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Wer kennt sich mit den Werten der weiblichen Hormone aus?

M5ishsxiT hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe heute die folgenden Werte meiner Blutuntersuchung bekommen. Kann aber nicht so richtig was damit anfangen.

Ein Speicheltest am 12. ZT hat mal ergeben, ich hätte zuviel Testosteron, vom Wert her gesehen auch zuviel Progesteron, aber immer noch zuwenig Progesteron für das viele Östradiol (daher Östrogendominanz).

Nun hatte ich einen Bluttest am 13. ZT:

Progesteron 61,6 ng/dl

17 ß Östradiol 39,8 pg/ml (= 3,98 ng/dl)

Testosteron 38,7 ng/dl

Referenzwerte:

1. Progesteron /Frauen

prolif. Phase (4.-11. Zyklustag): < 120 ng/dl

lut. Phase (3.-10. Tag post ov.): 1.100-2.500 ng/dl

2. 17 ß Östradiol /Frauen

prolif. Phase (4.-11.Tag): 45-140 pg/ml

Ovulation: 200-500 pg/ml

lut. Phase (3.-10. Tag post ov.): 90-220 pg/ml

Menopause < 35 pg/ml

3. Testosteron

Frauen

20-49 Jahre.: 12-48 ng/dl

über 50 Jahre: 12-40 ng/dl

Nun weiss ich auch nicht unter welcher Phase ich mir die Referenzwerte anschauen soll. Proliferationssphase? Steht hier ist ZT 4-11, passt also nicht.

Das nächste ist dann Ovulation, das steht aber nur bei Östradiol, bei Progesteron steht nichts. Wo ich da schauen soll, keinen Schimmer.

Bei Östradiol wäre es dann ja viel zu wenig, wenn es unter Ovulation fallen würde. Nach dem Wert wäre ich ja schon fast in der Menopause ??? (Bin 40) Mein Anti Müller Hormon liegt aber noch bei 5,das kann eigentlich nicht sein.

Dann kommt ja nur noch 3-10. Tag postovulatorisch, das passt doch dann auch nicht?

Und wenn ich dann das Verhältnis Östradiol /Progesteron errechne wäre es auf keinen Fall 1 :200 (also 200 x mehr Progesteron als Östrogen), wie es angeblich am Besten sein soll, und auch nicht, nach anderer Ansicht, 1:80. Habe ich also Östrogendominanz? ???

Kapiere gar nichts! (habe noch kein Gespräch beim Arzt gehabt, nur die Werte)

Antworten
NTalaw8x5


Ich denke du bist noch VOR dem Eisprung und hast diesen einfach etwas später und daher ist das Östrogen noch niedriger. Wielange sind deine Zyklen etwa?

MRissixT


Hallo,

Danke für Deinen Beitrag.

Das könnte schon sein, aber selbst dafür wäre doch das Östrogen zu niedrig, für die Proliferationsphase?

Und wie soll ich das Progesteron bewerten, dann auch unter Proliferationsphase, dann käme es ja hin. (Ist etwas vage, "kleiner als 120")

Meine Zyklen waren bis vor vier Jahren noch 45-90 Tage. Dann, 2007, wurden sie insgesamt kürzer aber immer noch bekloppt (38/ 47/ 55/ 34 usw...). Letztes Jahr pendelten sie sich auf 42-45 Tage ein. Meine letzten beiden Zyklen waren 28 und 31 Tage (ich bekomme seit Juli 2010 Thyroxin wegen Hashimoto und führe das darauf zurück – allerding das Einpendeln auf ca,. 45 Tage fand ohne Thyroxin statt,so dass es auch Prämenopause sein könnte.

PCO wurde mehrfach ausgeschlossen, mehrmals durch Blutentnahme, jedesmal durch Ultraschall und auch durch das Bestimmen des Anti Müller Hormon welches hätte erhöht sein müssen, war es aber nicht.

ahmilry87


was genau ist eigentlich der grund für die blutanalyse?

dass sich die zyklen einpendeln ist doch ein tollen zeichen oder?

???

MLisys2ixT


Zwei Gründe:

Es soll festgestellt werden ob ich trotz scheinbarer Unverträglichkeit wieder Progesteroncreme nehmen soll -diese wurde vor drei Wochen abgesetzt, nach 8 Monaten Verwendung, weil ich davon Überfunktionssymptome bekam, wahrscheinlich dadurch dass ich nun höher dosiertes Thyroxin einnehme -der Zyklus könnte sich ja auch durch die Creme eingependelt haben ?– und aufgrund der Tatsache, dass ich immer grundsätzlich zu den Zyklustagen 12-15, also vor und um den Eisprung herum fürchterliche Beschwerden habe wie Panikattacken, Herzrasen, die nach dem Eisprung verschwinden.

