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Operation bei Blasensenkung oder -Vorfall

Gfrauam/sel hat die Diskussion gestartet


Liebe Leidensgenossinnen,

ich befürchte, dass meine Blasensenkung so langsam in einen kleineren Blasenvorfall übergegangen ist. In zwei Wochen kann ich zum Gynäkologen, der mir sehr wahrscheinlich eine Operation vorschlagen wird - er hat so etwas anlässlich der letzten Kontrolle angetönt.

Ich bin nicht inkontinent, habe aber ein enorm störendes Gefühl in der Scheide beim Stehen und Gehen.

Mögt Ihr mir Eure Erfahrungen mit der Operation berichten? Wie lange der Spitalaufenthalt dauert - oder ob das ambulant gemacht wird. Sind die Schmerzen nachher erträglich? Wie lange wird man arbeitsunfähig geschrieben?

Danke schon mal zum voraus. Weil ich noch weg muss, kann ich Eure Antworten erst morgen lesen.

Grüsse von der Grauamsel

Antworten
GUrau/amIsexl


Ich schiebe meinen Faden wieder auf Augenhöhe und hoffe, es käme vielleicht jetzt eine Antwort von einer Userin, welche diese Operation hinter sich hat.

Inzwischen ist mein Blasenvorfall schlimmer geworden und ich habe bereits den Termin beim Spezialisten hinter mir. Er empfiehlt "die grosse Operation": Scheide "heraufhängen" und Blase "heraufhängen" - was immer das heisst. Im Krankenhaus soll ich 1Woche verbleiben und davon die ersten 3Tage mit einem Kathether.

Dankschön zum voraus.

Moon+ksfixeld


Hallo Grauamsel

schau hier im Forum mal unter dem Faden Petros Goeschen dort berichten Frauen von ähnlichen Problemen.

gruss Monksfield

Gjraua[msel


Welches Forum ist das?

Mqama hLischxen


**Hallo Grauamsel,**

ich selbst habe eine Gwebärmutterentfernung hinter mir. In dieser Op habe ich eine komplette Beckenbodenplastik erhalten.

Eine Beckenbodenplastik ist schlussendlich nichts anderes, als ein Anheben der Blase, der Scheide und des Darmes.

Die Frauen, die ich kenne, welche nach Petros Göschen operiert wurden, sind nicht wirklich auf Dauer damit zufrieden. Das Haupstproblem ist dies, dass man bei Petros Göschen niemehr über 15 kg belasten darf.

Darf ich fragen, was bei Dir vermutlich ursächlich für den Vorfall ist? Was meinst Du mit Spezialisten? Gehst Du in ein Beckenbodenzentrum zur Untersuchung? Wenn nein, dann rate ich Dir dringendst dazu!

Grundsätzlich musst Du davon ausgehen, dass Du 6 Wochen nicht mehr als 5 kg heben darfst, danach kannst Du innerhalb von 6 Monaten langsam auf 20 kg erhöhen - mehr wird Dir kein Arzt erlauben. Persönlich kenne ich 5 Frauen, welche eine Plastik haben. Von diesen Frauen wiederum hält sich keine an diese 20 kg, auch wenn es nur kurzzeitige Belastungen sind.

MJazma \Lischwen


Der angesprochene Faden ist hier bei med1 unter: Petros-Göschen-Verfahren zu finden oder hier rechts unter den aktuellen Themen, ist doch Werbung zum Thema Blasensenkung. Da gelangst Du direkt zu Carpe-vitam.

Der große Unterschied besteht darin, dass Carpe-vitam körpereigenes Material zum Anheben der Organge verwendet. Alle anderen Kliniken in Deutschland nehmen Kunststoffe, welche wesentlich belastbarer sind.

Du kannst auch bei den Hardcore-couchern (Hardcore-couching nach Hysterektomie) mal nachfragen, da bin ich unter anderem auch. Dort gibt es einige Frauen, die eine Plastik haben.

G,rauaomsel


DANKE Mama Lischen, für Deine Ausführungen.

AHA - Petros-Göschen ist eine Operationstechnik! Ich staune immer wieder, wie gut Ihr deutschen Frauen über Medizinisches informiert seid.

Leider kann ich gar nichts "Wesentliches" sagen betreffend der mir bevorstehenden Operation.

