember 2009 zu einer anderen Gynäkologin. Sie diagnostizierte ein 11 mm großes Myom. Ihrer Meinung nach war das die vermutliche Ursache meiner Beschwerden. Aufgrund der Größe bestünde aber kein akuter Handlungsbedarf. Würde es wachsen, könnte man es im Zuge einer Gebärmutterspiegelung entfernen.

Etwas irritiert über diese zwei unterschiedlichen Diagnosen ging ich im Jan 2010 zu einer weiteren Gynäkologin. Sie bestätigte die Diagnose ihrer Kollegin und erklärte mir, dass das Myom mit 11 mm so klein sein, dass man es auch gut übersehen könnte. Ihrer Meinung nach saß es aber nicht in, sondern außen auf der Gebärmutter, sodass eine Bauchspiegelung notwendig wäre. Diese stünde aber in keinem Verhältnis zur Größe. Sie empfahl daher die Behandlung mit Mönchspfeffer oder eine hormonelle Behandlung. Da mein Partner und ich bis dahin nur mit Kondom verhütet hatten, entschied ich mich für den Nuvaring, den ich schon kannte.

Damit wurde es richtig anstrengend. Als die anfänglichen Dauerblutungen im zweiten Zyklus (d.h. nach 6 Wochen) endlich aufhörten, konnte ich mich fast nicht mehr daran erinnern, wie es ohne war. Zudem gingen meine Blutwerte schon wieder in den Keller und ich war dauermüde. Hinzu kam ein unstillbarer Heißhunger auf so ziemlich alles, was der Kühl- und Vorratsschrank hergab, sodass ich binnen kürzester Zeit aufging wie ein Hefekloß. Als die Libido dann auch noch nachließ, wurde es irgendwann auch meinem Partner zu blöd. In den drei Monaten Nuvaring gab es insgesamt nur drei bis vier Wochen, in denen ich nicht geblutet habe. Am Ende kam ich mir vor wie ein frustriertes Mastschein, dass man langsam ausbluten lässt. Mein Partner und ich waren uns dann beide einig, dass das keine Perspektive sein könnte, sodass das Kapitel Nuvaring seitdem Geschichte ist und wir wieder auf Kondome umgestiegen sind.

Bereits wenige Wochen nach Absetzen des Rings kamen die Regelblutungen wieder wie vorher. Meine Kilos schwanden dank eines extrem reduzierten Ernährungsplans auch langsam wieder und auch die extremen Blähungen und der hart gespannte Unterleib wurden weniger. Da ich zudem ab Mai beruflich extrem eingespannt war (was ich noch immer bin), schob ich einen Arztbesuch immer wieder auf.

Dann flogen wir Ende August für 2 Wochen in den Urlaub. Sommer, Sonne und Strand nach dem ganzen Stress. Erholung pur sollte es werden. Ich bekam meine Periode für meine Begriffe normal, nach einem 30-Tage-Zyklus. Am vierten Tag, als ich annahm, dass es dem Ende zuginge, passierte dann etwas Seltsames: Auf dem Rückweg vom Strand, wir wollten eben noch mal schnell in den Supermarkt und etwas fürs Abendessen einkaufen, merkte ich, dass irgendetwas aus mir rauslief, und zwar schwallartig und obwohl ich zwei (!) Tampons benutzt hatte. Auf dem Supermarktparkplatz stieg ich aus dem Auto und noch bevor ich richtig stand lief mir das Blut die Beine herunter. Wie angenehm das in einem kurzen Sommerkleid ist, kann man sich denken. Im Auto klemmte ich mir mein Strandhandtuch zwischen die Beine und mein Freund fuhr mich schnell nach Hause.

Was ich dann zu HAuse auf der Toilette gesehen habe, machte mir dann richtig Angst. Ich bin – wie oben erwähnt – starke Blutungen gewöhnt, aber da kamen plötzlich richtig große, deutlich erkennbare Schleimhautfetzen mit, die ich bisher nur einmal gesehen hatte, als ich ein Jahr zuvor nach dem Arztbesuch diesen bräunlich-wässrigen Abgang hatte. Während ich auf der Toilette saß, lief das Blut in einem signalroten Farbton einfach aus mir heraus und schwemmte riesige Blutkoagel und feste Gewebsstücke mit. Eins sah aus wie ein gezwirbelter Knorpel. Die Super-Plus-Tampons, die wir gekauft hatten, musste ich im 30- bis 60-Minutentakt wechseln. Zwei oder drei Nächte lang war es so schlimm, dass die Bettwäsche trotz mehrmaligem Aufwachen und Tampon (+ Binden) schmutzig wurde. Die Rückenschmerzen waren derart, dass ich gar nicht mehr schlafen konnte. Tagsüber war mir trotz 30 Grad Außentemperatur arschkalt. Ein Traum. Nach vier Tagen war der Spaß dann zum Glück vorbei. Ich weiß nur, dass ich dachte, wenn das jetzt immer so läuft, hab ich da echt keinen Block mehr drauf und lass mich gleich operieren. Es kam mir vor, als würde mein Körper gegen mich arbeiten.

