» »

scheidenpilz nach antibiotika – daktacort zur behandlung

bEaDKi{ttxen hat die Diskussion gestartet


hallo ihr! nehme seit 2 tagen antibiotika (augmentin) gegen sinusitis. 8 tage hab ich noch vor mir. und neben durchfall hat sich wohl auch seit gestern sofort ein scheidenpilz hinzu gesellt. hab das öfter und manchmal geht er auch von allein wieder weg, aber diesmal nervt das jucken echt extrem.

die apothekerin hat mir hierfür eine tablette zur oralen einnahme (fluconazole EG 150mg) und eine creme verkauft – daktacort. habe die creme gegoogelt, allerdings nichts brauchbares gefunden – meine zweifel sind hier: in der packungsbeilage steht nichts bezüglich eines SCHEIDENpilzes, nur hautpilz, und ein kontakt mit den schleimhäute soll vermieden werden. kann ich mir das jetzt trotzdem zwischen die schamlippen schmieren? was denkt ihr? habe bedenken, der haut am ende noch mehr zu schaden, als zu nützen...

werde pber nacht auch die altbewährten joghurttampons einführen.

vielen dank für jegliche antworten schon mal im voraus!

Antworten
B3irn0baxum87


Hallo,

ich habe von dem Medikament noch nie gehört. Kommst du aus der Schweiz? Ich habe gelesen, dass es im anglo-amerikanischen Raum sehr häufig verwandt wird, auch zur Behandlung eines Scheidenpilzes. Hast du es jetzt schon ausprobiert? Ich würde vielleicht noch mal in die Apotheke gehen und nach einem Medikament fragen, dass ausdrücklich für die vaginale Anwendung geeignet ist und nicht unbedingt Cortison enthält. Ist ja nicht notwendig bei einem Pilz. Ich kenne mich leider nicht so gut aus, was es im Ausland speziell dazu gibt, ich würde noch mal nachfragen.

Viele Grüße,

Birnbaum

b=aDFKitt>en


befinde mich derzeit im ausland (belgien) und kann auch nicht an deutsche medikamente kommen :(

ja, habe es probiert, brennt ein bisschen aber lindert den (wirklich perversen, diesmal) juckreiz etwas, aber verschwindet nicht völlig. dauert wahrscheinlich auch ein paar tage. hab auch die tablette jetzt genommen. wenn ich nun doch aber noch so lange antibiotika nehme, kommt das denn nicht immer wieder? macht das nicht erst sinn, wenn die behandlung vorüber ist? :(

m1902: der homöopathie gegenüber bin ich immer aufgeschlossen. denkst du auch, dass ich das mittel hier bekommen kann? unter dem selben namen?

danke!!!

M9onixM


Bei einem Scheidenpilz oral zu therapieren halte ich für mehr als fragwürdig. Mit Vaginalzäpfchen bekämpft man Scheidenpilze wirksamer und weniger belastend-das also erst mal zum Fluconazol.

Zusätzlich dazu hat sie dir ein Mittel (dactacord) geben, das neben einem Antipilzmittel (du wendest also gerade zu deinem zwei AB auch noch zwei Antipilzmittel an!! und eines davn oral was völliger Nonsense bei Scheidenpilz ist) auch noch Cortison enthält-na herzlichen Glückwunsch. Meiner Meinung nach solltest du das Zeug schnellstmöglichst gegen ein einfaches Vaginalzäpfchen mit einem Azolantimykotikum eintauschen.

Das Cortison mag den Juckreiz eindämmen, gleichzeitig schwächt es aber die lokale Immunabwehr der Scheide empfindlich, das kannst du eigentlich gerade nicht brauchen.