Ich bin nun 62Jahre alt und hatte diese Operation schon einmal, zwei Jahre nach der Geburt vom 2.Kind und das ist 37 Jahre her. Damals wurde die Blase und die Gebärmutter angehoben, weil ich mehr oder weniger inkontinent war seit besagter Geburt.

Darf ich fragen, was bei Dir vermutlich ursächlich für den Vorfall ist?

Vor 35Jahren musste mir die Gebärmutter entfernt werden, weil ich einen "positiven" Pap-Abstrich hatte. (Ich weiss, das man inzwischen nicht mehr so schnell operiert, aber damals war das halt so.)

Die Ursache für den Vorfall ist vermutlich a)das Alter, b)die Bindegewebsschwäche und c)die Tatsache, dass schon einmal operiert werden musste.

Und jetzt habe ich also erneut Beschwerden und zwar einen Blasen-Vorfall. Erstaunlicherweise bin ich nicht inkontinent, von da her müsste man nicht operieren, aber der Vorfall ist schon "beträchtlich", wie sich der Frauenarzt äusserte.

Der FA schickte mich in ein Blasenzentrum und dort wurde ich sehr gründlich von einem Spezialisten für genau diese Anamnese untersucht. Der empfahl nun die Scheide und die Blase anzuheben, Anhebung der Harnröhre sei nicht nötig.

WIE die Operation gemacht wird und welches Verfahren... keine Ahnung! Der Arzt hat mir aufgezeichnet wie der Ist-Zustand aussieht und wie der Zustand nach der Operation, damit ich mir das vorstellen konnte.

Über das Schonverhalten nach der Op. hat er nichts gesagt - das weiss ich jetzt von Dir. Nach meiner ersten Op. galt es 6Wochen lang nur 4kg-"Lasten" zu heben und dann war gut...

Die von Dir genannten 15Kilo kann ich schon lange nicht mehr heben, denn ich habe operierte Bandscheiben. Deshalb ist diese Art Schonung für mich schon selbstverständlich.

Du hast mir viele Anregungen gegeben, dankeschön dafür. Nächste Woche habe ich den Termin für die Vorbesprechung beim Chirurgen (welcher bei mir identisch mit dem FA ist) und werde ihn darauf ansprechen, WIE er die Operation machen will - mit "Fremdmaterial" oder mit körpereigenem. Bis vor Deinem Post wusste ich gar nicht, dass da "Ersatzmaterial" oder "Hilfsmaterial" gebraucht wird.

_dN_ixxe_


Liebe Amsel – ich beneide Dich nicht um diese Entscheidung!!

Ich hatte Ende Januar eine Hysterektomie (Laparatomie) wegen einer Rectozele. Scheinbar drückte die Gebärmutter im dyn. MRT auf den Darm und sollte daher raus. Die Rektozele wurde durch eine Rektopexie gestrafft. Gynäkologisch gab es keine Gründe oder Beschwerden.

Gleich nach der OP hatte ich höllische Schmerzen. Nach jedem Bissen oder Schluck tobte mein Gedärm regelrecht. Die Krämpfe liessen dann nach als das erste Mal wieder etwas durchging.

Zu Hause erholte ich mich schwer – konnte aber nach einigen Wochen bereits etwas radeln und einkaufen sowie Autofahren. Der Stuhlgang wird noch weichgehalten von Macrocol – hier ist auch noch nichts "normal".

Dann plötzlich; nach Wochen, brach ein regelrechtes Schmerzinferno über mich herab. Unerträgliches Brennen im gesamten "unteren Bereich", ohne Nachweis von Entzündungszeichen in Urin oder Abstrich. Fremdkörpergefühl im Rektum, Schmerz im Steiß und Kreuz – ausstrahlend in die Pobacken. Ich kann kaum noch Sitzen oder Laufen. Aber auch im Liegen tut alles weh, das ISG war blockiert.

Schmerzmittel (die nicht zu Verstopfung führen) nutzen nicht viel. Ich lande nachts regelmäßig in der Badewanne – das Einzige was Linderung bringt.

Am ehesten handelt es sich um ein CPPS. ZU CPPS belies dich bitte ausführlich!! Du musst wissen welche Zusammenhänge es am Beckenboden gibt und was Dir entstehen kann wenn Du Pech hast (du kannst natürlich auch Glück haben).