Ntalma85


Wofür war die Progesteroncreme?

Deine Zyklen haben sich zuvor eingependelt weil deine Hormonwerte sich vermutlich langsam eingependelt haben. Grad bei einer Unterfunktion ist ja nicht zack alles zuwenig sondern es geht schleichend und zb bei Hashimoto sogar schubweise.

MIT dem Thyroxin pendelt sich dein zyklus nun wirklich ein weil der gesamte Stoffwechsel und auch die Hormonproduktion wieder rund läuft. Ich glaube also dass deine Menopause noch weit entfernt liegt sondern du die letzten Jahre einfach komplett unterversorgt warst.

Ich würde also nixmehr cremen, sondern weiter das Thyroxin nehmen und regelmäßig die Schilddrüsenwerte prüfen lassen. Dein körper macht das schon, stehen doch alle Ampeln mittlerweile auf grün :)^

M1isxsiT


Die Creme hab ich bekommen , weil ich wie gesagt eine Östrogendominanz bescheinigt bekam. Und wenn ich die Werte jetzt heranziehe ist das Verhältnis ja wieder nicht so toll. Ich bin wirklich unsicher ob ich die Creme wieder nehmen soll.

NOa4la85


Wirklich Sinn macht das nur wenn etwa 3 mal pro Zyklus die Hormonwerte gemacht werden. Eine Momentaufnahme ohne zu wissen wo man im Zyklus grad steht, bringt garnix.

Wodurch äußert sich deine Östrogendominanz? Hast du Probleme damit, oder findest du deine Zyklen eigentlich ok?

M<issyiT


Mit meinen Zyklen war ich noch nie zufrieden, sie waren von Beginn an (begannen auch spät-mit 15) nie regelmäßig.

Doch ich hatte keine Beschwerden.

Inzwischen aber steht und fällt mein Befinden und mein ganzes Leben mit dem Zyklus. Dies ist mir dann erst mit einem Kalender klar geworden. Vor dem Eisprung und währenddessen geht es mir megaschlecht, ich habe Panikattacken und dauerhafte Angstzustände, Brustspannen ohne Ende -Peng wie weggeblasen. Dann geht es wieder OK. Kurz vorher und während der Mens gehts mir wieder grauenhaft, meistens dann durchgehend bis nach dem Eisprung.

Aber wirklich verbessert hatte sich das erst im letzten Zyklus – da war ich dann aber leider total überdosiert mit Thyroxin und hatte dafür Blutdruck bis 180, Puls 100, Schwitzen, Zittern am ganze Körper...

Daher musste ich die Dosis reduzieren.

Damit ging es mir 10 Tage sehr gut bis jetzt wieder der Absturz kam.

Ich denke schon Du hast recht dass sich der Zyklus mit dem Thyroxin bessert, aber da ich leider auch die Progesteroncreme gleichzeitig damit angefangen habe weiss ich jetzt natürlich nicht ob diese auch für die Besserung verantwortlich gewesen sein könnte.

Dass ich sie nicht mehr vertrug hing nämlich eventuell nur damit zusammen, dass ich überdosiert war und die Creme die Schilddrüse zusätzlich pusht.

Selbst schuld weil ich an zwei Schrauben gleichzeitig gedreht habe... Thyroxin reduziert und Creme abgesetzt. :-(

NRal{a8_5


Ich persönlich würde es eine zeitlang (mind. 3 Zyklen) ohne Creme probieren und dann auch wieder die Werte kontrollieren lassen. Was du beschreibst kann auch einfach das Ungleichgewicht der Schilddrüse sein (grad Brustschmerzen hatte ich vor meiner Behandlung viel schlimmer)

Erst wenn deine Schilddrüse wirklich fertig eingestellt ist, macht es Sinn die anderen Hormonwerte bestimmen zu lassen. Die Schilddrüse ist ein extrem wichtiger Part und an der Hormonsteuerung im ganzen Körper mitbeteiligt – erst wenn da alles fixiert ist arbeitet auch der restliche Körper wieder normal.

Mpicssi(T


Ja, so werde ich es wohl probieren. Danke für Deine tolle Hilfe.

Meinst Du Mönchspfeffer könnte schaden oder kann ich den beibehalten? Ich nehme diese Tabletten anstatt der Creme.