BdirRnbau5m8x7


@ MoniM:

Wieso bist du denn der Meinung, dass Fluconazol bei Scheidenpilz völliger Nonsense sei? Das verstehe ich leider überhaupt nicht. Ich kann auf Wunsch sehr gerne alle gesammelten Artikel zu Scheidenpilz und chronischem Scheidenpilz posten, die sehr wohl Fluconazol als wirksam ansehen. In wenigen Fällen ist es die einzig wirksame Behandlungsmethode. Leider spreche ich da aus Erfahrung. Der einfachste Weg ist auch ein Blick in die Packungsbeilage von Fluconazol, das bei Vaginalmykosen ebenso indiziert ist wie bei anderen Mykosen.

@ baDkitten:

Das Fluconazol schützt und killt den Pilz für etwa eine Woche. Danach ist es völlig abgebaut. Solltest du danach weiterhin Beschwerden haben, würde ich zur weiteren Besprechung und Diagnose den Frauenarzt aufsuchen.

Viele Grüße,

Birnbaum

Moo#niM


Wieso bist du denn der Meinung, dass Fluconazol bei Scheidenpilz völliger Nonsense sei?

Fluconazol oral ist Nonsense-oder besser gesagt, es ist mit Kanonen auf Spatzen schießen. Und nachdem die TE ihren Körper mit AB gerade flutet und auch noch ein AzolAM vaginal anwendet, finde ich es eben Nonsense, auch noch orale Antmykotika draufzugeben.

b5aDKtitCtxen


oje...dass das alles ganz schöne medikamentenhämmer sind, dachte ich mir schon. aber bei meinen beschwerden blieb mir jetzt erst mal nix übrig, als es zu schlucken/schmieren. am montag werd ich nochmal in die apotheke gehen und nachfragen, ob es eine andere creme gibt, ohne cortison.

die apothekerin wusste aber eigentlich bescheid, auch welche antibiotika ich nehme. UND sie meinte, die tablette würde für 1 monat schützen/reichen, nicht 1 woche. ???

MTonixM


die apothekerin wusste aber eigentlich bescheid, auch welche antibiotika ich nehme. UND sie meinte, die tablette würde für 1 monat schützen/reichen, nicht 1 woche.

Das erscheint mir etwas hoch gegriffen, nachdem man in der Fachinfo des Fluconazol nachlesen kann, dass 7 Tage nach dem Absetzen die Konzentration des Fluconazol weniger als 1/10 der Behandlungskonzentration im Körper ist. Einen Monat wird das nicht halten.

Ich würde nach dem Eradikationsmarathon erst mal die vaginale Flora wieder aufbauen, dazu gibt es Milchsäurebakterien in Zäpfchenform in der Apotheke.

B-i]rnbau/m87


Hallo,

einen Monat schützt das wirklich nicht. Ich nehme seit einem halben Jahr Fluconazol, ich kenne dieses Medikament. Nach einer Woche lässt die Konzentration, wie von MoniM erwähnt, deutlich nach.

@ MoniM:

ich glaube, dann habe ich dich missverstanden. Mit Kanonen auf Spatzen schießen... Ja, mag sein. Aber Fluconazol bei Scheidenpilz ist absolut kein Nonsense. Natürlich birgt Fluconazol die Gefahr von Nebenwirkungen. So wie jedes andere Medikament auch. Auch Imidazolderivate, die ganzen Vaginalzäpfchen und Co sind nicht ohne und schaden der so oft beschworenen Vaginalflora, die du vorschlägst, mit Zäpfchen wieder aufzubauen, bei weitem mehr als Fluconazol. Das ist Fakt. Ebenso reizen sie die Haut ungemein. Zur doppelten Absicherung ist so viel zu sagen, dass inzwischen, aufgrund der stark angestiegenen Rate von sehr schweren und chronisch gewordenen Scheidenpilzerkrankungen viele Ärzte es für klug halten, lokal und systemisch vorzugehen um dem vorzubeugen. Das lokale Antimykotikum wird zur ersten Eindämmung verwandt, danach wird Fluconazol dazu gebraucht, jene Pilze über das Blut abzutöten, die z.B. am und im Muttermund überlebt haben können. Ebenfalls existiert die Theorie, dass Pilze in die unterliegenden Hautschichten wachsen können, wo eine lokale Therapie sie nicht erreicht, Fluconazol hingegegen schon. Ob die korrekt ist, darüber streiten sich die Experten, aber es gibt sie. Alles hat seine zwei Seiten, sowohl das Fluconazol, als auch Clotrimazol etc. Jedoch mag man mir nach (zu) vielen Lokalbehandlungen bitte nachsehen, dass ich es nicht richtig finde, wenn hier im Forum behauptet wird, mit Kombipackungen behandle man Scheidenpilz wirksamer und weniger belastend. Es kommt immer auf den einzelnen Fall an, nicht auf Pauschalverurteilungen bestimmter Medikamente. Ich meine das nicht böse oder beleidigend und ich hoffe, ich habe mich nicht im Ton vergriffen. Aber ich wollte es einfach loswerden.