Meine Beratung vor OP hielt sich sehr in Grenzen, das Wort BECKENBODEN hörte ich erstmalig nach OP!! Und belesen habe ich mich dann selber als ich die Welt nimmer verstand!

Inzwischen senkt sich die Blase und ich bekomme ab nächste Woche Elektrotherapie. Rehafähig bin ich bis jetzt noch nicht.

Liebe Grüße

Nixi

_%Nix6e_


MIST!!

ich meine Laparaskopie!!

Narkosedemenz *seuftz*

Nixi

G-rau#amseJl


Oh, Nixe, DAS gibt mir zu denken!

Ich hatte ja die Op. schon einmal vor über 30 Jahren - und alles war tiptop bis vor etwa anderthalb Jahren und das Ganze, nun zu Operierende, kam langsam.

Ich werde die von Dir genannten Stichworte googeln und mich einlesen.

Auch über "Petros Goeschen" werde ich mich informieren.

Ich hoffe, dass es Dir - wenn auch vielleicht nur langsam - aber dann doch stetig besser geht.

Deine Op war natürlich schwerer als es meine sein wird. Da musst Du mit einer langen REHA rechnen. (Die Hysterektomie habe ich auch hinter mir und weiss deshalb, wie mühsam es ist, sich nach dieser Operation wieder aufzurappeln. Ich hatte damals einen riesen Blutverlust. All das, was Du sonst noch beschreibst, hatte ich nicht.)

Gute Besserung @:) :)*

MQonkOs2fiexld


Der große Unterschied besteht darin, dass Carpe-vitam körpereigenes Material zum Anheben der Organge verwendet. Alle anderen Kliniken in Deutschland nehmen Kunststoffe, welche wesentlich belastbarer sind.

Das ist so nicht ganz richtigich bin vor 2 jahren von Prof.Goeschen Operiert worden mir wurde wegen massiven senkungsbeschwerden ein Netz implantiert es wurde bei mir nur Körpereigenes Gewebe verwendet bei der sogenannten Raffung da wurde nichts weggeschnippelt sondern übereinander gelegt bin übrigens bis heut noch sehr,sehr zufrieden keinerlei von diesen nervigen Beschwerden sind zu spüren und ich achte auch nicht so besonders auf die Kilo,s die ich manchmal schleppe :=o

Bei Prof. Goeschen ist ausserdem noch der Vorteil das vorher ein sehr ausführliches Beratungsgespräch stattfindet mit viel Zeit beanwortet er alle Fragen untersucht sehr gründlich und erklärt ganz genau wie er bei der OP vorgehen wird.

Ich kann ja nur für mich sprechen,bin sehr zufrieden und bereue nicht.

schön Sonntag noch gruss

M)ama L}iscxhen


**Hallo Monksfield,**

Deine Aussage verstehe ich nicht ganz. Ich hatte geschrieben, dass Prof. Goeschen nur körpereigenes Material verwendet und Du schreibst, dass meine Aussage nicht stimmt, weil Dir ein Netz aus körpereigenem Material implanitert wurde? Was denn nun? Körpereigenes Material oder Implantat?

Bevor ich meine Gb-Entfernung hatte, war ich auch zur Voruntersuchung in Hannover, weil ich unabhängig von dem Gb-Befund Beschwerden hatte. Seine Frau erklärte mir damals, das man nach der Goeschen-Methode nur körpereigenes Material verwendet und die Gb erhalten würde. Gleichzeitig wurde mir aber auch erklärt, dass das Alter und das Bindegewebe der betroffenen Patientinnen auch eine große Rolle spielt.

Für mich und das betone ich hier ganz deutlich kam die Goeschen-Methode aus einem ganz einfachen Grund nicht in Frage: "Die körperliche Belastbarkeit nach der Op ist weitaus geringer, als mit Kunststoffnetzen und Bändern." Meine Existenz ist von einer hohen körperlichen Belastbarkeit abhängig, aber das muss jede Frau für sich entscheiden.