So, seitdem hab ich Ruhe, aber so richtig. Nichts mehr. Zyklusbeginn war der 25. August. Jetzt ist Tag 46 fast vorbei. Vor drei Tagen dachte ich, jetzt kommt was, weil der bisher weiße Ausfluss plötzlich unmerklich blassbraun wurde. Aber ganz blass. Fast wie dunkler Urin. Und es roch anders. Nach dem Sex heute wenig ganz altes, fast trockenes, dunkelbraunes Blut – aber nur währenddessen. Der Mini-OB, den ich hinterher benutzt habe, war nach 4 Stunden nicht mal an der Oberfläche bedeckt. Nur so Krümelchen.

Aber außer den Bauchschmerzen, die ich hin und wieder habe und die aber auch vom Darm herrühren können (Verdauung ist träger als sonst), ist alles in Ordnung. Meine Brüste spannen zwar und sind groß, aber ich fühle mich fit. Mich würde das mit den Brüsten nicht weiter wundern, wenn ich nicht eigentlich flachbrüstig wäre (Körbchengröße A). Mit dem Nuvaring sind die Dinger gewachsen und auch seitdem nicht mehr geschrumpft. Und Haarausfall hab ich seit ein bis zwei Wochen. Den kannte ich zwar vorher auch schon, aber im Moment kann ich den Kopf schütteln und es rieselt.

Ansonsten aber fühle ich mich wirklich gut. Selbst meine Libido ist schon teilweise zurückgekehrt.

Jetzt meine Frage: Kennt das eine von euch? Sind das vielleicht schon die Wechseljahre? Was ist los mit mir?

Ich freue mich auf Reaktionen und Antworten :-)

Antworten
G<ou9rmexta


Hast du vor dieser starken Blutung zufällig ein paar Tage vorher ein Aspirinpräparat eingenommen?

Ist es sicher, dass das Myom außen an der GB saß? Sonst könnte ich mir auch vorstellen, dass das abgeblutet ist.

M0haixri


Hast du den Nuvaring am ersten Tag der Mens eingesetzt bzw. 7 Tage zusätzlich verhütet wenn nicht?

Die Brustschmerzen jetzt und die Bauchschmerzen können ein Symptom der zweiten Zyklushälfte sein. Und dass der Zyklus länger ist als sonst, kommt bestimmt von den abgesetzten Hormonen.

Warst du denn nach den Blutungen nicht beim Arzt? Ich glaube da wäre ich als erstes hingerannt bei solch starken Blutungen :-/

G{oldm:ari2ex73


Danke für die lieben Antworten! Nein, ein Aspirinpräparat hatte nicht genommen. Keine Ahnung, ob das Myom innen oder außen saß oder sitzt. Die zeite Gynäkologin ist Fachfrau auf diesem Gebiet, aber wie genau die Diagnosen da sind, kann ich auch nicht beurteilen. An den einen Abgang hatte ich auch gedacht, aber ich dachte immer, Myome seien Muskelknoten ???, wie können die derart viel frisches helles Blut verursachen? Nein, beim Arzt war ich leider noch nicht, da ich zurzeit mit beruflichen Terminen bis über beide Ohren voll bin (heute wird es wohl auch noch eine Nachtschicht). Ich werde aber morgen mal versuchen, irgendwo einen Termin zu bekommen. Ja, ich dachte auch, dass die zweite Zyklushälfte was länger sein könnte, aber so lange hat es echt noch nie gedauert (das Maximum waren 39 Tage, letztes Jahr vor diesem komischen Zwischenfall)... ":/

Mchaixri


Die zweite Zyklushälfte dauert maximal 16 Tage, aber ich gehe mal davon aus, dass du die Dauer des gesamten Zyklusses meintest ;-)

Wie stehts mit meinen anderen Fragen zum Nuvaring?

G-ol8dmRa5riee73


Hallo Mhairi,

16 Tage, hmm, aber dann müsste ich ja wissen, wann mein Eisprung war, oder? Ich hab aber keine Ahnung, das hab ich noch nie mitbekommen. Ich glaube aber, ich hatte so gute 2 1/2 Wochen noch Zyklusbeginn eine Schmierblutung, von der mein ursprünglicher FA mal meinte, dass das ein Anzeichen einer sog. Mittelblutung sein könnte. Ja, ich hab den Nuvaring am ersten Tag der Regel eingesetzt und wir haben die ersten 7 Tage zusätzlich mit Kondom verhütet, wie es mir die Ärztin gesagt hatte. :-)

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