Viele Grüße,

Birnbaum

G#äWnseblwüxmlein


Statt einer cortisonhaltigen Creme, würd ich erst was mit Clotrimazol ausprobieren. Unter Angabe des Wirkstoffes müsste das auch im Ausland zu bekommen sein. Gute Besserung @:)

MponibM


Aber Fluconazol bei Scheidenpilz ist absolut kein Nonsense.

Das habe ich auch nie gesagt. Fluconazol ist ein hochwirksames Azolantimykotikum, das eigentlich erst bei persistenten Mykosen genutzt werden sollte-nicht bei einer durch Antibiose hervorgerufenenen vereinzelten Pilzinfektion in der Scheide. Und dazu dann noch eine cortisonhalte Antimykotikacreme draufzubatzen ist einfach der absolute Overkill für den Körper -und va die Scheidenschleimhäute. Da prophezeie ich einen recht baldigen Rückfall, wenn die Scheidenflora nicht schnellstens wieder aufgebaut wird.

M>onLiM


Und ich weiß nicht, ob es dir deine Gyn verraten hat, aber: Hefepilze hat jeder in der Scheide! Nur meist in geringer Anzahl. Es ist völlig utopisch, diese ausrotten zu wollen, da sie binnen kürzester Zeit wieder da sind. Und solange die Scheidenflora und die Schleimhäute ok sind, ist das auch kein Problem. Wenn man also immer wiederkehrende Infekte hat macht es wenig Sinn, ständig mit Fluconazol draufzubrezen.

Meist ist die Ursache dafür nämlich recht banal: Neben PingPong Effekten vom Partner ist es meist einfach eine lädierte Scheidenschleimhaut, die den Pizen immer wieder Möglichkeit bitet, sich auszubreiten. Da gilt es dann, die Ursache zu finden und zu behandeln. Oft hilft da zB eine Östrogencreme für einige Zeit (denn meist resultiert eine kaputte Schleimhaut durch einen lokalen Östrogenmangel, gerne ausgelöst durch hormonelle Verhütung oder durch zu exzessives Anwenden von Pilzmitteln)

B3irnsbaum8x7


Hallo Moni,

ich will den Faden hier nicht nutzen, um gänzlich von baDkittens Problem abzukommen. Jedoch fühle ich mich ehrlich gesagt angegriffen von deinem doch sehr harschen Ton. Ich frage mich, ob du dazu einen Grund hast, wenn ja, tut es mir Leid, dass du dich wegen mir so aufregen musstest.

Fluconazol ist bei ständig wiederkehrenden Vaginalmykosen das Mittel der Wahl. Man macht es nicht, um "draufzubrezen", sondern um den Schleimhäuten die nötige Zeit zur Erholung zu geben, ohne die Gefahr einer erneuten Infektion. Ich finde es auch ziemlich frech, mich zu fragen, ob meine Gynäkologin mir verraten, hat, dass jeder Pilze in der Scheide hat. Durch sehr lange Betroffenheit bin ich sehr gut informiert. Nicht nur durch fragwürdige Internetquellen, sondern durch Fachbücher und -Zeitschriften. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, meine Ansichten daran zu messen. Es ist sachlich falsch, dass jeder Pilze n der Scheide hat, jedoch ein relativ großer Anteil gesunder Frauen hat sie. Ebenso wie auf der Haut und im Darm. Es ist nicht der Sinn von Fluconazol, diese auszurotten, wie ich ja oben schon schrieb, sondern kurze oder längere Zeit Schutz vor einer erneuten Infektion zu bieten.