Habe mir heute aktuelle Schilddrüsenwerte machen lassen, da ich nun eine Status nach der Senkung haben möchte (auch wenn diese erst 14 Tage her ist – eigentlich müsste man länger warten... :=o )

N0alax85


Ja 8 Wochen gleiche Dosis wäre minimum um einen aktuellen Status der Schilddrüse zu haben.

Mönchspfeffer würde ich eher lassen wenn dein Zyklus unregelmäßig ist. Mönchspfeffer wirkt gestagenartig und kann vor dem Eisprung genommen diesen sogar noch verzögern – somit also auch den Zyklus wieder verlängern. Ich würde es wirklich mal komplett "pur" versuchen.

Seit wann nimmst du Mönchspfeffer? Der kann nämlich dieses Brustzwicken und so auch auslösen.

Mais}sxiT


Den MöPf nehme ich erst seit 8 Tagen.

Eigentlich ist er ja GEGEN das Brustspannen und gegen die Ovarialinsuffizienz? Und gegen Östrogendominanz...Bin überrascht dass Du ihn für einen möglichen Übeltäter hältst... ":/

N+alja8B5


Naja Gestagenartige Wirkung kann manche Dinge lindern aber auch andere erzeugen.

Gestagen ist ja besonders in der 2. Zyklushälfte wichtig – stärkt den Gelbkörper und hält die Gebärmutterschleimhaut stabil. Vor dem Eisprung aber eingenommen kann die Gestagenartige Wirkung den Eisprung hinauszögern. Es kann helfen, kanns verkomplizieren, und auch einfach wirkungslos sein.

Wichtig ist also zu wissen wann man MöPf nimmt – also zu wissen wo im Zyklus man steht.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Ovarialinsuffizienz]]

Lies mal unter Symptome – da ist das ganz gut beschrieben. Die Eireifung scheint bei dir ja nicht das Problem zu sein – deswegen würde ich MöPf auch erst nach dem Eisprung einnehmen. Und eine Östrogendominanz ist meiner Meinung nach ja noch nicht wirklich erwiesen. Du hast regelmäßige Zyklen, und der größte gemeinsame Nenner bei deinen Symtomen ist die schlecht eingestellte Schilddrüse. Ich würde also erst schauen wie dein Körper nur mit dem Thyroxin arbeitet – bis er gut eingestellt ist – und dann schauen welche von den Problemen wirklich noch vorhanden sind.

Die Schilddrüse kann für das alles verantwortlich sein – für den zu niedrigen Progesteron-wert der ja der Gegenspieler zum Östrogen ist, für die erst so langen zyklen, für das Brustspannen etc.

Dein ganzer Stoffwechsel und die Hormonsteuerung hängt davon ab.

M=i<ssixT


Ja das ist überzeugend. Ich zweifel halt immer ob es alles von der Schilddrüse kommt weil die Zyklen ja noch nie regelmäßig waren und ich bis vor ein paar Jahren höchstens 4-5 "Zyklen" im Jahr hatte.

Allerdings hat mir mit 20 schon ein sehr renommierter Heilpraktiker gesagt ich hätte ein Problem mir der Schilddrüse. Er machte Irisdiagnose – ich war ja etwas überrascht weil ich das nicht kannte und es mir auch nicht gerade überzeugend vorkam – aber er schaute mir in die Augen ohne vorher mehr Worte gewechselt zu haben als Guten Morgen, nannte mir dann von sich aus alle meine Symptome und sagte: "Ihre Zyklen stimmen nicht – also die weiblichen Hormone – und ihre Schilddrüse ist nicht in Ordnung." Er konnte das alles gar nicht wissen, ich war sprachlos.

Ich war mehrfach bei Spezialisten aber keiner konnte etwas finden.

Mein Heilpraktiker meinte nur "das ist so feinstofflich, das wird ein Arzt nicht sehen."

Ich war natürlich auch bei zig Frauenärzten, auch beim Endokrinologen, immer hiess es nur alle OK, keine Ahnung, nehmen Sie halt die Pille....

Das tat ich auch ein paar Jahre – kurz nach Einnahmebeginn mit 17 bekam ich meine allererste Angstattacke im Kino. Damals hab ich das alles nicht im Zusammenhang gebracht. Heute denke ich dass es ein Fehler war mir die Pille zu geben obwohl meine Zyklen sich noch immer nicht selbst eingeregelt hatten. Vielleicht hätte es sich doch noch entwiickelt, aber was nützt das heute – mit 17 glaubt man halt dem Arzt wenn er meint "damit regelt sich alles, Sie werden sehen..." %-|

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