Ein großes Risiko bei den Kunststoffnetzen ist, dass bei einer eventuellen Nachkorrektur der Aufwand wesentlich höher ist, als wenn man nur körpereigenes Material im Körper hat. Die Kunststoffnetze haben wie kleine Widerhaken, die komplett in das umliegende Gewebe einwachsen. Diese dann eventuell wieder zu entfernen oder mehr zu straffen, ist absolut schwierig. Aus diesem Grund rate ich grundsätzlich, dass man sich unbedingt eine erfahrene Klinik suchen sollte.

Die Beratung in der Klinik, wo ich letzendlich operiert wurde, war auch nicht schlechter, als in Niedersachsen. Im Gegenteil, ich hatte eigentlich drei Vorgespräche, bekam ausreichend schriftliches Material mit nach Hause und konnte ebenso, wie bei Prof. Goeschen per E-Mail immer meine Fragen stellen.

Eins hat mich außerdem von den Kunststoffimplantaten überzeugt: "Dieses Material wird seit Jahrzehnten af dem Bau angewendet. Diese Dächer sind auch nach 30 Jahren noch absolut dicht und wartungsfrei. Das, obwohl sie jeglichen Umwelteinflüssen permanent ausgesetzt sind. Da soll so ein Netz im Körper nicht ewig halten?"

Klar kann es auch ausreißen, weil das Gewebe, wo es fixiert ist erschlafft ist, aber dann hätte körpereigenes Material auch nicht gehalten.

Grundsätzlich ist Information bei der Entscheidung, welche Methode für wen die richtige ist, die halbe Miete.

Es gibt inzwischen übrigens auch schon Kliniken, die die damalige große Operation nach Burch auch schon vaginal machen, also selbst bei einer kompletten BB-Plastik kein Bauchschnitt mehr gemacht wird. - Wie bei mir.

Viele liebe Grüße

G1rauamesxel


Inzwischen habe ich mit durchs Internet gegoogelt und über Petros-Goeschen gelesen. Am Dienstag habe ich den Termin beim Chirurgen und kann ihn auf dieses Verfahren ansprechen. ER wird den Bericht vom Beckenboden-Spezialisten haben und mir sagen, welche Operation dieser vorschlägt.

MConk%sfiexld


Hallo Mama lischen

vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt ,nicht das Netz ist aus Körpereigenen Material(wie auch) sondern die Raffung da wurde nichts weggeschnippelt sondern mein *eigenes Gewebe übereinandergelegt*

gruss

M*ama dLischexn


**Hallo Monksfield,**

ja, da hast Du Dich etwas wirrlich ausgedrückt. Bei mir wurde bspw. auch nichts weggeschnippelt, da ich eine komplette BB-Plastik **ohne** Bauchschnitt habe. Alleine die ganzen Schnitte in der Scheidenwand, die für die Netzeinlage nötig waren bewirken eine Straffung des Scheidengewebes.

Das Problem, welches ich für die TE sehe ist das Alter. Sie ist bereits jenseits der Wechseljahre, so dass sie hormonell bedingt nicht mehr solch straffes Bindegewebe haben kann, wie eine deutlich jüngere Frau. Auch die Tatsache, dass sie bereits vor 35 Jahren eine Senkungs-Op hatte, wird der Methode von Prof. Goeschen nicht zuträglich sein.

Dennoch bin ich kein Spezialist für den Beckenboden. Ich selbst habe mich damals auch bei der Frau von Prof. Goeschen vorgestellt, da ich auch ohne die Diagnose, dass die Gb entfernt werden sollte Probleme mit dem Beckenboden hatte. Bei mir war durch eine extrem schwere Entbindung sehr viel kaputt. Prof. Goeschen hätte mich auch operiert, aber ich wollte auch eine Erfolgsgarantie sofern die Op fachlich korrekt verlaufen wäre, welche man mir bei Prof. Goeschen nicht geben konnte/wollte. Im BB-Zentrum hat man mir 15 Jahre Haltbarkeit auf das verwendete Material gegeben.- Das war für mich auschlaggebend, mich im BB-Zentrum operieren zu lassen.

Ich betone nochmals ausdrücklich, dass das Für und Wider jeder für sich alleine entscheiden muss. Schief gehen kann bei allen Methoden etwas. Ich will damit nur sagen, dass schlussendlich ein Autokauf auch den persönlichen Bedürfnissen angepasst wird.

Viele liebe Grüße

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