Der Ping-Pong-Effekt wird von den meisten Experten wie Petersen, Clad, Mendling und Weißenbacher nicht mehr diskutiert, da er als nicht existent oder nicht ausschlaggebend für ein Rezidiv erachtet wird. Denn dass es bei einem Mann zur Infektion kommt, wurde meist nicht beobachtet, er hat nur die üblichen Pilze auf der Haut, die er sonst auch immer hate und die vorher der Frau nichts ausgemacht haben. Ebenso wird von der Darmsanierung abgesehen. Bis sich diese Erkenntnisse durchsetzen, dauert es immer ein wenig.

Östrogencreme kann sinnvoll sein. Wird jedoch erfahrungsgemäß von vielen Patientinnen mir ruinierter Schleimhaut nicht mehr vertragen, da Unverträglichkeiten und Überempfindlichkeiten gegen bestimmte Hilfsstoffe in diesen Cremes entstanden sind. Oft ist schon das Problem, dass manche auf Wasserbasis gemischt werden und somit Konservierungsstoffe enthalten müssen. Ebenfalls diskutiert wird die Auswirkung von Östrogen auf das Wachstum von Scheidenpilzen. So wurde beobachtet, dass sich durch physiologische Veränderngen des Scheidensekrets während einer Zyklusphase mit viel Östrogenausschüttung das Wachstum von Pilzen beschleunigt wurde. So werden nach dieser Theorie auch die gehäuften Scheidenpilzinfektionen im letzten Schwangerschaftsdrittel und davor erklärt. Das ist noch nicht erwiesen, aber daran wird weiter geforscht. Deshalb sind auch diese Östrogencremes wieder ein zweischneidiges Schwert. Ausprobieren kann man es. Mir haben sie nicht geholfen, ich bin auf Produkte mit möglichst wenig Inhaltsstoffen umgestiegen.

bcaDK-it|ten


danke für eure rege beteiligung.

manches widerspricht sich ja ein wenig, vielleicht kann mir ja aber doch jemand eine konkrete/übereinstimmende antwort auf folgende fragen liefern:

- ich soll nun also schnellstmöglich auf eine creme ohne cortison umsteigen. soll/muss sie das mittel clotrimazol enthalten?

- wie lange/wie oft wird eine solche creme dann angewandt – länger, als die beschwerden andauern?

- zur cortison-creme: soll ich sie nun heute und morgen so wenig wie möglich auftragen und nur, wenn ich das jucken nicht aushalte, oder regelmäßig (3x täglich?), damit der pilz auch bekämpft wird?

- soll ich über nacht zusätzlich joghurttampons einführen (scheint ja das natürlichste mittel zum wiederaufbau der flora zu sein), oder macht das nur sinn, wenn der pilz wieder weg ist.

- brauche ich nach der behandlung (wie lange dauert eine solche denn eigentlich?) bestimmte medikamente, um die scheidenflora wieder aufzubauen? will keinen rückfall! oder einfach in ruhe lassen/natürliche dinge wie joghurt?

- ich hatte schon öfters pilze, oft hab ich aber nichts dagegen unternommen, da es nach einigen tagen besser wurde und schließlich für längere zeit verschwand (oder war das ein trugschluss, und der pilz war nie wirklich weg?)

- wie oft soll ich mich waschen? reicht 2x täglich mit kühlem wasser (ist angenehmer)? ich benutze normalerweise zusätzlich intima liasan waschlotion (nicht immer, aber in zeiten mit häufigem GV |-o auch täglich)

vielen lieben dank! @:)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gynäkologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Kinderwunsch · Schwangerschaft · Sternenkinder · Verhütung · Wechseljahre · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH