» »

Adenom in der Brust

j*ul@ianex1 hat die Diskussion gestartet


Ich musste gestern zur Sonographie der Brust – einfacher nur zur jährlichen Kontrolle. Bisher war bei mir immer alles in Ordnung. Gestern nun sagte mir der behandelnde Arzt das ich in der rechten Brust ein Adenom hätte (2 cm x 4,5 mm). In einem halben Jahr soll ich zur Kontrolle kommen. Alles weitere würde mir meine Frauenärztin dann sagen. Den Termin bei der Frauenärztin habe ich aber erst am 21. Dezember. Nun bin ich doch etwas beunruhigt und wollte fragen, ob jemand auch solch eine Raumforderung in der Brust hat und mir über seine Erfahrungen berichten kann. Was mich vorallem beschäftigt, woher weiß der Arzt so genau ob es ein Adenom ist? ":/

Antworten
cwarjxa


Ich habe 2 Fibroadenome in meinen Brüsten. Eins links und eins rechts. Entdeckt wurde die vor einigen Jahren durch Ultraschall. Zuvor hatte ich das Fibroadenom auf der rechten Seite beim Duschen entdeckt. Auf der linken Seite kann ich das Fibroadenom nicht ertasten.

Ich kann dich gut verstehen, dass du dir Sorgen machst und viele offene Fragen hast.

Bei mir wurde damals durch eine Mammographie die US-Diagnose bestätigt. Eigentlich sollte man immer noch zur 100% Bestätigung eine Biopsie machen lassen. Das habe ich zumindest immer im Internet oder in Bücher gelesen. Trotzdem wurde bei mir das nie gemacht. Scheinbar gibt es beim US und bei der Mammo doch einige Hinweise darauf, ob ein Knoten eher gutartig ist oder nicht.

Natürlich musste ich wie du nach einem 1/2 Jahr wieder zur Kontrolle (Ultraschall und Mammographie), um zu gucken, ob sich der Knoten von Größe und Aussehen verändert hat.

Auch heute noch lasse ich das regelmäßig und sehr engmaschig kontrollieren. Meine FÄ macht jedes 1/2 Jahr Ultraschall, vergleicht die Fotos sehr genau mit denen der vorherigen Untersuchungen. Zusätzlich schickt sie mich regelmäßig zur Mammographie. Früher war das 1x im Jahr, inzwischen gehe ich alle 2-3 Jahre, da sich meine Fibroadenome zum Glück nicht verändern.

Ich hatte sie auch mal darauf angesprochen, ob es Sinn machen würde, sich diese Fibroadenome entfernen zu lassen. Sowohl meine FÄ, als auch die Radiologin rieten mir davon ab. Das Narbengewebe, was durch eine OP entsteht, würde eine Auswertung des US und der Mammographiefotos erschweren. Da ich sowieso eine sehr knotige Brust habe (Fibrozystische Mammographie) könnte mir auch keiner sagen, ob sich diese Fibroadenome nicht an einer anderen Stelle wieder neu bilden würden.

Mit diesen engmaschigen Kontrollen erhoffe ich mir, rechtzeitig Veränderungen zu finden. Warum damals keine Biopsie gemacht wurde, weiß ich allerdings nicht.

Ich bin zwar auch jedesmal vor einer Kontrolluntersuchung wahnsinnig aufgeregt und habe furchtbare Angst, dass was Auffälliges entdeckt wird. Aber im allgemeinen habe ich nun doch ein bisschen Abstand bekommen und mich etwas beruhigt. Zu Anfang wollte und konnte ich den Ärzten einfach nicht vertrauen und hatte ständig das Gefühl, dass man diese Knoten doch falsch einschätzt.

Bis zum 21.12. ist es nun zum Glück ja nicht mehr lange. Um die Unruhe und Ängste ein bisschen zu mildern, könntest du vielleicht bei deiner FÄ schon mal anrufen. Vielleicht können dir die Helferinnen vorab schon mal eine Kopie des Arztberichtes geben, damit du selbst nachlesen kannst, warum der US-Arzt von einem Adenom ausgeht. Ich würde auch nicht verschweigen welche Sorgen du dir machst. Oft haben die Ärzte und Helferinnen dafür Verständnis, wenn man ganz lieb und höflich fragt.

Am Tag deines Gesprächs mit deiner FÄ würde ich ganz offen über meine Ängste sprechen. Vielleicht macht sie ja auch nochmal US und guckt sich alles an. Damit hättest du schon mal eine 2. Meinung. Frage sie, was sie von einer Mammographie hält. Wenn sie von deinen Ängsten und Sorgen weiß, kann sie für dich vielleicht einen Termin zur Mammographie vereinbaren. Das geht dann meistens schneller als wenn du das machst.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass du eventl. in ein sogen. Brustzentrum gehst. Vielleicht hast du eins in deiner Nähe. Dort kennt man sich mit Erkrankungen der Brust meist wesentlich besser aus, als eine kleine Praxis. Viellicht kannst du das auch einfach für dich ohne Absprache mit deiner FÄ machen. Ich weiß nicht, ob man dafür einen Überweisungsschein braucht oder ob man einfach nur die 10 Euro bezahlen muss. Notfalls bitte deine FÄ am 21.12. um eine Überweisung. Sag ihr einfach, dass dir das sonst alles zu schwammig ist und das du da einfach nochmal eine 2. Meinung dazu haben möchtest. Notfalls lass dir eine Überweisung von deinem Hausarzt geben.

Sprich sie auch auf eine mögliche Biopsie an, damit hast du dann wirklich Sicherheit. Ich hatte damals wahnsinnige Angst vor einer Biopsie und habe gerade aus diesem Grund nicht groß nachgefragt, warum man das nicht bei mir machen möchte. So im Nachhinein hätte ich das vielleicht aber doch machen sollen. Somit hätte ich mir die Zeit der Ungewissheit zwischen den einzelnen Kontrolluntersuchungen erspart. Auch wenn ich darüber nachdenke, dass ich kostbare Zeit verschenkt hätte, wenn es nun doch kein harmloses Fibroadenom gewesen wäre, wäre wohl eine Biopsie nicht verkehrt gewesen. Eine Biopsie soll übrigens gar nicht schlimm sein. Eine Freundin hat das machen lassen. Wäre nur ein kleiner Pieks gewesen, ähnlich wie eine Blutabnahme...

Schreib dir auch alles auf, was du fragen möchtest. Vor lauter Aufregung vergisst man nämlich, was man alles auf dem Herzen hat...

Ich hoffe, dass ich dir ein bisschen helfen konnte. Wünsch dir alles Liebe und Gute und rücke dir ganz fest die Daumen, dass es wirklich nur ein Adenom ist @:) .

Liebe Grüße, Carja

ciarvjla


Ach ja und noch etwas.

Lass dir spätestens am 21.12. eine Kopie des Arztberichtes vom US für deine eigenen Unterlagen geben. Das finde ich ganz wichtig!!!

1. kannst du dir dann immer wieder mal das Schreiben durchlesen, falls dich deine Ängste überrollen.

2. du kannst selbst die Berichte miteinander vergleichen, wenn du künftig weiter zu Kontrolluntersuchungen musst. Bei einer Mammographie wird das Ergebnis nach BI-RADS-Klassifikationen und ACR-Klassifikationen eingeteilt. Damit wird zum einen der Befund deiner Untersuchung beurteilt und auch vergleichbar gemacht. Zum anderen wird die Dichte deines Brustgewebes beschrieben. Dadurch lässt sich auch erkennen, wie aussagekräftig eine Mammographie überhaupt war und wie gut man was erkennen konnte.

3. Solltest du wegen einer 2. Meinung noch zu einem anderen Arzt gehen, dann kannst du ihm die Berichte zeigen und er weiß besser um was es geht. In den Berichten steht nämlich nicht nur, Wie der Knoten auf dem US oder der Mammographie aussah, sondern auch genau WO der Knoten gefunden wurde, wie groß er ist. Dadurch hast auch du die Möglichkeit, den Knoten in deiner Brust zu lokalisieren und durch monatlich Selbstuntersuchung auf Veränderungen zu achten.

c/arja


Und noch was ist mir eingefallen :=o ;-D

Was deine Frage betrifft, ob man auf einem US erkennen kann, ob es ein Adenom ist:

Also 100% kann man das natürlich nicht. Das habe ich dir ja schon in meinen ersten Bericht gelesen. Dein Arzt will dich natürlich auch genau aus diesem Grund wieder in eine 1/2 Jahr zur Kontrolluntersuchung sehen. Das ist übrigens ein ganz normaler Zeitabstand bei solchen Kontolluntersuchungen. War bei mir auch so.

Dennoch gibt es typische Anzeichen beim US und auch bei der Mammographie was eher dafür spricht, dass ein Knoten eher gutartig oder eher bösartig ist. Zum Beispiel ist die Umrandung eines Knotens ein guter Anhaltspunkt. Soweit mir bekannt ist, ist es eher gut, wenn die Umrandung sehr sauber und deutlich zu erkennen ist.

Auch wie ein Knoten einen Schatten beim US wirft, spielt eine Rolle. Man spricht dabei von echoarm und echoreich. Hier weiß ich aber leider nicht mehr, was besser ist.

Im Internet findet man dazu auch viele Bilder. Ich selbst versuche aber, das Internet immer mehr diesbezüglich zu meiden, da ich mich da nur viel zu viel verrückt mache und automatisch IMMER auf die schlimmsten Schicksalsschläge treffe.

jWulia(nex1


Liebe Carja,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Deine Zeilen haben etwas zu meiner Beruhigung beigetragen. Der Tipp mir den Befund kopieren zu lassen finde ich ganz gut. Eine Biposie werde ich auf jeden Fall anstreben, damit ich im Kopf wieder Ruhe bekomme und meine Gedanken nicht ständig mehr um dieses Thema kreisen müssen.

Juliane

j+u#liNaneH1


Upps, soll natürlich 'Biopsie' heißen. ;-)

c5aLrja


Hallo Juliane,

und wie sieht es aus bei dir? Alles in Ordnung?

Hoffe, dass alles gut ausgegangen ist @:)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gynäkologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Kinderwunsch · Schwangerschaft · Sternenkinder · Verhütung · Wechseljahre · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH